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 Homepage   /  Die Hersteller  /  Grass Valley
Eine Zeit lang die besten Bildmischer bis die Fese kam.



Grass Valley war zu den "Monopolzeiten" der Fese hier in Deutschland, also eigentlich in den gesamten von der Fese dominierten Sendern Europas, unbekannnt. Es gibt da komische Legenden aus den Interna von US Firmen, nach denen die "Vice Presidents" Sales gefeuert wurden, nur weil sie nach Europa verkaufen wollten !!! Diese sogenannten "offshore Gebiete" da draußen irgendwo vor Neupfundland seien kein Markt für seriöse US amerikanische Firmen, wie gesagt, es sei nur eine Legende. (offshore steht im amerikanischen Sprachgebrauch oft abfällig für "irgendwo weit draußen vor unserer Küste")

 

Als der Markt der Profi-Kameras durch die überragende Qualität und Preis-Leistung der Japaner in der modularen Kamera- Systembauweise aufgebrochen wurde und internationale Schnittstellen "definiert" worden waren, da probierten vornehmlich die privaten Sender, sich eine Technik aus Modulen zuzulegen und dann erst konnte Grass Valley die Ideen und die Qualität seiner Regiepulte voll ausfahren.

 

Natürlich gab es ein Wettbewerbsverhältnis zur Fese und vermutlich "befruchtete" und beschleunigte der Wettbewerb (zwangsweise) die Kreativität der Entwickler und Ingenieure, schnell konkurrenzfähige Geräte auf den Markt zu bringen. Doch die Fese saß an der PAL Quelle und Grass Valley hatte immer zuerst NTSC im Blickfeld. Alleine die Japaner hatten es schnell kapiert, multinorm- und multifunktionale Systeme zu entwickeln, denn die japanische Norm zum Beispiel, die wollte keiner auf der Welt.

 

Eine Zeit lang war die Fese mit ihren ganz neuen digitalen Sendestudios vorne. Daß sie am Ende alle im gleichen Topf landen würden, das hatten sich (ganz sicher) weder die Leute von der Fese (inzwischen dann BTS und dann Philips Broadcast) noch die von Grass Valley jemals zu träumen erlaubt.

 

Daß aber irgendwann der ganze französische (übrigens halbstaatliche) Thomson Laden mal in "Grass Valley" umgetauft werden würde, das waren einstmals unerhörte spinnerte Visionen von absolut kranken Kollegen. Und es waren sicher verbotene Träume der amerikanischen gekauften Kollegen. In der "Gran de Nation" kam das übrigens gar nicht gut an, da doch in Frankreich per Gesetz das Englische aus dem Sprachgebrauch verbannt werden sollte.

 

Doch wie heißt der komische alte Spruch:

 

"Und erstens kommt es anders und zweitens als man denkt."

 


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