Ein Rückblick auf und in die bei uns gezeigten Kinofilme - auch ein Spiegel unserer Kultur .....
Im Rückblick sind die ehemals zu zigtausenden gedruckten Filmheftchen schon aussagekräftig, wie die einzelnen Filme so populistisch wie möglich - also so Erfolg und Gewinn verspechend wie mögich - beworben wurden.
Auch wenn die Filmheftchen (nur) 20 Pfennige gekostet hatten, manche Kinos verteilten diese Heftchen - mit einem Stempel versehen - an die Besucher des gerade laufenden Films gratis, ebenfalls als Werbung. Daß diese Filme inzwischen fast alle mindestens einmal im Fernsehen gezeigt wurden, ändert nichts daran, daß sie ursprünglich als Kinofilme konzipiert und erstellt (gedreht) wurden.
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Und dieser Blick in unsere Kultur ist bezeichnend
Denn neben den alles dominierenden Mord-und-Totschlag- Filmen, den "Krimis", gibt es noch eine ganze Menge an weiteren Sparten. Die wichtigste und auch größte Sparte ist
- der Spielfilm, sehr oft auch - oder viel zu oft -
- die Klamotte oder
- der Tralala- Film (diese Bezeichnung stammt von Artur Brauner).
Dazu kommen
- der Werbefilm,
- der Musikfilm,
- der Kulturfilm,
- der Lehrfilm,
- der Sex- und Hard- und Soft-Porno-Film,
- der Heimatfilm und
- der Historien-Film und ..... beinahe vergessen,
- der Kriegs-Film und
- der Propaganda-Film und der
- Dokumentar-Film.
Einen besonderen Status genießt der Dokumentar-Film, der sich die Echtheit der Story oder des Themas auf die Fahnen geschrieben hatte. Dieser Sparte werden wir besondere Aufmerksamkeit widmen - das steht dann hier bei uns im Bereich :
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Die Fotos auf den Innenseiten der gefalteten Heftchen .....
..... sprachen Bände, aber eher im negativen Sinn, wie wir das heute beurteilen. Auch da kam bei meiner Recherche wieder ein Stückchen Wahrheit raus, denn diese damals offensichtlich "problematischen" Fotos sollten auf keinen Fall Kindern in die Hände fallen. Die gottgefälligen Kirchenverteter im Wiesbaden- Bierbricher Schloß in der sogenannten "freiwilligen" Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) verteufelten jede auch nur leicht durchscheinende Brustwarze als für das gesamte Volk absolut moralisch verwerflich. Sie würde nämlich die Moral des gesamten Volkes untergraben. Zum Glück ist diese Bevormundung - die Filme wurden fast nur von alten Männern beurteilt- seit Jahrzehnten vorbei.
Aus Platzgründen konnte ja aus einer Szene immer nur ein Bild für die Werbung in den Heften herausgeschnitten werden, eines der zugkräftigsten Fotos eines halbnackten oder dreiviertelnackten Busens oder eines tiefen Dekolltés, das dem (männlichen) Besucher einen Hauch von Sex vorgaukeln sollte bzw. erstmal nur versprach, was aber jedesmal zu einer großen Enttäuschung führte. Selbst bei den brutalo Western musste ein (halb-) nackter Busen für die Werbung herhalten - siehe "Spiel mir das Lied vom Tod" mit Claudia Cardinale und Henry Fonda beim Paarungsversuch - sogar über die ganze breite Leinwand in Cinemascope.
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Doch schlimmer waren die reißerischen oder trivial blöden Titel dieser Filme - insbesondere der Tralala-Filme
Sicher fällt es dem interessierten Leser auf, daß die Titel seltenst das hergaben, das an Inhalt in der sowieso schon konstruierten Story vorhanden war. Ganz besonders eklatant wird es, wenn aus einem Nachlass (oder mehreren) 600 oder 800 solcher Heftchen auftauchen und bei der Sichtung oder Recherche herauskommt, daß eine dort abgedruckte Story blöder ist als die nächste.
Die allermeisten Geschichten oder Storys waren ehemalige volkstümliche Theaterstücke, (und auch die bereits "nach einer Novelle von .....) oder nach einem Roman von ......, "leicht überarbeitet von ..... und am Ende verschlimmbessert, weil da noch ein bißchen Sex mit rein mußte (selbst wenn es überhaupt nicht zur Story paßte) oder das Ende viel zu traurig war. War das in der Original-Version alles zu trivial und nicht reißerisch genug, wurde einfach ein neues Ende hinzugedichtet, auch gegen den ausdrücklichen Willen der Autors/Urhebers des Romans. Hier bestimmte der Film-Verleih (und damit der Finanzier des Projektes) die Richtung. Denn hier ging es ausschließlich ums Geldverdienen.
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Die Inhaltsübersicht der Rubrik "Film"-Historie 3 ......
- Niedergang des Kino-Films
- Niedergang des Kino-Films II
- Niedergang des Kino-Films III
- Die verrottete Film-Industrie
- Über die Film-Programm-Hefte
- (1) NFP-Film-Programm-Hefte
- Das "Neue Filmprogramm" Teil 01
- Das "Neue Filmprogramm" Teil 02
- Das "Neue Filmprogramm" Teil 03
- Das "Neue Filmprogramm" Teil 04
- Das "Neue Filmprogramm" Teil 05
- Das "Neue Filmprogramm" Teil 06
- Das "Neue Filmprogramm" Teil 07
- Das "Neue Filmprogramm" Teil 08
- Das "Neue Filmprogramm" Teil 09
- Das "Neue Filmprogramm" Teil 10
- Das "Neue Filmprogramm" Teil 11
- Das "Neue Filmprogramm" Teil 12
- Das "Neue Filmprogramm" Teil 13
- Das "Neue Filmprogramm" Teil 14
- Das "Neue Filmprogramm" Teil 15
- Das "Neue Filmprogramm" Teil 16
- Das "Neue Filmprogramm" Teil 17
- Das "Neue Filmprogramm" Teil 18
- (2) IFB-Film-Programm-Hefte
- (3) NFK Film-Programm-Hefte
- (4) IFK-Film-Programm-Hefte
- (5) Atlas-Film-Programm-Hefte
- Film-Magazine (1933-45)
- Filmwelt-Magazin-1938-Nr-51 Reste
- Filmwelt-Magazin-1940-Nr-51
- Filmwelt-Magazin-1940-Nr-52
- Filmwelt-Magazin-1941-Nr-15
- Filmwelt-Magazin-1941-Nr-16
- Filmwelt-Magazin-1941-Nr-23/24
- Filmwelt-Magazin-1941-Nr-25/26
- Filmwelt-Magazin-1941-Nr-27/28
- Filmwelt-Magazin-1941-Nr-45/46
- Filmwelt-Magazin-1943-02-03-Nr-5-6
- Filmwelt-Magazin-1943-02-17-Nr-7-8
- Film-Magazine (1946-1949)
- Film-Programme ohne Nummern
- Propaganda-Filme
- Kriegs-Filme
- Ausgewählte Film-Storys
- Die Film-Programm-Werbung 1
- Film-Literatur und Broschüren
- Wir blicken zurück ins Jahr 1939
- Wir blicken zurück ins Jahr 1943
- Illustrierte Filmbühne - 1976/77
- Ditte Menschenkind (1946)
- Film-Firmen und Namen
- Infos über die Kleinst-Verlage






