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Die massive Schnell-Befestigung der Kameras auf den Stativen

eine neue Vinten Keilplatte

Das war damals ein Problem. Denn viel zu oft wurde das Auf- und Abbauen von wenig motivierten Hilfskräften durchgeführt und da ging einiges dabei zu Bruch. Vor allem, wenn sich die Anreise verzögert hatte und alle waren fertig, nur die Kameras mußten noch aufgebaut werden, dann gab es Hektik.

Jetzt kostete eine der großen schweren 90 Kilo Fernseh-Kameras aber an die 250.000 DM und da hörte bei den Fernsehstudios auf der ganzen Welt der Spaß auf.
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die "Keil-Aufnahme"-Schienen

In dieser Situation ließ sich der alte Bill Vinten zu seinen sonstigen genialen Ideen diese sogenannte Keilplatte einfallen.
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  • Nachtrag : Das stimmt so nicht, diese Keilplatte gab es bereits früher.

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Diese Platte war unter der Kamera massiv verschraubt. Auf den Schwenk- und Neigeköpfen, für die die englische Firma Vinten (aber erst) ab Mitte der 1950er Jahre quasi das Monopol hatte, gab es genau das Gegenstück mit den beiden keilförmigen Schienen.

Es spielt also keine Rolle, ob das nun metrische (französisch / deutsch / hollöndische) Kameras waren oder auf Inch/Zoll Schrauben basierende englisch amerikanische Kameras. Keil war Keil und der war quasi genormt, also vom damaligen Marktführer einfach festgelegt.
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Der Max Killi Kopf von hinten
hier von der Seite
die Unterseite der Keilplatte
Die Platte ist im Kopf eingerastet

Doch keine Regel ohne Ausnahme ...

Bei der oben gezeigeten (Vinten-) Keilplatte war nach bisherigem Wissen zwar die Dicke wie auch der Keil-Winkel festgelegt, doch fast jeder Hersteller baute oder konstruierte noch etwas an Besonderem dazu.


Die Max Killi Neige-Köpfe auf den Dreibein-Holzstativen (aus München) hatten zum Beispiel besondere Keilplatten, die nicht so einfach auf anderen Stativ-Köpfen verwendbar waren.


Das "A und O" war die völlig problemlose "Montage" der schweren Film- oder Fernseh- Kamera samt dem Einrasten und Arretieren in absolut sichere wackelfreie Endstellungen. Der schwere Kamerakopf (oft mehr als 40 Kilo) durfte sich um keinen Preis lösen oder gar abkippen und herunter fallen.


Die Keilplatten und deren Aufnahmeschienen waren daher richtig massiv aus speziellem sehr hartem Aluminium. Dennoch ware sie leichter als Stahl und rostfrei. Wegen der in den Studios unerwünschten Reflexionen waren fast alle Alu-teile mattschwarz eloxiert.

Die Keilplatten für Max Killi Stativ-Köpfe müssen müssen "vorne" am schlanken Ende eine Aussparung für den silbernen "Knopf" zwischen den beiden Schienen haben.

Die Vinten Keilplatten haben diese Aussparung sehr oft nicht. Wir haben aber auch welche, die von Vinten stammen sollen, die solch eine Aushöhlung haben.


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