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Von den Max Killi Stativen gibt es mehrere Versionen

Und erst im direkten Vergleich erkennt man die Weiterentwick- lungen der Münchner Ingenieure. Bei dem ersten Stativkopf, der bei uns im Einsatz war, fiel auf, daß es zwischen geschmeidigem Schwenken (also Drehen) und fixierter Feststellung keine fließenden Übergänge gab. Entweder fest oder frei - das konnte diese Technik der Backenbremse anbieten.

In dem Nachfolgemodell wurde das geändert. An zwei Stellen wurden jeweils kleine gerändelte Alu-Knöpfe (Stellschrauben) einkonstruiert, die ein variables Bremsen beim Drehen ermöglichten. Die große Backenbremse zum kompletten Feststellen wurde beibehalten. Mehr dazu steht auf der Seite über das Reinigen des Innenlebens der Schwenktechnik.
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Rücksicht auf verschiedene Kamera-Schwerpunkte

Um mehreren, aber bestimmt nicht allen Kameras und deren unterschiedliche Gewichte und Schwerpunkte entegegen zu kommen, wurde eine verschiebbare Montageplatte (das ist die Aufnahme mit den Schienen für die Keilplatten auf der Unterseite der Kameras) ergänzt.

Und damit es auch für Hilfs-Assistenten (sogeannte Hiwis = Hilfswillige) verständlich war, wurden die Einstellungen mit Nummern von 1 bis 7 (markiert durch blanke Bohrungen in einer Reihe) für die Ewigkeit markiert. In dem flexiblen Teil ganz oben war dazu eine Aussparung eingefräst, in der man jeweils eine dieser Reihen sehen konnte.

So konnte man den Schwerpunkt in gewissen Grenzen ausgleichen.
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Wenn die Keilplatte sich verkeilt hatte

Eine der schweren Fernseh-Kameras mit der Keilplatte konnte man mit etwas Schwung so fest in die Aufnahme-Schienen des Stativ-Kopfes einschieben, daß man die Kamera ohne leichte Gewalt nicht mehr von dem Kopf herunter bekam.

Dafür gab es dann besondere Keilplatten, die man unter die Kamera schrauben konnte und die man mit einem kleinen Hebel und gleichzeitigem Entsperren der Rasten wieder nach hinten ausdrücken konnte. Das funktionierte aber nicht mit allen Keilplatten.

Ich habe zum Entsprerren der beiden Rasten immer eine Schraubzwinge dabei, denn die beiden Hebel, sebst wenn sie - wie bei uns - nahzu perfekt geschmiert sind, erfordern einges an Kraft. Und dann noch die Keilplatte rückwärts ausdrücken, das ist schweißtreibend.
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Das Neigen der Kameras war ein Problem

Wie auf der anderen Seite über die ältere Variante des Max Killi Stativkopfes geschrieben, war die Neigeachse des Kopfes mit der aufgesetzten Kamera fix. Und damit konnte eine schwere Kamera bei erheblichem Neigen nach unten (meist nach vorne) die Kamera ein Übergewicht zu Lasten eines zu untergwichtigen Kameramannes bekommen und mitsamt dem Stativ nach vorne kippen.

So hatte man in den Stativkopf Federkräfte eingebaut, die dem Kameramann deutlich zeigen sollten, wo die Grenzen der Neigung liegen. Als letzte Sicherung wurde die Neugung mit einer speziell ausgefästen Schablone in beiden Richtungen begrenzt.
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Die beiden Federelemente in der Mitte

Hier nochmal ein Blick auf die beiden Federelemete und deren massive Verschraubung, die auch die Aufgabe hatten, die Kamera in die waagrechte Mittelstellung zurück zu holen.

In der ersten Version des Stativkopfes war nur ein Federelement enthalten und so war dort die Rückstell-Federkraft nur leicht zu spüren. Hier ist es schon ganz deutlich zu fühlen, daß die schwere Fernsehkamera in die Waagrechte zurück "möchte".
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