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Juli 1941 - jetzt ging es erst richtig los - mit dem "Unternehmen Barbarossa"


Die deutschen Reichsbürger und auch die neu ins Reich heimgeholten nicht ganz Deutschen - die Österreicherund die Tschechen - bekamen jetzt zu spüren, wohin der Größenwahn des Führers führt.

Von nun an gab es nur noch die Propaganda- und später die Durchhalte- Filme, alles Filme mit völlig unrealistischen Geschichten aus der heilen Welt in einer vagen Zukunft.
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Was wird wo gedreht ? (Juli 1941 - Heft 27/28)

Aus deutschen Produktionsstätten und Außenaufnahmen

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  • Anmerkung : Eine Rubrik der Selbstbeweihräucherung - wen von den Lesern des Magazins hatten diese ganzen mehr oder weniger undurchsichtigen Details mit den aufgeführten Namen wirklich interessiert ?

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Babelsberg Ufastadt

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  • „Sonntagskinder" Algefa/Siegel Monopol. Spielltg. Jürgen von Alten. Darst. Johannes Biemann, Grethe Weiser, Carola Höhn, Budolf Platte, Kurt Seifert, Leo Peukert. Prod.-Ltg. Kurt Ulrich, F. W. Gaik. Buch F. D. Andam, Peter Kasiske. Kamera G. L. Arko. Musik Peter Kreudef. Musik. Bearbtg. Frank Fux. Bau Heinrich und Jü ptner.
  • „Leichte Hase" (bisheriger Arbeitstitel „Was eine Frau im Frühling träumt") Terra (Herst.-Gr. Otto Lehmann). Spielltg. Arthur Maria Rabenalt. Darst. Willy Fritsch, Aldelheid Seeck, Willi Böse. Weitere Besetzung wiederholt genannt. Schlußaufnahmen.
  • „Tiefland" Riefenstahl-Film/Tobis. Besetzung wiederholt genannt.

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Atelier Tempelhof und Froelich-Studio

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  • „Zwischen Himmel und Erde" Ufa (Herst.-Gr. Brich Holder). Spielltg. Dr. Harald Braun. Darst. Werner Krauss, Gisela Uhlen, Wolfgang Lukschy, Martin Urtel, Charlotte Schultz, Paul Henckels, Gustav Waldau, Emil Heß, Jakob Tiedtke, Armin Münch, Elisabeth Flickenschiidt, Käthe Dammann, Helga Marold, Sigrid Becker, Franz Nicklisch, Franz Weber, Otto Lange. Buch Dr. Braun, Jacob Geis. Kamera Robert Baberske. Musik Werner Eisbrenner. Bau Walter Haag. Aufn. Ltg. Hans-Joachim Wieland, William Neugebauer.

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Johannisthal

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  • „Der Fall des Leutnant Rainer" Tobis. Besetzung wiederholt genannt. Schlußaufnahmen.
  • „Der Meineidbauer" Euphono-Tobis. Spielltg. Leopold Hainisch. Besetzung wiederholt genannt.

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Efa-Atelier

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  • „Das andere Ich" Liebeneiner-Film der Tobis. Spielltg. Wolfgang Liebeneiner. Darst. Hilde Krahl, Mathias Wieman, Will Dohm, Harald Paulsen, Richard Häußler, Margarete Haagen, Charlotte Schultz, Eduard Wenck, Leni Herb, Hans-Hermann Schaufuß, Gerhard Bienert, Adolf Fischer, Erich Dunskus, Wilhelm P. Krüger, Jan Behrens, Erna Sellmer, Gunnar Möller, Otto Matthies. Prod.-Ltg. Dr. Jonen. Buch Heinrich Spoerl. Kamera Friedl Behn-Grund. Musik Werner Bochmann. Bau Otto Erdmann, Fürst. Ton Dr. Jungk. Aufn.-Ltg. Kurt Moos, Heinz Sander. Prod.-Ass. Cay Dietrich Voß.

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Althoff-Atelier

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  • „Heimaterde" Randolf/Adler-Mitteldeutsche-Kopp-Südost. Spielltg. Hans Deppe. Darst. Viktoria von Ballasko, Viktor Staal, Käte Haack, Theodor Loos, Ilse Petri, Paul Dahlke, Carl Kuhlmann, H. A. Schlettow, Gertrud Wolle, Franz Nicklisch, Erich Ziegel, Ernst Legal, Karl Hannemann. Prod.-Ltg. Rolf Randolf. Buch Otto Ernst Hesse, Geza v. Cziffra, Kurt E. Walter. Kamera Hugo v. Ka-weczynski. Musik Fritz Wenneis. Bau Karl Kirmse. Ton Brich Schmidt, Aufn.-Ltg. Artur Kiekebusch. Anschließend Außenaufnahmen bei Rheinsberg.

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Geiselgasteig

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  • „Alarmstufe V" Bavaria. Spielltg. Alois J. Lippl. Darst. Heli Finkenzeller, Ernst von Klipstein, Charlotte Dalys, Albert Lippert, Bruno Hübner, Friedrich Domin, Hanne Mertens, Liest Karlstadt, Viktor Afritsch, Willem Holsboer, Ludwig Schmid-Wildy, Paul Wagner, Walter Holten, Ernst Fritz Fürbringer, Justus Paris, Adolf Gondrell, Hanns Schulz, UUrieh Haupt. Prod.-Ltg. Dr. G. Heydenreich. Buch Fred Andreas. Bildleitung und Kamera Carl Hoffmann, Assistenz Heinz Schnackertz. Musik Leo Leux. Bau Hans Sohnle, Wilhelm Vorwerg, Alfred Metscher. Ton Ludwig Heiß. Aufn.-Ltg. Theo Kaspar, Franz Wagner.

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Wien-Rosenhügel

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  • „Jovan und Jovana" (vorl. Arbeitstitel) Wien-Film und Ufa (Herst.-Gr. Fritz Podehl). Spielltg. Geza v. Bolvary. Darst. Heinrich George, Gisela Uhlen, Christian Kayssler, Werner Hinz, Will Quadflieg, Heinz Ohlsen. Weitere Besetzung wiederholt genannt.

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Außenaufnahmen

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  • „Heimkehr" Wien-Film und Ufa. Herst.-Gr. Erich v. Neusser. Spielltg. Gustav Ucicky. Darst. Paula Wessely, Peter Petersen, Attila Hör biger, Carl Raddatz, Ruth Hellberg, Bertha Drews, Elsa Wagner, Eduard Köck, Otto Wer-nicke, Franz Pfaudler, Gerhild Weber, Werner Fuetterer, Hermann Erhardt. Prod.-Ltg. Ernst Garden. Buch Gerhard Menzel. Kamera Günther Anders. Musik Willy Schmidt-Gentner. Bau Walther Böhrig. Ton Alfred Norkus. Aufn.-L?g. Felix Föhn, Heinz Fiebig. Freigelände Wien-Rosenhügel.
  • „Kameraden" Bavaria. Spielltg. Hans Schweikart. Darst. Willy Birgel, Karin Hardt, Maria Nicklisch, Martin Urtel, Budolf Fernau, Otto Treßler, Rolf Weih, Carl Wery, Günther Hadank, Ernst Fritz Fürbringer, Friedrich Ulmer, Alexander Golling, Herbert Hübner, Paul Dablke. Weitere Besetzung wiederholt genannt. Umgebung Prag
  • „Menschen im Sturm" Tobis (Herst.-Gr. Fritz Klotzsch). Spielltg. Dr'. Fritz Peter Buch. Darst. Olga Tschechowa, Hannelore Schroth, Gustav Diessl, Siegfried Breuer, Heinz Welzel, Josef Sieber, Franz Schafheitiin, Kurt Meisel, Ernst Weiser, Beinhold Bernt, Katja Pahl, Josef Zeilbeck, Heinrich Troxbömker, Walter Brückner. Buch Georg Zoch nach einer Idee von Karl Anton und Felix von Eckardt. Kamera Paul Rischke. Bau Hans H. Kuhnert, Artur Nortmann, Franz Koehn. Aufn.-Ltg. Alfred Arbeiter.

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Fortsetzung :

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  • „Der Strom" Terra (Herst.-Gr. E. G. Techow). Spielltg. Günther Rittau. Darst. Lotte Koch, Friedrich Kayssler, B. W. Borchert, Hans Söhnker, Emil Heß, Paul Henckels, Charlott Daudert, Malte Jaeger, Clemens Hasse, Erich Dunskus, Franz Weber, Just Scheu, Walter Bechmann, Ludwig Liukmann, Heddo Schulenburg. Buch Dr. Erich Ebarmayer, Eberhard Keindorff^ Johanna Sibeiius. Prod.-Ass. Günther Regenberg. Kamera Richard Angst. Musik Franz Grothe. Bau Arthur Günther, Willi Eplinius. Ton K, E. Kroschke. Aufn.-Ltg. Willi Herrmann-Balz, Willy Melas. Z üllichau / Sa.
  • „Quax, der Bruchpilot" Heinz Rühmann-Prod. der Terra. Spielltg. Kurt Hoffmann. Darst. Heinz Rühmann, Karin Himboidt, Hilde Sessak, Eiga Brink, Harry Liedtke, Lothar Firmans, Lutz Götz, Jos6 Held, Kunibert Gensichen, Franz Zimmermann, Günter Markert, Manfred Heidmann, Georg Vogelsang, Beppo Brem, Irene Fischer, Leo Peukert, Hellmut Weiß. Prod.-Ltg. Robert Leistenschneider. Buch R. A. Stemmle nach Motiven der gleichn. Erzählung von Hermann Grote. Kamera Heinz v. Jaworsky. Musik Werner Bochmann. Bau Otto Moidenhauer. Ton Alfons Couft. Aufn.-Ltg. Fritz Anton. Prien am Chiemsee.
  • „Die Kellnerin Anna" Terra (Herst.-Gr. Viktor v. Struve). Spielltg. Dr. Peter Paul Brauer. Darst. Franziska Kinz, Otto Wernicke, Hermann Brix, Theodor Danegger, Elfriede Datzig, Gustav Waldau, Paul Dahlke, Hans Olden, Winnie Markus, Fritzi Eckener, Walter Janssen, Martha Ziegler, Vera Complojer, Carl Günther, Eduard Bornträger, Elsa Wagner. Weitere Besetzung wiederholt genannt. Bei Salzburg.
  • „Anschlag aui Baku" Ufa (Herst.-Gr. Hans Weide mann). Spielltg. Fritz Kirchhoff. Darst. Willy Fritsch, Ren6 Deltgen, Lotte Koch. Weitere Besetzung wiederholt genannt. Trebbin und Gelände Babelsberg.
  • „Der Tana mit dem Kaiser" Ufa (Herst.-Gr. Max Pfeiffer). Spielltg. Georg Jacoby. Darst.. Marika Rökk, Maria Eis, Wolf Albach-Retty, Axel v. Ambesser, Lucie Englisch, Hilde v. Stolz, Herta Mayen, Hans Leibelt. Weitere Besetzung wiederholt genannt. Wien und Siebenbürgen.
  • „Der scheinheilige Florian" Bavaria. Spielltg. Joe Stöcke!. Darst. Joe Stöckel, Erna Fentsch, Josef Eichheim, Hans Fitz, Elise Aulinger, Curt Vespermann, Eva Tinschmann, Beppo Brem, Ernst Waldow. Weitere Besetzung wiederholt genannt. Schwarzach-St. Veit im Pongau.

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Barrandow-Atelier, Prag

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  • „Jenny and der Herr im Frack" Bavaria. Spielltg. Paul Martin. Darst-Johannes Heesters, Gusti Huber, Paul Kemp, Hilde Hildebrand, Oskar Sima, Gustav Waldau, Walter Lieck, Arnulf Schröder, Hermann Pfeiffer, Edith Mein-hardt, Hertha von Hagen, Angelo Ferrari, Kurt Graumann, Edith Meinel, Ernst Schrumpf, Fritz Reiff, Gert Scott-Iversen. Prod.-Ltg. Ernst Rechenmacher. Buch Paul Martin, Peter Groll. Musik Lothar Brühne. Bau Herbert Hochreiter, Walter Schlick. Aufn.Ltg. Alfred Tscheuschner.

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Cinecittä, Rom

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  • „Viel Lärm um Nixi" Klagemann/Märkische-Panorama-Schneider-Südost-Spielltg. Erich Engel. Darst. Jenny Jugo, Albert Matterstock, Heinz Salfner, Andre Mattoni, Hans Leibelt, Olga Limburg, Fritz Hoopts,Georg Vogelsang, Karl Hannemann, Leo Gloma, Ernst Rotmund, Karl Etlinger. Prod-Ltg. Eberhard Klagemann. Buch Hans Hömberg, Fritz Schwiefert. Kamera Reiinar Kuntze. Bau Karl Weber, Otto Josef Reisser, Arno Richter. Aufn.-Ltg. Lutz Schwarz.

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Gegen den Weltfeind

Deutschlands Kampf - ein Kampf Europas / Moskaus Verrat am Pranger

Die deutsche Wochenschau berichtet vom Heldenmut unserer Soldaten :

Im fahlen Morgenlicht des 22. Juni 1941 haben unsere PK-Männer (Männer der Propaganda- Kompanie) mit der Kamera bereitgestanden und für immer diese Sekunden voll lastender Spannung festgehalten, die sich dann im ersten Kanonenschuß über die Grenze (nach Russland) löste.
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Auf den Straßen des unermüdlichen Vormarsches zeugen manches zurückgelassene Sowjet-Geschütz und mancher zerstörte Transportwagen vom Einsatz und Erfolg unserer Wehrmacht
Viele ukrainische Dörfer haben alles für einen herzlichen Empfang unserer Soldaten vorbereitet. Schon am Dorfeingang grüßen Girlanden und Ehrenpforten Aufnahme PK / Kipper / Pressebildzentrale
Ein Sowjet-Panzer, der, in Brand geschossen, den aussichtslosen Kampf bald aufgeben mußte
AUS DER DEUTSCHEN WOCHENSCHAU ------- Bild 1 ----- Der Schlagbaum, der Deutschland vom Gebiet der Sowjets trennte, wird entfernt
Bild 2 Brückenbefestigungen und Drahtsperren werden beseitigt. Stoßtrupps dringen auf feindliches Gebiet vor
Bild 3 Die ersten Gefangenen werden eingebracht
Bild 4 Ein deutsches Luftwaffengeschwader über sowjetischem Gebiet. In kühnem Zugriff sollen Flugplätze, Industrieanlagen und Aufmarschstraßen mit Bomben belegt werden
Bild 5 Deutlich sind Wege, Gleise und Industrieanlagen sichtbar. Einschlag auf Einschlag hagelt hernieder und riesige Brände zeigen den Erfolg der deutschen Bomben

Nun sieht man mit ehrfürchtigem Ernst in der Wochenschau die Bilder des neuen großen Kampfes, zu dem sich die deutsche Wehrmacht erhob.
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  • Anmerkung : Falsch : Die Wehrmacht war nur befehlsmäßig ausführendes Organ für Adolf Hitlers spinnerte Träume vom Land im Osten, das wir Deutschen unbedingt gebraucht hatten. Widerspruch war zwecklos und hatte auch für Generäle ernsthafte Konsequenzen zur Folge.

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Es galt, die hinterlistigen Pläne der Bolschewisten (mit denen Hilter aber einen Nichtangriffspackt geschlossen hatte) rechtzeitig zu durchkreuzen. Die gewaltigen Anfangserfolge unserer Soldaten, die diesmal noch tiefer in Feindesland eingebrochen sind als selbst in den ersten Tagen des Westfeldzuges, zeigen, daß der Führer die Stunde gut gewählt hat.

Brest, Kowno, Wilna, Dünaburg und Lemberg wurden genommen, der Raum von Minsk in schneidigem Vorstoß nördlich der Pripetsümpfe erreicht, Tausende von Feindflugzeugen und -Panzern vernichtet, die sowjetische Flotte durch Minensperren abgeriegelt und durch kühne Angriffe geschwächt. Das war die Bilanz schon der ersten Woche.
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  • Anmerkung : Über die dabei gefallnen und verwundeten deutschen Soldaten wird kein Wort verloren.

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Die Auseinandersetzung mit dem Bolschewismus

In dem beredten Schweigen, das in den letzten Monaten unsere Ostpolitik kennzeichnete, hat mancher schon gespürt, daß die lange aufgeschobene Auseinandersetzung mit dem Bolschewismus nun unausweichlich wurde. Es war ia ein offenes Geheimnis, daß die Herren des Kreml nicht daran dachten, sich an die Abmachungen der Verträge zu halten, die sie mit Deutschland abgeschlossen hatten. In der unverschämtesten Weise haben die Sowjets sich bemüht, den Augenblick, "wo" in dem Deutschland in die Auseinandersetzung mit den westeuropäischen Großmächten verstrickt war, auszubeuten.

Jedermann in Europa ahnte, daß ihre Freundlichkeit nur der Heuchelei des schlechten Gewissens entsprang - oder haben wir nicht etwa gewußt, daß der Bolschewismus sich in aller Gemächlichkeit rüstete, mit intakten Riesenarmeen in Deutschland einzubrechen, sobald Europa nach langem Kriege ermattete?
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„Politik des Leichenfledderns"

 - dies geflügelte Wort ging schon seit Monaten um. Und wer noch einen Zweifel haben mochte, wie man es renseits der hermetisch abgeschlossenen Grenze mit uns meine, den mußte die Praxis der Sowjetpolitik gründlich überzeugen. Ihre plumpe Gewinnsucht verriet das Doppelspiel zu früh. Die Bolschewisten glaubten die Kräfte des Reiches für lange Zeit gebunden und griffen zu:.

Finnland mußte bluten, die baltischen Randstaaten wurden verschlungen, und nicht einmal daran hielt man sich, was doch mit Deutschland besprochen war: ganz Litauen verschwand ohne jeden Rest in den Klauen der Sowjets. Sie forderten Bessarabien und nahmen, als man ihrer Frechheit um des lieben Friedens willen schließlich nachgab, noch eilig die Bukowina mit Czernowitz dazu - obwohl diese Landstriche niemals zuvor russisches Land gewesen sind.

Und sie ließen nicht ab, ihre Erpresserpolitik zu immer irrsinnigeren Forderungen zu steigern: wollten ganz Finnland liquidieren, Rumänien abermals brandschatzen, die Türkei ihres Rechts auf Bosporus und Dardanellen berauben. Das Maß war voll, als der Kreml, im Komplott mit den angelsächsischen Juden, den Balkanfrieden unterminierte und in die Luft sprengte.

Der Belgrader Putsch war in Moskau und London ausgeheckt: wieder in der alten Absicht, Deutschlands Kräfte in einem Südostkrieg zu schwächen, so daß es schließlich der andringenden Brandungswelle bolschewistischer Armeen erlegen wäre.
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Der deutsche Gegenangriff: Blitz und Schlag

In diese Vorbereitungen hinein stieß der deutsche Gegenangriff: Blitz und Schlag waren eines. Doch schon in den ersten Tagen zeigte sich, daß der Aufmarsch der sowjetischen Armeen noch gewaltiger war, als wir angenommen hatten. Wir hätten nicht länger zögern dürfen, ohne uns aufs schwerste zu gefährden.

Im Morgengrauen des ersten Sturmsonntags zuckten die Feuerstrahlen aus den Rohren unserer schweren Artillerie. Jenseits der Grenzflüsse schlugen gewaltige Staub- und Erdfontänen empor.

Der Film läßt uns wieder dies gewaltige Drama des Aufbruchs zum Vernichtungskriege gegen den Bolschewismus miterleben: die sowjetischen Wachttürme, von denen herab Scharfschützen schon immer jeden harmlos sich der Grenze Nähernden beschossen hatten, sind in Feuersäulen verwandelt und stürzen zusammen.
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Anmerkung :

Bitte beachten Sie weiter oben das letzte Bild - Nummer 5 - der Bilderserie aus 1941. Genauso sahen die Fotoaufnahmen der Alliierten Bomber über den deutschen Städten aus, als der (Kriges-) Wind sich 1943 gedeht hatte und "die Anderen" ins Deutsche Reich flogen und ihre Bomben abgeworfen hatten. - Die Reichsluftwaffe hatte ganz genau vorgemacht, wie Flächenbombardements aussehen. Das spätere jahrzehntelange (bundesdeutsche) Jammern über die angebliche Verhältismäßigkeit der amerikanischen und englischen Bomben ist also nur geheuchelt und verlogen. Unsere reichsdeutschen Bomber hatten 1940 solche Bilder aus London und Coventgarden ebenfalls mitgebracht.

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...... ihr Unterführer ist natürlich ein Jude .....

Der Schlagbaum wird ausgehebeit und beiseite geworfen (Bild 1 ganz oben inder Bildergalerie) , dichtauf folgen der Pionierspitze die ersten Panzerwagen. Sturminfanterie geht in gebückter Haltung durchs hohe Gras der Uferböschungen gegen die sowjetischen Grenzstellungen vor, Pak rast nach vorne, die Gefangenen, Kalmücken, Tartaren, Baschkiren darunter, stolpern mit erhobenen Händen über die Schienen der Grenzbrücke rückwärts, ihr Unterführer ist natürlich ein Jude.
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  • Anmerkung. Und wieder ist das völliger populistischer Unsinn, denn weder die Namen noch die Dienstgrade geschweige denn die Religion der Gefangenen war damals bekannt.

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Wir hören Knall und Aufschlag der Schüsse, irgendwo hinter den brennenden Häusern rattern MG-Stöße, das dumpfe Wummern der Geschütze dröhnt in unsere Ohren, und Flammenwerfer räuchern die letzten Widerstandsnester aus. Götzendämmerung des Bolschewismus! Droben in der Luft haben unsere Flieger die Herrschaft an sich gerissen - und wir wissen, was das bedeutet. Unsere Kriegsmarine hat in kühnen Vorstößen die feindlichen Schiffe durch Minen in ihre Häfen gesperrt und schon in den ersten Tagen zahlreiche Einheiten versenkt und beschädigt.

Den Bolschewismus vom Erdball fortfegen

Unter diesen apokalyptischen Bildern beginnt der Sturm, der den Bolschewismus vom Erdball fortfegen soll. Denn gegen den Bolschewismus geht es diesmal, gegen dies Geschwisterkind der Plutokratie. Jahrelang schon hatte der Nationalsozialismus auf die geheime Verwandtschaft dieser beiden Völkerkrankheiten hingewiesen.

Sie haben den gleichen Erreger. Ob man die Herrschaft der Schwerreichen oder die der Proletarier ausruft: in beiden Fällen wird der Klassenkampf verewigt und eine internationale Weltdoktrin als alleinseligmachend angepriesen.

In beiden Fällen sind Anstifter und Nutznießer die Juden. In der Sowjetunion finden wir Amerikanismus, Anbetung des technischen Fortschrittes, dicht neben krassestem Hinterwäldlertum.
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Eine gesunde Neuordnung der Welt

Es ist aufschlußreich, wie erst heute, "wo" das Reich und Italien als Vormächte einer gesunden Neuordnung der Welt sich gegen den Bolschewismus erhoben haben, in vielen Ländern das Bewußtsein davon heraufdämmert, was der Sinn unseres Kampfes auch gegen England sei.

Man kann behaupten, daß der 22. Juni 1941 einen epochalen Einschnitt in der Geschichte der Beziehungen Deutschlands zur übrigen Welt bedeutet. Die Angst vor dem Bolschewismus war allgemein: die zersetzende Wirkung der kommunistischen Propaganda hatte jedes Kind am eigenen Leibe gespürt.

Nun nach dem befreienden Losschlagen Deutschlands atmet der skandinavische Norden erleichtert auf; Finnland faßt neuen Mut und tritt unter besseren Sternen zum Kampf um sein Lebensrecht an, Rumänien will die Befreiung Bessarabiens, die Slowakei und Ungarn greifen zu den Waffen, spanische, holländische, dänische und norwegische Freiwillige rüsten begeistert zum Beistand gegen die Internationale, die mit furchtbarem Bürgerkrieg das Land an den Rand des Abgrunds trieb, die Türkei erkennt, wo ihre wahren Freunde sind, und selbst die Schweiz erinnert sich daran, daß es einst ihr Bundeskanzler war, der sich gegen die Aufnahme der Sowjets in die Genfer Liga sträubte.
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Im Fernen Osten beobachtet Japan die Lage

Im Fernen Osten beobachtet Japan mit der Aufmerksamkeit eines teilnehmenden Freundes die Lage, aus Südamerika dringt begeisterte Zustimmung zu uns, und selbst in der USA kann Roosevelt nur mit krampfhafter Anstrengung versuchen, den sowjetischen Kommunismus plötzlich sympathisch zu schildern.

So hofft die ganze Welt Befreiung von der Weltpest, und man spürt aus der spontanen Reaktion, daß eigentlich jedermann vom nationalsozialistischen Deutschland erwartet hat, daß es die Drachensaat ausrotten werde. Man hat längst genug von dem Paradies der Sowjets gehört, man weiß um die Einebnung aller seelischen Werte, die Ausrottung der Intelligenz, die Vernichtung des Bauerntums, die Zerstörung von allen Bindungen an Ehe und Familie.

Man kennt die Blutpraxis der bolschewistischen Reinigungsaktionen, und das Wort „Sowjetisierung" hat seinen furchtbaren Klang verstärkt in den fürchterlichen Greueln, die in den neugeraubten Ländern vorgefallen sind. Im grauen Einerlei unterwürfigen Stumpfsinns endete die soziale Frage. Die ganze Welt sollte nach Moskaus Willen in ein Zuchthaus proletarischen Geistes verwandelt werden. Wir wissen längst alle, daß auch die stärksten Worte schwach erscheinen gegenüber dem Elend, das der Bolschewismus auf dem Gewissen hat.

Und wir sind erleichtert, daß der Sumpf, aus dem die giftigen Dünste der Weltpest aufsteigen, nun endlich zugeschüttet werden wird.

Schicksal am Strom

Der Name Günther Rittau steht erst seit kaum zwei Jahren in der Liste der deutschen Filmspiel- leiter und doch ist er bereits zu einem festen Begriff geworden.
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Wer die Filme „Brand im Ozean" und „U-Boote westwärts" gesehen hat, die im Stofflichen voneinander grundverschieden, in ihren Grundlagen und ihrer Durchführung dennoch das gleiche Wollen aufzeigen, nämlich das absolute Bekenntnis zum Film als der Kunst des bewegten Bildes, den wird es nicht wundern, in dem „neuen" Spielleiter Rittau einen unserer „alten" und bekannten Kameramänner wiederzufinden.

Günther Rittau wirkte seit 1919 als „Operateur", wie man damals den Kameramann nannte. Eine Anzahl berühmter Stummfilme verdankt ihm ihre mitreißende Bildwirkung. Dann kam der Tonfilm. Doch für den Kameramann Rittau lag das Wesentliche dieser neuen Kunst noch immer und unbeirrt auf der zweiten Silbe des Wortes. „F.P.1 antwortet nicht", „Gold", „Der Sieger", „Ritt in die Freiheit", „Abel mit der Mundharmonika", „Nordlicht" und „Der Vorhang fällt", deren Erfolg zum großen Teil in ihrer meisterlichen Photographie lag, vermittelten uns den Eindruck, daß hier ein Mann an der Kamera stand, der neben den Errungenschaften von Ton und Dialog dem Optischen, dem Ursprung alles filmischen Schaffens, seinen Platz zu bewahren wußte.
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Mit eindringlichen Worten versucht der Ingenieur Heinrich Doorn von den Bauern die Zustimmung zu seinen neuen Plänen für die Deichregulierung zu gewinnen (Hans Söhnker, Paul Bildt, Friedrich Kayßler und Erich Dunskus)
Manchen Abend verbringt die Lehrerstochter Renate im Hause des Deichhauptmanns Doorn (Hans Söhnker, Lotte Koch, Malte Jaeger und E. W. Borchert)
Der Spielleiter des Films, Günther Rittau, mit Lotte Koch bei den Außenaufnahmen
Mit Überschwemmungen bedroht der Strom Leben und Gut der Bauern, ihre größte Sorge gilt dem kostbaren Vieh, das sie zuerst in Sicherheit bringen
Die Magd Jule ist immer zu einem Scherz mit den Söhnen des Deichhauptmanns aufgelegt (Charlott Daudert und E.W.Borchert)
Renate ist der gute Geist des Hauses; das empfinden auch die von ihr betreuten Kinder (Lotte Koch)

Das Leben und Erleben in Bildern auflösen

Günther Rittau, der über das Kunstgewerbe und die Malerei zum Film kam, zählt zu dem Menschentyp, der rein visuell empfindet, dem sich Leben und Erleben in Bildern und optischen Eindrücken auflösen und dessen Entwicklungsgang und Arbeitsweise stets von diesem Empfinden bestimmt werden.

„Das heißt aber keineswegs", meint Günther Rittau, der zur Zeit an seinem dritten, dem Terra-Film „Der Strom" arbeitet, „daß Film für mich etwa photographisches Theater bedeutet." Gerade bei der Verfilmung eines Stoffes der Bühnenliteratur erweist sich der Unterschied zwischen Film und Theater am deutlichsten. Max Halbes Drama „Der Strom" gehört mit zu den guten, theaterwirksamen Werken der deutschen Bühne. Dennoch oder vielmehr gerade deswegen mußte es umgearbeitet und einer filmgemäßen Form zugeführt werden. Abgesehen davon, daß wir das ganze Geschehen aus seiner Bühnengesetzmäßigkeit gelöst haben, haben wir das Schicksalsproblem aus der Sphäre des Privaten, wie es die Menschen um die Jahrhundertwende zu packen vermochte, ins Große, Allgemeingültige verlegt.

Die Story

Der Strom, dessen Urgewalt die Deiche durchbricht, der die Äcker der Bauern überflutet, ihre Häuser vernichtet, formt die Menschen, die an seinen Ufern leben, und ihre Schicksale. Er formt das Schicksal der Familie des
Deichhauptmanns Dooxa (Friedrich Kayßler) und seiner drei Söhne, des etwas schwerfälligen Peter, ganz Bauer und Betreuer seiner Scholle (E. W. Borchert), des lebhaften Heinrich, der Ingenieur ist und kühne Pläne zur Regulierung des Stromes entworfen hat (Hans Söhnker), und des schwärmerischen, der Musik hingegebenen Jakob (Malte Jaeger).

Er greift auch in das Leben der Lehrerstochter Renate ein (Lotte Koch), die zwischen den Brüdern Peter und Heinrich steht. Er trennt diese Menschen, vereint sie im gemeinsamen Kampf gegen seine brausenden, steigenden, schwellenden Wasser, bestimmt ihr Leid und ihre Freude. Er wird Symbol ihres Lebens und darüber hinaus zum Symbol all jener, die im Leben kämpfen."
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Das Drehbuch

„Das Drehbuch, das von Erich Ebermayer,Eberhard Keindorff und Johanna Sibelius verfaßt wurde, enthält einen knappen, auf ein Minimum an Worten beschränkten Dialog. Gerade die Kargheit des Dialogs wird der balladenhaften Formung, die ich dem Ganzen geben will, zugute kommen. Wenn ich hier von einem balladenhaften Stil spreche, so bitte ich, dies keineswegs im Sinne von romantisch aufzufassen, sondern vielmehr an die einprägsame Schlichtheit uralter Volksgesänge zu denken, deren ewig gültige Schönheit in ihrer Klarheit enthalten liegt.

Wie schlicht, wie unpathetisch Menschen denken und handeln, die mit der Allgewalt der Natur kämpfen, habe ich am besten erlebt an jenen Bauern, die wir uns aus dem Überschwemmungsgebiet der Oder ins Filmatelier holten. In diesem Frühjahr hatte das Hochwasser der Oder viele Hektar Land überflutet. All das, was im Film geschieht, hatten diese Menschen an ihren eigenen Äckern, an ihren eigenen Häusern erleben müssen. Wir haben unsere Außenaufnahmen in ihrem Überschwemmungsgebiet gedreht, und fünfzig von diesen Bauern wirken im „Strom" mit.

Von ihnen brauchte kein einziger zu „spielen". Sie waren da, ihre Gesichter waren da, unnachahmlich, hart, schicksalsgezeichnet und doch voller Hoffnung und Zuversicht. Sosehr ich bemüht bin, jegliches Pathos zu dämpfen, sei es durch die Kargheit der Inszenierung, durch die Knappheit des Wortes, du* ch den wohlüberlegten Einsatz der Musik, mit der Franz Grothe sein sinfonisches Können unter Beweis stellen wird, so stark muß das Erleben, muß jede Schwingung in den Seelen der Menschen vom Bild her erfaßt werden.
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Die Kamera

Die Kamera muß den psychologischen Vorgang widerspiegeln, muß den dichterischen Gedanken sichtbar machen. Ich hoffe, daß mir mein Vorhaben in der Zusammenarbeit mit meinem Kameramann Richard Angst gelingen wird. Er kommt aus der Schule von Dr. Fanck, hat zahllose Expeditionen im Bilde festgehalten, hat ein großes Stück Welt gesehen und bringt für alles Optische den richtigen Blick mit."

Dr. Hilde R. Lest

Ein „Wahrer des Rechts": Friedrich Kayßler als Schwurgerichtsvorsitzender. Ernst und Würde vereint dieser Richter mit warmem, menschlichem Gefühl.
So wurde 1919 eine Gerichtsverhandlung filmisch „gestaltet" - ohne jedes Streben nach Lebenswahrheit und nur auf Sensationswirkung abgestellt

Die Rechtspflege im Film

Schon in den ersten Zeiten des Films erfreuten sich Gerichtsverhandlungen besonderer Beliebtheit. Sie hatten damals weniger den Zweck, im Angelpunkt dramatischen Geschehens die Lösung von Konflikten zu geben; man setzte Gerichtsszenen vielmehr oft nur deshalb ein, weil man sich von ihnen eine Erhöhung der Spannung durch sensationelle Effekte versprach.

Wir zeigen auf dieser Seite nur ein allerdings besonders krasses Beispiel, wie jüdische Filmunternehmer in einem „Sittenfilm" einst die „Gerichtsverhandlung" ausstaffierten.

Der neue deutsche Film ist unseren Ansprüchen auf Wirklichkeitsnähe, auch auf dem Gebiet der Rechtspflege, in jeder Form gerecht geworden. Aber nicht nur das; wenn er, was ja zu seinen höchsten Aufgaben zählt, menschliche Probleme an Konflikten abhandelt, dann läßt man diese Konflikte nicht mehr zufällig und willkürlich in ihrer Zuspitzung in den Bereich des Gerichtlichen treten.

Wenn die Handlung eines Films unsere heutige Rechtspflege und Auffassung zeigt, so ist dies wiederum besonders geeignet, gegenüber dem Streben des Einzelmenschen den Gedanken der Gemeinschaft zu verdeutlichen.

Darum entspricht es durchaus nationalsozialistischer Auffassung, das ordnende, gemeinschaftsbildende Wirken des Rechts und seiner Anwendung zum Gegenstand künstlerischer Darstellung zu erheben.
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Anmerkung zu dem letzten Bild :

Auch das hier ist die genaue Umkehr der Zustände am reichsdeutschen Volksgerichtshof in Berlin in der Hitlerzeit. Dort wurden Schauprozesse medienwirksam (für die reichsdeutsche Wochenschau) vorgeführt, da ist dieses Bild ein Lacher. Der damalige Vorsitzende Richter Freisler, ein aufgestumper introvertierter 1-Meter 60 Zwerg, schrie in jeden Vortrag von Anklage und Verteidigung rein, um sein vorgefasstes Urteil zu verkünden. Dieser Film soll den Reichsdeutschen eine gerechte deutsche Rechtsprechung vorgaukeln, die in der Realität der 12 Jahre genau das Gegenteil war - wie später nach 1945 in der Russen-Zone und der Ostzone wieder genauso.

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Der „Justizfilm" auch im deutschen Filmschaffen

Die Schwurgerichtsverhandlung; In der Mitte der Vorsitzende (Paul Bildt), ganz rechts der Oberstaatsanwalt (Walter Franck), davor der Vertreter der Nebenklägerin (Erich Fiedler), davor am Sachverständigentisch der Gerichtsarzt (Peter Erkelenz), links der Angeklagte (Willy Birgel) mit seinem Verteidiger (Hans Leibelt).
Der die Ermittlungen fuhrende Staatsanwalt (Ernst Karchow) vernimmt den Beschuldigten, Dr. Deruga (Willy Birgel)
In dem Film „Venus vor Gericht" bildete die Gerichtsverhandlung einen dramatischen Höhepunkt. Der Oberstaatsanwalt mit seinem Sachbearbeiter während der Verhandlung (Carl Wery und Hans Brausewetter)
Beweisaufnahme vor dem Schwurgericht (Justus Paris, Hubert v. Meyerinck und Hansi Knoteck).
Ein ländliches Gericht der neunziger Jahre in Oberbayern soll eine Testamentsstreitigkeit entscheiden. Mathias Ferner (Eduard Kode) und Gabi Burger (Anna Exl) vor dem Bezirks- und Landrichter Ferdinand Exl). Links der Gerichtsschreiber (Klaus Pohl) - Aus dem Film »Der Meineidbauer"

Wir alle bringen nun den gerichtlichen Stoffen im Film schon von uns aus ein besonderes Interesse entgegen, zumal wenn die Dinge eine kriminalistische Färbung tragen. Dieses Interesse, das durchaus nicht der Sensationslust gleichgesetzt werden kann, erklärt sich aus dem „tragischen Trieb" des Menschen - wie es Schiller ausdrückte -, der die Verknüpfung von Schuld und Sühne künstlerisch dargestellt sehen will.

Die Szene vor dem Gericht ist aber auch für den Filmschaffenden von besonderer Anziehungskraft durch die dramatische Dynamik, die jede Gerichtsverhandlung in sich trägt. Dazu kommt, daß es nur wenige so wirksame Möglichkeiten gibt, verwickelte Seelenvorgänge zu klären wie die Darstellung einer Gerichtsverhandlung.

Auch das sah schon Friedrich Schiller, der ein anderes Mal aussprach: „Der umständliche Rechtsgang ist fähig, die geheimsten Bewegursachen menschlicher Handlungen ins Klare zu bringen."

Diese kurz angedeuteten Gründe rechtfertigen in künstlerischer Hinsicht die große Rolle, die der „Justizfilm" auch im deutschen Filmschaffen spielt.

Dinge von unbestechlicher Lebensechtheit und Wahrhaftigkeit

Aber auch justizpolitisch ist die - neuerdings wieder steigende - Zahl der Darstellungen von Vorgängen des Rechtslebens im Film zu begrüßen. Denn der entscheidende Wertmesser für das Recht und seine Anwendung ist seine Volksverbundenheit.

Die Aufgabe, diese zu fördern, erfüllt der Film durch Darstellung gerichtlicher Dinge von unbestechlicher Lebensechtheit und Wahrhaftigkeit.

Nach dieser Richtung hat der deutsche Film seit 1933 gewaltige Fortschritte gemacht.

  • Anmerkung : Das ist in 1941 nun völlig schamlos gelogen. Schon in den ersten Wochen nach der Machtübernahme im März 1933 wurde die Justiz im Schnellgang umgebaut und nichts war mehr unbestechliche Lebensechtheit und Wahrhaftigkeit. Geanu das Gegenteil trat ein. Die obigen und die nachfolgenden Sprüche sind völlig aus der Göbbelschen Luft gegriffen.


Früher war es möglich, daß ein Film, der einen „berühmten Rechtsanwalt" zum Mitverfasser hatte, von folgendem in Wirklichkeit überhaupt nicht denkbaren Konflikt ausging: Ein Vater mußte zum Beispiel als Untersuchungsrichter seinen eigenen Sohn als Beschuldigten vernehmen.

Man räumte auch mit den unmöglichen Typen der Richter, Staatsanwälte und Rechtsanwälte auf. Schon „Mazurka" zeigte uns zwar noch einen sich um Nebenfragen ereifernden Staatsanwalt und die Lustspielfigur eines Verteidigers, aber eine im übrigen lebensecht geführte Verhandlung und einen Richtertyp, der in Friedrich Kayßlers Formung geradezu ein Musterbild des deutschen Richters darstellt.

Wieder ein Fortschritt war der Film „Unter Ausschluß der Öffentlichkeit", der uns vor allem einen wirklich sachlich und ernst vorgehenden Verteidiger zeigte. „Stärker als Paragraphen" ging mutig sogar an ein juristisches Problem, die Schweigepflicht des Anwalts, heran.
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„Der Fall Deruga"

Wirkliche Lebensechtheit wurde in dem Film „Der Fall Deruga" erreicht, und es ergab sich dabei, daß das juristisch Richtige auch das Filmisch-Wirksamste ist.

Hier waren auch die Rechtsanwälte individuell charakterisiert: dem streberisch übereifrigen jungen Anwalt Erich Fiedlers stand Leibelts jovialer Justizrat gegenüber. Richter und Staatsanwalt gewannen durch die Stärke der künstlerischen Psrsönlichkeiten der Darsteller Paul Bildt, Walter Franck und Ernst Karchow individuelles Leben.

Der großt Erfolg des „Fall Deruga" zog eine Reihe anderer Justizfilme nach sich. Daß man das Rechtslebsn auch in heiterer Form lebensecht und taktvoll zeichnen kann, beweisen Heinrich Spoerls „Wenn wir alle Engel wären" und „Der Maulkorb".

Der Nationalsozialistische Rechtswahrerbund

Einen weiteren Fortschritt in der Gestaltung bedeuten neuerdings wieder die gerichtlichen Szenen des Films „Venus vor Gericht". Hier ist vor allem der Oberstaatsanwalt (Carl Wery) eine wirklichkeitsgetreue Gestalt, aber auch der diensteifrige Staatsanwalt Hans Brausewetters und der Verteidiger (Peter Elsholtz) und der ruhig vornehme Vorsitzer (Fritz Reiff) sind Menschen von Fleisch und Blut. Darstellungen der Rechtspflege, die einen solchen Eindruck machen, kann man nur begrüßen.

Auch der Rat des juristischen Fachmanns kann dem Filmschaffenden helfen, indem er zum Beispiel auf eine dem wirklichen Rechtsleben entsprechende Formung des Dialogs hinwirkt; das Entscheidende muß aber auch hier immer vom Künstler selbst kommen. Das bedeutet ein Vertrautsein des Filmschaffenden mit dem Leben der Rechtspflege. Zu diesem Zweck hat der Nationalsozialistische Rechtswahrerbund seit einiger Zeit Filmschaffenden den Besuch von Gerichtsverhandlungen usw. unter sachkundiger Führung vermittelt.

Führende Persönlichkeiten des Films haben besonders gern von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht: Olga Tschechewa, Lil Dagover, Professor Carl Froelich, Wolfgang Liebeneiner, H. H. Zerlett, Christian Kayßler u. a. zeigten sich neben einer Reihe von Dramaturgen als eifrige„Kriminalstudenten. Alle versicherten, wertvollste Anregungen für ihre künstlerische Arbeit bekommen zu haben.
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  • Anmerkung : Alles in allem eine rein propagandistische Lügengeschichte mit dem indirekten aber deutlich hörbaren Hinweis. Leg dich nicht mit der Obrigkeit oder mit Göbbels oder der NSDP an, es könnte schlimmer kommen, als Du es Dir vorstellen kannst.

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In München auf der „Wies'n"

Der Zirkuselefant ist ausgebrochen und sieht sich plötzlich im Zerrspiegel einem „Nebenbuhler" gegenüber
Kurz vor Abfahrt des Zuges wird ein geheimnisvoller Herr (Viktor Afritsch} von Kriminalbeamten erkannt
Anläßlich eines Gastspiels im Münchener Deutschen Theater wurde die Tänzerin Charlotte Dalys für den Film entdeckt. Sie erhielt jetzt ihre erste Rolle, in der man sie auch in einem phantastisdhenTanz sieht - Aus dem Film „Alarmstufe V"
In der Eisenbahn trifft die junge Zirkustänzerin Carla mit dem Feuerschutzpolizistan Haller zusammen (Charlotte Dalys und Ernst v. Klipstein)

Auf der „Wies'n" ist das Münchener Oktoberfest in vollstem Gange ... Lichterketten funkeln, Luftschaukeln fliegen, Menschen drängeln, die Luft ist erfüllt von tausendfältigem Geräusch: vom Klingeln und Knattern, Tuten und Dröhnen, Böllern und Stampfen, Lachen, Johlen, Rufen, von Musikfetzen und Hunderten von Gerüchen, die den Zuckerbäckereien, Radibuden und Bratereien entströmen und sich mit dem warmen Brodem mischen, der die Tierkäfige des Zirkus umhüllt...

Am Rande der Zelte haben Schausteller und Artisten ihre Wohnwagen aufgebaut; sie sind nun für kurze Wochen auf der „Wies'n" zu Haus, kleine Zwischenstation in dem unruhigen Rhythmus ihres Kommens und Gehens, das Teil ihres Berufes und ihres Schicksals ist.
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Die kleine Tänzerin Carla

Zum „fahrenden Volk" gehören die kleine Tänzerin Carla und der alte Clown Nikolaus mit dem einfaltigen Gesicht und dem gütigen Herzen, das durch viel Leid und Erfahrung gegangen ist.

Er fühlt sich für die Kleine verantwortlich, er möchte ihre Karriere sichern und ihr auf den Weg zur Höhe verhelfen. Seinen Bitten gelingt es, den Agenten Corrini zu bewegen, eine Vorstellung zu besuchen, um Carla tanzen zu sehen. Corrini ist ein wichtiger Mann. Der, den Corrini befürwortet, darf seines Erfolges sicher sein.

Aber der Gewaltige erscheint, und - Carla ist nicht da. Carla ist vor der Vorstellung davongelaufen. Ohne irgend jemandem ein Wort der Erklärung zu sagen. Einer kam und erzählte, daß im Zirkus nebenan ein Elefant ausgebrochen sei; dieser habe - durch allerhand Geräusche erschreckt -- verschiedenen Schaden angerichtet, und bei dem Versuch, ihn zu überwältigen, habe der Feuerschutzpolizist Richard Haller eine Kopfverletzung erlitten.

Voller Angst und Sorge ist Carla fortgestürzt. Sie liebt Richard mit einer zärtlichen, opfernden und stillen Liebe, aber sein Herz blieb bei jenem Mädchen, von dem er sich im Streit einmal getrennt hatte...

Die Story

Als man in Geiselgasteig das Bavaria-Atelier besucht, in dem dieser Film mit dem Titel „Alarmstufe V" gedreht wird, findet man die „möblierte Bude" des Feuerschutzpolizisten Haller aufgebaut, die er bei der Witwe Kleebauer (Liesl Karlstadt) bewohnt.

Haller (Ernst von Küpstein) liegt mit einem Kopfverband zu Bett, Carla sitzt bei ihm, bemüht, alle jene kleinen Handreichungen zu tun, die der Kranke benötigt ...

Denn Frau Kleebauer ist zu ihrer Schwester nach Rosenheim gefahren, und es muß doch einer da sein, der sich um den Verletzten kümmert . . .

In aller Echtheit haben die Architekten (Sohnle, Vorwerg, Metscher) die abgemietete Behausung ausgestattet, mit gestickten Wandschonern, Haussegen, etwas mitgenommenen Geweihen und einem Zeitungsfächer über dem Kanapee. Trotzdem erscheint dem Mädchen Carla, die die Enge des Wohnwagens gewöhnt ist, diese Wohnung, dieses Zimmer, das sogar einen kleinen, von Geranien umrandeten Balkon hat, als eine erstrebenswerte, sehnlichst begehrte Welt.

Diese Tänzerin Carla Valmeda spielt eine Filmnovizin, Charlotte Dalys. Es ist ein seltsamer Zufall, daß sie in ihrer ersten schauspielerischen Rolle einen Ausschnitt ihres eigenen Entwicklungsweges verkörpert, der auch sie aus ersten Anfängen bei einer Wanderschau zu einer Tanztruppe gelangen ließ, die mit Gastvorstellungen durch Städte und Länder reiste.

Mit dem unendlichen Fleiß, den auch der Regisseur dieses Films, Alois Jon. Lippl, besonders an ihr betont, arbeitete sie sich zur Solotänzerin der Truppe empor. Bei einem Gastspiel im Deutschen Theater in München wurde sie dann von der Bavaria als schauspielerische Begabung entdeckt und mit dieser entscheidenden Rolle betraut.
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Die weiteren Schauspieler

Ihre Gegenspielerin, das Mädchen Hilde, das Richard Haller einmal liebte und wieder verlor, spielt Heli Finkenzeller mit beglückender und liebreizender Frische. Albert Lippert übernahm die Aufgabe, einen falschen Biedermann aufzuzeigen, dessen heimliches Verbrechen vielerlei Unruhe und Verwirrung in die Handlung bringt, an der in größeren Rollen ferner E. F. Fürbringer, Friedrich Domin, Viktor Afritsch, Hanne Mertens, Adolf Gondrell beteiligt sind. Eine packende, verinnerlichte und ganz menschliche Studie gibt Bruno Hübner als der alte Clown Nikolaus.

Das Drehbuch, das Fred Andreas schrieb, vereinigt und verbindet in sehr geschickter Form mehrere interessante Milieus: das Schausteller- und Zirkusleben auf der „Wies'n", auf der Carla und Nikolaus arbeiten und wohin auch Richard Haller abkommandiert ist; den Betrieb eines chemischen Industriekonzerns, in dem das Mädchen Hilde als Sekretärin beschäftigt ist und der mit vielen Abteilungen, Laboratorien, Werkstätten und Fabrikräumen entsteht.

Der dritte Ausschnitt einer Welt, den uns dieser Film vermitteln will, führt zu einem Kommando der Feuerschutzpolizei, der „Feuerwehr", wie man früher zu sagen pflegte. Gerade auf den Einsatz dieser Männer will die Handlung ehrend hinweisen, wie der Film „Im Schatten des Berges", den ebenfalls Lippl inszenierte, eine Anerkennung der Bergwacht war.

Die Bildleitung liegt in den Händen eines der bewährtesten Kameramänner: Carl Hoffmann.
R. Tusch

Junges Mädchen - Ilse Werner

Ilse Werner wußte in dem Film „Wunschkonzert" ein junges Mädchen aus unserer Zeit einfach und überzeugend darzustellen (mit Carl Raddatz)
In dem Film „Die schwedische Nachtigall" spielte Ilse Werner nicht ausschließlich eine Jungmädchenrolle, sondern man erkannte auch viele Ansätze einer in frauliche Bezirke vorstoßenden Darstellung (mit Marianne Simson)
Ein Bild aus dem Film „Fräulein", in dem Ilse Werner ein einfaches, bescheidenes junges Mädchen spielte,
und eine Aufnahme, die sie als selbstbewußte junge Dame zeigt
In dem Film „Bal pare" gestaltete Ilse Werner das Schicksal einer Ballettschülerin. Besonders ergreifend war ihr Spiel in den Szenen mit Hannes Stelzer, in denen sie das Entstehen einer jungen Liebe zart und verhalten spüren ließ. (Links Paul Hartmann, rechts Marianne Schulze)

Wir kehren immer wieder gern zu ihrem Bilde zurück und fragen dabei nicht viel: warum? Man fragt ja auch nicht umständlich, was einem an einem Frühlingsmorgen oder an einer Blütenwiese, an einer schönen klaren Melodie gefalle.

Aber andererseits ist es gewiß kein Zufall, daß in der letzten Zeit die Schauspielerin Ilse Werner nicht nur von uns als der Typ des jungen Mädchens von heute angesehen wird, sondern daß sich auch im Auslande, namentlich in Skandinavien, aber auch in Ungarn, Italien und anderswo, ihre Beliebtheit steigert.

Kürzlich hat Ilse Werner Kopenhagen und Stockholm besucht und berichtet selber ehrlich verwundert über die besonders freundliche Aufnahme, die man ihren Filmen und nun auch ihr selbst dort bereitet hat.

„Man spürte, daß ihnen ihre Begeisterung von Herzen kam. Sie wissen ja selber, daß beispielsweise Schweden und Dänemark ihr Recht zu eigenem Geschmack immer wieder kräftig betonen. Um so erstaunter war ich, wie nett man mich überall empfing und wie gut die Presse die Filme besprach, in denen ich spielte. Schweden kannte schon „Ihr erstes Erlebnis" und „Bai pare" - ich kam zu „Wunschkonzert" hinauf.

Und gerade dieser Film, der doch seinen Stoff aus dem gegenwärtigen Leben Deutschlands nimmt, begegnete keiner steifen Zurückhaltung, sondern fand ehrliche Begeisterung und freundliche Anteilnahme. In Kopenhagen bin ich mehr mit den Auslandsdeutschen zusammengekommen ..." - Aber auch in Kopenhagen gab es so gute Kritiken wie in der Zeitung „Politiken", in der es hieß: „Ilse Werner ist das reizendste und talentvollste junge Mädchen des deutschen Films von heute." Man darf nun gespannt sein, wie die „Schwedische Nachtigall" in Skandinavien gefallen wird.
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Jetzt folgen die typischen NS-Floskeln

Ilse Werner selber fährt jetzt nach Ungarn und Italien: „Auch von dorther grüßten mich schon viele freundliche Kritiken, und auch von dorther habe ich viele nette und persönliche Briefe bekommen."

Es ist wohl so, daß man das junge deutsche Mädchen von heute gerade im Spiegel ihres Spiels wiederzufinden glaubt.

Wie aber ist denn nun eigentlich, umgekehrt gefragt, dies junge Mädchen von heute? Man muß sich, um das Vorfeld der Antwort abzustecken, notgedrungen zunächst einiger Modebegriffe entledigen. Dies junge deutsche Mädchen, wie wir es gern sehen - und die Wirklichkeit richtet sich bekanntlich stark nach Idealen aus und gibt dadurch dem wachsenden Leben Richtung und Form - ist nun einmal, Schönheit vorausgesetzt - denn ohne Schönheit lebt kein Ideal -, „herb".

Dieses viel gebrauchten, längst zerredeten Wortes guter Sinn besagt: das Mädchen unserer Tage hat begriffen, daß es in einer ernsten, schweren Zeit lebt, daß die Verantwortung für das Ganze schwerer wiegt als das Glück der einzelnen, und daß das Schicksal stets nur in hartem, ausdauerndem Kampf bezwungen werden kann.

Es trägt dieser Wirklichkeit Rechnung - es bleibt sich selber treu, es kann, oft sehr lange, warten auf die Erfüllung des Glücks, das in seinen Träumen lebt.

Dies junge Mädchen ist natürlich auch „süß", welches abgeschmackte Wort wiederum in seinem guten Kern besagen will: es ist niemals bereit, auf Liebe zu verzichten, es wird nie aufhören, der Liebe die erhöhte Bedeutung zuzugestehen, die ihr im weiblichen Lebensrhythmus zukommt.
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Rückblick auf die Liebe

Forschen wir in dieser Richtung noch ein wenig weiter: es gab ja Zeiten, in denen die Liebe sehr leicht und etwas spielerisch genommen wurde - wie etwa im Rokoko. Heute empfinden wir sie - und das ist deutlich auch in den Gegenwartsrollen Ilse Werners zu sehen - vor allem ab etwas Unausweichliches, Schicksalhaftes.

Das junge Mädchen von heute steht nun, wenn wir seiner Erscheinung in den Filmrollen, wie etwa im „Wunschkonzert" glauben, mit einer erfreulich unproblematischen Natürlichkeit dem Leben gegenüber.

Es ist unsentimental, aber nicht gefühllos. Es kennt die leuchtenden Stunden des Glücks und weiß dabei, daß sie selten sind - daß sie Feiertagskost bleiben in der harten Mühe der Arbeit.

Es hat manchmal etwas vom Biedermeierlichen an sich, etwas von der natürlichen Treue, Gemütstiefe, Einfachheit jener still verfließenden Tage, in denen deutsches Wesen auf eine so eigenartige, heute noch bezaubernde Weise Gestalt gewann. Darum ist es wiederum kein Zufall, sondern sozusagen eine notwendige Ergänzung, daß Ilse Werner in der „schwedischen Nachtigall" ein Mädchen aus jenen Tagen gespielt hat - und dabei in Bereiche hinaufzuwachsen suchte, die ihrer Jugend bisher verschlossen waren.

So sehen wir, wie allein aus der Betrachtung der Rollen einer jungen Schauspielerin, die vielfach als der „Typ" des jungen Mädchen unserer Tage gilt, sich viele Fragen ergeben, denen nachzusinnen unterhakend und nützlich sein kann.

„Das andere Ich" - ein Durchhaltefilm

Magdalena Menzel bewirbt sich im Konstruktionsbüro der Wuellner-Werke. Herr Oberingenieur Hesse vertröstet sie; man wird ihr im Laufe der Woche Bescheid geben (Harald Paulsen, Charlotte Schultz, Hilde Krahl)
Tags darauf hatte. Herr Hesse sich's überlegt, und wir sehen Fräuiein Menzel als Zerchnerin in den Wuellner Werken wieder (Hilde Krahl, Richard Häußler)
Bald ist Magda, wie sie sich jetzt nennt, eine unentbehrliche Kraft des Ingenieurs Martin, der große Stücke auf sie hält (Mathias Wieman, Hilde Krahl)
5 Uhr - Die Angestellten des Konstruktionsbüros verlassen ihr Zeichengerat und eilen in die Umkleideräume. Alles geht nach Hause, aber niemand sieht Magda Menzel auf dem Heimweg wieder; um sie ist ein Geheimnis ...
„Dieses junge hübsche Mädchen ist doch aus unserem Konstruktionsbüro", meint Geheimrat Wuellner beim Betriebsfest seiner Fabrik zu Werkmeister Hannemann; aber der weiß es anders: dies ist Lena Menzel, seine Betriebssekretärin aus der Montagehalle. Geheimrat Wuellner ist nicht ganz überzeugt . . . (Hilde Krahl, Eduard Wenck, Erich Ponto) - Aus dem Film „Das andere Ich"

Doktor Faust hat festgestellt, daß der menschliche Brustkasten gegebenenfalls als eine Art Doppelwohnhaus der Psyche angesehen werden kann. „Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust!" Literarisch genau genommen, hat vor Goethe schon Wieland auf diese Möglichkeit hingewiesen.

In unseren Tagen hat Heinrich Spoerl sie nun poetisch bestätigt. Film poetisch. Denn er hat unter dem ebenso geheimnis- wie verheißungsvollen Titel „Das andere Ich" eine Filmkomödie geschrieben, die zur Zeit unter Wolfgang Liebeneiners Regie gedreht wird.

„Das andere Ich", wem gehört es hier? Dem Mädchen Magdalena, das sich in seine Bestandteile zerlegt hat. Verzeihung, in seine Namensbestandteile! In die Magda und die Lena.

Als Magda steht dieses reizende Fräulein tagsüber am Zeichentisch des Konstruktionsbüros der Wuellner-Lokomotiv-Werke, als Lena geht sie zur Nachtschicht in eine der riesigen Montagehallen, um Meister Hannemann eine treue Betriebssekretärin zu sein.

Etwa sechs Stunden sind dem Schlaf vorbehalten - ein paar Tage kann man solche Hand, Hirn und Herz anstrengende, verwirrende Doppelarbeit schon durchstehen.

„Ich mal Ich"

Das eine Ich trägt kokette Stirnlöckchen, ist ein bißchen keß und liebt alle hübschen Dinge des Lebens, das andere Ich trägt einen strengen Scheitel, knöpft den Kittel bis zum Hak zu und ist mit Worten und Gesten so zurückhaltend wie jemand mit dem letzten Zehnmarkschein, den er drei Tage vor Ultimo verpumpen soll.

Der Fall wächst sich in der Handlung fast zum Paradox aus: das eine Ich, die Magda, die Tagarbeiterin, hat eigentlich einen kleinen, aber beachtlichen Hang zum Nachtleben, und das andere Ich, die Nacht-Lena, zeigt ein Herz so rein und klar wie die Sonne.

Ein Dichter müßte statt in das Tintenfaß flüssigster Phantasie in einen Topf mit zäher Langeweile greifen, er müßte statt der fröhlichen Leier eine monotone, sozusagen eine Moralpauke schlagen, wenn er aus der Multiplikation von „Ich mal Ich" hier nicht eine Summe liebenswürdiger und heiterer Verwicklungen schüfe. Das Publikum kennt ja den Dichter Heinrich Spoerl aus vielen wahrhaft humorvollen Werken, die auch in den Film eingingen: auch dieser Film soll keine traurige Angelegenheit werden!
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Der verschlungene Weg zu einer Rolle im Film

Indes, kehren wir zurück zur zwiegeteilten Magdalena mit dem gespaltenen Ich! Wie kommt sie eigentlich zu den Wuellner-Werken und ihrer seltsamen Doppeltätigkeit?

Da sitzen zu Beginn des Films - und das ist ein besonders reizvoller Einfall - der Produktionsleiter, die Hauptdarstellerin, der Dramaturg und der Dichter, jeder sich auf seine Weise gedanklich hinter dem Ohr kratzend, in „tiefschürfendem" Gespräch beieinander.

Die Diva fordert: „Eine Rolle, endlich einmal eine wirkliche Rolle für mich, am liebsten eine Doppelrolle!" Der Produktionsleiter gibt in einem abenteuerlichen Chaos von Stichworten die Marschroute für den Stoff: „Etwas Lustiges, das auch ernst ist, eine Lokomotive mit sehr viel Liebe, kein uneheliches Kind, aber ein bißchen Wasser und alles recht zeitnah.. .", der Dramaturg klappert hinter seiner Eulenbrille mit behenden Augendeckeln stummen Beifall, und der arme Dichter, ja, der soll nun seine Denkerstirn in tiefe Furchen ziehen und aus diesem Faltengebirge die Vision der Handlung steigen lassen.

Da sieht der Dichter ein kleines Mädel, das in einem billigen Cafe sitzt und die Stellenangebote in einer Zeitung studiert. Ein kleines, nettes, tapferes Mädel, wie Tausende unter uns, das Herz und Mund auf dem rechten Fleck hat.

Im Ingenieur- und Konstruktions-Büro der Wuellner-Werke, wo sie zunächst vorspricht, vertröstet man sie auf schriftlichen Bescheid. In einer der gewaltigen Montage-Abteilungen mit eigener Personal-Abteilung aber wird sie sofort als Betriebssekretärin für die Nachtschicht engagiert.

Einen Tag später wird sie, halb gegen ihren Willen, auch für das Zeichenbüro verpflichtet. Miete ist zu zahlen, für die bescheidene „kalte Pracht" des Zimmers bei einer „höheren Witwe", Geld zum Leben braucht man auch, der doppelte Verdienst kommt Magdalena gerade jetzt gut zupaß.
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Die säuberliche Scheidung in Magda und Lena

Und so nimmt sie mit List und Anmut kurz entschlossen die fein säuberliche Scheidung in Magda und Lena vor. Das Schicksal aber braucht nun gar nicht erst aufgefordert zu werden: „Nimm deinen Lauf!". Es setzt sich ganz von selbst in Marsch. Erst läuft es in solidem Trab, dann im Galopp, schließlich im D-Zug-Tempo.

Die Lokomotive ist bei den Wuellner-Werken, wie es der Produktionsleiter verlangt hat, ohnehin schon da, zeitnah sind Ort und Menschen der Handlung auch, und die Liebe bleibt erst recht nicht aus. Weder bei der Magda noch bei der Lena. Allerdings, es ist ein und derselbe Mann, der sich ahnungslos in diese „beiden" Mädchen verliebt. Und nun wird seine Brust zum Seelen-Doppelwohnhaus.

Bei einer sommerlichen Motorbootfahrt, na, also, da ist ja auch das Wasser! - wirft sein Herz um ein Haar die Lena über Bord, um bei der Magda vor Anker zu gehen, dann wieder landet der heftig bewegte Kahn seiner Sehnsucht doch bei der Lena, aber an der Magda möchte er trotz allem nicht ganz und gar vorbeisteuern,- es ist wirklich eine komplizierte Geschichte!

Wie sie ausgeht? Ich würde es gern verraten, aber ich weiß nicht, wie der Fall vorzeitigen Ausplauderns juristisch liegen würde. Und der Rheinländer Heinrich Spoerl war schließlich einmal - Rechtsanwalt!

....eine liebenswerte „Chronik der - Spoerlinggasse"

So viel indes kann getrost gesagt werden: Heinrich Spoerl hat wiederum mit fröhlicher Feder Menschen geschildert, Menschen des Alltags, Menschen aus Fleisch und Blut, mit allen ihren kleinen Schwächen und Vorzügen. Seine Dichterstube liegt nicht auf dem Olymp, nicht in irgendeiner Prunkstraße mit großartiger Marmorfassade, nicht in irgendeinem ungreifbaren Traumland.

Sie liegt, bildhaft gesprochen, in einer Straße, einer freundlichen Gasse des täglichen Lebens, das echt und bunt an ihren stets weit geöffneten Fenstern vorüberfließt. Und so könnte man die Geschehnisse auch dieses Films und das Handeln seiner Charaktere betrachten als eine liebenswerte „Chronik der - Spoerlinggasse". Rolf Marben

Notizen

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Neuer Leiter der Fachschaft Komponisten

Der Leiter der Fachschart Komponisten in der Reichsmusikkammer, Prof. Dr. h. c. Graener, hat aus Gesundheitsrücksichten um Entbindung von seinem Amte gebeten. Reichsminister Dr. Goebbels hat seiner Bitte unter wärmster Anerkennung für die von Prof. Graener geleistete Arbeit entsprochen und ihn erneut in seinem Amt als Vizepräsident der Reichsmusikkammer bestätigt. Zum Leiter der Fachschaft Komponisten hat Reichsminister Dr. Goebbels den Komponisten Werner Egk ernannt
Werner Egk ist kürzlich auch als Filmkomponist hervorgetreten. Von ihm stammt die Musik für den Ufa-Film „Jungens".

Goethe-Medaille für Tietjen

Der Führer hat dem Generalintendanten der Preußischen Staatstheater, Staatsrat Heinz Tietjen, aus Anlaß der Vollendung seines 60. Lebensjahres in Anerkennung seiner erfolgreichen Arbeit im Dienste der deutschen Kunst die Goethe-Medaille verliehen.

Bayreuther Kriegsfestspiele 1941.

Auch in diesem Jahre finden die Bayreuther Festspiele als Kriegsfestspiele vor Mitgliedern der drei Wehrmachtteile und der Waffen-SS, vor Verwundeten, Reichsarbeitsdienstmännern, Arbeitern und Arbeiterinnen der Rüstungsbetriebe statt. Die Aufführungen des „Fliegenden Holländers" sind am 12., 14., 22., 24. Juli 1941 und am 1. und 3. August 1941, die Vorstellungen des „Ring" beginnen am 15. und 25. Juli („Rheingold" 15. und 25. Juli, „Walküre" 17. und 27. Juli, „Siegfried" 19. und 29. Juli, „Götterdämmerung" 21. und 31. Juli 1941).
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Neuer Film-Vorführerlehrgang.

An der Fachschule der Berliner Filmtheaterbesitzer, Berlin SW 68, Friedrichstraße 23, beginnt am Montag, dem 14. Juli 1941, ein neuer Lehrgang für Lichtspielvorführer, der etwa 5 Wrochen dauert.

Jenny Jugo

wird in dem zur Zeit in Rom entstehenden Film „Viel Lärm um Nixi" außer in der deutschen auch in der italienischen Fassung die Hauptrolle spielen.

FILME, DIE WIR SAHEN (Juni / Juli 1941)

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„Stukas"

Karl Ritter-Film der Ufa. Buch Karl Ritter und Felix Lützkendorf. Spielleitung Karl Ritter. Darsteller: Carl Raddatz, Hannes Stelzer, Ernst v. Klipstein, Albert Hehn, Herbert Wilk, O. E. Hasse, Karl John, Else Knott, Marina v. Dittmar, Egon Müller-Franken, Günther Markert, Josef Dahmen, Erich Stelmecke, Georg Thomalla, Beppo Brera, Heinz Wemper, Lutz Götz, Fritz Wagner, Adolf Fischer, Karl Münch, Johannes Schütz, Lili Schönborn, Eduard v. Winterstein, Gothart Portioff, Otz Tollen, Erik Radolf, Paul Mehler, John Pauls-Harding, Willy Witte, Botho Kayser, Ronald Werkenthin, Georg Profe, Theodor Rocholl, Tima Stuloff, Bill-Bocketts, Arthur Kühn, Niki Turoff, Ludwig Wolfram, Werner Faust, Herbert Gärtner, Josef Gindorf, Oskar Kinne, Wolfgang Molitor. Musik Herbert Windt. Text des Stukaliedes Geno Ohli-schlaeger. Kamera Heinz Ritter. Luftaufnahmen Heinz Ritter, Walter Meyer, Walter Roßkopf, Hugo v. Kaweczynski.

Trickaufnahmen Gerhard Huttula, Theo Nischwitz. Bauten Anton Weber. Schnitt und Regieassist. Conrad v. Molo. Ton Werner Maas. Jugendwert, staatspolitisch wertvoll, künstlerisch wertvoll, volkstümlich wertvoll. Jugendfrei, feiertagsfrei. -
Karl Ritters Filme sind in einem durchaus männlichen Seelenklima gewachsen-Kameradschaft und Kampf ist auch das Thema der „Stukas". Es ist ein Film ohne wesentliche Frauenrollen. Er spielt in den Tagen des deutschen Sieges in Holland, Belgien und Frankreich. Drei Staffeln einer Stukagruppe werden u. a. gegen Lüttich, Dünkirchen, Tirlemont eingesetzt.

  • Anmerkung : Natürlich gibt kein Wort davon, daß die oben noch gepriesenen Tage der Stuka-Siege ziemlich schnell vorbei waren und sind. Über England wurden sie abgeschossen wie lahme Tauben.

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Hier folgen die heroischen Sprüche des Autors

Das Leben zwischen diesen einander oft rasch folgenden Einsätzen ist kaum weniger hoch gespannt als die Stunden des Fluges, die Minuten der Luftkämpfe, die Sekunden des Sturzes. Helle Begeisterung verklärt Gefahr und Wagnis.

Kameradentreue beweist ihre Kraft, wenn immer wieder notgelandete Kameraden mitten aus dem Feinde herausgeholt werden. Das Leben jedes einzelnen empfängt unaufhörlich aus dieser Kameradschaft einen Zustrom von Kraft.

Die Treue nimmt dem Tode seine Schrecken. So steigert sich die Empfindung bis zur festlichen Höhe Hölderlinscher Hymnen und Wagnerscher Musik.

„Stukas" ist ein Film der Menschen ........

......, nicht der Maschinen - so sehr auch die stürzenden Stahlvögel selber Ausdruck des Kampfwillens und der Siegeskühnheit sind. Ritter hat in dem Drehbuch, das er mit Lützkendorf gemeinsam schuf, die Charaktere und Temperamente der einzelnen Männer mit schlagender Knappheit skizziert.

Der Dialog, wohl dem Leben abgelauscht, trifft genau den rauhen herzlichen Ton, der in solch einer jungen Fliegermannschaft herrscht. Trotz der Einheitlichkeit des Fliegertyps hat jede Figur ihre scharf umrissene Eigenart. Da stehen Männer mit mächtiger Vitalität neben unscheinbar nach innen Lebenden, still Verschlossenen, kulturell Abgeschliffenen; Glückspilze neben Pechvögeln, wilde Draufgänger neben eisern beherrschten Rechnern, musisch Beschwingte neben nüchternen Realisten. Dies Mosaik der Charaktere ist sorgfältig erdacht und kunstvoll zusammengefügt: um so vielstimmiger klingt der Chor kämpfender Kameradschaft.
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Über die Regiekunst Ritters

Richtig zu besetzen und dann die Schauspieler sich frei ausspielen zu lassen, ist eines der Kennzeichen der Regiekunst Ritters. Man spürt nirgends einen „Drücker", ein Wollen des Spielleiters, dem kein artgleiches Können des Spielenden antwortet. So muten die Leistungen frisch und ungekünstelt an.

Carl Raddatz als Gruppenkommandeur verdient hohes Lob: er ist ein Mann, für den seine Untergebenen durchs Feuer gehen, weil er mit einer Selbstverständlichkeit ihnen vorlebt, was er von ihnen fordert.

Ihm zur Seite mit behutsamer, gedämpfter Wendigkeit. Albert Hehn: ein Lebenskünstler als präziser Adjutant. Mit kultivierter Breite spielt O. E. Hasse den Gruppenarzt: überlegener Gesellschafter, Freund erlesener Genüsse, älter und abgeklärter, und doch mitgerissen vom Feuer der Jugend um ihn.

Prächtig der finster-naive Ernst, mit dem der „Patzer" Ernst von Klipsteins sein hartnäckiges Mißgeschick betrachtet und solange verflucht, bis auch ihm die Sonne lacht. Wild und hitzig, bis zu fiebrigem Rausch sich steigernd der zackige Führer der „Bullen"-Staffel, Hannes Stelzer: Ihm ist der Kampf wie ein Rausch; dem Staffelkapitän der „Kavaliere", dem unersättlich vitalen Karl John, ist er Lebenselement, dem Kapitän der Neunten, Herbert Wilk, ist er Geist, Abstand, Konzentration.

Ein sympathischer Neuling, Johannes Schütz, spielt das „Küken", Josef Dahmen verkörpert ausgezeichnet den in seine Maschine verliebten schlichten Mechaniker. Dies ist nur eine Auswahl aus der Liste derer, die gut und wirkungsvoll mitspielen. Viele Gestalten, wie man sieht, - aber ein Gesetz hält alles Getrennte zusammen.

Bewundernswert sind oft die Leistungen der Kameramänner, die unter der Leitung Heinz Ritters arbeiteten. Die Musik Herbert Windts bannt die reine Dämonie des Kämpfertums im hohen, hellen Himmel in Klänge und gipfelt in einem Stukalied, dessen Melodie (und Text: Geno Ohlischlaeger) sich einprägen.
Dr. Günther Sawatzki

„Friedemann Bach"

Terra. Künstlerische Oberleitung Gustaf Gründgens. Spielleitung Traugott Müller. Drehbuch Helmut Brandis und Eckart v. Naso nach einer Filmnovelle von Ludwig Metzger. Darsteller: Gustaf Gründgens, Eugen Klopfer, Lina Lossen, Wolfgang Liebeneiner, Lotte Koch, Hermine Körner, Leny Marenbach, Johannes Riemann, Camilla Hörn, Ernst Schafheitlin, Ernst Dernburg, Liselott Schaak, Boris Alekin, Sabine Peters, Annemarie Steinsieck, Wolf Trutz, Gustav Knuth, Franz Arzdorf. Musikalische Gestaltung Mark Lothar. Kamera Walter Pindter. Architekten Arthur Günther, Willi Eplinius, Herta Böhm. Ton Walter Rühland. Künstlerisch wertvoll, kulturell wertvoll, feiertagsfrei. Zugelassen für Jugendliche über 14 Jahre. -

Ein ganz besonderes Wagnis ?

Es war ein ganz besonderes Wagnis, die bereits in das Schrifttum (Brachvogels Roman) und sogar die neue Musik (Graeners Oper) eingegangene Gestalt Friedemann Bachs nun auch im Film erstehen zu lassen.

Ein Wagnis deshalb, weil man die hehre Musik eines Johann Sebastian Bach nur unangetastet in den Film übernehmen und in den Rahmen einer Handlung fügen wollt«, der ihrer Würde entsprach.

Ein schöpferischer Mut besonderer Art war zudem erforderlich, um diesen Film zu gestalten: die musikalische Welt um den Sohn des großen Kantors Bach mit all ihrem Ringen und Zwiespalt sollte nicht nur einen kleinen Kreis von Anhängern seiner Musik, sondern auch jeden anderen bisher fernstehenden Zuschauer und -Hörer in sich aufnehmen.

Die Erzählung / die Story

Der Film „Friedemann Bach" erzählt in Anlehnung an die Lebenskurve des Bachsohnes nach einer Filmnovelle Ludwig Metzgers (Drehbuch Helmut Brandis und Eckart v. Naso) die Geschichte von Friedemanns Weg vom väterlichen Hause zu Glanz und trügerischem Ruhm, zu Enttäuschung, zum Abgleiten in unschöpferische Einsamkeit und zu einem endlichen Verlöschen, in das erlösend die Musik des Meisters Jobann Sebastian klingt.
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  • Anmerkung : Der gesamte Rest des obigen Artikels ist leider ziemlicher Unsinn.

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„Die Sünde der Rogelia Sanchez"

Ein Film der S.A.F.I.C.-Produktion nach einem Roman von Armando Palacio Vadis. Verleih Difu. Spielleitung Carlo Borghesio. Drehbuch Mario Soldati, Alberto Moravia, Roberto de Ribon. Kamera Stallich, Izzarelli. Musik F. Moreno Terroba, Giovanni Fusco. Darsteller: Germana Montero, Rafael Rivelles, Miriam Marcati, Juan De Landa, Feiice MInotti. Deutsche Sprecher: Inge Conradi, Werner Pledath, Ellen Hefft, Hans Meyer-Hanno, Harry Giese. Dialog und Spielleitung der deutschen Fassung: R. W. Noack. Herstellung Lüdtke und Dr. Rohnstein. Juge nd verbot, feiertagsfrei.

Ein italienisch-spanischer ausländischer Film

Es ist immer wieder aufschlußreich für den Filmbesucher, einen ausländischen Film anzusehen, um so mehr, wenn er nicht bloß eine oberflächliche Spielhandlung bringt, sondern ausgeht von den Menschen anderer Länder, ihren Sitten und Gebräuchen und so vor allem in kultureller Hinsicht neues Wissen vermitteln kann.

Darin liegt auch der Wert dieses italienisch-spanischen Gemeinschaftsfilms, der die in Spanien herrschende Eheauffassung, nach der es eine Scheidung nicht gibt, zum Ausgangspunkt eines tragischen Konflikts wählt. Freilich treibt das Drehbuch die Handlung oft etwas sprunghaft vorwärts.

Die Story

Der Trinker Massimo hat Rogelia geheiratet, doch die bei der Heirat von ihm gelobte Besserung hält nicht an. Als er von dem Arzt Dr. Wilches nach einer Rauferei längere Zeit behandelt worden ist, wittert er zwischen Rogelia und dem Arzt eine Liebe. Kurzerhand schießt er auf Dr. Wilches und tötet auf seiner Flucht einen Polizisten.

Zwanzig Jahre Zwangsarbeit ist die Sühne. Rogelia aber, von diesem Mann befreit, folgt Dr. Wilches nach Madrid und schenkt ihm auch ein Kind. Trotzdem gestatten es ihr die Ehegesetze nicht, Fernando zu heiraten. Das bedeutet für ihn auch ein Hindernis in seinem beruflichen Fortkommen, und so beschließt Rogelia, ihn zu verlassen und ihre „Sünde" zu sühnen durch Rückkehr zu Massimo, um ihm das Los der Gefangenschaft zu erleichtern.

Voller Hingabe sorgt sie für ihn, bis er eines Tages durch einen Unfall den Tod findet. Für Rogelia aber ist nun endgültig der Weg zu Fernando und zu ihrem reinen Glück freigeworden.

Der Film gewinnt vor allem durch die auffallend schöne Germana Montero in der Rolle der Rogelia und weiter durch einen der besten spanischen Schauspieler, Juan De Landa, der den grobschlächtigen Massimo spielt. Rafael Rivelles war der Arzt, Feiice Minotti ein Nebenbuhler Massimos. Die Spielleitung hatte Carlo Borghesio. In der deutschen Fassung von Lüdtke und Dr. Rohnstein sprachen unter der Spielleitung von R. W. Noack mit schöner Einfühlungsgabe in den Stoff Inge Conradi, Werner Pledath, Ellen Hefft, Hans Meyer Hanno und Harry Giese. Hans-Ottmar Fiedler

Berliner Ur- bzw. Erstaufführungen

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  • „Venus vor Gericht" 4.6.1941 Tauentzien-Palast, U.T. Friedrichstraße und Atrium. Drehbuch und Spielleitung Hans H. Zerlett (Bavaria-Prod. Leitung Ottmar Ostermayr). Volkstümlich wertvoll. Jugendverbot.
  • „Verräter am Nil" 10.6. Marmorhaus. Spielleitung Fritz Kramp. (Ägyptischer Film in Originalfassung mit einkopierten deutschen Titeln im Verleih der Ufa.) Jugendverbot. Feiertagsfrei.
  • „Die Sünde der Rogelia Sanchez" (II peccato di Rogelia Sanchez") 19.6. Astor »(nach einem Roman von Arraando Palacio Valdes). Drehbuch Mario Soldati, Alberto Morawia, Roberto de Ribon. Spielleitung Carlo Borghesio (S. A. F. I. C.-Prof.-Difu). Jugendverbot. Feiertagsfrei. In deutscher Sprache.
  • „Wir erinnerun uns gern" 20.6. Atrium. Tobis-Magazin von Malbran-Jugendverbot.
  • „Dreimal Hochzeit" 24.6. Gloria-Palast. Spielleitung Geza v. Bolvary. Drehbuch Ernst Marischka, nach einer Idee von Gerhard Menzel (Wien-Film-Terra, Produktionsleitung Viktor v. Struve). Zugelassen für Jugendliche über 14 Jahre.
  • „Stukas" 27.6. Ufa-Palast am Zoo. Spielleitung Karl Ritter. Drehbuch Karl Ritter, Felix Lützkendorf (Ufa-Herstellungsgruppe Karl Ritter). Staatspolitisch wertvoll. Künstlerisch wertvoll. Volkstümlich wertvoll. Jugendfrei. Jugendwert. Feiertagsfrei.

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Geburtstagstafel Juli 1941

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  • 15. Juli Kate Merk, Berlin-Wilmersdorf, Kreuznacher Str. 32
  • 20. Juli Gerti Ober, Berlin-Wilmersdorf, Babelsberger Str. 6
  • 21. Juli Ellen Hille, Berlin W 62, Lützowufer 36
  • 22. Juli Peter Igelhoff, Berlin W 50, Budapester Str. 41
  • 23. Juli Emil Jannings, St. Wolfgang O. D., Post Strobl,
  • 23. Juli Liselott Klingler, Berlin-Westend, Lindenallee 50
  • 27. Juli Ernst-Fritz Fürbringer, München, Kaulbachstr. 26 B
  • 27. Juli Gusti Huber, Wien I, Löwelstr. 6
  • 27. Juli Rolf Moebius, Berlin W 35, Tiergartenstr. 8 a
  • 27. Juli Hilde Sessak, Berlin-Lichterfelde, Moltkestr. 31
  • 29. Juli Marianne Simson, Berlin-Charlottenburg 5, Kaiserdamm 14
  • 31. Juli Oskar Sima, Wien, Scheibenbergstr. 20

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