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Wir sind im Frühjahr (April) 1941 angekommen.

Der militärische Überfall auf die Niederlande, Belgien und Luxemburg im Mai 1940 war auch einigermaßen erfolgreich "abgelaufen". - Noch ist das große Amerika kein ofizieller Kriegsgegner von Hitlerdeutschland.

Auch Hitlers Überfall auf den Vertrags-Partner Russland, die Operation Barbarossa begann erst im Juni 1941. Es schien im April 1941 fast so, als sei für die überwiegende Mehrheit der Reichsbürger die Welt noch in Ordnung, denn die deutsche Wehrmacht war immer noch auf der Siegerstrasse.

Die Göbbels-Propaganda behauptete, in wenigen Wochen beherrsche Hitler ganz Europa und dann die ganze Welt. Entsprechend wurden bei den gleichgeschalteten deutschen Filmprduktionsfirmen auch heroische Siegerfilme in Auftrag gegeben.

Für die spätere Nacharbeitung und auch die Details der Schuldfrage wurde hier - immer noch unscheinbar wichtig - die Namen aller Beteiligten an diesen zum großen Teil verlogenen Film-Storys aufgeführt. Den Beteiligten war damals überhaupt nicht in den Sinn gekommen, daß dies irgendwann mal (das waren später die Nürnberger Prozesse) die unzweifelhaften Beweise einer überzeugten Kooperation mit der Göbbels Ideologie waren.
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Was wird wo gedreht ? (April 1941 - Heft 15)

Aus deutschen Produktionsstätten und Außenaufnahmen

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  • Anmerkung : Eine Rubrik der Selbstbeweihräucherung - wen von den Lesern des Magazins hatten diese ganzen mehr oder weniger undurchsichtigen Details mit den aufgeführten Namen wirklich interessiert ?

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  • „Anschlag auf Baku" Ufa (Herst.-Gr. Hans Weidemann). Spielltg. Fritz Kirchhoff. Darst. Willy Fritsch, Rene Dcltgen, Lotte Koch, Fritz Kampers, Aribert Wäscher, Hans Zesch-Ballot, Paul Bildt, Erich Ponto, Walter .Janssen, Alexander Engel, Joachim Brennecke, Hellmut Helsig, Heinrich Marlow, Herbert Gernot, Wilhelm König, Josef Kamper, Walter Holetzko, Reginald Pasch, Fred Goebel, Kurt Hier, Peter Blsholtz, Jur Arten. Buch Hans Weide mann, Hans Wolfgang Hillers. Kamera Robert Baberske, Außenaufn. Herbert Körner, H. O. Schulze, Klaus v. Rautenfeld. Musik Alois Melichar. Bau Otto Hunte, Karl Voilbrecht. Ton Alfred Zunft. Aufn.-Ltg. Heinz Karchow. Geländeaufnahmen.
  • „Die Geschichte eines Lebens" Ufa (Herst.-Gr. Eberhard Schmidt). Spielleitung Josef v. Baky. Darst. Luise Ullrich, Karl Ludwig Diehl, Werner Krauss, Käte Haack, Albert Hehn, Axel v. Ambesser, John Pauls-Harding, Johannes Schütz, Ilse Fürstenberg, Eduard v. Winterstein, Josefine Dora, Hansi Arn-staedt. Buch Thea von Harbou nach dem Bühnenstück „Annelie" von Walter Lieck. Kamera Werner Krien. Musik Georg Haentzschel. Bau Emil Hasler. Ton Erich Schmidt. Aufn.-Ltg. Herbert Junghanus.
  • „Tanz mit dem Kaiser" Ufa. Bauten.

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Froelich-Studio

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  • „Tanz mit dem Kaiser" Ufa (Herst.-Gr. Max Pfeiffer). Spielltg. Georg Jacoby. Darst. Marika Rökk, Wolf Albach-Retty, Axel von Amltcsser, Lucie Englisch, Rudolf Carl, Hans Leibelt, Hilde von Stolz. Kamera Reimar Kuntze. Musik Franz Grothe. Bau Erich Kettelhut. Ton Walter Rühland. Aufn.-Ltg. Viktor Eisenbach.

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Johannisthal

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  • „Immer nur - Du" Tobis (Herst.-Gr. Karl Anton). Spielltg. Karl Anton. Darst. Johannes Heesters, Dora Komar, Fita Benkhoff, Paul Kemp, Fritz Kampers, Paul Hcnckels. Günther Lüders, Theodor Danegger, Paul Westermeier, Rudolf Schündler, Ruth Buchardt, Erich Fiedler, Walter Janssen, Wilhelm Bendow, Hans Kornowicz, Wilhelm P. Krüger, Adolf Fischer, Jutta v. Alpen, Guunar Möller, Hintz Fabricius. Prod.-Ltg. Arno Peters. Bueh Karl Anton, Felix von Eckardt. Kamera Herbert Körner. Musik Friedr. Schröder. Bau Otto Erdmann, Willi Depenau. Ton Dr. Klaus Jungk. Aufn.-Ltg. Ernst Körner, Carl Buchholz. Choreographie Fritz Böttger.
  • „Ich klage an" Tobis (Herst.-Gr. Dr. Jonen). Spielltg. Wolfgang Lieheneiner. Darst. Heidemarie Hatheyer, Paul Hartmann, Mathias Wieman, Harald Paulsen, Charlotte Thiele, Hans Nielsen, Albert Florath, Margarete Haagen, Christian Kayssler, Franz Schafheitlin, Werner Pledath, Hansi Arnstaedt, Karin Evans, Just Scheu, Leopold v. Ledebur, Otto Graf, Hans Leibelt, Franz Weber, Hellmuth Bergmann, Bernhard Goetzke, Karl Haubenreisser, Wilhelm P. Krüger, Harry Hardt, Hintz Fabricius, Willi Rose, Karl Dannemann, Ilse Fürstenberg, Ernst Legal, Ernst Sattler, Erich Ziegel, Hans Meyer-Hanno. Buch Eberhard Frowein. Kamera Friedl Behn-Grund. Bau Fritz Maurischat, Fritz Lück. Ton Hans Grimm. Prod.-Ass. u. Aufn.-Ltg. Cay Dietrich Voß.

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Efa-Atelier

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  • „Frau Luna" Majestic/Tobis. Spielltg. Theo Lingen.

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Althoff-Atelier

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  • „Clarissa" Althoff/Adler-Mitteldeutsche-Kopp-Südost. Spielltg. Gerhard Lamprecht. Darst. Sybille Schmitz, Gustav Fröhlich, Gustav Diessl, Erika Helmke, Elga Brink, Ada Tschechowa, Edith Oss, Julia Serda, Eva Tinsehmann, Charlotte Radspieler, Friedl Haerlin, Melanie Horeschowsky, Olga Engl, Werner Scharf, Werner Stock, Josefine Dora, Albert Florath, Lieselotte Fülster, Maria Seidler, Klaus Pohl, Gerhard Dammann, Viggo Larsen, Hans Albrecht Löhr. Prod.-Ltg. Gustav Althoff. Buch Ela Elborg, Georg C. Klaren nach einer Idee von Georg Rothkegel. Kamera Karl Hasselmann. Musik Herbert Windt. Bau Carl Kimme. Ton Eugen Erich. Aufn.-Ltg. Rolf Eckbauer. Auch Außenaufnahmen.

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Geiselgasteig

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  • „Venus vor Gericht" (vorl. Arbeitstitel) Hans H. Zerlett-Film der Bavaria. Spielltg. und Drehbuch Hans H. Zerlett. Darst. Hannes Stelzer, Hansi Knoteck, Paul Dahlke, Siegfried Breuer, Charlott Daudert, E. F. Fürbringer, Josef Eichheim, Erhard Siedel, Carl Wery, Hans Brausewetter, Hubert von Meyerinck, Justus Paris, Fritz Reiff, Peter Elsholtz, Adolf Gondrell, Elise Aulinger, Liesl Karlstadt, Heini Handschumacher, Eva Tinsehmann, Albert Hörrmann, Werner Nippen, Martin Urtel, Carl Baihaus, Fritz Hoopts, Beppo Brem, Dorothy von Brück, Edith Meinel, Gabriele Reiömüller, Sylvia Prillinger, Heinz Burkart, Ernst Firnholzer, Heinrich Hauser, Charles-Willy Kayser, Walter Lantzsch, Peter Pasetti, Hanns Schulz, Kurt Stieler, TiJly Tschaffon, Rudolf Vogel, Wastl Witt. Prod-Ltg. Ottmar Ostermayr. Kamera Oskar Schnirch, Bernhard Hellmund. Musik Leo Leux. Bau Hans Sohnle, Wilhelm Vorwerg, Max Seefelder. Ton Ludwig Heiss. Aufn.-Ltg. Theo Kaspar, Franz Wagner.

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Wien-Rosenhügel

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  • „Drei blaue Augen" (vorl. Arbeitstitel) FDF-Herzog-Rheinische-Süd-deutsche Commerz-Germania. Spielltg. Hubert Marischka. Darst. Johannes Riemann, Paul Hörbiger, Grethe Weiser, Jane Tilden, Susi Nicoletti, Georg Alexander, Rudolf Carl, Viktor Janson. Prod.-Ltg. Hans v. Woizogen. Buch Geza v. Cziffra, Erich Ebermayer. Kamera Eduard Hösih. Musik Friedrich Schröder. Bau Hans Ledersteger, Heinrich Richter. Aufn.-Ltg. Karl Gillmore.

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Wien-Sievering u. Wien-Schönbrunn

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  • „Heimkehr" Wien-Film und Ufa. Herst.-Gr. Erich v. Neusser. Spielltg. Gustav Ucicky. Darst. Panla W ssely, Peter Petersen, Attila Hörbiger, Carl Raddatz, Ruth Hellberg, Elsa Wagner, Eduard Köck, Otto Wernieke, Franz Pfaudler, Gerhild Weber, Werner. Fuetterer, Bertha Drews, Hermann Erhardt. Prod.-Ltg. Ernst Garden. Buch Gerhard Menz?!. Kamera Günther Anders. Musik Willy 8chmidt-Gentner. Bau Walther Röhrig. Ton Alfred Norkus. Aufn.-Ltg. Felix Föhn, Heinz Fiebig.

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Außenaufnahmen

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  • „Clarissa" Althoff/Adler Verleiherkreis. Ostsee.

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Barrandow-Atelier, Prag

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  • „Kameraden" Bavaria. Spielltg. Hans Schweikart. Darst. Willy Birgel, Kai in Hardt, Maria Nicklisch, Rudolf Fernau. Otto Tressler, Rolf Weih, Carl Wery, Günther Hadank, Paul Wagner, Friedrich Ulmer, P. M. Urtel, Charles-Willy Kayser, Alexander Ponto, Hans Paetsch, E. F. Fürbringer, Oskar Sima, Fritz Kösling, Erhard Siedel, Paul Dahlke, Ilse Fürstenberg, Fritz Hoopts, Hedwig Wangel, Albert Venohr, Karl Heinz Peters, Adolf Fischer. Prod.-l.tg. Curt Prickler. Buch Peter Francke, Emil Burri. Musik Alois Melichar. Kamera Franz Koch. Bau Ludwig Reiber, Rudolf Pfenninger.

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Jugend fliege !

Auf der Wasserkuppe im Gebiet der Rhön erhebt sich weithin ragend das Ehrenmal, das 1939 das NS-Fliegerkorps den heldischen Vorkämpfern des Segelflugs errichtet hat.

Es trägt die Inschrift: „Opfer müssen gebracht werden". Der Mann, der diese Worte einst sprach, Otto Lilienthal, setzte sein Leben an die Verwirklichung eines Traumes, der so alt ist wie die Menschheit selbst: sich frei in die Luft zu erheben wie der Adler vor der Sonne, die Erdenschwere zu überwinden.

Die antike Sage weist uns das erschütternde Beispiel ,Ikarus', der an der Erfindung seines Vaters Daedalus zugrunde geht, Leonardo da Vinci, Maler, Ingenieur und Architekt, sucht im 15. Jahrhundert hinter das Geheimnis des Fluges zu kommen und versucht vergeblich die Konstruktion eines Flugapparates.

Erst die jüngste Zeit bringt die Frucht unendlicher Mühen und Forschung. Als Otto Lilienthal 1891 bei Berlin mit seinem Gleitflugapparat fünfzehn Meter Flugweite erzielt, ist die Erreichung des Ziels greifbar nahe, ja im wesentlichen das Problem gelöst. Man hat diesen Augenblick die Geburtsstunde des Fliegens genannt.

Höchstleistungen von wahrhaft erhabener Größe

Die Höchstleistungen unserer deutschen Segelflieger sind von wahrhaft erhabener Größe. Fünfhundert Kilometer Entfernung, über achttausend Meter Höhe und fünfzig Stunden Flugdauer wurden ohne motorische Hilfe bewältigt!

Welch eine unermeßliche Fülle von Arbeit, wissenschaftlicher Forschung, praktischer Erprobung, zähen Grübelns liegt zwischen jenen fünfzehn Metern Lilienthals und den Leistungen unserer heutigen Segelflieger, die in aller Welt Bewunderung erregten!

Wir denken an Wolf Hirth, der Stunden über den Wolkenkratzern New Yorks dahin glitt, an Peter Riedel, der 1934 den ersten Überlandflug in Brasilien zurücklegte und dabei von Sao Paolo aus im Blindflug mit Kompaßkurs über die Felsen der wilden Sierra nach Tatuhy - einhundertdreißig Kilometer weit segelte. Unter geschickter Ausnutzung der thermischen Aufwinde und mit mutigem Herzen. Es sind ganze Männer, die mit jenen schlanken Vögeln durch den Äther gleiten, Ausdruck der Majestät menschlichen Geistes, der das Geheimnis von Jahrtausenden ergründete.
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Der fliegerische Nachwuchs gerade im Kriege von höchster Bedeutung

Der Segelflug ist die große Schule fliegerischer Kameradschaft und zugleich beste Vorschulung für den Nachwuchs unseres motorischen Fluges. So mancher junge Mann, der sich in den Lagern unserer Segelflieger erprobte, steuert heute die Maschine des Kampfes mit ihren Riesenkräften oder steht seinen Mann auf einem der vielen anderen Posten unserer Luftwaffe.

Daß die Schulung unseres fliegerischen Nachwuchses gerade im Kriege von höchster Bedeutung ist, leuchtet ein. In erhöhtem Maße gilt das, was durch den Erlaß des Führers im April 1937 bei der Gründung des NS-Fliegerkorps gesagt wurde: den fliegerischen Gedanken im deutschen Volk wachzuhalten und zu vertiefen, eine vor der militärischen Dienst-Zeit liegende fliegerische Ausbildung durchzuführen und die vielseitigen luftsportlichen Betätigungen in Deutschland einheitlich zusammenzufassen.

Diese Aufgabe hat das NSFK, geführt von Korpsführer General der Flieger Friedrich Christiansen, als Kapitänleutnant und Träger des Pour le me'rite im Großen Kriege einst erfolgreichster Flieger der Seeflugstation Flandern, in Frieden und Krieg gelöst als politische Kampforganisation, Träger des Luftsports und Erzieher des fliegerischen Nachwuchses.

Einzigartig die Leistungen auf dem Gebiete des Modellbaus, des Modellflugs, des Segelflugs, des Motorflugs, fliegerhandwerkerischer Schulung und des Wehrsports.

Überzeugend in dem Kulturfilm der Tobis „Jugend, fliege!"

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  • Anmerkung : Hier ist die Bezeichnung Kulturfilm nicht nur irreführend, sondern sogar mißbräuchlich eingesetzt. Dieser Film war ganz gezielt einer der Propagandfilme aus dem Hause Göbbels.

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Was in der Schulung der in der Ausbildung des NS-Fliegerkorps stehenden Modellflugarbeitsgemeinschaften des Deutschen Jungvolks und der Fliegereinheiten der Hitler-Jugend erreicht wird, kommt überzeugend in dem Kulturfilm der Tobis „Jugend, fliege!" zum Ausdruck, den Dr. Martin Rikli gedreht hat.

Da sieht man das automatisch mit Kompaß gesteuerte Flugmodell eines Jungen, sozusagen ein Juwel jugendlicher Bastelarbeit auf praktisch-wissenschaftlicher Grundlage. Die Kompaßnadel dieses Kleinods ist mit dem Seitenruder verbunden, und ein Benzinmotorchen von 1/l0 PS und 600 Gramm Gewicht treibt dieses Modell, das vier Stunden zu einem genau bestimmten Ziel flog.
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  • Anmerkung : Hier in 1941 finden wir die ersten Beschreibungen der modernen Drohnen aus dem Ukraine Krieg ab 2022, die den Panzern der russischen Agressoren so unerwartet wirksam zugesetzt hatten.

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Oder das Schwingenflugzeug, das sich wie ein Vogel durch den Schlag der Flügel vorwärts bewegt. Mit Hilfe eines Antriebs aus Gummisträngen oder eines Benzinmotors wird eine Kurbelwelle betätigt, an der Schubstangen befestigt sind, die sich hin- und herbewegen und den Flügelschlag bewirken. Es ist die Verwirklichung des ursprünglichsten Gedankens mechanischen Fluges.
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Ein Lob auf das geniale jugendliche Schaffen

In diesem Zusammenhang seien auch die Ergebnisse des Saalflugmodellbaus erwähnt, der vom NS-Fliegerkorps erst im Dezember des vorigen Jahres (1940) mit dem zweiten Reichswettbewerb in Breslau herausgestellt wurde.

Diese hauchzarten Modelle, mit Filmhaut bespannt, sind Wunder des Leichtbaus; sie wiegen durchschnittlich ganze zwei bis drei Gramm bei etwa 50 Zentimeter Spannweite! Welch geniales jugendliches Schaffen gehört dazu, um solchen Bedingungen zu entsprechen.

  • Anmerkung : Das kostbarste Gut der jungen Bastler war das extem leichte und sensible und dennoch sehr stabile "Balsa-Holz", das aus dem Ausland aus den tropischen Regenwäldern (meist Ecuador) in das inzwischen isolierte 3.Reich eingeführt werden mußte.


Der hingebungsvolle Eifer in den Bastelstätten unserer jungen Flieger, die in kameradschaftlicher Arbeit die schlanken Segelflugzeuge bauen, und der Lohn des Erfolges im großen Wettbewerb in der Rhön - das alles zeigt uns dieser „staatspolitisch wertvolle" Film,
(Anmerkung : Hier steht es - es ist ein Propagandfilm)
der mit seinen anschaulichen Trickaufnahmen von der Wirkung des Aufwindes am Hang und der warmen Aufwinde in der weiten Natur auch dem Laien das Geheimnis der erstaunlichen Leistungen unserer Segelflieger entschleiert.
Fritz Clauss

HEROISCHE FILMMUSIK (vom April 1941)
DER KOMPONIST HERBERT WINDT

Wir haben sie noch im Ohr: die zündenden Marschlieder aus dem Film „Sieg im Westen", die dramatisch packende Musik zum Schiller-Film, die dämonisch-entfesselten Klänge zu „Johannisfeuer". Der Komponist war Herbert Windt.

Er ist längst ein Begriff geworden. Kein Komponist, der sich zu künstlerischen Kompromissen bereit findet. Kein Komponist, der seine Aufgabe leicht nimmt. Windt ist ein fanatischer Arbeiter, ein „Rebell", wenn man ihn über Filmmusik sprechen hört.

Er hat ganz andere Visionen vom musikalischen Einsatz im Film als er sie bisher verwirklichen konnte. Aber die Zeit wird kommen, meint Windt, in der die Musik souverän regiert und der Komponist nicht mehr der letzte ist, der um Rat gefragt und um Tat gebeten wird.

Bislang ist es oft ein Dornenweg gewesen, aber der Glaube an die künstlerische Sendung der Musik im Film trägt über alle Schwierigkeiten, Vorurteile und Hemmungen hinweg.

1917 wird er auf dem „Toten Mann" schwer verwundet

Herbert Windt stammt aus Senftenberg in der Niederlausitz. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Kottbus kommt der junge Musikstudent 1911 nach Berlin zum Sternschen Konservatorium. 1914 meldet er sich als Kriegsfreiwilliger und wird den 12. Husaren in Torgau eingegliedert. Bis Anfang 1917 steht Windt als Soldat im Osten, dann geht es an die Westfront. Hier liegt Windt immer bei Verdun.

Im August 1917 wird er auf dem „Toten Mann" schwer verwundet und verliert ein Auge. Über zwei Jahre muß er im Lazarett zubringen. Noch heute ist Windt schwerkriegsbeschädigt. Nach dem Krieg widmet sich Windt wieder der Musik und komponiert zunächst Lieder und Orchesterstücke. Daneben gilt seine ganze Sehnsucht der Oper. Er skizziert Opementwürfe und arbeitet fieberhaft an zahlreichen Plänen. Nebenher verdient er sich als Instrumentator und Lehrer seinen kärglichen Lebensunterhalt.

Sein Leben gehört der Musik

Sein Leben gehört der Musik, und dafür bringt er jedes Opfer. So hat Windt weit über 5000 Partiturseiten für fremde Komponisten instrumentiert, ganze Opern und Ballette. 1932 endlich glückt ihm die Uraufführung seiner Oper „Andromache" in der Berliner Staatsoper.

Aber die jüdische Musikclique ließ Windt nicht hochkommen. Sie intrigierte gegen ihn so lange, bis Windt mitsamt seiner Oper wieder draußen war! Das war zunächst ein schwerer Schlag für den jungen, ehrgeizigen Komponisten, der in seiner Oper eigenwillige musikalische Wege ging.

Eines stand fest: die Musikwelt war auf den Komponisten Herbert Windt aufmerksam geworden. Ein Stürmer und Dränger noch, ein Ringender, aber ein Musiker mit eigenem, schöpferischem Willen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Herbert_Windt

Durch Gerhard Menzel ist Windt zum Film gekommen und faßte endlich festen Boden. Der Film „Morgenrot" wurde auch für ihn zu einem bedeutenden Erfolg.
Seit „Morgenrot" hat Windt bis heute über 30 Tonfilme komponiert, daneben aber manche packende Musik zu Hörspielen geschrieben.

Zahlreiche Bühnenmusiken und erregenden Sektierergesänge

Bekannt geworden ist seine Rundfunkkantate „Flug zum Niederwald" und seine Musik zur „Deutschen Passion". Für zahlreiche Bühnenmusiken zeichnet Windt in den letzten Jahren verantwortlich, zuletzt hörten wir im Schiller-Theater seine erregenden Sektierergesänge im „Obrist Michael" von Max Geisenheyner. Von den vielen Filmen, die Windt mit einer eigenwilligen Musik versehen hat, sind seine liebsten die Arbeiten gewesen, die seine sinfonische Kraft unter Beweis stellen konnten.

Gegen die schablonisierte Unterhaltungsmusik setzt Windt schöpferische Musik. Sie klingt neu, jung und ist in eine Harmonik gebettet, die ihre Ausdrucksmittel aus dem modernen Orchesterklang zieht.

Denken wir an seine heroische Musik zu den beiden Olympiafilmen, die nichts an Eigenwilligkeit der Melodik und Instrumentation vermissen läßt. Oder an seine aufrüttelnde Musik zum dokumentarischen Spanienfilm. Wenn in beiden Filmen überhaupt noch eine Steigerung der geharnischten Klänge, ehernen Rhythmen und herben Melodien möglich war, so erreichte sie Windt durch seine charakteristische Behandlung der Bläser.

Das Unisono der Streicher und Bläser erreicht oft eine Klangfarbe, die an Richard Strauß erinnert, aber dennoch mit künstlerischer Eigenart durchgehalten wird. Im „Polenfeldzug" war es so, im Ritter-Film „Pour le me'rite", im „Triumph des Willens*', im „Sieg des Glaubens", im „Sieg im Westen", und die gleiche männliche Kraft orchestraler Gestaltung wird sich in Windts neuen Musiken zu den Filmen „Über alles in der Welt" und „Stukas" ausprägen.
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Nirgendwo Experimente, nirgendwo Kompromisse.

Neben diesen heroischen Filmen stehen Windts Kompositionen für wertvolle Unterhaltungsfilme. Eine kräftige Seemannsmusik erfüllt die Partitur zu dem Film „Geheimnis um Betty Bonn", eine anspruchsvolle, seelenvolle Musik blüht in dem Film „Das schöne Fräulein Schragg" auf, dramatisch-erregend ist das Geschehen in „Nordlicht" musikalisch kontrastiert, von klarer Einfachheit und doch eindringlicher Wirkung ist die Untermalung des Films „Am seidenen Faden".

Nirgendwo Experimente, nirgendwo Kompromisse. Das ist die künstlerische Linie, die sich auch in der musikalischen Gestaltung des Bergfilms „Frau Sixta" ausdrückt oder in der schönen stimmungsvollen Musik zu der VerfiLnung von Sudermanns „Johannisfeuer". Hier sind es die eigenartigen Fischertänze, die Windts schöpferische Phantasie auf einem Höhepunkt zeigen. - Erinnern wir auch an die Musik, die Windt zu dem in seiner stimmungsvollen Transparenz eigenartigen Film „Fährmann Maria" schrieb, an seine soldatische Musik zum „Unternehmen Michael" und an seine zweite Filmmusik zu „Flüchtlinge", die Windts dramatische Illustrierung in „Morgenrot" noch übertraf.

Im Gesamtüberblick zeigt sich eine musikalische Begabung, die dem Film Neuland erobert hat. Der Komponist sucht den Weg zur filmeigenen Musik, zu einer Musik, die nicht nur einer Szene des Films gerecht wird, sondern die ganze Stimmung und Atmosphäre einfängt.

Wuchtig und klar sind Windts neue Marschlieder, die aus seinem eigenen Weltkriegserlebais „Ton in des Schöpfers Hand" geworden sind. Herbert Windt gehört zu den Vorkämpfern einer Filmmusik, die sich ihre selbständigen musikailschen Gesetze und Ausdrucksformen schafft. In diesem Idealismus ist der Komponist freudig und unermüdlich am Werke.

Diese Lobeshymnen schrieb 1941 ein "Dr. Hermann Wanderscheck"
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Anmerkung :

Nach dem 1. Weltkrieg verfasste die Oper "Andromache", doch der Arbeit war kein grosser Erfolg beschieden - es gab nur 4 Aufführungen. Doch während der Aufführung der Oper wurde ein Produzent der UFA auf ihn aufmerksam und er erhielt daraufhin den Auftrag, für den heroischen Hitler-Kriegsfilm "Morgenrot" die heroische Musik zu schreiben.

Schnell avancierte Herbert Windt zu einem im 3.Reich von Göbbels Gnaden  zu einem begehrten Filmkomponist und er vertonte in den kommenden Jahren zahlreiche besonders heroische Propaganda-Produktionen sowie einige der späteren Durchhalte-Filme.
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Zu seinen bekanntesten Arbeiten gehören "Flüchtlinge", "Wilhelm Tell", "Die vier Musketiere", Leni Riefenstahls "Triumph des Willens", "Fährmann Maria", "Die Unbekannte", "Unternehmen Michael", "Roman eines Arztes" und Leni Riefenstahls Meisterwerk "Olympia".

In den Jahren des 2. Weltkriegs schrieb Herbert Windt weiterhin für zahlreiche Filme die Musik, darunter auch viele Propaganda-Produktionen. Seine Musik untermalte die Filme "Kadetten", "Legion Condor", "Friedrich Schiller", "Stukas", "G.P.U.", "Die Entlassung", "Paracelsus", "Besatzung Dora" und "Die Degenhardts".

Nach dem 2. Weltkrieg wurde Herbert Windt wegen seiner (frühen) Mitgliedschaft in der NSDAP und seiner überaus aktiven (und freiwilligen) Beteiligung an Hitlers Propagandafilmen für mehrere Jahre mit einem Arbeitsverbot belegt. Ab 1948 konnte er jedoch seine Laufbahn wieder aufnehmen. (siehe revidierte "Persilscheine")

Zusammenfassend war Herbert Windt mehr als die ganzen 12 Jahre ein hundertprozentiger NAZI.

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Neue Gesichter in neuen Filmen

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BRUNI LÖBEL

spielte zuerst in „Heimatland". Im Anschluß an verschiedene Theater-Engagements wurde ihr eine Rolle in dem neuen Film „Jungens" übertragen

LOTTE HAMANN

spielte ihre erste Rolle in dem Film „Was tun, Sibylle?", wir sehen sie auch in dem heiteren Film „Der 7. Junge"

SUSI PETER

stammt aus Wien. Es ist auch ein Wiener Film - „Liebe ist zollfrei" -, in dem sie ihre erste Filmrolle hat. Nach dem Besuch der Schauspielschule ist sie beim Theater tätig.

BETTINA HAMBACH

erhielt bei Lucie Höflich Schauspielunterricht, ihre erste Rolle spielt sie in dem Film „Komödianten", außerdem wird man sie in „Jakko" sehen.

PAULETTE COLLAR

kommt vom Tanz her und ist auch als Schau-" Spielerin ausgebildet. In dem Film „Die Geschichte eines Lebens" steht sie zum erstenmal vor der Kamera.
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EVA IMMERMANN

wurde nach ihrer Ausbildung an Theatern in Berlin, Mährisch-Ostrau und Aachen verpflichtet, spielte zuerst in dem Film „Es war eine rauschende Baflnacht" und ist jetzt neben Zarah Leander die Partnerin von Hans Stuwe in dem Film „Der Weg ins Freie"
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LUCY MILLOWITSCH

ist Wienerin. Wahrend eines Engagements beim Berliner Schiller theater erhielt sie die ersten kleineren Filmrollen; jetzt spielt sie in „Komödianten" eine junge Schauspielerin aus der Truppe der Neuberin
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„Liebe - Männer und Harpunen"

Unter diesem abenteuerlichen Titel verbirgt sich ein schwedischer Film, der in deutschen Filmtheatern die Bekanntschaft mit schwedischer Filmkunst und schwedischen Schauspielern vermitteln wird. Wenn von Harpunen die Rede ist, dann kann es sich nur um Wale und Walfischjagd handeln, und so lernen wir denn den Helden des Films, den der Dichter Allan getauft hat, als einen Meister der Harpune kennen!

Wie Allan auf den Walfänger gekommen ist, obwohl er doch die schöne und reiche Sonja heiraten soll? Nun, da gibt es noch den Steuermann Olav. Auch der liebt nämlich Sonja, ja vielleicht noch mehr als Allan, und Olav bringt es nun fertig, seinen Rivalen auf den Walfänger zu locken und ihn so lange festzuhalten, bis das Schiff bereits die hohe See erreicht hat.

Allan ist ein Gefangener des Walfängers, bald tut er aber freudig seine unfreiwillig übernommene Pflicht, und so gewinnt nun der Zuschauer gleichsam mit Allan einen interessanten Einblick in das Leben auf einem solchen Walfänger, Gewiß denkt Allan noch oft an seinen Vater und auch an Sonja zurück, aber die Harpune erfordert seine ganze Aufmerksamkeit ..... ein halbes Jahr lang!

Ja, eine Jagd auf den Wal in den Gewässern der Antarktis, im Südlichen Eismeer entbehrt nicht der Abenteuer und der Romantik, obwohl sie rein nüchternen Zwecken dient und ganze Arbeit erfordert. Da späht der Mann im Ausguck hoch oben am Mast, in dem dicken schweren Korb, unermüdlich nach den Walen aus. Neben dem Käpt'n auf der Kommandobrücke steht der Schütze, gespannt auf den Augenblick wartend, um zur Kanone zu stürzen.

Es geht los

Plötzlich brüllt die Stimme aus dem Mastkorb: „Wal in Sicht!" Leise versucht das Schiff an den Wal heranzukommen. Auf 50 Meter ist das Schiff jetzt heran.
Da, jetzt zielt der Schütze und drückt ab. Drohend blickte vordem die spitze Harpune aus der Kanone, und nun fliegt sie zischend wie ein Pfeil über das Wasser.

Der Schuß ist gut, und der Wal ist getroffen! Im gleichen Augenblick ergeht der Befehl an den Maschinenraum: „Maschine volle Kraft rückwärts!" doch der Walfänger wird für einige Minuten mit unheimlicher Kraft vorwärts gerissen.

Der Wal, der inzwischen untergetaucht ist, wehrt sich in verzweifelter Todesangst gegen die Fessel, die ihn an das Schiff kettet. Aber es hilft ihm nichts. Nach einiger Zeit ist alles Leben in dem riesigen Tier erloschen. -

Die Verarbeitung des Wals

Die Verarbeitung des Wals geht heute in der modernen schwimmenden Wal-Kocherei vor sich, die in drei übereinander geordnete Decks gegliedert ist.

Zuoberst befindet sich das Schlachtdeck, auf dem der Walkörper enthäutet und abgespeckt wird. Während die Haut des Wals keinen besonderen Verarbeitungswert hat, enthält der Speck das wirtschaftliche Hauptprodukt: das Öl!

Das hochwertig gereinigte Walöl fließt in das unterste Deck, das Tankdeck. Neben dem öl aber werden noch andere Produkte verarbeitet, so die manchmal bis zu zehn Tonnen schwere Walzunge, die Knochen und vor allem das Walfleisch. Alle Männer an Bord eines Walfängers müssen schnell und kräftig zupacken. Denn ein einzelner Wal muß, nachdem er an Bord hochgezogen ist, in einer einzigen Stunde von Deck „verschwunden" sein, um dem nächsten Platz zu machen. Zwanzig Wale müssen nämlich allein an einem Tage verarbeitet werden, wenn die Kalkulation nicht kopfstehen soll. Ein deutscher Walfänger hat es einmal auf die Höchstziffer von 43 Walen am Tag gebracht!

Doch kehren wir wieder zu Allan zurück, der die Harpune in dem neuen schwedischen Film so meisterhaft zu beherrschen weiß. Als ein trefflicher Harpunierer genießt er eine gewisse Sonderstellung.

Harpunierer, die ihr Fach verstehen, sind - muß man wissen - begehrte Leute. Von einem Norweger, Christian Andersen, erzählt man, daß er der beste Harpunierer der Welt sei und früher alljährlich in den Fangmonaten die Kleinigkeit von 250 000 Kronen verdient habe.

Allan hockt an der Harpune, und Sonja weint sich die Augen aus, weil sie kein Lebenszeichen von ihm hat. Der eifersüchtige Olav hat nämlich die ganzen Briefe unterschlagen!

Doch auch in einem Walfängerfilm kommt die Liebe zu ihrem Recht, und Allan und Sonja sinken sich beglückt in die Arme. Und Olav, der finstere Steuermann, bleibt weiter an Bord des Wal fängers, der seine zweite Heimat geworden ist.

Berliner Ur- bzw. Erstaufführungen im März 1941

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  • „Der liebe Augustin" 7.3. Capitol. Spielleitung E. W. Brno (Wien Film - Terra - Herstellungsleitung Karl Künzel). Jugendverbot. Volkstümlich wertvoll.
  • „Der laufende Berg" (nach dem Roman von Ludwig Ganghofer) 10.3. U.T. Kurfärstendamm, U.T. Friedrichstraße und Atrium. Spielleitung Hans Deppe (Ufa - Produktion Peter Ostermayr). Jugendfrei. Volkstümlich wertvoll. Feiertagsfrei.
  • "Kopf hoch, Johannes" 11.3. Tauentzien-Palast. Spielleitung Viktor de Kowa (Majestic-Tobis). Jugendfrei. Feiertagsfrei.
  • „Unser Fräulein Doktor" 17.3. Capitol. Spielleitung Brich Engel (Klagemann - Märkische-Panorama-Schneider-Südost). Jugendfrei.
  • „Am Abend auf der Heide" (nach einer Novelle von F. B. Cortan) 20.3. Tauentzien-Palast, U.T. Friedrichstraße und Atrium. Spielleitung Jürgen von Alten (Cine-Allianz - Urban-Pfeiffer-Deutschland-Ring-Film - Produktionsleitung F. Pfitzner). Jugend verbot.
  • „Über alles in der Welt" 21.3. Ufa-Palast am Zoo. Spielleitung Karl Ritter (Ufa - Herstellungsgruppe Karl Ritter). Jugendfrei. Staatspolitisch wertvoll. Jugendwert. Feiertagsfrei.
  • „Liebe - Manner und Harpunen" (Valfangare) 20.3. Marmorhaus. Spielleitung Anders Henrikson (Svensk-Film - Forum). Jugendfrei-Original mit einkopierten Titeln.

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Filme, die wir sahen

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„Am Abend auf der Heide"

Cine-Allianz im Verleih Urban-Pfeiffer-Deutschland-Ring-Film. Ein Film nach einer Novelle von C. B. Cortan. Filmentwurf Thea v. Harbou. Spielleitung Jürgen von Alten. Darsteller: Magda Schneider, Heinz Engelmann, Else von Möllendorff, Günther Lüders, Lotte Rausch, Albert Florath, Siegfried Schürenberg, Walter Steinbeck, Curt Vesper mann, Walter Bechmann, Ellen Hei nicke, Oscar Sabo, Erich Ziegel, Oskar Balhaus, Oskar Höcker, Friedrich Ettel, Gerhard Dammann, Paul Luka, Paul Rehkopf, Heinz Freiberg und Ilse Meudtner. Musik Edmund Nick unter Verwendung des Liedes „Am Abend auf der Heide" von Eldo di Lazzaro. Kamera Otto Baecker. Bauten Gustav Knaur und Botho Höfer. Ton Erwin Schänzle. Jugendverbot.

„Am Abend auf der Heide" heißt ein vielgesungener Schlager, den man zum Hauptdarsteller eines nach ihm benannten Films machte. Der Schlager spielt, wenn man so sagen darf, die erste Geige; nach seinen Klängen wird gesungen, getanzt, gelebt und geliebt, er verändert Farbe und Rhythmus, je nachdem, ob die Handlung einen Marsch, einen Foxtrott oder Walzer braucht.

Die Handlung: Nach einer Novelle von F. B. Cortan erzählt Thea v. Harbous Filmentwurf die Geschichte eines jungen Komponisten, der zwar voll guter Gaben steckt, dem jedoch ob seiner leicht verlotterten Lebensführung nichts mehr einfällt. Ein wohlmeinender Oheim hat ihm einen Bauernhof vermacht. Der hoffnungsvolle Tondichter will den Heidehof verkaufen, doch als er ihn und seine reizende Wirtschafterin kennenlernt, als ihm ein prachtvoller alter Landarzt den Kopf zurechtsetzt, merkt er schließlich - dem Zuschauer scheint dies ein wenig spät -, wie schön sichs in einem Dasein geregelter Arbeit auf dem Lande leben läßt.

Den Erfolg dieses Films macht neben den wirklich schönen Heideaufnahmen des Kameramannes Otto Baecker namentlich auch die Reihe der vielen, liebevoll zusammengestellten Nebenhandlungen und -figuren aus. Außer Magda Schneider, der hübschen und überzeugenden Hof Verwalterin, und Heinz Engelmann, dem sympathischen Schlagerkomponisten, sehen wir Albert Florath als Landarzt im Einspänner durch die Heide fahren, die prächtige Lotte Rausch als Magd den Melkeimer schleppen, den pfiffigen Günther Lüders auf der Walze und in St. Pauli seine Spaße treiben, erleben wir sogar, wie auf dem erwähnten Bauernhof sich Leute vom Film einquartieren und die ländliche Einsamkeit mit ihrem Betrieb in ameisenhafte Bewegung setzen. Else v. Möllendorff gefällt in diesen Szenen besonders als Schauspielerin Evi Birkner, Walter Steinbeck ist ein "gewiegter" (?) Regisseur und Curt Vespermann sein springlebendiger Aufnahmeleiter. In weiteren Rollen fielen Siegfried Schürenberg, Oscar Sabo und Erich Ziege! auf. Freundlicher Beifall belohnte den von Jürgen von Alten inszenierten Film.
Hans Bulcke
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„Liebe - Männer - und Harpunen"

Ein Svensk-Film im Verleih Forum-Film, Rheinische Cürten, Südost. Originaltitel „Valfangare" („Walfänger"). Nach einer Idee von Tancred Ibsen, Spielleitung Anders Henrikson, Darsteller: Allan Bolilin, Eric Berglund, Tutta Rolf, Hauk Aahel, Artur Bolen, Oscar Egede-Nissen. Deutsche Sprecher: Hermann Giese, C. W. Burg, Dolly Raphael, Walter Werner, Heinz Herkommer, Hans Kettler. Spielleitung der deutschen Fassung: Bruno Hartwich. Jugendfrei.

Von Schweden kam dieser Abenteurerfilm zu uns herüber, der seine Zuschauer die Reise mit einem Walfangschiff von einer kleinen norwegischen Hafenstadt aus bis ins südliche Eismeer erleben läßt und dabei geschickt die Auge und Herz erfreuenden Elemente - schöne Frauen, Tanz und Fröhlichkeit einerseits, harten Männerkampf mit tobenden Stürmen, Rivalen, und den harpunierten Riesentieren des Meeres andererseits - durcheinandermischt.

Zwei Männer lieben eine Frau. Der eine ist Millionärssohn und nebenbei ein liebenswürdiger Taugenichts, der andere ein etwas rauhbeiniger Steuermann auf dem Walfänger. Durch eine List lockt der Seemann seinen Nebenbuhler auf das Schiff; als der Taugenichts die von Schlaf und Alkohol trunkenen Augen aufschlägt, blickt er rundum auf das weite Meer. Die Arbeit auf der schwimmenden „Walkocherei" und später die höchste Anspannung aller Kräfte erfordernden Erlebnisse auf dem Fangschiff machen aus dem Millionärssohn einen brauchbaren Mann, der nach einer höchst realistisch gezeigten Prügelei mit dem rauhen Seebär auch das Mädchen Sonja bekommt.

Das Interessanteste des Films sind ohne Zweifel die Bilder vom Fang der Wale und vom harten Leben jener Männer, die Woche um Woche, Monat um Monat in der Wüste des Eismeeres ihrem Beruf nachgehen. - Die weibliche Hauptrolle verkörpert Tutta Rolf, bei uns unvergessen durch den Film „Swedenhjelms", in dem sie die Partnerin des verstorbenen Gösta Ekman war. Die Verehrer des Mädchens Sonja spielen Allan Bohlin und Oscar Egede-Nissen männlich und überzeugend, in einer Komikerrolle sieht man Artur Rolen. Für die Spielleitung zeichnet Anders Henrikson.
Hans Bulcke

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