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Okt. 2016 - Jetzt durfte ich sie mitnehmen . . .

DER SPIEGEL 1947 bis 1954

Aus dem Nachlass des Günter Bartosch stammen die gesamten SPIEGEL-Ausgaben von 1947 bis 1954. Im SPIEGEL wurde unser beginnendes westdeutsches Wirtschaftswunder eingehend und sehr kritisch "beäugt". Ob die Kritik immer den realen Tatsachen entsprochen hatte, entzieht sich meiner Kenntnis. Ich bin erst im Juni 1949 auf die Welt gekommen. (Vermutlich deshalb wurde die 1949er Ausgabe dann auch geteilt. Jemand muß es erahnt haben.) Jedenfalls steht auch eine Menge über das beginnende bundesdeutsche Fernsehen darin. Übrigens hatte in 1950 auch ein Journalist Namens Dr. Kurt Wagenführ angefangen, über die Entwicklung des Fernsehens (sogar weltweit) zu berichten. Die Artikel im SPIEGEL sind nämlich nicht immer nur "Berichte". Oft ist die Tendenz und das (Vor-) Urteil eindeutig herauszulesen.

Okt. 2016 - Ein weiterer Aprilscherz - 6 Monate Haft gefordert ...

Jetzt wird der Rundfunkbeitrag schon mit dem Argument der Steuergerechtigkeit erzwungen. In der ehemaligen Ostzone ist also alles möglich, wie zu tiefsten DDR Zeiten. Es gibt zwar offiziell keine Stasi mehr, doch jetzt machen das die Ämter z.B. in Beetzsee. Dazu gibt es einen FAZ Artikel hier. Dabei wurde doch von unseren bundesdeutschen Parteien stets bestritten, daß der Rundfunkbeitrag eine "ertragsunabhängige Steuer" sei. Jetzt ist es bereits zum zweiten Male erwiesen, die Rundfunksteuer wurde gegen den Willen der Bürger durch die Hintertür eingeführt und mit dem verdrehten Wort "Rundfunkbeitrag" "verkleidet" bzw. vertuscht. Einen Beitrag zahlt man bzw. trägt man bei - aber freiwillig. Doch das hier - also die sogenannte Haushaltsabgabe - ist eine Zwangsabgabe. Und das hier steht darüber in der "Zeit".

Nachtrag vom Dezember 2016 aus der FAZ - alles sehr sehr merkwürdig, es hat ein Geschmäckle.

Aug. 2016 - "Photoshooting" nennt man das jetzt ...

3 mal ca. 180 Kilo

. . . wenn man sich wichtig machen will. Eigentlich sind es aber nur ganz normale simple Fotografien und diese geschwollenen Anglizismen kitzeln oder befriedigen nur das jeweilige eigene Ego. -
Von diesen drei großen 2" Magnetbandrecordern (aus 1960-1962) habe ich samt dem Innenleben eine Menge Fotos gemacht, wie es dort drinnen zu geht bzw. zu ging. Da die drei jetzt "mir gehören" und nicht den pingeligen Hütern des ehemaligen Wiesbadener Museumsvereins, konnte ich wirklich alles aufschrauben und abschrauben und überall reinschauen und das erleichtert diese lehrreichen Einblicke erheblich. Und daß die Fernseh-Technik seit 1960 riesen Sprünge gemacht hatte und die gesamte Magnetbandtechnik damit zuende ist, ist ja kein Geheimnis mehr.

Juni/Juli 2016 - Zwei gewaltige Werke sind "im Werden" . . .

Es steht drauf - Pfingsten 1956
und es sind fast 1000 Seiten
Eine Kohle-Stab Lichtbogenlampe

Die vielen Seiten sind noch nicht ganz fertig. - 3 ziemlich dicke Bücher aus dem Bereich Film und Kino sind mir so positiv aufgefallen, daß ich nicht umhin konnte, dieses geballte Wissen hier aufzubereiten.
Zum Einen ist es die Geschichte des Films und des Kinos von den Anfängen bis 1957 und zum Anderen die Technik des Lichtbogens aus 1947. Die Geschichte des Films ist so ausführlich und rethorisch so leicht und genüßlich amüsant lesbar aufgearbeitet, daß es quasi ein Muß war, diese gewaltige Menge von fast 800 Seiten an so sauber recherchierten Film-Daten hier im Museum darzustellen. Die bislang umfangreichste und nahezu komplette Film Chronologie bis zum Jahr 1957 ist hier bei uns in 3 Rubriken aufgeteilt: (1) die Film-Geschichte(n), (2) die Film-Chronologie(n) und (3) die illustrierenden Szenenbilder samt der damaligen Kommentare.

Auch mit dem Lichtbogen hat es so seine Bewandnis, denn weltweit wurde dieses extrem helle Licht in den Kinos zwar angewendet, doch verstanden hatten es die Wenigsten. Einer der Physiker und Spezialisten aus dem 3.Reich - Prof. Finkelnburg - hat es dann ab 1947 genauestens dargelegt, wie der Lichbogen wirklich funktioniert.
Wenn Sie hier anfangen möchten zu lesen, sind die (Ihre) nächsten 10 Sommer-Abende und Sommer-Nächte bis Morgens um 5 Uhr ausgebucht.

10. Mai um 22.15 - ZDF-37° - "Ich war es nicht" - sehenswert

Am 10. Mai kam im ZDF um 22.15 (bis 23.oo) in der Sendung 37° eine Geschichte, die für erfahrene Tonbandfans und Tonbandtechniker dermaßen hahnebüchen "komisch" ist, daß sich die Balken biegen.
Leider steckt dahinter (meiner Meinung nach) ein (Fehl-?) Urteil eines bayerischen Gerichts, in dem ein Mensch lebenslänglich hinter Gitter "gewandert" ist. Schaun Sie mal rein in "Ich war es nicht !" - Ihren Kommentar hätten wir gerne.
Download vom ZDF hier - geprüft im Okt. 2016

April 1956 - Vor 60 Jahren - der erste AMPEX Videorecorder

der erste VR in Deutschland 1958

Den Überlieferungen nach zu urteilen, fuhren oder flogen im Herbst 1955 und im Frühjahr 1956 mehrere Ampex Mannen von Messe zu Messe und hatten ein Menge schwarzer Kisten und Koffer im Gepäck, die sie aber nicht auspacken durften oder sollten. Der sensationelle neue "Videorecorder" war noch nicht ganz fertig. Man wollte aber gewappnet sein, falls die Konkurrenz, es gab da noch mindestens 4 weitere Firmen, etwas Ähnliches hätte zeigen wollen. Der Paukenschlag kam dann zur NARTB Ausstellung im April 1956 und funktionierte und überzeugte grandios. Diese geniale Maschine revolutionierte von nun an das Fernsehen von Grund auf. Die Ampex Technik basierte auf dem deutschen AEG Magnetophon von 1935 und den Ideen des deutschen Dr. Schröter von 1932 (der direkte Link ist hier). Doch das mit der Videoaufnahme sollte bei uns in Deutschland nicht mehr realisiert werden. Im April 1945 hatten wir Deutschen ein dickes Problem.

April 2016 - Prof. Dr. Schönfelder ist 90 geworden.

Nur noch wenigen bekannt ist Professor Dr. Helmut Schönfelder, der bei der Robert Bosch Fernseh GmbH in den 1950er Jahren die Technik des schwarz- weiß Fernsehens in mehreren Büchern wissenschaftlich korrekt dargestellt hatte.
Seine detallierten Bücher über die "moderne" Röhrentechnik und später auch über das neue (analoge) PAL-Farbfernsehen waren über Jahrzehnte die Grundlagen des Ingenieurstudiums im damaligen Bereich Medientechnik. Am 3. April 2016 ist er 90 Jahre alt geworden.

April 2016 - Aprilscherze oder Schildbügerstreiche ? Überlebt sich das ARD/ZDF Fernsehen auch ? Wie lange noch ?

In und mit unseren Fernseh-"Anstalten" passiert recht Merkwürdiges. Blicken wir zurück in das Jahr 1961. Die ARD-"Anstalten" (besser formuliert : die westdeutschen Bundesländer) hatten dem Bundeskanzler Adenauer per Verfassungsgericht "reingewürgt", die öffentlich rechtlichen Medien stünden nicht unter seiner Kontrolle. Daraufhin wurde die Medienlandschaft um das ZDF bereichert. Doch mit unseren "Anstalten" hat es so seine Bewandnis. Sie mutieren in 2015/2016 gerade zum Staatsrundfunk mit Staatsgewalt. Die Bundeskanzlerin moniert eine NDR3-Satire gegen den "Boss vom Bosporus" und das ZDF löscht den darauf folgenden Satire-Film - Bezug nehmend auf diese NDR Satire - weg. Das ist Regierungs-Zensur von ganz oben. Dennoch kann sich Dank Internet jeder sein Urteil selbst bilden.

Und weiter : Da stellt der MDR (der Mitteldeutsche Rundfunk) - wie in alten DDR-Stasi-Zeiten - einen Antrag auf Haftbefehl gegen eine Bürgerin, die den Rundfunk-Zwangsbeitrag verweigert. Und - das ist das Dollste -, die kommt wirklich für 8 Wochen in Erzwingungshaft - wegen absolut lächerlichen 191.- Euro. Das hat mit Rechtsstaatlichkeit nichts mehr zu tun. Das ist tiefstes verfassungswidriges SBZ/Ostzonen- gebahren. Die vom Grundgesetz her unantastbare Verhältnismäßigkeit wird mit Füßen getreten, sowohl von der "Anstalt" wie auch vom Richter.

Als ich klein war
, hieß es immer : Sei jetzt bloß artig, sonst kommt Du in die "Anstalt" ! (die Erziehungs-Anstalt natürlich). Aber das ist 60 Jahre her. Heute kommt man bereits für 191.- Euro für 8 Wochen ins Gefängnis - in die (Besserungs-) "Anstalt". Lesen Sie den FAZ Artikel hier. So schafft man die angeblich unabhängigen öffentlich rechtlichen Anstalten ab. Und wie euphorisch hatte unser Fernsehen in 1951 mal angefangen. Da gab es mal ein Lied von Otto Reutter : In "50 Jahren ist alles vorbei." Dieses Lied hat nach 85 Jahren immer noch nichts an Aktualität eingebüßt. Lesen Sie auch mal etwas vom April 2014.
Nachtrag : Phase 3 - Es muß nicht immer im Fernsehen zu sehen sein, was Dieter Hallervorden zum Recht auf Satire kommentiert.

Auch neu : Dem Niedergang der Kinos nachforschen . . .

Es gibt da noch eine neue Seite hier im Museum mit Bildern aus alten deutschen Filmheftchen und diesen damals schon komischen Film-Titeln, die fast zum Untergang der gesamten deutschen Filmwirtschaft geführt hätten. Jedenfalls gingen die Besucher aus nachvollziehbaren Gründen nicht mehr in die Kinos. Schaun Sie mal . . . .

März 2016 - Ein Rückblick auf 50 Jahre Filmgeschichte

"Der unendliche Traum von der Traumfabrik"

So gut wie jede größere Stadt schwelgt in großen Erinnerungen und so auch Wiesbaden. Denn hier wollten sie "auch" mal "DIE" Filmstadt werden. Das wollten nach 1945 aber auch Berlin (West und Ost), Hamburg, Braunschweig, Kassel und natürlich auch München. In Wiesbaden waren die Gegebenheiten eigentlich besonders günstig, da war nicht viel kaputt gebombt worden. Und so starteten die Anfänge vielversprechend. Wie es genau lief, hatte der Lokalredakteur Horst Goschke 1995 in einem Büchlein rekapituliert. Diese Geschichten und Namen sind sehr vielen Bundesbürgern noch bekannt, darum ist dieses Büchlein hier vollständig abgebildet und kommentiert.

März 2016 - ein Geschenk aus Köln, drei 2" MAZen und und ...

Vor Jahren waren diese 2" Quadruplex Video-Maschinen ganz gefragte Geräte, die ein arabischer Scheich für ganz viel Geld in ganz Europa "weg"-kaufte. Am 1. März durften wir 3 dieser großen Maschinen abholen, zwei TR22 von RCA und eine VR1100 von AMPEX, alle etwa aus 1960.
Dazu gab es auch noch weitere drei 1" MAZen verschiedener Größe und weitere schon lange nicht mehr benutzte Gerätschaften aus alten Beständen - wie zum Beispiel ein 1969er 2" Magnetband- "Schneidetisch" und ein sehr schwerer Leitz G1 16mm Filmprojektor samt einem mindestens ebenso schweren Telefunken Kinoton-Verstärker aus 1952. Unser Dank geht an Herrn Ulrich Mau von der Mediatec in Köln.

Im April 2016 wird das virtuelle Fernsehmuseum 10 Jahre alt

Wiesbadener Kurier Artikel vom 22. Oktober 2005

Nach 10 Jahren sind einige Wunden verheilt, jetzt kann man es ja erzählen. Im Oktober 2005 stand im Wiesbadener Kurier ein großer halbseitiger Artikel über ein Wiesbadener "Fernseh"- Museum. Zwei freundliche Gesichter vermittelten einen einladenden Eindruck zum Mitmachen. - Es dauerte aber bis zum Frühjahr 2006, bis ich in "deren" heilige Hallen mal rein "durfte". Um mich nicht nur zum Staubwischen einzubringen, hatte ich angeboten, eine herausragende Fernsehhistorie-Website mit Potential zu erstellen. Soetwas oder ähnliches gab es damals noch nicht. Und es war recht schnell ersichtlich, es würden noch Dutzende von "Mitmachern" gesucht und auch gebraucht.
Im April/Mai 2006 war es so weit und die Online- Präsentation endete mit stehenden Ovationen, es waren bislang erstmal "nur" 250 Inhaltsseiten. Das frustriende Ergebnis jedoch war, ich bekam recht schnell vom Vorsitzenden des Vereins quasi Hausverbot. Vermutlich war ich ihm nicht mehr geheuer, was ich noch alles hätte anstellen wollen und auch können. Meine Voraussage aus 2006 ist dann in 2010 eingetroffen, der Verein wurde kurz vor dem Konkurs aufgelöst. Doch der Ansporn, aus dem gewaltigen Fundus etwas zu machen, war und bleibt nach wie vor Idee und Aufgabe zugleich. Inzwischen sind es so um die 14.000 Museums-Seiten geworden, auf denen man schon eine ganze Menge findet. Schaun Sie mal rein.

Fernsehrequisiten für 1960: "Der General" - ARD am 24.2.2016

Baden Badener Studios
bereits im April 2015

Im April 2015 wurde das Fernsehmuseum Wiesbaden von der Requisite der UFA-Fiction mit der Ausleihe historischer Kameras für einen 1960er Film-Dreh beauftragt. Es war der "Fernseh"-film "Der General" - von der UFA-Fiction mit dem SWR produziert. Nahezu gleichzeitg wurde auch ein "Kino"-film "Der Staat gegen Fritz Bauer" zusammen mit dem HR gedreht, dessen Kinostart am 01.10.2015 begann. In 105 Minuten wird dort der Kampf des legendären und vor allem furchtlosen Staatsanwaltes Fritz Bauer "um die Wahrheit" (aus dem Frankfurt der 1960er Jahre) nacherzählt.
Für den Fernsehfilm bauten wir unsere alten Röhren- Kameras und Röhren-Monitoren im großen Baden-Badener Fernsehstudio 1 auf, damit die relevanten alten Fernsehstudio- Szenen historisch echt eingefangen werden konnten. Auch die damals vorhandenen Tischmikrofone im Konfrerenzraum wurden von uns als "echte" Atrappen hergerichtet. Die auch gezeigten 16mm Filmkameras kamen vom Film-Museum Romboy aus Wesseling. Ein Einblick in unsere zu diesemDreh mitgebrachte Museumstechnik finden Sie hier.

Feb. 2016 - Ein Rückblick ins Jahr 1935 unter dem Thema "Wahrheit und Lüge 1935"

100 Seiten aus 1935

Im Jahr 1935 haben zwei für uns Fernseh-Leute bedeutende Ereignissse stattgefunden. Zum einen wurde zur Funkausstellung 1935 das weltweit völlig neue AEG K1 Magnettonbandgerät vorgestellt, zum anderen wurde der Ingenieur Paul Nipkow aus der medialen "Versenkung" hervorgeholt, er habe ja das Fernsehen erfunden. Das Tonbandgerät war der Vorläufer des Videorecorders und das zweite Ereignis entnahm ich dem Buch von Eduard Rhein, der 1991 auf 480 Seiten sein ganzes Leben Revue passieren ließ.
Zeitgleich fiel mir ein so betiteltes "Jahrbuch" der "Berliner Illustrirten" (also wirklich ohne "ie") in die Hände und dort stand es, aber verbunden mit einer Menge populistisch historischen Propaganda-Mülls, man könnte manche "Meldungen" auch dreiste Lügen nennen. Das macht es sinnvoll, diese besondere Zeit aufzuarbeiten. Es ist verblüffend, welche Parallelen Sie erkennen werden.

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