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Für die Kinoprojektion brauchte man einen möglichst hellen Lichtpunkt und das klappte mit hoher Licht-Leistung.

Die anfänglichen Glühlampen waren relativ schnell unzureichend, sie waren einfach zu dunkel und sie lieferten ein enorme Wärmeabstrahlung. Mit der Erfindung der Lichtbogen-Lichtquelle kam Bewegng in die Entwicklung. Und als dann ein Herr Beck noch eine Optimierung der Kohlebogenlicht-Lampe erfand, hatte man das helle Licht im Lampengehäuse des Filmprojektores.

So weit, so gut, jedenfalls in den Großstädten. Auf den Dörfern und in der Pampa war das gar nicht gut, denn wenn im Dorfkino der Film begann, konnten die Einwohner nicht mehr kochen. Die Netz-Spannung war auf 180 Volt abgesunken. Und ab und zu kam das auch in einzelnen Stadtteilen und Vororten grösserer Sädte vor.
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Die verfügbare Netzspannung war 220 (x 3) oder 3 x 380 Volt.

Fast alle kleinen und großen Orte wurden von den Energierversorgern damals wie heute mit 3 x 380 Volt Drehstrom (heute 400 Volt) angeschlossen. Konnte man aus allen 3 Phasen eine ausbalanzierte Leistung abrufen, brach die Spannung nicht so schnell zusammen, als wenn man aus nur einer Phase die vollen 2,5 Kilowatt abholen wollte - wie zum Beispiel der Heißwasserkocher oder ie Kaffemaschine.

Doch eine Eigenart des Leistungsbedarfs des Kinos hatten wir noch vergessen. Wenn beim Spielfilm von einer Rolle auf die nächste überblendet wurde, mußten ja beide Lampen bereits angeschaltet sein, also kamen da - zwar nur kurzzeitig - bis zu 7 Kilowatt zusammen. In manchem Dorfgasthaus gingen da fast die Lichter aus.
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Und deshalb konstruierten die Ingenieure spezielle Kino-Gleichrichter

Von den Kinogleichrichern gab es mehrere sehr unterschiedliche Versionen. Eine Version war der (rotierende) Motor-Generator- Gleichrichter, der aber nur selten vor kam. Diese Maschine war einfach zu laut.

Wesentlich öfter kam der Glükathoden-Gleichrichter vor, der den Drehstrom für die 3 Phasen gleichzeitig in Gleichstrom wandelte und mit nur noch einem Anschluß der Projektionslampe zuführte. Und davon brauchte man für jeden Projektor einen solchen Kasten.

Ein Problem trat auf, wenn die Netzspannung mal extrem stabil war und der Gleichrichter 70 Ampere lieferte anstelle der geeünschten 50 oder 60 Ampere. Ein zu hoher Strom fraß die Kohlestäbe regelrecht auf und das war teuer. Zumal man von dem wenigen Mehr als Lichtstärke draußen auf der Bildwand fast nichts bemerkt hatte, außer einem merkwürdigen Blaustich.
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Bei Bedarf den Strom begrenzen ....

Fast alle Projektoren hatten hinten an der Bogenlampe ein Amperemeter, mit dem der Vorführer sehen konte, welche Stromstärke gerade angeliefert wurde.

Mit der damaligen Technik der 1940er und 1950er Jahre war es nur schwer möglich, die Spannung an der Bogenlampe stufenlos oder in Stufen zu reduzieren.

Anders herum brauchte der Vorführer auch ein paar Reserven, wenn die Netzspannung (z.B. zu Weihnachten) drastisch in die Knie ging und sein Filmchen ein trübes Bild mit Grauschleier projezierte.

Das "Zuviel" an Strom wurde einfach verbraten

Heute bekämen wir Krämpfe oder es rollen sich die Fußnägel, wenn wir zurückblicken, daß die Kino-Experten den überschüssigen Strom einfach verbrannt hatten. Insbesondere wenn diese rustikalen Vorwiderstände immer (dauerhaft) einen Teil des angelieferten Stroms vernichtet hatten, weil man ja ab und zu etwas Reserve nach oben brauchte.

Jedenfalls ist und war diese Technik eines gewaltgen Vorwiderstandes eine mittlere aber noch nicht änderbare Katastrope - und über Jahrzehnte ohne Alternative. Der Strom kam damals noch aus der Steckdose, so wurde geunkt.
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Hypermodern - der neue Selengleichrichter

Die drei dicken Röhren in den Röhrengleichrichtern waren von Anfang an Verschleißteile. Gleiches galt übrigens auch für die Endröhren in den Tonfilm-Vestärkern. Das wußte man bereits.

In den 1940er Jahren ging darum die Entwicklung weg von den Röhren zu den moderneren verschleißfreien Selen-Gleichrichtern. Nur, hier waren nicht ein Strom von 1 Ampere gefragt wie in manchen Rundfunkgeräten, hier waren es 40 bis 80 oder sogar 100 Ampere und ab und zu auch noch größere Ströme zum Zünden des Lichtbogens.
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