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Die UFA und ihre Tochterfirmen

Zur Verdeutlichung der Organisation eines Filmunternehmens dient eine Reihe von aufschlußreichen Lehrkarten über den Aufbau der Universum-Film A.-G. Sie wurde Ende 1917 gegründet, 10 Jahre später von nationalen wirtschaftlichen Kreisen übernommen, um die Gefahr einer Überfremdung abzuwenden, und steht heute an der Spitze der deutschen staatsmittelbaren Firmen.

Ihre Besonderheit beruht in einem konzernartigen vertikalen Aufbau. Sie umfaßt die Herstellung von langen und kurzen Spielfilmen, Kulturfilmen, Werbefilmen und bis 1940 von eigenen Wochenschauen: sie verfügt über eine eigene Kopieranstalt, die Aktiengesellschaft für Filmfabrikation (Afifa) in Tempelhof und Babelsberg; über die Ufa-Verleih GmbH für den Vertrieb der Filme im Inland und eine entsprechende Ausländsabteilung; über einen beträchtlichen (Film-) Theaterbesitz im In- und Ausland; eigene Musikverlage; einen Buchverlag; die Ufa-Handelsgesellschaft, welche die technischen Erfahrungen der Ufa-Betriebe verwertet, sowie über zahlreiche Tochtergesellschaften im In- und Ausland.
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Die Organisation einer Spielfilmherstellung

Weitere graphische Darstellungen geben Einblick in die Organisation einer Spielfilmherstellung, über die Herstellungskosten und ihre Anteile an den verschiedenen Arbeitssparten des Spielfilms, zeigen die verantwortungsvolle weitverzweigte Tätigkeit eines Pressedienstes, welcher nicht nur der Öffentlichkeit mit allen Unterrichtungsmöglichkeiten zur Verfügung steht, sondern auch die Äußerungen der in- und ausländischen Zeitungen über die Produktion des Unternehmens und wichtige Mitteilungen aus der Welt des Films den einzelnen Abteilungen des Betriebes zugänglich macht.

Große Landkarten erklären den Absatz der Filme im Ausland und wie durch den Verleih ein Film in den verschiedenen Bezirken des Deutschen Reiches eingesetzt und in angemessener Weise ausgewertet werden kann. Die Grenzen der einzelnen Verleihbezirke geben dabei ein aufschlußreiches Bild von der Aufgliederung der Verleihgebiete unter landschaftlichen Gesichtspunkten.

Als Beispiel für die Auswertung eines Spielfilms in einer Großstadt zeigt eine Leuchtkarte die Filmtheater Groß-Berlins, gegliedert nach Stadtbezirken und gekennzeichnet nach Aufführungsrechten (Uraufführungstheater, Erstaufführungstheater, Zweitaufführungs- und Nachaufführungstheater).

Die Fragen der Betriebswirtschaft und die kaufmännische Geschäftsabwicklung im Filmtheatergewerbe sowie die aufs engste mit dem Filmverleih verbundenen Leistungen der Werbung für den Film sind bei der Darstellung des Entwicklungsganges eines Spielfilms eingehend berücksichtigt. Ein eigenes Arbeitsgebiet ist die verlagsmäßige Auswertung der Tonfilmmusik als Klaviernoten, Orchesternoten und Schallplatte, ein Geschäft, welches in enger Verbindung mit den Organisationen zur Verwertung musikalischer Urheberrechte steht. Eine umfangreiche Tabelle gibt Auskunft über die geschichtliche Bedeutung der Finanz- und Patentverflechtungen auf dem Gebiet der Tonfilmtechnik.
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Die Filmprüfung

Originalbeispiele führen in die Arbeiten und Leistungen der durch das Reichslichtspielgesetz 1934 neu durchorganisierten Filmprüfstelle beim Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda sowie der Kontingentstelle ein. Bekanntlich übt die Zensurstelle nicht nur eine Prüfung der Bildstreifen aus und bestimmt den Kreis der Öffentlichkeit, vor welchem sie gezeigt werden können, sondern erteilt dem Film gegebenenfalls auch eine staatspolitische und künstlerische Anerkennung.
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Der Zeichenfilm

Der Zeichenfilm, Zeichentrickfilm oder auch kurz Trickfilm genannt, unterscheidet sich grundsätzlich von allen bisherigen Filmarten. Während Spiel-, Kulturfilm und Wochenschau bemüht sind, die plastische Darstellung der tatsächlichen Wirklichkeit oder einer erdachten Dekoration so weit wie möglich naturgetreu nachzuahmen, macht der Zeichenfilm die künstlerische Graphik lebendig.

Die Herstellung der einzelnen Bildphasen, welche gemeinsam nacheinander den gezeichneten Ablauf einer Bewegung ergeben, die Möglichkeiten, diese langwierige und schwierige Arbeit durch kinematographische Vorlagen zu vereinfachen, die Herstellung der Hintergründe, welche oft erst über ein Baumodell photographisch gewonnen werden, die Aufnahmen der Bildphasen und ihrer Hintergründe am Zeichentricktisch und die enge Abhängigkeit der zeichnerischen Bildphasenherstellung von der bereits vorhandenen Musik werden an praktischen Beispielen und Modellen einprägsam vorgeführt.
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Die Bücherei der Ufa-Lehrschau

Sie schließt sich mit zwei großen Bibliotheksräumen sowie bequemen und hellen Arbeitsplätzen der Ausstellungshalle an. Sie stehen den Besuchern der Ufa-Lehrschau und den Benutzern der Bücherei für ihre Arbeiten zur Verfügung.
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Blick in den Arbeitsraum der Bücherei für Kulturgeschichte, Kostümkunde und Schöne Literatur. Im Vordergrund ein Teil der Tröge für die Bildsammlungen
Blick in den Arbeitsraum der Bücherei für das Filmfachschrifttum. Im Vordergrund eine Sammlung von Filmzensurkarten aus den Jahren 1908-1920

Die Bücherei ist eine wissenschaftliche Handbücherei und dient in erster Linie der Filmherstellung. Deshalb können Ausleihen nach außerhalb oder Versendungen an andere Bibliotheken nicht genehmigt werden. Doch ist die Bücherei dem Auskunftsbüro der deutschen Bibliotheken angeschlossen und auch bereit, in begrenztem Maße Photokopien zu Lasten des Bestellers anzufertigen.

Die Bücherei erfüllt drei Aufgaben. Sie ist die umfangreichste Filmfachbücherei in Deutschland, stellt aber außerdem der Filmherstellung einen großen Bestand an Werken zur Kultur-, Kunst- und Sittengeschichte aller Länder und Zeiten zur Verfügung und besitzt weiterhin eine Abteilung für Schöne Literatur.

Der Bestand der Bücherei verzeichnet Ende 1940

  • 4 026 Werke des Filmfachschrifttums
  • 2 867 Werke zur Kulturgeschichte, Architektur und Kostümkunde
  • 3 454 Romane
  • 1 928 Zeitschriftenbände
  • 35 733 Schrifttumsverweisungen.


Die Bücherei erfaßt Werke in deutscher und ausländischer Sprache und ist bemüht, das Filmfachschrifttum so weit wie möglich vollständig zu sammeln. Dabei werden unter Schrifttum sowohl die Erscheinungen in Buch- und Broschürenform wie auch Zeitschriften verstanden. Das Material, welches in der Bücherei und ihren Sammlungen, z. B. Filmprogramme, Plakate usw., über einzelne Filme aufgenommen wird, bezieht sich nicht auf die Filme der Ufa und Terra. Diese werden mit allem urkundlichen Material in den Archiven der Ufa-Lehrschau aufbewahrt.
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Die Fachbücherei

entstand durch Ankauf verschiedener Bibliotheken aus Privatbesitz und umfaßt allgemeine Nachschlagewerke zu Filmfragen sowie Bücher, Broschüren, Prospekte, Zeitschriften und Dissertationen aus dem In-und Ausland zu den Fragen der Filmtechnik, der Filmgestaltung, der Filmwirtschaft, des Filmrechtes.

Dabei wurden unter Filmgestaltung die Arbeitsgebiete des Autors, der Dramaturgie, der Kegieführung, der Darstellung, der Filmmusik zusammengefaßt, zumal sie sich gerne mit allen diesen Fragen gemeinsam befassen. Die Fachbücherei ist nicht nur historischer Art. Vielmehr bietet sie auf schnellstem Wege vor anderen Büchereien Einblick in die neu erschienene Buch- und Zeitschriftenliteratur. Insbesondere wird die Filmtechnik durch weitgehende Berücksichtigung der Inhalte von Zeitschriften, Prospekten und Werbebroschüren mit allen Fragen ihres weitverzweigten Interessengebietes sofort vertraut gemacht.
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Das kulturgeschichtliche Schrifttum

umfaßt neben Wörterbüchern und Atlanten Werke zur Geschichte. Literatur- und Musikgeschichte, Architektur und Dekoration, Kostüm- und Trachtenkunde. In der Hauptsache handelt es sich um Bilderwerke, welche besonders geeignet sind, der wirklichkeitsgetreuen Durchführung von Filmbauten zu dienen.

Diese für den Filmarchitekten in erster Linie bestimmten Werke werden durch eine umfangreiche Bildersammlung ergänzt. In ihr findet man auch Anregungen für Bildgags. Nach einem unter speziellen Gesichtspunkten für die Filmpraxis aufgebauten Karteisystem lassen sich so in kurzer Frist Moden, Bauten, Inneneinrichtungen, Möbel, Uniformen, Landschaften, Schmuck, Tänze, Festlichkeiten, Verkehrswesen, kurz Allgemeines und besondere Fragen aus dem Leben und Treiben verschiedener Völker und Zeiten im Bild beantworten.

Die verschiedenen Stile: Gotik, Renaissance, Barock, Empire, Biedermeier, Jugendstil sind mit für ihre Art typischen Ornamenten, Kostümen, Bauwerken, gesellschaftlichen Bräuchen sofort greifbar. Gerade hier ist es von besonderem Vorteil, daß auch der Inhalt der großen kulturpolitischen Zeitschriften und illustrierten Zeitungen mitverarbeitet wird.
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Die Romanbücherei

wird im Gegensatz zu den übrigen nicht systematisch durch Ankauf erweitert, sondern stellt die von der Dramaturgie und den Produktionen erworbene Schöne Literatur sicher, soweit sie nicht verfilmt wird. Verfilmte literarische Stoffe sind in der Film fachbücherei untergebracht.
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Die Bibliothekskartei

Wie üblich wird dieses Material über Verfasser und Sachkarteien nutzbar gemacht. Dabei sind diese Karteien den Bedürfnissen der Praxis angepaßt, indem eine weitgehende Verzettelung auch nach dem Bücher-und Zeitschrifteninhalt durchgeführt wird. Das trifft besonders für die Bilderwerke zu, welche den Vorarbeiten des Filmarchitekten dienen.

Neben der Schlagwortkartei wird die übliche Autorenkartei geführt sowie außerdem eine Kartei nach Filmtiteln, mit Angaben darüber, wo Bild- oder Textmaterial über einzelne Filme zu finden ist. Diese Filmtitelkartei ist eine laufende, wichtige Auskunftseinrichtung nicht nur für zahlreiche Anfragen aus den Kreisen der Schriftsteller und Schriftleiter, sondern auch für Wahl und Nutzung von Filmtiteln, weitgehend ergänzt durch die Sammlung vom Schrifttum zu einzelnen Filmen.
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Die Sammlungen der Bücherei

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Sie ergänzen das Filmfachschrifttum durch Originalmaterial der Praxis. Es handelt sich um Schrifttum und Bilder zu einzelnen Filmen, um eine Kartei verfilmter Stoffe, eine Filmautorenkartei, um Bilder von Darstellern und Darstellerinnen, Werbungsschrifttum, Schrifttum zur Filmprüfung, Patentschriften und Filmsammlungen. Auch auf die Prospekte der filmtechnischen Firmen sei in diesem Zusammenhang hingewiesen, da sie wertvolle Quellen zur Geschichte der Kinotechnik sind.
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Das Schrifttum zu einzelnen Filmen

besteht aus einer laufenden Sammlung von Filmprogrammen, von Standphotos der in Deutschland aufgeführten Filme, einer Liste der Berliner Uraufführungen und einer vollständigen, einmal nach der Erscheinungsweise, zum anderen nach Filmtiteln geordneten Zusammenstellung der „Illustrierten Film-Kuriere" (Inhaltsbeschreibungen mit Bildern). Besonders hervorgehoben sei eine Sammlung von Tausenden von Filmbesprechungen, geordnet nach Filmtiteln. Auch diese Sammlung wird laufend fortgesetzt.
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Die Kartei verfilmter Stoffe

bearbeitet seit Ende 1939 auf Grund der Zulassungskarten (s. Filmprüfung) die Spielfilme und die Filme ohne Spielhandlung nach alphabetisch geordneten Stoffgebieten (z. B. Abenteuer, Frauenstoffe, Lustspiele, Militärstoffe, Opern usw.).

Die Autorenkartei

verzeichnet auf Grund der Zulassungskarten (s. Filmprüfung) in alphabetischer Ordnung die Autoren und Mitarbeiter der Filmstoffe.

Bilder von Darstellern und Darstellerinnen

(des In- und Auslandes) sind in einer Sammlung von mehr als 60.000 Lehrphotos erfaßt, welche laufend ergänzt werden. Außerdem verweist die Schlagwortkartei auf das Bild- und Textmaterial über einzelne Darsteller in den Büchern und Zeitschriften. Eine Ergänzung findet diese Sammlung in den Künstlerpostkarten und Zigarettenbildern. Seit 1940 werden auf Grund der Zulassungskarten (s. Filmprüfung) die Darsteller nach ihrem Auftreten in den Spielfilmen verzeichnet.
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  • Anmerkung : Diese Kartei war in 1940 natürlich auch bereits "Entjudifiziert", wie man es im 3. Reich so bösartig benannte. Der UFA-Mitarbeiter Dr. Kalbus hatte sich heftigst bei Göbbels in die Nesseln gesetzt, da er 1936 in seinen sehr erfolgreichen ersten 2 Bild-Bänden auch alle bekannten jüdisch stämmigen Schauspieler aufgenommen hatte, mit den zugehörigen Zigarettenbildern natürlich.

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Das Werbungsschrifttum

umfaßt Verleihkataloge, Plakate, Reklameratschläge und ähnliches mehr, Jubiläumsschriften, Mitteilungen der Filmfirmen, Haus- und Werkzeitschriften aus dem Gebiet der Kino- und Filmtechnik.
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Das Schrifttum zur Filmprüfung

besteht aus den Wochenberichten der Filmprüfstelle, welche seit 1933 vorhanden sind, sowie einer umfangreichen Zensurkartenkartei. Seit 1937/38 werden die Originalzulassungskarten der in Deutschland geprüften Spielfilme, Kulturfilme, Tatsachenberichte, Werbefilme und Reklame-Vorspannfilme erfaßt. Sie bieten die Grundlage für die Bearbeitung einer Schlagwortkartei für Spielfilme ohne Spielhandlung nach Stoffgebieten, einer Filmautoren- und Filmdarstellerkartei.

Aus der Zeit vor 1937/38 gibt eine Leihgabe des Berliner Polizeipräsidiums einen Überblick über die von 1909 bis 1920 in Berlin zensierten Filme an Hand der Originalkarten und umfangreichen Aktenmaterials.

Von 1925 bis 1933 konnten die Ergebnisse der Filmprüfstellen in Form einer nach Filmtiteln und Stoffgebieten geordneten, jedoch nicht vollständigen Kartei erworben werden. Als Ergänzung verfügt die Bücherei über zahlreiche Nachschlagewerke und Filmtitelzusammenstellungen im Filmfachschrifttum.
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Das Patentschrifttum

erfaßt die seit Ende 1939 für die Filmtechnik erscheinenden wichtigen Patentschriften, sowie die Patentschriften folgender Klassen und Gruppen:

  1. Klasse 21a2 (Gruppe 1-14, 16, 18, 19 mit allen Untergruppen)
  2. Klasse 21f (Gruppe 9-10; 61 mit allen Untergruppen)
  3. Klasse 39b (Gruppe 12 mit allen Untergruppen, 13)
  4. Klasse 42g (Gruppe 1, 5, 7-13 mit allen Untergruppen, 18)
  5. Klasse 42h (Gruppe 5, 6, 17, 18, 22, 23 mit allen Untergruppen)
  6. Klasse 57a (Gruppe 5, 8, 9, 33-72 mit allen Untergruppen, 10-13)
  7. Klasse 57b (Gruppe 1, 4, 5, 6, 8, 10, 12-18 mit allen Untergruppen)
  8. Klasse 57c (sämtliche Gruppen mit Untergruppen)
  9. Klasse 57d (Gruppe 9).

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Filmplakate

werden von allen in Deutschland zur Vorführung gelangenden Spielfilmen soweit wie möglich im Original gesammelt. Eine Auswahl, welche die Entwicklungsgeschichte des Plakates darstellt, wird in der Vorhalle in farbiger Projektion vorgeführt.
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Filmsammlungen

anzulegen, gehört zu den umfangreichen Arbeiten des Reichs-Filmarchivs. Doch hat auch die Ufa-Lehrschau es sich zur Aufgabe gemacht, einzelne Bildstreifen zu sammeln, und zwar deshalb, um typische Beispiele künstlerischer oder technischer Art für die Entwicklungsgeschichte des Films ihren Besuchern vorführen zu können.

So ist die Filmsammlung im Besitz von mehr als 50.000 Meter Film aus den Jahren 1898 bis 1920, darunter wertvolles hand- und maschinenkoloriertes Material (5.000 Meter). Besonders beachtlich ist eine Leihgabe des Polizeipräsidiums Berlin von Zensurausschnitten aus alten Stummfilmen. Obgleich es sich fast ausschließlich um Bildstreifen von nur 1-3 Meter handelt, geben sie doch einen aufschlußreichen Einblick in die Handhabung der damaligen Filmprüfung.
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Weitere Sammlungen

Außerdem bestehen Sammlungen von Lehrkarten und Schallplatten und kleinere Sammlungen zu speziellen Filmfragen, darunter eine sehr aufschlußreiche Sammlung von Bildern zu Hetzfilmen während des Weltkrieges und aus dem Abwehrkampf seit 1939.
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  • Anmerkung : Der (2. Welt-) Krieg dauerte zum Ende 1940 - Anfang 1941 bereits über 1 Jahr und wurde als Abwehrkampf benannt. Ein Vergleich mit Putins Einmarsch in die Ukraine im Jahr 2022 ist nicht weit entfernt, da Putin dort alte Nazis vermutete (sagte er jedenfalls) die sein Russland bedrohen und die er abwehren müsse.

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Als Anregung für die Filmgraphiker ist eine eigene Sammlung von Einladungskarten zu den Uraufführungen in Berlin und Wien vorhanden.
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Die Archive der Ufa-Lehrschau

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Sammlung und Auswertung aller nach Herstellung eines Films der Ufa- und Terra- Produktionen noch brauchbaren Materialien vollzieht sich in einer besonderen Abteilung der Ufa-Lehrschau. Sie verbindet die Leistungen eines historischen Werkarchivs, das die Unterlagen für die Produktion der Güter des eigenen Unternehmens sicherstellt, mit den Arbeiten eines aktuellen Herstellungsarchivs, das seine Bestände den neuen Produktionen des Unternehmens zuführt: das Produktionsarchiv und das Bild- und Tonarchiv.
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Das Produktionsarchiv

Tausende von Entwürfen der Filmbildner für Außenbauten und Innendekorationen aus Ufa- und Terra-Filmen liegen in den Archiven der Ufa-Lehrschau zum Studium bereit.

Eingehende Überlegungen führten dazu, alles sich bei der Herstellung von Ufa-Filmen ergebende urkundliche Material, wie Autorenmanuskripte der verschiedenen Fassungen bis zum fertigen Drehbuch, Originalmusiken der Komponisten, die für die Bildgestaltung erforderlichen Dekorations- und Kostümentwürfe, das Photomaterial, Werbematerial und Pressekritiken sowie Urkunden wirtschaftlicher Art, zu sammeln - als Grundlage für die Filmforschung und für weitere Auswertungsmöglichkeiten durch die Filmpraxis.

Die Sammlung, welche einen Zeitraum von elf Jahren umfaßt und laufend ergänzt wird, verfügt über Material von etwa vierhundert langen und kurzen Spielfilmen sowie über zahlreiche Kultur- und Werbefilme, welche filmweise geordnet und karteimäßig erfaßt werden. Die Kartei registriert die vorhandenen Materialteile des Films und allgemeine Hinweise, wie Herstellungszeit, Zensurlänge, Drehzeiten, Datum der Uraufführungen, Prädikate u. ä. m.

Das bei der Filmherstellung anfallende urkundliche Material ist in seinem Umfange verschieden. Doch wird jedermann, insbesondere jeder Fachkundige, in der Lage sein, mit Hilfe der vorliegenden Unterlagen sich ein ziemlich genaues Bild vom Aufbau des Manuskripts bis zum fertigen Film und vom Umfange und der Art der gesamten Filmausstattung zu machen.
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Manuskripte

Den überwiegenden und wichtigsten Teil des Archivs umfaßt das Manuskriptmaterial. Hier findet man, gleichviel von welcher Filmgattung, die ersten Filmideen, Handlungsaufrisse, Drehbücher, Atelier- Drehbücher und kurbelreife Drehbücher in seltener Fülle; weiter sprechen die vielen, teils handgeschriebenen, Aufzeichnungen, im gegenseitigen Meinungsaustausch entstandenen zahlreichen Notizen eine beredte Sprache von der schöpferischen Leistung der Filmarbeit.
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Dekorations- und Kostümentwürfe

Einen weiteren, sehr wichtigen Bestandteil des Archivs bilden die Dekorations- und Kostümentwürfe der Filmbildner und Kostümberater. Die besten Köpfe haben hier, oft in unwahrscheinlich kurzen Zeitabschnitten, vollendete Bildwerke geschaffen.

Weiter sieht man Grundrisse und Bauzeichnungen von Filmdekorationen und Einzelteile, aus denen die Konstruktions- und Baumasse der erstellten Bauten genau zu erkennen sind. Sie geben einen aufschlußreichen Überblick über die von den Filmbildnern und ihrem Stabe geleisteten Arbeiten. Mancher spätere Film wird aus dieser Sammlung eine lehrreiche Wegweisung mitnehmen können.
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Werkphotos

Einen besonders wertvollen Teil bilden die während der einzelnen Filmaufnahmen entstandenen 60.000 Photos von Szenen und Darstellern aus Ufa- und Terra-Filmen. Es handelt sich hier um eine kulturhistorische Sammlung, welche die Entwicklung des deutschen Films seit Beginn des Tonfilms zum Ausdruck bringt, darüber hinaus aber um ein Bildmaterial, das nach Stil und Inhalt wertvolle Anregungen für die Lösung zukünftiger Aufgaben bereit hält.
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Werbe- und Pressematerial

Die vierte Gruppe des Archivs umfaßt das Gebiet der Filmwerbung. Eine Fülle farbiger Filmplakate und Reklameratschläge für die Filmtheaterbesitzer, Filmprogramme sowie die sonstigen vielseitigen Werbemittel, dazu die von der Ufa-Pressestelle zur Orientierung der In- und Auslandspresse herausgegebenen zahlreichen Aufsätze sowie das Photomaterial über das im Werden befindliche Filmwerk zeigen den Werbeweg jedes Ufa-Films.
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Musikkompositionen

Original-Partitur des Komponisten Herbert Windt aus der umfangreichen Sammlung von Musikkompositionen und Liedertexten der Ufa- und Terra-Filme

Das Archiv erfaßt alle Originalstücke - Partituren und Instrumentenstimmen - zur Filmmusik mit einer genauen Aufstellung der einzelnen Komplexe der Filme sowie die Musikatifstellungen für die Stagma und sämtliche Liedertexte.

Die Sammlung ist besonders wertvoll, weil sie nur aus handgeschriebenen Noten besteht; ihre praktische Ausführung erfährt sie dadurch, daß die einzelnen Filmkompositionen für Auslandsfassungen, Rundfunk- und Konzertdarbietungen jederzeit wiederverwendet werden können. So findet man, nach Jahrgängen geordnet, von etwa vierhundert Filmen die Originalpartituren und die dazugehörigen Instrumentenstimmen.
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Wirtschaftliche Urkunden

An wirtschaftlichen Urkunden, die sich auf die Filmherstellung beziehen, werden Aufnahme- und Dispositionspläne sowie Kalkulationen der einzelnen Filme gesammelt. Man ersieht aus ihnen den zeitlichen und technischen Ablauf der praktischen Filmherstellung, wie viele Bautage erforderlich, wie viele Drehtage vorgesehen waren, welche Arbeitseinteilung für die Reihenfolge der Einstellungen bestimmt wurde, den Spieleinsatz der Darsteller an den einzelnen Tagen u. ä. m. Zusammen mit den Kalkulationen bilden die Aufnahmepläne das Rückgrat der wirtschaftlichen Filmbetreuung.

Die aus rund hundert einzelnen Positionen bestehende Kalkulation ermöglicht später im Vergleich mit der Schlußabrechnung genaue Feststellungen, ob und inwieweit die einzelnen Filme im Rahmen der zur Verfügung gestellten finanziellen Mittel gearbeitet haben.

Die täglichen Aufnahmeberichte der Aufnahmeleitung, die Berichte über das verbrauchte Bild- und Tonmaterial sowie die täglichen Rapporte über die einzelnen gedrehten Szenen vervollständigen diesen Teil der Sammlung, welcher bei einer großen Anzahl von Filmen noch mannigfaltige Ergänzungen durch lehrreiche organisatorische Aufzeichnungen oder Erfahrungsberichte der Produktionsleiter erhält.
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Das Film-Auswertungs-Archiv

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Blick in einen Arbeitsraum des Film-Auswertungs-Archivs der Ufa-Lehrschau

Das Film-Auswertungs-Archiv bezweckt die Verwertung von Bild- bzw. Tonresten der Ufa-Filmproduktionen unter dem Gesichtspunkt späterer Verwendbarkeit in anderen filmischen Zusammenhängen.

Zur Auswertung gelangt alles Filmrestmaterial aus Ufa-Wochenschauen und aus den Spiel-, Kultur- und Werbefilmen, soweit man es als „neutral" bezeichnen kann und es sich für Montage, Schnittmaterial oder für Rückprojektionszwecke eignet: außerdem werden das neutrale Tonmaterial sowie die Musik ausgewertet.

Die Auswertung beginnt jeweils ein halbes Jahr nach erfolgter Uraufführung eines Films. Das ausgewertete Filmmaterial steht neben allen Stellen der Ufa unter gewissen Bedingungen auch inländischen und ausländischen Filmherstellern zur Verfügung.

Das Archiv ist aus kleinsten Anfängen hervorgegangen. Es verfügt heute über rund zwei Millionen Meter verwendbaren Filmmaterials. Alle Benutzer des Archivs haben die Gewähr, auf dem schnellsten Wege gute und brauchbare Archivsujets zu erhalten, sofern im Einzelfalle Aufnahmegelegenheiten nicht bestehen oder es aus Kostengründen nicht ratsam erscheint, dieselben auszunützen.
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Der Arbeitsgang beim Auswerten

Blick in einen Lagerraum des Film-Auswertungs-Archivs der Ufa-Lehrschau

Der Arbeitsgang beim Auswerten des Archivmaterials ist folgender: Diejenige Gruppe, welche das Bildmaterial der Spiel-, Kultur- und Werbefilme, sowie der Wochenschau auswertet, erhält ein halbes Jahr nach erfolgter Uraufführung die Filmteile überwiesen, welche nicht in den einzelnen Filmen verwendet wurden, sowie die Ausschnitte aus den Wochenschauen.
Die reinen Spielszenen werden aussortiert, diejenigen Szenen, die in anderen filmischen Zusammenhängen wieder benutzbar erscheinen, werden archiviert.

Nach Durchsicht dieser neutralen Szenen wird jeder ein Filmbildchen entnommen und in eine Bildmusterkarte eingereiht. Sie erhält eine Textierung, aus welcher der Inhalt des Sujets hervorgeht. Nach der Kartierung der einzelnen Sujets werden die Filmbildchen in eine Bildmustersammlung der Arbeitsgruppe „Kundenberatung und Disposition" eingereiht. Diese Bildmustersammlung ist nicht nach Filmen, sondern nach Schlagworten geordnet. Sie bildet, zusammen mit dem Bildregister, der Rückprojektionskartei sowie der Tonkartei das Handwerkszeug der Archivdispositionen zur Orientierung der Benutzer des Archivs. Die Registerkartei für Bildauswertung umfaßt zur Zeit einen Bestand von 70 000 Karteikarten, in denen etwa 200 000 Stichworte registriert sind.
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Veröffentlichungen und Besucherkreis der Ufa-Lehrschau (Stand 1941)

Es liegt nahe, daß bei dieser Entwicklung die Ufa-Lehrschau Ergebnisse ihrer Arbeiten in zwangloser Folge durch Veröffentlichungen einem größeren Kreis als nur den Besuchern und Benutzern ihrer Einrichtungen zugänglich zu machen sucht.

So gibt sie seit 1939/40 im Ufa-Buchverlag die Schriftenreihe „Filmschaffen - Filmforschung" heraus. Bisher erschienen

als Band 1 „25 Jahre Ufa-Wochenschau" mit Beiträgen von Ministerialrat Dr. Fritz Hippler, Dr. Hans Traub, Heinrich Roellenbleg, Dr. Ernst Brasch, Georg Sante und Robert Klein;

als Band 2 von H. Traub „Als man anfing zu filmen. Die Erfindung der Kinematographie und ihrer Vorläufer". Arbeiten über Filmmusik, Tontechnik, Werbung für den Film und Filmstatistik sind in Vorbereitung.

Außerdem wurde 1940 im Verlag K. W. Hiersemann, Leipzig, herausgegeben: Das deutsche Filmschrifttum, eine Bibliographie der Bücher und Zeitschriften über das Filmwesen, bearbeitet von Dr. phil. habil. Hans Traub, Wissenschaftlicher Leiter der Ufa-Lehrschau, und Hanns Wilhelm Lavis, 247 Seiten.

Für die Betriebe der Universum-Film A.-G. werden monatlich interne „Hausmitteilungen" herausgebracht. Sie geben einen Überblick über die neu eingestellten Schriftwerke in die Bücherei und unterrichten laufend über das neuerschienene Filmfachschrifttum in deutscher und, so weit wie möglich, auch in ausländischer Sprache.

Damit verbunden sind die „Mitteilungen der Ufa-Lehrschau", welche für die Fachpresse bestimmt sind. In Zusammenarbeit mit dem NS-Rechtswahrerbund bearbeitete die Ufa-Lehrschau 1938 für Schulungszwecke einen Film: Das Rechtsleben im Film.

Dieser Sammelfilm zeigt mit erklärenden Zwischentiteln Szenen aus dem Rechtsleben, welche sieben großen Kriminalfilmen verschiedener Firmen entnommen wurden. Außerdem konnten bis zu Beginn des Krieges vor den Herstellungs- und Spielleitern, den Darstellern, Filmbildnern, Kameramännern und Tonmeistern laufend ausländische Filme vorgeführt werden, um sie mit dem Filmschaffen anderer Länder vertraut zu machen.

Die Besucher und Benutzer der Ausstellung und der Bücherei der Ufa-Lehrschau kommen aus den Kreisen der eigenen Ufa-Betriebe sowie aus den Kreisen der Partei und ihrer Gliederungen, des Staates und seiner Behörden, der Wehrmacht, der Wissenschaft, der Wirtschaft, der Schulen, der Presse und der freien Berufe.
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