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typische historische Kamera

Zum Auffrischen und Erinnern . . . .

. . . sind diese Seiten hier gedacht, denn viele wissen nicht mehr oder noch nicht, wie es damals angefangen hat und wie das wirklich funktioniert mit dem Fernsehen, den Kameras, den Videorecordern, den Tonband- und den Magnetband- geräten aus alter Zeit. Viele Bilder können Sie durch Anklicken vergrößern.

Die Besonderheiten bei der Audio-Technik

1/4" Vollspur-Audio-Köpfe
RCA TR22 Audio Köpfe

Bei der Entwicklung des ersten amerikanischen Studio-Tonbandgerätes bei Ampex wurde die deutsche AEG-K4 Normgeschwindigkeit leicht auf volle gerade Zoll-Maße angepaßt, das waren dann anstelle 38cm/s die amerikanischen 15 Inch/s.

Damit ließ sich auf einem ganz normalen 1/2 " Audio-Magnetband von 3M sowohl bei Vollspur als auch später bei Halbspur-Stereo eine sehr gute Tonqualität abspeichern.

Das 2" Videoband auf den ersten 2" Video-Maschinen von Ampex (und auch von RCA) lief auch mit diesen 15 inch/s und hätte durchaus auch solche (UKW-) Qualitäten liefern können, tat es aber nicht. Das "Warum" habe ich bislang nicht herausfinden können.

Die nach Deutschland importierten 2" Maschinen wurden fast alle vom IRT mit anderen neuen Tonköpfen nachgerüstet. Doch werfen wir zuerst einen Blick auf das Original.
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Vorweg, das Video-Band von 3M

Ein fabrikneues 2" Band
der Audio-Kopfträger-Bereich

Diei Firma 3M war die erste und lange Zeit die einzige Firma, die für die US-Sender ein brauchbares präzises 2 " Band liefern konnte. Das Band musste ganz andere Qualitäten haben als das Magnetband für Audiogeräte.

Die Oberfläche mußte extrem glatt sein, auch wenn sich dadurch Staubklümpchen hätten anreichern lassen. Das Video-Kopfrad drehte mit etwas 15.000 rpm (Umdrehungen pro Minute) und durfte die Magnetschicht nicht abradieren. Weiterhin musste es recht dünn sein, daß es sich an die Rundung des Kopfrades anschmiegen ließ.

Damit konnten herkömmliche Magnetköpfe aus der Tonbandgeräte-Fertigung nicht verwendet werden. Warum jetzt so große Magnetköpfe über die ganze Breite das Video-Bandes konstruiert wurden, steht sicher in irgendwelchen Artikel aus dem AES Fundus.

Jedenfalls durften diese hohen schlanken Magnetköpfe das Band auch nicht beschädigen oder gar verschmieren.
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Der Audio-Elektronik direkt auf dem Kopfträger

Die drei Audio-Magnetköpfe sind direkt auf dem dicken ALU-Chassis des "Transports" mit 4 Inbus-Schrauben befestigt und mit ganz ganz dünnen Unterlegscheiben ausnieveliert. Die verändern sich nicht mehr.

Direkt hinter den drei Köpfen sind auf der Platine der Aufnahme- und der Wiedergabe- Vorverstärker (oder die Vorstufen davon) untergebracht. Diese Platine erinnert mich an meine wildesten Bastelzeiten noch vor beginn meines Studiums um 1968.

Doch hier sind wir bei einem Produkt des größten amerikanischen Elektronik- Konzerns gelandet. Eine solch wilde zusammengelötete Bastelei mit 5 Transistoren und 3 Relais habe ich selten bei den Profis gesehen. Daß da öfter nachgebessert oder repariert werden mußte, ergibt sich aus der Lebensdauer.
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Hier wurde also repariert - Unterlagen gibts keine mehr

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Offensichtlich wurden die 3 Kopfe aufgearbeitet und neu auf den optimalen Azimut-(Wimkel) eingemessen.
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Die Seriennummern zeigen

So einfach war das Verkaufen - auch weltweit - nicht, die Seriennummern der Audio-Köpfe bewegen sich fast alle unterhalb von 4000.

Die Anzahl der Video - Kopfträger mit dem Vierfach-Kopfrad ist viel höher, weil die Sender bis zu 20 Stück auf Vorrat gekauft hatten, denn deren Lebensdauer war auf deutlich unter 250 Stunden begrenzt und viele waren nach den garantierten 150 Stunden bereits verbraucht / abgeschliffen.
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