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In Deutschland gab es nur wenige Optik Firmen

und es gab nur eine, die sich im Bereich der Fernseh-Studio-Optiken überhaupt geschlagen hatte. Die Firmen Carl Zeiss und Ernst Leitz, die bauten ganz edle Spezialoptiken für Mikroskope, Sternwarten oder Filmkameras und Projektoren, aber nichts im Fernsehbereich.

Alleine Schneider Bad Kreuznach stieg hier ein und es war ein schwieriges Geschäft in der Niche. Darum erst einmal eine Übersicht, was es im Einzelnen überhaupt gab und wo sie (an welchen Kameras) anzutreffen waren.

Inzwischen stehen bei uns mindestens 10 (Stand März 2010 etwa 20) von diesen großen dicken 25 Kilo Boliden.

Natürlich musste Scheider sich auch mit dem Wettbewerb beschäftigen. Anfänglich gab es da nur Angenieux aus Paris und Rank Taylor Hobson aus Leicester-England. Doch das änderte sich recht bald. Bereits 1972 kamen die ersten Japaner mit recht simplen Fujinon Optiken hier an. Eine 3 Röhren Shibaden Industrie Farb-Kamera haben wir geerbt und natürlich zerlegt.

Ab den frühen 80er Jahren gaben die Japaner ordentlich Gas (bei der Entwicklung), die Europäer wägten sich zu sehr in Sicherheit und wurden unverhofft überrundet. Als die BTS/Fese sich noch mit der KCM 125 beschäftigte, bauten die Japaner bereits an Halbleiter Chips anstelle der Röhren und an höchstintegrierten speziellen Prozessoren, stromsparend und klein. Und wieder mußten die Optiken völig anders konzipiert werden.

Worauf müssen wir als Leser achten ?

Die empfindliche Sensorfläche einer Plunmbikon Röhre aus einer KCM 125

Die Studio- und Profi-Farbkameras zu dieser Zeit hatten alle bereits das Philips Plumbicon als Aufnahmeröhre. Mit dem Orthicon ging es einfach nicht und mit dem Vidicon auch nicht.

Je größer die Bilddiagonale war, desto höher war die Lichtempfindlichkeit und desto größer mußte auch der nutzbare Duchmesser der Optiken sein. Das sind alles ganz normale optische Grundlagen, "die weiß man" oder halt noch nicht.

Darum ist eine wichtige Aussage
, für welche Sensor-Diagonale (einer Orthicon oder Plumbicon Röhre oder "den" Chip) ist diese oder jene Optik entwickelt worden. Studiokameras hatten damals fast alle einen 1" Sensor und damit eine 1" Optik, mobile und Semiprofi Kameras hatten 2/3" bis runter zu 1/3" Sensoren, aber dann mit ziemlichen Einschränkungen.

Dann ist der (oder das) Zoom (Objektiv) Bereich ein wichtiges Kriterium. Je größer der Zoom Bereich, desto flexibler war diese Optik, mußte also nicht von Fall zu Fall getauscht werden. Das ging zwar recht einfach, es mußte aber eine zweite Kiste mit einer zweiten Optik mitgeschleppt werden.

Und als Drittes gab es die Lichtstärke als Kriterium, wobei dann alle 3 Kriterien zusammen für die Größe und das Gewicht einer Optik ausschlaggebend waren.

Die Namensvergabe bei Schneider ?

Noch habe ich mit den Experten von damals nicht gesprochen, aber es soll kommen, die Anregungen sind schon unterwegs.

Nach dem bisherigen Kenntnisstand ist der Variationsbereich des Zooms und die kleinste Brennweite immer draußen drauf gedruckt, sodaß man bereits durch die Type in etwa von der Funktionalität der Optik ausgehen konnte.

Also ein Schneider 30 x 26 hat einen Zoom-Bereich von 1:30 und eine 26mm Brennweite im Weitwinkel- Bereich. Vorne im Objektiv steht dann ganz exakt Variogon 26-800mm.


Also schaun wir mal rein, was Schneider Kreuznach so zu bieten hatte.


und noch etwas für die Laien - was ist EFP und ENG

EFP steht für : electronic field production

ENG steht für : electronic news gathering ( ein Unterbereich von EFP)

bei uns heißt es dann auf Deutsch

EB = Elektronische Berichterstattung

ein Blick hierein ist ok

www.camcorderinfo.com/content/Glossary.htm


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