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Hier kommt etwas mehr über die Bildröhren-Technik

Die allerersten Vakuum-Röhren von Professor Braun und seinem Assistenten Dieckmann sind die konzeptionellen Vorläufer der modernen Bildröhre. Bereits in den Anfängen der Fernsehröhren-Entwicklung wurde in Aufnahme-Röhre und Wiedergabe-Röhre unterschieden, das waren anfänglich eben die "Bildfänger" und die "Bildschreiber". Ja, so nannte man das damals.

Bei der Wiedergabe-Röhre möchten wir hier bei der ersten schon fast rechteckigen Bildröhre für den Einheitsfernseher von 1939 einsteigen. Bei all den Entwicklungen davor war man bereits begeistert, wenn irgend etwas Erkennbares über den Schirm flatterte.

Erst diese erste Rechteckröhre spornte die Entwickler zu einem neuen Qualitätsdenken an, mit dem wir hier in Deutschland einen weltweiten Vorsprung hatten.
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Die Amerikaner bauten bis nach 1955 noch runde Bildröhren

Die Amerikaner entwickelten und handelten nach der leicht ironisch benannten "russischen Methode", wir fabrizieren eine dicke große und lange runde Bildröhre und decken den nicht verwendbaren Rand mit einer Maske oder dem Gehäuserahmen einfach ab. Punkt.

In vielen amerikanischen Wohnzimmern war genügend Platz da und Strom gabs auch im Überfluß, also alles kein Problem. In Deutschland und fast ganz Europa wurden nach dem Ende des 2. Weltkriegs erst mal gar keine Bildröhren mehr hergestellt und später schon gar nicht die alten runden Fernsehbildröhren.
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Bei der Weiterentwicklung gab es mehrere Richtungen

... oder auch "Ziele". Die erste Richtung zielte auf eine Wiedergabe eines optisch recheckigen unverzerrten Bildes. Das nächste Ziel war eine verbesserte Recheckform der Bildschirmwanne herzustellen und dann eine verbesserte Helligkeit des immer noch schwarz/weißen Bildes. Danach kam das Ziel eines verkürzten Bildröhren-Halses, also der Bautiefe des gesamten Fernsehgerätes ins Blickfeld. Ein weiteres Ziel war die Langlebigkeit der Leuchtschicht, die nicht immer zufriedenstellend war, sowie das Gewicht der Röhre zu reduzieren.

Dann kam die Farbe und da war es dann wieder ganz anders. Denn da gab es Patente, die man kaufen konnte oder es lassen mußte und selbst eine patentfreie Variante entwicklen mußte. Das konnten nur die ganz Großen wie Siemens, Philips und Telefunken mit den großen Bildröhrenwerken.

In USA war das der Riese GE (ähnlich Siemens), RCA (ähnlich Telefunken) und Sylvania und noch ein paar kleinere Hersteller. In England wurden auch von mindestens 2 Firmen Farbfernseh-Bildröhren hergestellt.
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