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Edy Dengel und seine frühen Filme ab 1918

Sie sind hier auf den Seiten eines ganz frühen Filmpioniers, der bereits 1918 mit 17 Jahren einen ersten 35mm Kinokrimi produziert hatte. Es war in dem kleinen Städtchen Biebrich am Rhein - südlich von Wiesbaden.
Diese Aufarbeitung des deutschlandweit einmaligen Engagements eines 17jährigen ist mit einer Menge originaler Unterlagen aufgearbeitet und hier nach Jahreszahlen aufzufinden.

Am besten beginnen Sie auf der einführenden Seite hier.

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PARK-LICHTSPIELE - Biebrich Wiesbadener Straße 39

Von was spricht Jeder ???

  • VON DEM SOLANG ERWARTETEN BIEBRICHER FILM !
  • Ab morgen bis Dienstag: "Das Schloß des Schreckens !"


Detektiv-Drama in 5 Akten - Inszeniert von Edy Dengel (Hauptdarsteller) als Detektiv Fred Repps.
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Hier steht es jetzt ganz deutlich : 18. Juli 1920 !

Der in 1918 angefangene Horror-Krimi "Das Schloß des Schreckens" wurde erst im Juli 1920 uraufgeführt und zwar in den befreundeten Park-Lichtspielen direkt am Biebricher Schloßpark. Die damals benannte "Wiesbadener Straße" ist (seit 1928) bis heute die Straße "Am Schloßpark". Der Kinobetreiber war damals ein Herr Willy Däsem, ein Freund der Familie Dengel.

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ANZEIGE (18.7.1920) (in welchem Blättchen ?)
PARK-LICHTSPIELE - Biebrich Wiesbadener Straße 39

Heute Dienstag ! - Der so lang erwartete BIEBRICHER Film "Das Schloß des Schreckens" - Detektiv-Drama in 5 Akten - Hauptdarsteller EDY DENGEL, BIEBRICH-MOSBACH

Der Film ist aufgenommen in Biebrich, Wiesbaden, Neues Museum, Chausseehaus, Bahnhof Landesdenkmal, Rheinufer, Badeanstalt Ezelius, Dotzheimer Chaussee, Wiesbadener Allee, Tannhäuserstreße, Mosbach, Bachgasse.

Das Schloß des Schreckens ..... VILLA GERMANIA, Weinbergstraße

Personen: Fred Repps, Detektiv ---- Edy Dengel,Biebrich
Rolf - G.Biebeler, Kitty ---- seine Gehilfen - Kitty Rico, Wiesbaden
Messer-Jim, ein Verbrecher ---- Rudi Mößmer, Biebrich

Ferner: "Was tut man nicht alles für's Kind" - Lustspiel in 3 Akten
Anfang 7 Uhr - Sonntag 3 Uhr

  • Anmerkung : Biebrich (am Rhein) und das nördlich gelegene kleinere Mosbach waren noch zwei getrennte nebeneinander liegende Orte. Die Gibb lag so ziemlich in der Mitte zwischen den Ortskernen. Beide Orte hatten später fusioniert und der neue Ortsname Biebrich- Mosbach mutierte nur noch zu "Biebrich".

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19.7.1920 - Biebrich im Film :

Bisher konnte man im Kino alle möglichen Gegenden aus den verschiedensten Weltteilen sehen, aber nicht die Heimat. -  Dazu ist nun Gelegenheit geboten durch den Film:

"DAS SCHLOß DES SCHRECKENS" der seit Samstag in den Park-Lichtspielen gegeben wird.

Es handelt sich um die Aufdeckung eines Mädchenhändler- nestes. Das Stück spielt irgendwo am Hudson in Amerika, ist aber in Biebrich aufgenommen und z.T. durch Biebricher Personen dargestellt. Das ist es gerade, was den Zuschauer interessiert und einen großen Zudrang zu den Vorstellungen zur Folge hat.

Wenn die "altehrwürdige" Villa GERMANIA in der Weinberg- straße als Schauplatz der Handlung erscheint oder in der Bachgasse, in der Wiesbadener Allee oder an der Mosbacher Eisenbahnbrücke oder an dem Eisenbahnübergang an der Hammermühle die aufregende Jagd auf Verbrecher mittels Fahrrad, Motorrad und Auto sich abspielt oder wenn der "Sokrates" (Anmerkung : ein Sportboot mit Motor) mit seinem uns bekannten Führer über den Hudsonfluß saust, das will jeder einmal gesehen haben.
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30.7.1920 - Biebrich im Film :

Die Firma "AXa-Film" hat die Vorarbeiten für das 2.Abenteuer der Fred-Repps-Serie, betitelt "Der Mann mit der Todesmaske", beendet, sodaß mit den Aufnahmen in der nächsten Zeit begonnen werden kann. Der Regisseur EDY DENGEL hat für diesen Film eine ganze Fabrik angekauft, um große Sprengsensationen, die der Film enthält, zu machen. Für diesen Film sind noch ca. 20 weitere Sensationen vorgesehen.

30.8.1920 - Biebrich im Film :

Die "Axa-Film GmbH" teilt mit, daß sie mit den Aufnehmen für ihren zweiten Sensations-Detektiv-Film 'Der Mann mit der Todesmaske' am 1.Sept. beginnen kann. Für den Film sind etwa 20 Sensationen vorgesehen, u.a. ein Sprung von der Kaiserbrücke und die Sprengung einer Fabrik. Die Titelrolle spielt Carl Clouth, ehem. Mitglied des Wiesbadener Residenztheaters. Die Aufnahmen werden unter Leitung des Regisseurs Edi Dengel, der wiederum den Detektiv spielt, in Wiesbaden, Biebrich und Mainz aufgenommen.

24.9.1920 - Biebrich im Film :

Bisher war es unsern Kinofreunden nicht vergönnt, selbst in einem Film mitzuspielen, resp. sich selbst auf der Leinwand zu sehen; dem ist nun Gelegenheit gegeben. EDY DENGEL, der Regisseur und Hauptdarsteller der Fred Repps- Sensations-Detektiv-Serie, kurbelt morgen vormittag 10Uhr bei günstiger Witterung vor der neuen Sparkasse, Thelemannstraße (heute: Elise-Kirchner-Str.), eine Szene für seinen 2.Film "Der Mann mit der Todesmaske", in welcher ca 5o. hiesige TALENTVOLLE Damen und Herren mitwirken können.

Ferner sind in dem Film auch diesmal wieder die bekanntesten Straßen und Gebäude zu sehen, so daß dieser Film eine Sensation für Biebrich bedeuten wird. Die übrigen Sensationen, z.B. Sprung von dem höchsten Brückenbogen der Kaiserbrücke in den Rhein, der Sprung des Detektivs von einer fahrenden Elektrischen auf ein vorbeisausendes Auto, der Kampf auf demselben u.v.a. werden nächste Woche gedreht und jedesmal bekanntgegeben.
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