Dies ist die zweite Dezember-Ausgabe 1940
Und hier wird nocheinmal voll zugeschlagen. Wir haben nicht alle Artikel und Absätze übernommen, weil teilweise zu viel triviales Zeug drinnen steht.
Hingegen sind zwei absolut lesenswerte Artikel zu lesen, wie den Deutschen Reichsbürgern der 1940er Siegestaumel verkauft wird und mit welchen Argumenten gegen England gehetzt wird. Dabei zeichnete sich bereits zum Ende 1940 ab, daß die Engländer es nicht auf sich sitzen lassen wollten, daß die Deutsche Luftwaffe immer öfter englische Städte bombardiert.
Die englischen Jagdflugzeuge wurden in ganz erstaunlicher Geschwindigkeit kapftauglich gemacht und waren der deutschen ME 109 überlegen und von den deutschen Bombern kamen bald die Hälfte eines geschwaders nicht mehr heim ins Reich.
Auch bei den U-Boot-Siegen wendete sich das Blatt. Die Engländer entwickelten das Sonar System und konnten die U-Boote sehr zielsicher orten. Und bald gab es da ganz herbe Verluste.
Und hier im 3.Reich verkündete Göbbels und natürlich auch Adolf Hitler die schöne heile Welt.
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In diesem Heft werden neue junge Telente vorgestellt ......
Und hier kann sich mancher Schreiberling eine dicke Scheibe abschneiden, und das sogar im positiven Sinn. Die Laudatien für die neuen Filmschauspielerinnen sind so wunderschon formuliert, daß man es kaum glauben mag.
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Es kommt aber zuerst die Liste der Filme, die gerade im Werden sind.
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Was wird wo gedreht ? (Dez. 1940 - Heft 2)
Aus deutschen Produktionsstätten und Außenaufnahmen
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- Anmerkung : Eine Rubrik der Selbstbeweihräucherung - wen von den Lesern des Magazins hatten diese ganzen mehr oder weniger undurchsichtigen Details mit den aufgeführten Namen wirklich interessiert ?
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- „Stukas" Ufa (Herst.-Gr. Prof. Karl Ritter). Spielltg. Trof. Karl Ritter. Darst. Carl Raddatz, Albert Hehn, Hannes Stelzer, Ernst v. Klipstein, Egon Müller-Franken, Otto Eduard Hasse, Karl John, Herbert Wilk, Marina V. Ditt-mar, Elsa Knott, Johannes Schütz, Heinz Wemper, Lutz Götz, Beppo Brem, Josef Dahmen, Erich Stelmecke, Georg Thomalla, Fritz Wagner.
- „Friedemann Bach" Gustaf Gründgens-Prod. der Terra. Künstlerische Oberleitung Gustaf Gründgens. Spielltg. Traugott Müller. Darst. Gustaf Gründgens, Leny Marenbach, Johannes Riemann, Camilia Hörn, Eugen Klopfer, Gustav Knuth, Wolfgang Liebeneiner, Lotte Koch, Lina Lossen, Hermine Körner, Sabine Peters, Franz Sehafheitlin, Ernst Dernburg, Liselotte Schaak, Annemarie Stcinsieck, Wolf Trutz, Boris Alekin, Franz Arzdorf.
- „Die schwedische Nachtigall" Terra (Herst.-Gr. E. G. Techow). Spielltg. Peter Paul Brauer. Darst. Ilse Werner, Karl Ludwig-Diehl, Joachim Gottschalk, Emil Heß, Aribert Wäscher, Hans Leibelt, Hans Hermann Schaufuß, Elga Brink, Marianne Simson, Ernst Sattler, Volker von Collande, Jeanette Bethge, Kate Kühl, Erwin Hoffmann, Otto Sauter-Sarto, Angelo Ferrari, Jakob Tiedtke, Wilfried Seyferth, Franz Stein, Charlotte Schellhorn, Erich Dunskus, Werner Stock, Rudolf Schündler, Karl Hellmer, Ruth Lommel, Walter Bechmann, Siegfried von Geldern.
- „Unterseeboote westwärts" Ufa (Herst.-Gr. Ulrich Mohrbutter). Spielltg. Günther Rittau. Darst. Ilse Werner, Herbert Wilk, Josef Sieber, Carsta Lock, Heinz Engelmann, E. W. Borchert, Joachim Brennecke, Herbert Klatt, Karl John, Willi Rose, Hans Heßling, Clemens Hasse, Theo Shall, Jens von Hagen, Erich Stelmecke, K. F. Burkhardt.
- „Tiefland" Riefenstahl-Film/Tobis. Spielltg. Leni Riefenstahl. Künstlerische Mitarbeit Mathias Wieman. Darst. Leni Riefentsahl, Franz Eichberger, Bernhard Minetti, Luis Rainer, Max Hoisboer, Maria Koppenhöfer, Aribert Wäscher, Frida Richard. Bauten.
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Tempelhof
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- „Auf Wiedersehen, Franziska" Terra (Herst.-Gr. Hans Tost). Spielltg. Hemut Käutner. Hauptdarst. Marianne Hoppe, Hans Söhnker, Fritz Odemar.
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Froelich-Studio
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- „Der Weg ins Freie" Ufa (Herst.-C Froelich-Studio). Spielltg. Rolf Hansen. Darst. Zarah Leander, Hans Stüwe, Siegfried Breuer, Eva Immer mann, Hedwig Wangel, Agnes Windeck, Albert Florath, Herbert Hübner, Antonie Jaeckel, Karl John, Ciaire Reigbert, Olaf Bach, Walther Ludwig, Leo Peukert, Julia Serda, HUde v. Stolz, Walther Süßenguth, Viktor Janson, Kurt Meisel, Karl Etlinger, Emil Heß, Josefine Dora, Ernst Rotmund, Hugo Froelich, Otto Sauter-Sarto, Carl Günther, Grefe Greeff, Julius Brandt, Knut Hartwig, Wilhelm P. Krüger, Bruno Ziener, Sigrid Becker, Gustav Püttjer, Friedrich Honna, Vera Complojer, Louis Ralph, Julius A. Eckhoff, Hans Reinmar, Hugo Flink, Rudolf Vones, Michael v. Newlinski.
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Johannisthal
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- „Kampfgeschwader Lützow" Hans Bertram-Film der Tobis (Herst.-Gr. Hans Bertram). Spielltg. Hans Bertram. Darst. Christian Kayßler, Heinz Welzel, Hermann Braun, Peter Voß, Erich Grieger, Adolf Fischer, Hannes Keppler, Horst Birr, Carsta Lock, Marietheres Angerpointner, Rudolf Vones, Helmut vom Hofe, Hans Bergmann, Curt Pflug, O. K. Kinne, Horst Rossius, Dr. Ernst Stimmel, H. Joachim Schölermann, Leonie Düval.
- „Jakko" Tobis (Herst.-Gr. Dr. Herbert Engelsing). Spielltg. Dr. Fritz Peter Buch. Darst. Norbert Rohringer, Eugen Klopfer, Paul Wegener, Aribert Wäscher, Paul Westermeier, Fritz Hoopts, Hilde Körber, Rüdiger Trantow.
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Grunewald-Atelier und Efa-Atelier
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- „Ohm Krüger" Emil Jannings-Prod. der Tobis (Herst.-Gr. Fritz Klotzseh). Spielltg. Hans Steinhoff. Darst. Emil Jannings, Ferdinand Marian, Eduard v. Winterstein, Lucie Höflich, Hilde Körber, Werner Hinz, Gisela Uhlen, Karl Martell, Otto Wernicke, Herbert Hübner, Hedwig Wangel, Hermine Körner, Elisabeth Flickenschiidt, Walter Werner, Friedrich Ulmer, Fritz Hoopts, Karl Haubenreißer, H. A. Schlettow, Walther Süßenguth, Hans Hermann Schaufuß, Ernst Schröder, J. Münch-Harris, Louis Brody.
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Althoff-Atelier
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- „Wetterleuchten um Barbara" Randolf-Märkische-Panorama-Schneider-Süd-ost. Spielltg. Werner Klingler. Darst. Sybille Schmitz, Attila Hörbiger, Viktor Staal, Maria Koppenhöfer, Oskar Sima, Eduard Köck, Georg Vogelsang, Maria Stadler.
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Geiselgasteig
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- „Philine" Bavaria. Spielltg. G. W. Pabst. Darst. Käthe Dorsch, Hilde Krahl, Henny Porten, Gustav Dießl, Richard Häußler, Friedrich Domin, Ludwig Schmitz, Bettina Hambach, Kurt Müller-Graf, Lucy Millowitsch, Karin Evans, Gerda Scholz, Walter Janßen, Arnulf Schröder, Alexander Ponto, Viktor Afritsch, Harry Langewisch, Kurt Stieler, Ulrich Haupt, Julius Frey, Margarethe Henning-Roth.
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Wien-Rosenhügel
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- „Dreimal Hochzeit" Wien - Film/Terra. Spielltg. Geza von Bolvary. Darst. Willy Fritsch, Marte Harell, Theo Lingen, Richard Romanowsky, Theodor Danegger, Hans Zesch-Ballot, Rosa Albach-Retty, Hedwig Bleibtreu. Prod.-Ltg. Viktor v. Struve. Kamera Willi Wintersteih. Musik Willy Schmidt-Gentner. Bau Werner Schlichting, Kurt Herith.
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Wien-Sievering
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- „Liebe ist zollfrei" Wien-Film/Bavaria. Spielltg. E. W. Brno. Darst. Hans Moser, Susi Peter, Hans Olden, Maria Eis, Else Elster, Hans Unterkircher, Heinrich Heilinger, Erik Frey, Fritz Imhoff, Theodor Danegger, Karl Skraup, Oskar Sima, Eduard Köck, Josef Eichheim, Robert Freitag, Alfred Neugebauer.
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Außenaufnahmen
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- „Der große König" Veit Harlan-Film der Tobis. Spielltg. Veit Harlan. Darst. Otto Gebühr, Kristina Söderbaum, Gustav Fröhlich, Hans Nielsen, Hilde Körber, Herbert Hübner, Paul Wegener, Franz Sehafheitlin, Otto Wernicke, Willy Witte, Claus Detlef Sierck, Jaspar v. Oertzen, Carl Günther, Hilde v. Stolz, Flockina v. Platen, Paul Henckels, Elisabeth Flickenschiidt, Kurt Meisel, Erik Radolf Otto Henning, Reginald Pasch, Josef Peterhans, Heinrich Schroth, Otto Graf, Otz Tollen, Ernst Dernburg, Leopold v. Ledebur, Auguste Pünkösdy, Harry, Hardt, Jakob Tiedtke, Hans Stiebner, Walter Werner, Hans Sternberg, Maria Krahn, Wolf Trutz, Heinrich Marlow, Bernhard Goetzke, Alexander Kökert. Bei Prag und Gelände Barrandow-Atelier.
- „...reitet für Deutschland" Ufa (Herst.-Gr. Dr. Riedel). Spielltg. Arthur Maria Rabenalt. Darst. Willy Birgel, Gertrud Eysoldt, Oerhild Weber, Herbert A. E. Böhme, Willi Rose, Hans Zesch-Ballot, Paul Dahlke, Rudolf Schündler, Walter Werner, Herbert Hübner, Walter Lieck. - Bei Graudenz
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Barrandow-Atelier, Prag
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- „Carl Peters" Hans Albers-Prod. der Bavaria. Spielltg. Herbert Selpin. Darst: Hans Albers, Karl Dannemann, Fritz Odemar, Herbert Hübner, Erika von Thell-mann, Hans Leibelt, Brn«t Fritz Fürbringer, Friedrich Ulmer, Justus Paris, Dr. Rolf Prasch, Friedrich Otto Fischer, Toni von Bukovics, Hans Mierendorff, Andrews Engelman, Jack Trevor, Theo Shall. Dr. Philipp Manning, Theo Thony, Andr6 Saint-Germain, Ali Ghito, Gertrud de Lalsky, Georg H. Schnell, Reginald Pasch, Mohammed Husen.
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Host-Atelier, Prag
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- „Hauptsache glücklich" Heinz Rühmann-Prod. der Bavaria. Spielltg. Theo Lingen, Darst: Heinz Rühmann, Hertha Feiler, Ida Wüst, Hans Leibelt, Hilde Sessak, Hilde Wagener, Fritz Odemar, Max Güistorif, Annemarie Holtz, Karl Etlinger, Hans Zesch-Ballot, Theo Shall, Hans Paetsch, E. G. Schiffner.
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Man könnte den folgenden Artikel auch mit die "Glorreichen Zwei" benennen - Hitler und Göbbels - lesen Sie selber :
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1940 - Ein Jahr des Sieges
Der Führer hat diesen Krieg, die letzte Auseinandersetzung mit England, als den Kampf der Habe- nichtse gegen die Kapitalisten, als den Kampf der Arbeit gegen das plutokratische Kapital bezeichnet. Deutschland müßte nach der Versklavung durch Versailles zur Wahrung seines völkischen Daseinsrechtes schreiten, wenn es überhaupt noch Anspruch auf Achtung in der Welt erheben wollte.
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Der Führer spricht in einem Berliner Rüstungsbetrieb zu den deutschen Arbeitern. Rechts hinter ihm Reichsminister Dr. Goebbels und Reichsleiter Dr. Ley
Der Nationalsozialismus ballte die gesammelte nationale Kraft des deutschen Volkes in einer einzigartigen Weise zusammen.
In Adolf Hitler erstand dem ohnmächtig am Boden liegenden, der Willkür der Westmächte preisgegebenen Deutschland der Trommler eines neuen völkischen Aufbaus, der Schmied der deutschen Einheit und der Überwinder der außenpolitischen Unterdrückung durch England.
Die britische Plutokratie war nicht gewillt, die Lebensansprüche des deutschen Volkes zu respektieren. Sie wälzte erneute schwere Kriegsschuld auf sich, indem sie abermals eine Einkreisung Deutschlands in Gang setzte.
Wieder sollte Deutschland zerschlagen, aufgeteilt, zerrissen und vergewaltigt werden, der Nationalsozialismus zertrümmert, denn er war den Weltverschwörern in London und Paris der gefährlichste Ausdruck eines erwachenden „deutschen Militarismus".
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Verlegene Phrasen, faustdicke Lügen mußten herhalten
Verlegene Phrasen, faustdicke Lügen mußten herhalten, um der Welt ein „barbarisches Bild des Nazitums" zu entwerfen.
Alle Friedensvorschläge des Führers, alle Verständigungsversuche mit England scheiterten an den blinden imperialistischen Raubgelüsten der Versailler Verknechtungspolitiker.
So kam es zum Krieg, der Deutschlands glorreichste militärische Kraft in einem Siegeszug ohne Beispiel in der Geschichte entfaltete.
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Blicken wir auf das Jahr 1940 zurück:
Es ist das größte Jahr deutschen Soldatentums, es ist das entscheidendste Jahr im Kampf um die völkische Freiheit. Mit einer geradezu atemberaubenden Schnelligkeit meisterte die deutsche Kriegsführung alle ihr entgegentretenden feindlichen Widerstände.
Im September 1939 begann der erste Akt: das größenwahnsinnige Polen, durch eine britische Garantie in die äußerste Verblendung und Überschätzung seiner militärischen Kräfte getrieben, wurde in einem Blitzfeldzug niedergeworfen.
In 18 Tagen wurde dieser Vasallenstaat der demokratischen Westmächte von den deutschen Waffen niedergekämpft. Das widersprach allem, was sich die feindlichen Propagandisten vorgestellt hatten. Der Rücken des Reiches war frei. Die Fehlschöpfung der Versailler Diktatoren annulliert.
Dann hob, von England ausgelöst, der zweite Feldzug an. Die britischen Kriegshetzer setzten alle ihre Hoffnungen auf eine Ausweitung des Krieges. Winston Churchills Plan, von Norwegen aus die Flanke des deutschen Reiches aufzurollen, war mit einer bis in die letzten Einzelheiten vorbereiteten strategischen Konzeption verbunden.
Anmerkung :
An 2 Fotos sieht man, daß da irgendetwas faul war. Der Soldat hat einen uralten Karabiner über die Schulter liegen. Die Russen hatten später überwiegend diese primitiven Kalaschnikows, das waren aber automatische Waffen. Weiterhin sieht man die 8,8 FLAK, eine Flugabwehrkanone, die bereits in 1936 mit 1600 Stück verfügbar war und von Hitler entsprechend beworben wurde. Flugabwehrkanonen baut doch nur jemand, der Angst hat. Diese FLAK stellte sich auch noch als nicht so besonders wirksam heraus, als dann doch feindliche Flieger über dem Reichsgebiet auftauchten, mit Bomben im Gepäck.
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Das 3. Reich mußte Norwegen besetzen
Englische Truppen sollten in Norwegen landen und vom Norden her Deutschland angreifen. Der Führer kam dem britischen Anschlag zuvor. Im kombinierten Einsatz deutscher Landetruppen, Seestreitkräfte und Flieger wurde ein kühner militärischer Vorstoß gegen die englischen Bedrohungen durchgeführt.
Bald waren alle wichtigsten norwegischen Punkte fest in deutscher Hand. Der Heldenkampf um Narvik ist für ewig in das Buch der militärischen Geschichte eingetragen. Englands schmählicher Verrat an Norwegen war nur ein neuer Beweis für die britische Taktik, andere Völker für sich bluten zu lassen. Die deutsche Wehrmacht triumphierte über Materie und Naturgewalten, in der Vollendung zeigte sich die Zusammenarbeit der einzelnen Waffen.
Und jetzt auf nach Belgien und in die Niederlande
Kaum war Norwegen niedergerungen, als sich im Westen die gewaltige Lawine des deutschen Heeres in Bewegung setzte. Belgien und die Niederlande waren von den demokratischen Kriegsverbrechern als Aufmarschgebiet gegen das deutsche Industriegebiet vorgesehen. Die beiden verblendeten Regierungen leisteten den Londoner und Pariser Offensivplänen Vorschub.
In einem erneuten Blitzfeldzug wurde der Siegeszug zur Küste angetreten. Holland kapitulierte nach fünf Tagen, Belgien dreizehn Tage später. Am 4. Juni war die Schlacht in Flandern zu Ende, das britische Expeditionsheer in völliger Auflösung.
Dünkirchen - die Schmach der Engländer
Der „glorreiche Rückzug" General Gorts bei Dünkirchen zeigte die Ergebnisse der größten Vernichtungsschlacht aller Zeiten: die vereinten alliierten Armeen waren restlos zerschlagen.
Nur wenige Tage hartnäckigen und erbitterten Ringens gegen die sich bereits auflösende französische Armee folgten. Nach einem unvergleichlichen Siegeszug von 34 Tagen marschierten deutsche Truppen am 14. Juni in Paris ein.
Die Maginotlinie, die in den Augen der englisch-französischen Strategen „unüberwindliche Mauer", war von ihrem Hinterland abgeschnitten. Italien trat in den Krieg ein. Frankreich sah ein, daß nur die Kapitulation übrig blieb, um ein weiteres sinnloses Blutopfer zu vermeiden.
Die Revanche von Compiegne
In Compiegne löschte der Führer die Schmach, die Marschall Foch der deutschen Waffenstillstandskommission 1918 angetan hatte. Eine Aufmarschküste gegen England von Narvik bis zur spanischen Grenze war geschaffen.
In einer genialen strategischen Kombination hatten die junge deutsche Wehrmacht und ihre Befehlshaber die kühnsten militärischen Träume des Weltkrieges noch überboten. England stand isoliert. England mußte die Auseinandersetzung mit Deutschland allein führen. Englands Spiel auf dem Kontinent war endgültig verloren.
Am 19. Juli 1940 richtete der Führer eine letzte Warnung an Churchill und seine Clique. Der letzte Appell an die Vernunft wurde mit Hohn und Verachtung beantwortet. Die Kriegsinteressenten, die Rüstungsgewinnler, die Munitionslieferanten wollten den Krieg.
Die letzte Warnung
Herr Churchill blieb unbelehrbar. Seine „königliche Luftwaffe" bombardierte in feiger Mordlust die deutsche Zivilbevölkerung. Zwei Monate sah der Führer diesem verbrecherischen Luftkrieg mit Geduld zu. Dann war das Maß der Herausforderung erschöpft. Deutsche Bomber unternahmen die ersten Vergeltungsaktionen. Nacht für Nacht wurden die britischen Rüstungszentren und London schwer angegriffen. Coventry, Bristol, Birmingham, Southampton und Manchester mußten fürchterliche Schläge der deutschen Luftwaffe hinnehmen. London kam nicht zur Ruhe.
Über 400 Luftalarme bewiesen den Londoner Plutokraten, daß der Luftkrieg in sein ernstestes Stadium getreten war. Immer stärker machte sich aber auch die deutsche Seekriegführung bemerkbar. Das blockierte England verlor über ein Drittel der Gesamttonnage, die für die Versorgung Englands zur Verfügung stand.
Immer enger zogen deutsche Bomber und deutsche U-Boote den Rjng um die Insel. Die großen operativen Erfolge des Handelskrieges erschütterten die britische Wirtschaft und den britischen Außenhandel. Und weiter hämmern deutsche Flugzeuge auf die britische Industrie, unaufhaltsam, pausenlos ...
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Die diplomatischen Erfolge
Diesen einmaligen militärischen Erfolgen stehen die diplomatischen nicht nach. Dieser Krieg wird eine Epoche der europäischen Zerrissenheit unter britischer Vormundschaft beenden. Der Führer und sein Kampfgefährte Benito Mussolini, dessen Heere sich im Krieg gegen Griechenland und in Afrika auf das tapferste schlagen, bauen ein neues Europa auf.
Im (ersten) Weltkrieg stand das zaristische Rußland im Einkreisungssystem der Westmächte. Heute haben Deutschland und Rußland die Sinnlosigkeit eines Krieges ihrer Völker erkannt. Adolf Hitler zerschlug den alten britischen Plan, Rußland in eine Kampffront gegen Deutschland einzureihen. Ein Nichtangriffspakt zwischen Berlin und Moskau sicherte den Frieden im Osten.
Das Bollwerk gegen die britische Ranküne
Die englischen Kriegsausweitungspläne auf dem Balkan wurden gleichfalls zunichte gemacht. Das Dreimächte-Abkommen zwischen Deutschland, Italien und Japan, dem Rumänien, Ungarn und die Slowakei beigetreten sind, schuf ein gewaltiges Bollwerk gegen die britische Ranküne.
Alle diese Länder haben den Weltunruhestifter England durchschaut. Die jahrhundertealten Tendenzen der britischen Politik - Hungerkrieg, Wirtschaftskrieg, Subsidienzahlungen und Garantien für verhetzte Völker, die Englands Kriege führen - stürzen zusammen.
Das erwachende Europa sammelt sich unter der Führung der deutschen und italienischen Kampfgemeinschaft zur Vollendung einer politischen Revolution Europas.
England weiß: in diesem Krieg gibt es keine Halbheiten, keine Kompromisse. Die Stunde der Abrechnung mit dem britischen Imperialismus und Kapital ist gekommen. Die Wunschträume der Londoner Plutokraten, Deutschland zu zerstückeln und den Nationalsozialismus zu vernichten, ein zweites Versailles zu schaffen, mit dem verglichen das erste Versailles ein Kinderspiel ist, haben die beiden kämpfenden Nationen noch enger zusammengeschlossen.
Ein imponierendes Jahr deutscher Waffentaten
Siegreich steht ein imponierendes Jahr deutscher Waffentaten in den Annalen der Weltgeschichte. Ein neues Jahr - das Jahr der Entscheidung - beginnt. Deutschland und Italien erkämpfen die Revision der Jahrhunderte. Sie kämpfen für einen Frieden, der das genaue Gegenteil des Versailler Diktats sein wird.
Englands Weltreich wird zerstört werden. Der Führer verkündete es. Deutschland weiß: es gibt nur eine Entscheidung. Die Entscheidung heißt Sieg. Und nach dem Sieg ersteht eine neue Welt, eine Welt der wahren Gemeinschaftsarbeit zwischen den Völkern!
Hier folgt ein Artikel, bei dem der Autor alle Register der deutschen Sprache gezogen hat - absolut mustergültig !!!
Auch wenn es sehr oft ganz weit an der Wahrheit vorbei schrammt, die Fomulierungen und die Benutzung der Deutschen Sprache im Kriegsjahr 1940 sind einfach nur toll - selbst noch nach dem Jahr 2020.
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Beginn und Bewährung
Neue Gesichter im alten Jahr
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Mit Stolz und Freude blicken wir am Ende dieses Jahres 1940 nicht allein auf die großen künstlerischen Ereignisse zurück, die von der ungebrochenen Schöpfungskraft des deutschen Films Zeugnis ablegten, sondern freuen uns auch darüber, daß der planmäßige Einsatz des Film-Nachwuchses mit soviel Intensität und Verantwortungsbewußtsein von den führenden deutschen Filmschaffenden gelenkt und gefördert wurde.
Mancher jungen Darstellerin glückte es in der Spanne dieses letzten Jahres, aus früheren Anfängen kleinerer Aufgaben zu größeren, zuweilen sogar entscheidenden Rollen heraufzuwachsen. Auch eine stattliche Reihe ganz neuer Gesichter tauchte auf.
Erst die Zukunft und der Gradmesser kommender Aufgaben werden ergeben, ob die offenbarten Proben der neuen jungen Kräfte wirklich zum bleibenden Erfolg und Durchbruch zu gelangen imstande sind.
Künstlerischer Erfolg will hart erkämpft und immer neu verteidigt sein. Die erste Anerkennung soll nur ein Ansporn sein, diesem Ziel mit aller Ernsthaftigkeit und Hingabe entgegenzustreben. - In diesem Sinne stellen wir im folgenden einige junge Darstellerinnen zusammen, die im vergangenen Jahr im Filmneuland ein erstes Stückchen Boden gewannen.
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Heidemarie Hatheyer
Diese junge Kärntnerin Heidemarie Hatheyer darf, nach den Beweisen, die sie gleich in ihren ersten Filmrollen erbrachte, zweifellos zu den stärksten und meistversprechenden Begabungen des Nachwuchses gerechnet werden. Sie vermag - trotz ihrer Jugend - eine eigenwillige, reife Persönlichkeit einzusetzen und eine Klarheit der schauspielerischen Mittel, die in ihrer sicheren und unbestechlichen Art überrascht.
Ihr Gesicht, das keinen Anspruch erhebt, nach landläufigen Begriffen für „schön" zu gelten, fesselt durch seine Herbheit und Geschlossenheit, durch die bedingungslose Offenheit. Aber es verrät ebenso deutlich jene Verhaltenheit des Gefühls, die der Born zum tiefen und schrankenlosen Erlebnis ist und die die Kraft zum leidenschaftlichen Ausbruch in sich birgt.
Es ist die Hintergründigkeit im besten Sinne, wie man es vielleicht ausdrücken könnte. Mit jeder neuen Begegnung vermittelt sie eine neue Spannung und Erwartung auf die Lösung kommender Aufgaben. Dies mag die große Kraftquelle sein, aus der sie schöpft: sie ist unverkennbar ein Kind ihrer heimatlichen Landschaft, so naturnah und bodenverwachsen, daß sie uns selbst als ein Stück dieser Natur erscheint.
Da ist echt und unverfälscht ein Mensch der Berge, kein „Dirndl", auch wenn sie im Kopftuch und in ländlicher Heimattracht durch den Film geht. Ihre stark persönliche Art lehnt jede Verniedlichung und jeden leisen Anklang an neckische Lustigkeit ab. Sie kann heiter und selbst ausgelassen sein, aber auch ihre Heiterkeit ist aus dem ernsten Wissen um die Dinge hergeleitet.
So legte sie bereits ihre ersten, kleineren Filmrollen an in: „Der Berg ruft", „Frau Sixta" und „Zwischen Strom und Steppe". So hat sie sich jedoch ganz besonders gerade im Laufe des vergangenen Jahres als „Ein ganzer Kerl" und als die „Geierwally" unserer Erinnerung unvergeßlich eingeprägt.
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Charlotte Schellhorn
Es macht nichts aus, daß Charlotte Schellhorn in Bad Aibling in Oberbayern das Licht der Welt erblickte. Sie ist trotzdem ein waschechtes „Münchener Kindl", akkurat so, wie die Norddeutschen es sich vorstellen: blitzsauber und munter, resch und vergnügt, um eine Antwort nie verlegen, auf den Skiern zu Haus, einer Gaudi nicht abgeneigt und nie ein Spielverderber bei fröhlichen Dingen.
Genau so zeichnete sie ja selbst ein Münchener Mädel in dem Film: „Links der Isar - rechts der Spree", die Anni Spöckmeier, des bayernstolzen Herrn Spöckmeiers Tochter. Sie vermittelte eine Lustigkeit und gute Laune, eine natürliche Frische, die auf den Zuschauer übersprang und ihn in die gleiche Stimmung versetzte. Sie hat Humor und besitzt die Gabe, uns lachen zu machen.
Sollte man sie in ihrer Eigenart mit einem Wort umreißen, so möchte man sie vielleicht, neben den „Mondänen", den Komischen, den Sentimentalen, den „Salondamen mit und ohne Herz" als „pikant" bezeichnen. Eine Schauspielerin jedenfalls mit eigenen und sehr persönlichen Schattierungen der Begabung.
Sie wirkte im vergangenen Jahr ferner mit in: „Eine kleine Nachtmusik", „Liebesschule", „Die schwedische Nachtigall" und ist damit, nach einer Filmtätigkeit, die sich bereits über einige Jahre erstreckt, stärker in den Vordergrund getreten.
Marina v. Ditmar
Marina von Ditmars Mutter ist Russin. Von ihr erbte das Mädchen Marina den unverkennbaren slawischen Einschlag und die kontrastierende Färbung des Temperaments, das umschlossen wird von zwei Polen der Gegensätzlichkeit: von überschwenglich übermütiger Lebensfreude und einem Hang zu ernst versonnener, wehmütiger Melancholie. Ihre dunklen Augen können schelmisch blitzen und können brennen in trauriger und müder Sehnsucht.
Sie überrascht uns heute mit der Quicklebendigkeit eines „Sprühteufelchens" - wie man früher etwas neckisch zu sagen pflegte. Und morgen packt sie uns mit karger, wertknapper, ganz verinnerlichter Stille. Gerade zwei Filmrollen dieses vergangenen Jahres vermochten uns diesen Gegensatz in einigem Umfang aufzuzeigen: ihre übermütige Tochter, würdig des Papas von Ludwig Schmitz im „Weltrekord im Seitensprung" und ihre verhaltene Charakterzeichnung in „Angelika", als Tochter von Olga Tschechowa. Eine ähnliche Linie letzterer Art verfolgt auch ihre Rolle als Krankenschwester in dem Film: „Über alles in der Welt", in dem sie die Braut von Hannes Stelzer ist.
Ihre erste Verbindung mit dem Film liegt schon einige Zeit zurück. Mit ihrem eigenartigen Reiz, ihrer aparten und rassigen Erscheinung und ihrem lebendigen Talent war sie in Berlin zuerst im Theater am Kurfürstendamm als Partnerin Rudolf Plattes in: „Spiel an Bord" aufgefallen. Im Bremer Schauspielhaus und in Leipzig hatte sie sich bereits sehr beachtliche Erfolge erspielt, als Klopfer sie an die „Volksbühne" nach Berlin zurückholte.
Dr. Peter Paul Brauer darf das Verdienst für sich verbuchen, sie - wenn auch zunächst nur für zwei Kurzfilme - für die rollende Leinwand entdeckt zu haben. Sie gehört zu jenen Schauspielerinnen, die nicht meteorhaft aufsteigen, sondern stetig und zielbewußt ihren Weg gehen und wissen, daß für ein junges Talent dieses das Wichtigste ist: Zeit zu haben zu seiner Entwicklung.
Marte Harell
Als wir im vergangenen Winter zur Premiere der „Guten Sieben" in den Berliner „Kammerspielen" saßen, deren künstlerische Oberleitung Heinz Hilpert innehat, sahen wir in der verhältnismäßig kleinen Rolle des jungen Mädchens, das der berühmte Filmstar Bernd Flohr gern zu seiner siebenten Frau gemacht hätte, eine blutjunge Schauspielerin mit einem sehr hellen Gesicht und langen zartblonden Locken, die sich sehr liebreizend und ein klein wenig schüchtern in der Mitte ihrer viel sichereren und bekannteren Kollegen bewegte.
So sehr uns ihre Anmut bezauberte, ahnten wir damals noch nichts von der bestechenden Entfaltung ihres Wesens, das uns kurze Zeit später der Film vor Augen führen sollte, und nichts von dem sehr steilen und fast plötzlichen Aufstieg zum Erfolg, der der Wienerin Marte Harell nach ihrem ersten Erscheinen auf einer Berliner Bühne vergönnt war.
Natürlich war diesem jähen Durchbruch eine Zeit des Lernens, Erprobens und Bewährens vorangegangen. Sie hatte in Wien am Theater in der Josefstadt begonnen, hatte sich in München unter der bewährten Führung Otto Falckenbergs fortgebildet, war über Breslau nach Berlin gekommen und wanderte zum „Opernball" erstmalig ins Filmatelier.
Es war nach der ersten Bekanntschaft in den „Kammerspielen" verblüffend und höchst erstaunlich, sie bei ihrem Filmstart im „Opernball" wiederzusehen. Das schüchterne Ding entpuppte sich plötzlich als bildhaft schöne, berückend sichere und gewandte Frau, die das Kostüm der Jahrhundertwende mit einer Eleganz und Selbstverständlichkeit trug, die jede Spur von „Kostümierung" vermissen ließen.
Sie ist ein anmutiges, liebenswürdiges Talent, von jener heiteren, scharmanten Beschwingtheit, der die Donauwellen den Rhythmus zu verleihen scheinen. Ihre leichte, spielerische Note vermag das Gepräge des ganzen Films zu beeinflussen, in dem sie spielt.
So war es im „Opernball", so bewahrheiteten es die „Wiener Geschichten", ließ es die „Traummusik" spüren und wird es von neuem in den „Rosen in Tirol" erkenntlich. Neben Heidemarie Hatheyer dürfte Marte Harell im Ablauf dieses Jahres der stärkste Durchbruch zum Film gelungen sein.
Lotte Koch
Das Düsseldorfer Schauspielhaus erfreut sich eines guten Rufes. Und einen nicht minder guten Ruf besitzt die Schauspielschule, die dieser Bühne angegliedert ist. Viele heute namhafte Künstler haben an diesem Theater begonnen oder doch über diese wichtige und sehr entscheidende Zwischenstation den Weg zum großen Erfolg und in die Metropole des Reiches gefunden. Es scheint, daß die junge Rheinländerin Lotte Koch in ihre Fußtapfen zu treten berufen und befähigt ist. Wer den Film „Herz der Königin" sah, dem ist mit aller Wahrscheinlichkeit die blonde, wandlungsfähige und einprägsame Gestalterin der Johanna Gordon, der Gegenspielerin Maria Stuarts, im Gedächtnis geblieben.
Hier erwies Lotte Koch eine weit über den Durchschnitt reichende Begabung, die die Anlage einer schweren, konfliktreichen, klassischen Rolle mit beachtlicher Erfahrung meistert. Sie wächst zu einer Leidenschaft und einem künstlerischen Format empor, das als erstaunlich für einen Atelierneuling bezeichnet werden darf.
Kunst kommt von Können, und Können kann einzig aus dem Born der Schulung und des Lernens hergeleitet werden. Lotte Koch, die dereinst als blonder Engel im Weihnachtsmärchen begann, ist durch ausgezeichnete Lehrjahre gegangen.
Sie haben sie über die Bühnen in Düsseldorf, Zürich, Heidelberg und Wien schließlich nach Berlin geführt und sie zu der Talentprobe befähigt, die der Film gleich in seinen ersten Rollen von ihr verlangte.
Neben Johanna Gordon war sie auch die Werkassistentin in dem Spionagefilm „Achtung, Feind hört mit!". Anschließend wurde sie verpflichtet für „Unser kleiner Junge" und „Friedemann Bach.
Winnie Markus
Es besteht kaum eine äußerliche Ähnlichkeit zwischen der blonden Wienerin Marte Harell und dem brünetten Typ der Winnie Markus, die in Prag beheimatet ist. Und doch eint beide eine Duplizität der Fälle: beide haben in Alexander Zinns Komödie: „Die gute Sieben" einen entscheidenden Erfolg errungen. Beide in der gleichen Rolle.
Allerdings die Wienerin Harell in Berlin und die Pragerin Winnie Markus im Theater in der Josefstadt in Wien. Dem Erfolg an der Bühne folgte kurz darauf der beim Film. Einige Kurzfilme bildeten die vorderste Vorstufe, die Magd Rosel in „Mutterliebe" folgte und trug in ihren kurzen Szenen bereits ein sehr eigenes ausdrucksvolles Gesicht, das die Skala von verlassenem und verstoßenem Leid über den Segen der Geborgenheit bis zu Glück und Seligkeit des guten Endes widerspiegelte.
Die Augen führen in diesem Gesicht eine eigene, stumme und doch so beredte Sprache. Da braucht der Mund gar nicht mehr viel zu sagen, um uns wissen zu lassen, was das Herz bewegt. Mit stillen und feinen Mitteln werden seelische Regungen gezeichnet.
Ihre Bewährung in kleinen Aufgaben und in einer Nebenfigur von wenigen Szenen, wie es die „Rosel" war, veranlagten, daß man sie im zweiten Jahr ihrer Filmtätigkeit bereits mit einer Hauptrolle betraute: in „Brand im Ozean" war sie als Partnerin von Hans Söhnker und Rene Deltgen das junge spanische Mädel Juana, das die Hazienda des Onkels bewirtschaftet, das im Leben „seinen Mann" steht und doch ganz Frau ist in seiner Beziehung zu den beiden Männern, die um Juana rivalisieren. In der „Geierwally" fällt ihr Gesicht neben der Eindringlichkeit Heidemarie Hatheyers auf, eine Feststellung, die allein ein Lob bedeutet.
Karin Himboldt
Wir haben im Rahmen dieser kleinen Schilderungen bereits von der künstlerischen Wesensähnlichkeit von München-Wien gesprochen, die so viel Gemeinsames aufzuweisen haben. Karin Himboldt, die bei ihrem Filmdebüt unter „Falschmünzer" geriet, wobei ihr allerdings Hermann Brix treu zur Seite stand, ist ein neuer Beweis für diese Behauptung.
Diese hellblonde, reizende Münchnerin könnte genau so gut in der Donaustadt geboren sein. Sie ist der Typ des lieben tapferen Mädels, das dem Mann, den sie liebt, bedingungslos zur Seite steht und ihm durch dick und dünn folgt. Sie ist eines der vielen jungen Geschöpfe, die zu Tausenden und Zehntausenden in Büros und Arbeitsstätten im Alltag Helferinnen ihrer männlichen Arbeitskollegen sind, hilfsbereit, natürlich, ehrlich und liebenswert.
Lena Norman
Wir erinnern uns sicher noch sehr deutlich an die Schwierigkeiten, die seinerzeit in dem Film vom Leben der „3 Codonas" die Besetzung der beiden weiblichen Hauptrollen verursachte. Die zwei Schauspielerinnen, die man suchte, sollten der ganz besonderen Aufgabe gerecht werden, zwei weltbekannte Artistinnen zu verkörpern, Lilian Leitzel und Vera Bruce, an die sich viele von uns noch lebhaft entsinnen.
Es kam nicht nur darauf an, bekannte Darstellerinnen zu finden. Ihr Typ mußte eine Ähnlichkeit mit den Vorbildern aufweisen. Sie mußten also - unserer Vorstellung glaubhaft - Artistinnen sein, mußten über eine tadelfreie Beherrschung und zugleich Gelöstheit des Körpers, über Kraft und Gewandtheit verfügen, der man die jahrzehntelange Arbeit am Trapez, das Verwachsensein mit der harten und lockenden Welt des Varietes in allen Einzelheiten glaubte.
Als sehr eigenwilliger Mensch mit reichen Anlagen, einer Kompliziertheit des Wesens, die doch schließlich auf einen großen Nenner gebracht wird: die Liebe zu Alfredo Codona und die treue Kameradschaft zu Lalo und Vater Codona, stand in der Mitte der Filmhandlung die Artistin Vera Bruce.
Nach beinahe zahllosen Versuchen betraute man mit ihrer Gestaltung Lena Norman. Sie brachte die ungewöhnliche und auffallende . Erscheinung mit und das schauspielerische Temperament, das sich in diese Vera Bruce hineinzuleben vermochte.
Groß, gertenschlank, mit hellen, durchdringenden Augen, das war der äußere Umriß von Lena Norman. Überlegene Gefährlichkeit, scheinbare Unberührtheit von dem Strudel der Dinge, deren Mittelpunkt zu sein ihr bestimmt ist, das sind die Merkmale des Frauentyps, den sie eindringlich verkörpert.
Marianne Simson
Wäre sie ein Junge, könnte man von einem „Lausbubengesicht" sprechen. Bei einem Mädchen ist solch ein Ausdruck natürlich nicht angebracht. Nicht einmal dann, wenn man von einem „netten" oder „reizenden" Lausbubengesicht reden würde. Leider fehlt jedoch eine gleichwertige, ebenso knappe und treffende Charakterisierung zur Anwendung beim weiblichen Geschlecht.
Man muß deshalb Einzelheiten herausgreifen, wobei man sich bewußt ist, daß erst der Zusammenklang all dieser Einzelheiten den echten und entscheidenden Grundzug ergibt: die kleine, immer etwas respektlose Stupsnase, der lustiglistige Blick der blauen Augen, die kindliche Weichheit des Mundes - sie alle einen sich harmonisch zu dem Reiz unbelasteter Frische und lebendigster Fröhlichkeit, den Marianne Simson in ihren Filmfiguren verströmt.
Dieser Eindruck wird erhöht durch ihre grazile Anmut und Beweglichkeit, durch die schöne Abrundung und den gleitenden Rhythmus ihrer Gesten, die eine gründliche tänzerische Ausbildung verraten.
Marianne Simson kommt vom Tanz her, steckte bereits als kleines Mädel in der Ballettschule in ernsthaftem Training und gehörte dem Tanzensemble des Deutschen Opernhauses in ihrer Heimatstadt Berlin an, als es sie lockte - nein, in diesem Fall nicht: zur Bühne zu gehen, sondern „die Bretter" zu tauschen und zur Sprechbühne überzuwechseln.
Sie gehört heute dem Berliner Staatstheater an und bewährt sich hier ab „Naiv-Muntere" in modernen und klassischen, besonders Shakespeare-Rollen. Generalintendant Gründgens setzte sie auch in seinem Film vom Sieg der Jugend gegen die verstaubte Tradition: „Zwei Welten" ein, als Tochter der Gutsbesitzerin Ida Wüst, die der Mama manchen Kummer, uns Zuschauern dagegen um so mehr Freude machte. Wir treffen sie demnächst in der „Schwedischen Nachtigall" wieder.
Hilde Jansen
Der größte Teil der heute älteren Schauspielergeneration hat einmal irgendwo an Wandertheatern begonnen, die keinen Namen aufzuweisen hatten und ihn auch nicht weiter überlieferten. Sie überhäuften ihre Mitglieder mit einer Hochflut von Beschäftigungsaufgaben, die alles in sich einschlossen, was dem Betreffenden überhaupt eine Möglichkeit zur Darstellung bot.
Sie waren die beste Gelegenheit, sich „frei" zu spielen, Anfängerhemmungen zu Verlieren und sich auf dem Gebiet der verschiedenartigsten Rollen zu erproben. Daß heute noch ein junger Mensch berichtet, an solch einem kleinen Wandertheater die ersten Lorbeeren gepflückt zu haben, ist selten geworden.
Hilde Jansen aber möchte gerade diese „Lehrzeit" nicht missen, die ihr das Rüstzeug gab, in Bochum unter der sehr sachverständigen Führung des ausgezeichneten Bühnenmannes Saladin Schmidt das Fach der klassischen Liebhaberinnen zu spielen. Vielleicht wäre sie noch länger in Bochum geblieben. Aber der Film holte sie selbst nach Berlin.
Der Film - das war zunächst Paul Verhoeven, der in ihrer Heimatstadt Frankfurt am Main ihr Schauspiellehrer gewesen war. Die Terra verpflichtete sie dann fest in ihr Ensemble und bot ihr mit den ersten Filmrollen die Möglichkeit zu der verschiedenartigsten Gestaltung: In „Gold in New Frisco schlüpfte sie in die Haut einer kleinen, frisch-fröhlichen frechen Mexikanerin, war ein derbes Landmädel in „Für die Katz" und ist indessen eine sympathische, freundliche und fleißige junge Frau geworden, Packerin im Filmberuf, Mutter eines kleinen Burschen, der als „Unser kleiner Junge" dem Film seinen Titel verleiht und Partnerin von Hermann Speelmans.
Susi Nicoletti
Susi Nicoletti: „Namen", sagt man, „sind Schall und Rauch." Nicht immer! - Manchmal vermag ein Name in der Knappheit seiner zwei Worte uns eine ganze Schilderung zu geben von dem Menschen, der ihn trägt.
Manchmal umreißt ein Name eine Gestalt so treffend, daß wir sie vor uns zu sehen meinen. Da ist zum Beispiel ein Mädchen und hat einen Namen, der klingt wie eine kleine, leichte und graziöse Melodie, zierlich, zart, beschwingt mit dem hellen Ton seiner Vokale. Zierlich, zart, graziös und beschwingt, das ist auch die menschliche und künstlerische Wesensart der Trägerin.
Ein junges, reizvolles Geschöpf, das unsere Sympathien im Sturm eroberte, als es in seiner ersten Filmrolle in „Mutterliebe" im Ballettröckchen seine schwebenden Pas tanzte, sich in die Fänge einer ersten verspielten Liebelei verirrte und schließlich der Mutter die tapfer verschwiegene Enttäuschung gestand.
Dies alles war mehr hingetupft als dramatisch ausgemalt und veranschaulichte doch - oder gerade deshalb - so deutlich die Kurve der Wandlungen. Und die gleiche liebenswürdige Heiterkeit stand Pate bei ihrer nächsten Filmrolle im: „Jüngsten Gericht". Inzwischen ist sie - eine besondere Anerkennung bei ihrer großen Jugend - ans Burgtheater berufen worden, in dessen Inszenierungen sie ihrem Namen bereits einen guten Klang schuf.
So ist die Donaustadt am Stefansdom ihre künstlerische Wahlheimat geworden. Denn ursprünglich stammt diese so ganz wienerisch anmutende junge Darstellerin aus jener Stadt, die mit Wien künstlerisch so vieles gemein hat: München.
Annelies Reinhold
Wir haben Annelies Reinhold bisher erst einmal im Film gesehen: als Lilian Leitzel in „Die 3 Codonas". Aber sie gehört zu jenen Frauen, deren Gesicht sich uns gleich bei der ersten Begegnung - und mag diese selbst flüchtig sein - einprägt.
Vielleicht deshalb, weil es so unaufdringlich ist, weil es nichts tut, um mit bewußten Mitteln seine Wirkung zu steigern. Wenn das erste und letzte Geheimnis aller wahren Filmwirkung dies ist: einfach dazusein, durch die bloße Tatsache der Anwesenheit den Zuschauer zu bannen, dann besaß Annelies Reinhold als Lilian Leitzel einen Hauch dieses Fluidums und dieser Atmosphäre.
Sie ist die „Salondame mit Herz", gemischt mit dem südlichen Temperament ihrer Meraner Heimat. Die künstlerische Begabung leitet sich wohl aus dem Erbteil der Mutter her, die Sängerin ist. Nach der dramatischen Ausbildung in Wien durchlief sie ihre ersten Bühnenengagements in Mährisch-Ostrau und Graz, wurde nach ihrem Sprung nach Wien am „Kleinen Haus des Burgtheaters", dem „Akademietheater", mit großen Rollen betraut und schließlich von Eugen Klopfer an die „Volksbühne" verpflichtet, ebenso wie Marina von Ditmar. Aus der Auswahl zahlreicher Schauspielerinnen, die man für diese Rolle erwogen und geprüft hatte, betraute man sie dann mit der Rolle der Lilian Leitzel als Gegenspielerin der „Codonas".
Paula Pfluger
Es ging um die Schicksale des Hundes „Krambambuli". Er hatte sich von seinem ersten Herrn trennen müssen und war der treue Begleiter seines neuen Besitzers, eines Försters, geworden. Alles verlief gut, bis - sich eines unseligen Tages des Hundes einstiger und jetziger Besitzer feindlich gegenüberstanden. Krambambulis erster Herr war Wilderer geworden.
Und schuld an diesem Abgleiten aus der bürgerlichen Gemeinschaft trug eine triebhafte, leichtsinnige und kokette Frau. Er war unter ihren verderblichen Einfluß geraten. Während der Mann noch an ihre Treue glaubt, fühlt sie sich innerlich frei und ungebunden und gibt sich einem anderen hin ......
Es mußte zweifellos für eine Anfängerin ein starker Anreiz sein, diese schillernde und mit kräftigen Farben gemalte Rolle zu übernehmen. Sie bot - und verlangte - eine Entfaltungsmöglichkeit und den Beweis einer lebendigen und vitalen Begabung.
Das Personenverzeichnis nannte einen völlig neuen Namen: Paula Pfluger - und kündete damit eine Darstellerin an, die zum allererstenmal auf der Leinwand erschien und bereits einen guten Erfolg für sich verbuchen konnte.
Marietheres Ängerpointner
Das „Kampfgeschwader Lützow" wird, in den ersten Septembertagen 1939 zum Kampf gegen Polen eingesetzt. Volksdeutsche Menschen sind in höchster Gefahr, fliehen vor der Willkür des entfesselten polnischen Mobs und Militärs und werden gequält und gepeinigt.
Anmerkung : Das war absoluter geschichtlicher Unsinn und reine Demagogie, gelogen für dei Argumentation, wer den 2. Weltkrieg begann.
Unter den Männern, die zu ihrer Befreiung aufbrechen, sind zwei Fliegerunteroffiziere, die besonders enge und herzliche Kameradschaft verbindet. (Hermann Braun und Heinz WelzeL) Aus dieser Freundschaft erwächst jedoch eine Rivalität, als sie sich beide in das gleiche Mädel verlieben: eine junge Volksdeutsche, Grete Kubath, die nach ausgestandenen Schrecken aus den Händen der Polen befreit wird.
Beinah machtlos steht sie mit ihrer einfachen und geraden Seele den Geschehnissen gegenüber, die ihretwegen die Freunde gegeneinander aufbringen. Sie ist ein aufrechter Mensch, der vom besten Willen beseelt ist und den die Not tapfer macht, weil er sich für andere, die vielleicht schwächer sind, verantwortlich fühlt.
Die harte Schule, die sie durchmachen mußte, hat ihr den Glauben und die Zuversicht nicht genommen. Die Hoffnung und das feste Vertrauen auf eine Besserung läßt sie trotz allem eine Heiterkeit des Herzens bewahren, die nie der Verzweiflung anheimfällt. Sie ist eine von den Tausenden ihrer Landsleute, über die der Krieg hinweggeht. -
Diese Gestalt erhält neben dem Inhalt der Rolle ihr besonderes Gewicht noch dadurch, daß sie, nur noch mit einer einzigen Frauenrolle, mitten unter Männern und in ein männliches Geschehen gestellt ist, für das sie den weiblichen Gegenpart bedeutet. Als Grete Kubath zeigt sich Marietheres Angerpointner zum erstenmal im Film, eine Münchnerin, die im Reußischen Theater in Gera als Evchen im „Zerbrochenen Krug" auffiel und auf diese Rolle hin nach Berlin geholt wurde. Hier wurde sie - außer für den Film - auch an das Deutsche Theater verpflichtet.
Gerhild Weber
Das war die gestellte Aufgabe, als man daran ging, für den Willy-Birgel-Film der Ufa „....... reitet für Deutschland" eine Partnerin zu finden: eine Frau auszusuchen, die in allem das stärkste Gegengewicht der männlichen Frau war. Sie wird vom Drehbuch und von ihren Spielpartnerinnen kurz „Toms" genannt.
Diese „Toms" hat die Begeisterung der Jugend für eine Sache, für die sie sich einsetzt. Sie hat den Mut einer gläubigen Seele, die Frische eines Menschen, der mitten in der Natur zwischen Wäldern, Feldern und Pferden aufwächst, und ist unbeirrbar und unbestechlich in ihrer Überzeugung und Einstellung zu den Dingen.
Dieses Mädchen Toms weiß um das Glück, das aus der Sorge um einen geliebten Menschen erwächst, und verfügt über die Kraft, ihm wirklich eine Stütze zu sein, als er krank, enttäuscht und ohne Hoffnung aus dem unglücklichen Ende des Krieges im Jahre 1918 heimkehrt.
Die Ufa wagte es, in der Rolle dieser Toms die junge Schauspielerin Gerhild Weber herauszustellen, die nie vorher vor der Filmkamera gestanden hat. Ihre Jugend bedingt, daß sie nur verhältnismäßig kurze Zeit künstlerisch tätig War.
Nach dem Besuch der Schauspielschule des Deutschen Theaters in Berlin verpflichtete sie Heinz Hilpert für seine Bühnen. Von hier wechselte sie zum Stadttheater nach Greifswald über, das ihr eine reiche Spielmöglichkeit bot. So wurden diese zwei Jahre zu einer gut genutzten Lehrzeit. Reicher an Erfahrung, kehrte sie nach Berlin zurück, wieder an die Theater Heinz Hilperts, der sie für den Film beurlaubte. Daß sie in Schleswig-Holstein geboren ist, erleichterte es ihr, sich in die Rolle der Toms, die in Mecklenburg beheimatet ist, einzuleben.
Eva Immermann
Geburtsort: Dresden. Derzeitiger Aufenthalt: Aachen. Nähere Angaben: Nach Beendigung der Ausbildung ans Stadttheater nach Aachen engagiert. Möglichkeit zur Bewährung in größeren und kleineren Rollen mannigfaltiger Art. Mitten in diese Arbeit dann plötzlich eine Botschaft erregenden Inhaltes: „Probeaufnahmen - .(früher einmal angefertigt) - haben gefallen. Bieten an Verpflichtung für ,Es war eine rauschende Ballnacht'."
Darob eitel Glück und Freude. Bis - sich herausstellt, daß der Theaterkontrakt nicht gelöst werden kann und der Film nicht Eva Immermanns wegen nach Aachen überzusiedeln vermag. Beinahe Traurigkeit und dann ein Kompromiß: Beschleunigter Pendelverkehr zwischen Aachen und Babelsberg, der den Ansprüchen beider Verpflichtungen gerecht wird.
Und weil diese junge Anfängerin Eva Immermann schon einmal ein Lieblingskind des Schicksals sein muß, steuert sie gleich anschließend in einer sehr beachtlichen Rolle in einen neuen Zarah-Leander-Film „Der Weg ins Freie" als zweite Partnerin Hans Stüwes. Frische und optimistische Daseinsbejahung und Fröhlichkeit sind die Grundzüge der Figuren, denen sie in den beiden erwähnten Filmen das Leben gab.
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Die Preisfrage in 2026 : Kennt noch jemand diese Namen ?
Geblieben sind nur die großen Namen der Filme und deren Darsteller aus dem 3. Reich und gleichzeitig aus Hollywood.
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