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Wo ist das Museum oder wo sind die Museen zu finden ?

Die hypothetische Frage ist schon leicht provokant, denn das reale Museum gibt es gar nicht. Wie auf der Startseite benannt, handelt es sich um mehrere virtuelle Museen von großen Ausmaßen - eigentlich schon sehr großen Ausmaßen.

Lassen Sie uns mal einen fiktiven Besuch simulieren :

Ein Server mit 8 Prozessoren und 8 modernen Harddisks
Unsere leeren Racks in 2004
Unser zentraler Switch
Anzeige der Klimaanlage

Unser "physikalisches" Museum ist klein, man könnte es mit ca. 30 Kilo Gewicht sogar tragen. Und es steht gut versteckt tief im Keller eines Verwaltungsgebäudes. Auf jeden Fall ist es vor unangemeldeten Besuchern sicher. Unser Museum wohnt nämlich in einer "Kollokation".

Es gibt in Wiesbaden (wie auch in Frankfurt und anderswo auf der Welt) viele dieser Server-Räume, die wir sogenannte Kollokationen nennen. Dort stehen hinter dicken Mauern und mehreren Stahltüren mit elektronischen Sicherheitsschlössern ganz viele Netzwerk-Server in sogenannten Racks.

Das sind hohe massive Stahlschränke mit gelochten Stahlblechtüren und sogenannten 19" Montageschienen. In diese Schienen werden die Montageplatten bzw. Halteschienen eingeschraubt, auf denen dann die Netzwerk-Server wohnen.

Jeder Stahlschrank hat einen eigenen Netzwerkanschluß (meist 100 Mbit/s - oft auch bereits 1 Gigabit/s) zum Switch oder zum Router sowie einen eigenen Stromanschluß zur 230V Notstromversorgung. Diese Schränke stehen in langen Reihen nebeneinander und sind von vorne und von hinten zugänglich.

Dazu ist der Raum voll klimatisiert, das ist der wichtigste Knackpunkt. Diese Server erzeugen eine nicht unerhebliche Wärme. Die Leistung eines einzigen Servers kann von 120 Watt bis weit über 2 Kilowatt gehen.

In den moderneren Colokations-Sälen wird inzwischen mit ganz normalem Wasser als Transportmittel die Wärme aufs Dach abgeführt oder damit im Winter sogar der ganze oberirdische Komplex beheizt.
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Ins Museum gehts unter die Erde . . .

Doch das muß nicht überall so sein. Viele solche Lokalitäten sind auch oberirdisch und erstaunlicherweise sogar im 10. und 12. Stockwerk von Hochhäusern untergebracht. Wenn es sich um unkritische Web-Server handelt, ist das unerheblich. Bei Banken und Versicherungen ist das natürlich überhaupt nicht mehr tolerabel bzw. akzeptabel. Da stehen die kritischen Transaktions-Server sogar tief unten in richtigen Bunkern.
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Die erste Stahltüre
Die zweite Stahltüre

Eine Etage tiefer - das erste Hemmnis ...

Diese Stahltüren im Kellergeschoß sollen nicht nur Ein- brecher und Feuer abwehren, auch unbefuge Besucher können da nicht rein. Sie benötigen einen elektronischen Schlüssel.

Dann kommen Sie erst mal "nur" in einen langen Flur
oder Vorraum, in welchem Sie sich eine von ganz vielen Türen zu den diversen Server-Räumen aussuchen können, jedenfalls wenn Sie wissen, in welchen sie eigentlich möchten. Doch das verraten wir nicht.

Hier wartet bereits das zweite Hemmnis auf Sie, nämlich die zweite dicke große Stahltür, und wieder mit einem elektronischen Schloß. Und dann wären Sie drinnen, in unseren "heiligen Hallen" - in unserem "Museum".

und nichts als graue Schränke

Und jetzt kommt die große Enttäuschung:

Keine Radios oder Tonbandgeräte, keine Fernsehkameras oder Hifi-Verstärker oder gar Plattenspieler, nur graue und auch noch verschlossene Stahlschränke mit ganz vielen roten und grünen Lämpchen - absolut trostlos.

Im Bild rechts sehen Sie im Schrank links unten noch die älteren Server aus 2007, die inzwischen (2014) schon lange ausgedient haben. In den letzten Jahren sind nämlich diese Server um den Faktor 10 leistungsfähiger geworden, unsere Software ist auch um den Faktor 4 anspruchsvoller geworden, und somit war ein Austausch sinnvoll, nicht nur notwendig. Dazu sind es jetzt wieder weniger Server geworden, zwei warten im sogenannten "Standby" auf den Notfall-Einsatz, also im stromsparenden 22 Watt Bereitschaftsmodus.
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die beiden neuen (2014) Server

Da drinnen wohnt also das Museum ....

Die Museen-Webs wohnen im oberen Server und dort auch nur in einem der sogenannten virtuellen Server auf diesem Server.

Das mit den virtuellen Servern in einem Server ist sehr verwirrend, wird aber hier auf dieser Seite besser erklärt.
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Die eigentliche Arbeit des Anzeigens macht "der" hier ....

Ein Prozessor mit 2, 4 oder 6 Kernen

Unter diesem Kühlkörper ist ein 2, 4- oder 6-Kern Prozessor mit Kraft ohne Ende und davon sind sogar 2 oder 4 Stück in einem Server - aber bei uns noch nicht. In ganz modernen Servern sind unter solch einem Kühlkörper sogar Chips mit 12 Prozessor Kernen und in einem Server sind dann auch bis zu vier dieser Chips. Doch so viel Kraft brauchen wir nun doch noch nicht. Es kostet ja auch alles Geld und Strom, vor allem unser aller Strom.

Warum wir auf den Stromverbrauch schaun ?

Warum . . . schaun Sie mal hier rein . . . .

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Mai 2014 - Wir ziehen in Kürze um in neue Server .....

2014 - unser neues Zuhause

... in einen leistungsfähigeren Server mit 2 Prozessoren mit je 4 "Kernen", also mit insgesamt mit 8 Prozessor-Kernen und nahezu grenzenloser Kraft, damit der "Surfspaß" noch schneller vonstatten geht. Auch der Hauptspeicher eines Servers wächst von 16 Gigabyte auf 32 Gigabyte und der könnte in diesen Servern sogar 64 Gigabyte groß sein. Das sind alles Zahlen oder Werte, von den wir vor Jahren noch geträumt hatten.
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Sept./Okt. 2014 - Es hatte doch etwas gedauert

Das Virtualisieren von Betriebssystemen auf einer modernen Server Hardware ist offensichtlich eine sehr hohe Anforderung an die Software-Entwickler (bei diesen Betriebssystemen). Jedenfalls die Entwickler bei OpenSuse taten sich mit der aktuellen Version 13.1 sehr schwer. Sie funktioniert Ende September 2014 immer noch nicht, nach fast 9 Monaten der Freigabe. Das hatte mich ganz schön zurück geworfen. Doch jetzt läuft zumindest die etwas ältere Variante opensuse 12.3 und der Server mit seinen virtuellen Gästen läuft endlich stabil. Und seit Jahresmitte 2015 hat sogar die opensuse Version 13.2 endlich funktioniert.

August 2016 - wieder ein Umzug, aber mit unseren Servern

Nach über 10 Jahren an der gleichen Stelle sind wir mit den Museums-Servern im gleichen tiefen Keller zwei Räume weiter gezogen. Die Umstände, die zu diesem Umzug geführt hatten (andere nennen das Nötigung), waren nicht sehr prickelnd, aber für mich als Betreiber dringend notwendig.

Es wird nicht der letzte Umzug bleiben, denn die Zeiten ändern sich gewaltig. Die neuen modernen Server haben zwar nur noch einen Prozessor - mit 4 Kernen, dafür bis zu 3,2 GHz Geschwindigkeit, und dazu 64 Gigabyte DDR4 RAM und zwei extrem schnelle gespiegelte SSD "Festplatten" mit 500 GB Platz. Gleichzeitig hat sich der Stromverbrauch bei dieser Leistung halbiert, also deutlich weniger als die Hälfte unserer bisherigen 240 Watt Dauerleistung.
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Zukunftsträume = Alpträume

Um Ihnen eine Vorstellung zu geben, wovon die EDV Menschen noch geträumt hatten und was alles bereits Realität (also zur Zeit nicht zu bezahlende Realitiät) ist, ein Blick auf die aktuelle Technik: Rechts im Bild sind die sogenannten Blades (Messerklingen) zu sehen, also Prozessor-Einschübe, von denen bis zu 12 Stück in einem 19 Zoll breiten (= 48cm) Server-Gehäuse senkrecht nebeneinander eingeschoben werden können.

Jeder dieser Blade-Einschübe kann dabei bis zu 4 Prozessoren mit je 12 Prozessor-Kernen aufnehmen und 1 Terabyte !!! an DDR4 SDRAM ist auch möglich. Dazu sind pro Blade zwei gespiegelte 800 Gigabyte Festplatten möglich. Das sind Träume oder auch Alpträume an Rechen-Potential - vor allem vom Stromverbrauch her. Eine "Reihe" von 12 Blades benötigt noch bis zu 10 Kilowatt - rund um die Uhr ........ aber "sie" arbeiten dran.
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