In einem Film/Kino-Nachlass waren sie (beinahe versteckt) .....
März 2026 - Offensichtlich waren die über Jahrzehnte einmaligen Programm-Heftchen die Renner bei den Sammler-Objekten unter den alt gewordenen Film-Sammlern - allermeist gerade mal 2 DIN A4- Seiten groß, einfarbig und dazu oft leicht grün oder leicht braun und dann aufgeteilt auf vier gefaltete A5 Seiten. Und diese Heftchen oder Blättchen wurden gehütet wie Gold und sorgsamst in dicken Ordnern archiviert.
Es gab sogar ganze Kataloge von den meist kleinen Verlagen dieser Heftchen mit den übrig gebliebenen oder nachzukaufenden Titeln. Solch einen eng gedruckten Katalog haben wir aufwendig aufbereitet und hier eingestellt. Der Stand dieser Listen geht von 1952 bis etwa 1980. An den völlig verblödeten Titeln und ganz speziell an der Anzahl solcher dämlicher Titel ist der Abwärtsgang des deutschen Films deutlich zu erkennen.
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Anmerkung und Resumé zu den Filmen an sich ..... in 2026
In jedem dieser Filmheftchen, eigentlich einem billigen Werbeblättchen für den Kinobesuch, ist in kleinster Schriftart die Story skizziert, damit der Kino-Besucher sich zumindest ein wenig zurecht findet.
Und bei einem einzelnen Film, den Ein besucher aus der Gruppe der interssierten Filmfreunde ansteuert, fällt es nicht auf. Lesen Sie aber als Redakteur oder Beobachter / Rezensent mal an die zweihundert solcher Inhalte hintereinander, sind sie ganz schnell ziemlich demotiviert.
Die Storys sind fast alle an den Haaren herbeigezogen, es sind zu 98% billige Groschen-Romane mit einer mehr oder weniger plausiblen Handlung (eher weniger als mehr) - wie bei den tausenden von Tatorten und sonstigen Primitiv-Krimis in den Jahren des Fernsehens ab 1954. Manche dieser Kino-Spielfilme sind dermaßen primitiv gestrickter Klamauk, daß man nur noch abschalten kann.
Auffallend ist aber, manche Filme werden nur noch über den oder die Hauptdarsteller beworben. Der reißerische Titel ist fast nebensächlich. Und die Stars sind überwiegend sehr attraktiv heausgeputzte junge Frauen, gut geschminkt mit super schlanken Figuren, die zumindest der amerikanischen Realität diametral gegenüber stehen. Ich war in mehreren amerikanischen Kinos und die Realität im Gewichtsvergleich mit der Hauptdarstellerin steigert sich bis Faktor 3 oder sogar 4.
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Es sind über achthundert Heftchen (von vielen Tausenden)
Das Interesse oder der genauere Blick auf diese Film-Heftchen wurde durch die Lektüre und das Korrekturlesen der lesenswerten Artur Brauner Biografie aus 1976 geweckt.
Artur Brauner schreibt darin (in 1976 rückblickend auf sein Leben), daß es in den 1950er Jahren in Deutschland West ganz viele kleine Filmproduktions-Firmen gab, auch solche als quasi nur Einmannbetriebe, die aber nach einem kurzen Aufblühen alle wieder verschwunden waren.
Er nennt nur 5 oder 6 seiner bekannteren Konkurrenten, die ihe Atelier-Zeiten teilweise in seinen CCC-Studios angemietet hatten. Den Filmemacher Will Tremper erwähnt er mit keinem Wort, die beiden mochten sich nicht mehr, denn der jüngere Will Tremper war ein sehr kritischer Geist mit einer frechen Schnauze und mit - für damalige Zeiten - unkonventionellen Recherche-Methoden.
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In den uns vorliegenden Heftchen sind neben den populistischen Action-Fotos, neben den namentlich genannten Schauspielern und neben der eigentlichen Story (in Kurzform) allermeist auch die Filmproduktions- und Verleih-Firmen benannt.
Weiterhin ist dem ganz normalen Film- und Fernseh- Konsumenten nicht bekannt, daß damals neben den Regisseuren und den Produzenten die Filmverleiher eine beinahe gefährlich dominierende Rolle in dem ganzen Film-Geschäft gespielt hatten.
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In einem 2. Film/Kino-Nachlass
habe ich nochmal mehrere hundert solcher Filmheftchen gefunden. Da die Anzahl stetig wächst, werden die Seiten mit den Filmheftchen und den Cover-Bildern weiter aufgeteilt.
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Anfänglich in den 1950er und 1960er Jahren war solch ein Filmheftchen ein Konzept zum Gelddrucken
Und deshalb hatten sich mehrere kleine und größere (deutschsprachige) Verlage damit beschäftigt. Weiterhin hatten fast alle Verlage ihre Filmheftchen durchnummeriert. Auf diese Nummern hatte ich nie so genau geachtet, weil ich da kein Film-Sammler-Gen habe. Als mir aber fast 400 Filmheftchen vor der Nase lagen, bin ich über sechsstellige Heft-Nummern oberhalb von 6.000 gestolpert. Das sind schon beeindruckende Zahlen, die auch etwas über die Anzahl der in Deutschland gezeigten Filmtitel aussagen. Dazu gibt es jetzt 2 Tabellen - nach Nummer und nach Titel.
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In unserem Stapel sind fast alle bekannten Titel enthalten
Die bei uns damals (nach 1947 - bis etwa 1970) laufenden Filme kamen fast alle aus den USA (Hollywood), aus Frankreich und aus Deutschland West. Ganz wenige der bekannten Titel kamen aus Italien oder anderen Ländern. Weiterhin interessant ist, ab wann die Cinemascope Breitbild-Technik und die Technicolor- Farbtechnik überall Einzug gehalten hatte.
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Mit dem aufkommenden Fernsehen und der Programmvorschau in den Fernseh- Wochenzeitschriften war es langsam zuende
Einer der Wegbereiter der moderne Fernsehprogramme war Eduard Rhein aus Hamburg, der mit Axel Springer zusammen die "HörZu" gründete, maßgeblich aufbaute und gestaltete und zum Marktführer machte. Dort wurden die Spielfilm-Storys fast ebenso ausführlich dargestellt wie in den Filmheftchen - doch dazu mit wöchentlicher Sendezeit und dann auch noch in Farbe. Das konnten die Filmheftchen für 10 und 20 Pfennige nicht leisten und so verschwanden sie so nach und nach.
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Das völlig irre Angebot an Fernsehsendern im Frühjahr 2026
Betrachtet man eine der vielen Werbe- und Programmzeitschriften vom Frühjahr 2026, so zählt man bis zu 60 unterschiedliche Fernseh-Sender mit unterschiedlichen Programme. Zieht man die reinen Sport- und Dauer- Werbe- Sendungen ab, verbleiben mindestens 40 Sender/Programme, die mit Spielfilmen aller Art gefüllt sind. Mit dabei sind das 1. und das 2. Programm von ARD und ZDF mit den angeschlossenen regionalen 3. Programmen und natürlich die große Zahl der privaten Sender "aller Farben".
Das Angebot ist dabei unglaublich vielfältig, wobei Mord und Totschlag dominieren. Sowohl bei den Fernseh-Serien der letzten 30 Jahre als auch bei den klassischen Tralala- Schinken (= Klamotten) aus der Nachkriegszeit (ein Ausspruch von Artur Brauner) ist alles haufenweise verteten und wird teilweise mehrmals in der Woche oder sogar mehrmals an einem Tag wiederholt.
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Nur ein Teil der Fernsehprogramme in 2026
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Mit solch einem gleichzeitigen Programmangebot pro Tag .....
..... kann das Kino natürlich nicht mithalten. Das Kino als solches glänzt mit einem ganz anderen Gemeinschafts-Ambiente und der großen Bildwand. Die hier gezeigten Filmheftchen waren deshalb nur eine Ergänzung zu den lockenden Bildern in den Kino-Schaukästen in der Stadt.
Was natürlich bei den Fernsehprogrammen auffällt, ist, daß in der Tages- Programmvorschau mindesten 50 mal das Wort "MORD" vorkommt. Wenn da nicht gemordet wird oder wurde, ist der Film nicht anzupreisen. Auch fällt auf, daß im Fernsehen ein Tatort den anderen "jagd" - und das täglich mehrfach.
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Es ist aufwendig, diese Film-Titel alle zusammen zu bekommen
Die beiden nachfolgenden Listen-Seiten basieren auf einer Verlags-Bestell-Liste aus 1977 mit Titel-Ergänzungen bis 1985 sowie aus den ergänzten Titeln und Nummern unserer beiden eingescannten Heft-Stapel (mit fast 400 Titeln).
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Da es bis zu den Heft-Nummern um die Zahl 8.000 geht, fehlen uns weitere 4.500 Titel. An den teilweise schwachsinnigen Wortkombinationen vieler Titel ändert das aber gar nichts.
Hier geht es zur Liste 1 - nach Nummern aufgelistet ......
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