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Wir blicken ein bißchen rund um Wiesbaden herum:

Das Rhein Main Gebiet ist natürlich ein Ballungsraum, in dem die drei großen Städte Frankfurt, Mainz und Wiesbaden sowie viele kleinere Orte recht dicht bei einander liegen. So ist ein Blick nach Mainz und an und über den Main gar nicht so weit entfernt. Und alles war damals irgendwie ähnlich, schaun Sie mal in die Liste der Neueröffungen rein.

Aus Mainz gibt es auch etwas Besonderes zu berichten.

In Mainz in der Spritzengasse 2 bis 4 gab es damals um 1960 herum das "CITY" Filmtheater. Es wurde anfänglich (vor 1959) von dem Wiesbadener Allroundtalent Paul Krummschmidt betrieben und dann später ab 1960 als "Studio u. City-Tageskino Am Schillerplatz" von der Stratmann & Paul Zehner oHG.

Herr Zehner war mal der Chef einer ganzen UFA Handel Landesvertretung in Leipzig oder Dresden, bis es dort nicht mehr ging und er die Ostzone verließ. Obwohl es an der  Ecke der Spritzengasse lag, wurde es "City am Schillerplatz" genannt.

Das ganz Besondere dort war, es gab über Jahre eine Filmvorführerin Traudel Penzel, die den ganzen Laden technisch im Griff hatte. Anfänglich standen dort noch eine paar uralte Ernemann VII B Projektoren, die später durch Bauer B11 ersetzt wurden. Und an der Ernemann VIIb mit dem Kohlebogenlampen war das Vorführen kein Zuckerschlecken, für eine junge zierliche schlanke Frau schon gar nicht. Mit meinen damals 11 Jahren durfte ich dort auch immer "umsonst" rein, weil mein Vater die Technik betreute.

Den Kinosaal gibt es übrigens heute noch
, in 2012. Als Theater TiC mit einer kleinen Bühne hat es die Zeit des langen Kino-Sterbens überlebt.

Kinos auch in Mz-Kostheim und Mz-Gustavsburg

Eigentlich gab es in jedem "Kaff" ein Kino, so auch in Gustavsburg und Kostheim, beide auf der Wiesbadener Seite des Rheins und nach 1945 per Militär-Dekret zu Hessen gehörig.

Wenn man von Gustavsburg über die Main-Brücke nach Kostheim fahren würde und am Ende der Brücke aus Versehen nicht sofort rechts abbiegt, würde man im alten Kinosaal "landen". Inzwischen seien dort sogar zwei gastronomische Betriebe ansässig, einer in dem ehemaligen Kinosaal.

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