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Dieser Monumental-Film schrieb 1953/54 Film- und Kino-Geschichte.

Die Kinoleinwand oder Bildwand war bislang (bis etwa 1954) fast immer im Postkartenformat im Seitenverhältnis etwa 4:3 (Breite zu Höhe). Die damaligen Kinos hatten entweder eine zu große Saal-Breite, sodaß die ersten (billigen) Reihen links und rechts dem Film nur mühsam folgen konnten oder der Kinosaal war zu lang, um möglichst viele Stühle unterzubringen. Dann hatten die hinteren und eigentlich teureren Reihen nur ein fernes recht kleines Guckfenster vor den Augen und wieder keinen Filmgenuß, vom miserablen Ton ganz abgesehen.

Mit dem neuen 255:1 Breitbildformat mußte der Kinobesitzer umdenken und eine Menge Geld in die Hand nehmen, um seinen Saal und seine Projektions-Technik umzurüsten. War der Umbau fertig, war das neue Kinoerlebnis gigantisch.

Und dazu fehlte nur noch der "richtige" Film, ein Monumentalfilm, de auch entsprechend beworben wurde.
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Auch die Kameraleute und Regisseure mussten umdenken

Denn vor das normale Objektiv der Filmkamera mußte auch solch eine Speziallinse vorgesetzt werden. Doch die ersten Anamorphote waren nicht nur exorbitant teuer, sie hatten auch Macken. Bei Nahaufnahmen insbesondere von Gesichtern waren die optischen Verzeichnungen deutlich zu sehen, also Eierkopfe und Pausbacken mit schiefen Gesichtern. Bei Panorama- Aufnahmen und großen Massenszenen war der Bildeindruck überwältigend. Die Nahaufnahmen-Schwäche wurde erst Jahre später korrigiert bzw. es wurden bei den Herstellern der Optiken neue Objektive errechnet, die auch Gesichter in der Nahaufnahme korrekt abbildeten.

Der erste Film der 20th Century-Fox in ClNEMASCOPE

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DAS GEWAND

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  • • REGIE: HENRY KOSTER
  • • Produktionsteilung: Frank Ross
  • • Drehbuch: Philip Dünne
  • • Drehbuch-Entwurf: Gina Kaus Nach dem Roman „Das Gewand des Erlösers" von Lloyd C. Douglas
  • • Technicolor-Berater: Leonard Doss
  • • Musik: Alfred Newrran
  • • Kamera: Leon Shamroy, ASC.
  • • Bauten: Lyle Wheeler, George W.Davis
  • • Fotografische Spezial-Effekte: Ray Kellogg
  • • Ausstattung: Walter M. Scott, Paul S.Fox
  • • Schnitt: Barbara McLean, ACE.
  • • Garderobe: Charles Le Moire
  • • Orchester-Arrangement: Edward Powell * Maskenbildner: Ben Nye
  • • Ton: Bernard Freericks, Roger Heman
  • • Regie-Assistent: Tom Connors, jr.

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  • Auch hier lesen wir ganz deutlich, ein Roman war die Vorlage, also kein authentsches Abbild der biblischen Geschichte. Auch das ist (war) übrigens genauso wie im Jahr 2026 der Super-Monumentalfilm "Odysseus", der auch weit weit ab von der echten und dazu noch sehr umstrittenen Geschichte spielt - eben ein "Spielfilm".

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Die "Story" des Films von 1953 - "The Robe"

Das ist der Text aus den 1960er Jahren aus diesem Filmheftchen, der dem Leser auf die Sprünge helfen soll, möglichst schnell eine Kinokarte zu kaufen.


Auf dem Sklavenmarkt in Rom kauft der junge Tribun Marcellus Gallio, Sproß eines vornehmen römischen Hauses, den griechischen Sklaven Demetrius. Er zieht sich hierdurch den Zorn des eifersüchtigen, despotischen jungen Thronfolgers Caligula zu, der die schöne Diana, Mündel des Kaisers Tiberius, zur Frau begehrt. Marcellus und Diana sind jedoch seit ihrer Jugend in herzlicher Freundschaft verbunden. Caligula versetzt den unbequemen Widersacher nach Jerusalem, die trostloseste Garnison des römischen Imperiums. - Marcellus und Demetrius erreichen Jerusalem am Abend des Passahfestes. Marcellus wird von dem Centurionen Paulus, einem brutalen, kriegserfahrenen Legionär, begleitet, der dem Jüngeren seine Stellung als Vorgesetzter mißgönnt. Auf ihrem Weg stoßen sie auf eine begeisterte Menge, die einem auf einem weißen Esel reitenden Mann als dem ersehnten Messias zujubelt. Ehrfurcht und Bewunderung erfüllen Demetrius, als die Blicke des Messias ihn treffen. -

Bald verfällt Marcellus wieder in seinen gewohnten ausschweifenden Lebenswandel. Nach einer durchzechten Nacht erinnert ihn Paulus, daß Pontius Pilatus, der Statthalter, ihnen den Befehl gegeben habe, den Messias als Unruhestifter gefangenzunehmen. Zynisch schlägt der Centurio vor, hier etwas mit Geld nachzuhelfen. Marcellus nimmt seine Börse mit 30 Silberstücken und gibt sie Paulus, um sie als Bestechungssumme zu verwenden. -

Demetrius, der diesen Vorgang beobachtete, durchstreift vergebens die Stadt, um Jesus zu warnen. Von einem völlig gebrochenen Mann, namens Judas, erfährt er, daß Jesus bereits Pilatus übergeben worden sei. -

Hocherfreut hört Marcellus am nächsten Morgen von dem Statthalter, daß er auf Wunsch des Kaisers Tiberius sofort nach Capri kommen solle. Vor seiner Abreise jedoch befiehlt ihm Pilatus, mit seinen Legionären eine Kreuzigung auszuführen.

Voll quälender Sorge folgt Demetrius dem Zug nach Golgatha. Ein Soldat versucht, den unter dem Gewicht des Kreuzes zusammengebrochenen Jesus mit Peitschenhieben anzutreiben. Bei seinem Versuch einzuschreiten, wird Demetrius bewußtlos geschlagen. Als er wieder zu sich kommt, eilt er zum Kalvarienberg.

Die Kreuzigung ist bereits beendet. Zu Füßen des Kreuzes würfelt Marcellus mit anderen Soldaten um das aus einem Stück gewebte Gewand Jesu. Der Rock fällt an Marcellus. Abergläubische Furcht erfüllt die Soldaten, nachdem sich plötzlich ein gewaltiger Sturm erhebt.

Als Marcellus sich das Gewand umlegt, taumelt er wie vom Blitz getroffen. Er wirft den Rock von sich und sinkt haltsuchend am Fuße des Kreuzes nieder. Demetrius hebt das Gewand auf und wendet sich zum Gehen. Niemals mehr wird er den Römern, die er der Kreuzigung Christi anklagt, dienen. -

Gepeinigt von dem Gefühl, einen Unschuldigen gekreuzigt zu haben, erscheint Marcellus in Capri zur Audienz bei Tibsrius und berichtet von den Ereignissen in Jarusaiem. Der weise alte Kaiser befiehlt ihm, nach Jerusalem zurückzukehren, das Gewand zu suchen und zu vernichten. Darüber hinaus soll er für den Kaiser die Namen der verräterischen Anhänger des Messias feststellen.

Diana, entschlossen, auf Marcellus gesunde Wiederkehr zu warten, erhält von Tiberius die Erlaubnis, Caligula so lange ihre Hand zu verweigern, bis Marcellus zurück ist. In Kanaan gibt sich Marcellus als Stoffhändler aus, in der Hoffnung, auf diese Weise das Gewand zu finden.

Durch Justus, einen ehrwürdigen alten Weber, hört er von Christus und seiner Lehre. Die Begegnung mit Miriam, einem schönen, aber verkrüppelten Mädchen, die durch Jesus ihren Seelenfrieden gewann, läßt ihm zum erstenmal die Kraft des Glaubens ahnen. Er findet den zum Christentum bekehrten Demetrius, der das Gewand als seinen größten Schatz bei sich trägt.

Vergeblich versucht er, es zu verbrennen. Ein wunderbarer Friede kommt über ihn, das Gewand - einst Symbol seiner Schuld - wird ihm zum Sinnbild der Erlösung. Demetrius bringt ihn zu Petrus, den sie den „großen Fischer" nennen. Doch ein brutaler Überfall der Legionäre des Centurionen Paulus, bei dem Justus den Tod findet, treibt die kleine Gemeinde auseinander.

Marcellus fordert Paulus zum Schwertkampf. Nach furchtbarem Kampf gelingt es Marcellus, seinen Gegner zu entwaffnen, aber vom christlichen Geist der Nächstenliebe beseelt, schont er dessen Leben. Dem Beispiel von Petrus und Demetrius folgend, wird auch Marcellus sich künftig der Ausbreitung der christlichen Botschaft weihen. -

Monate vergehen. Marcellus, Petrus und Demetrius verbergen sich mit den Christen Roms in den Katakomben. Der einstige Sklave jedoch gerät in die Gewalt Caligulas, der ihn grausam foltern läßt, um den Aufenthaltsort der Christen zu erfahren. Doch trotz aller Qualen kommt kein Wort über seine Lippen. Diana, die von dem inzwischen Kaiser gewordenen Caligula zur Teilnahme an der Folterung Demetrius' gezwungen wurde, läßt sich von einem treuen Haussklaven zu Marcellus führen. -

Mit Hilfe anderer Christen dringt Marcellus in den Palast ein, befreit den schwerverletzten Demetrius und bringt ihn in das Haus seines Vaters. Im Namen Christi rettet Petrus das Leben des Sterbenden. Durch das Wunder, dessen Zeuge sie wurde, wird auch Diana bekehrt. Auf dem Weg zurück in die Katakomben werden Marcellus und Demetrius von den Wachen verfolgt. Während er den Rückzug des Freundes deckt, fällt Marcellus in die Hände der Verfolger. -

Vor Caligula gebracht, weigert er sich, seinem Glauben abzuschwören, und wird zum Tode verurteilt. Diana jedoch bekennt sich vor der glanzvollen Versammlung, die der Kaiser als Tribunal eingerufen hat, zu Marcellus. Sie fordert, das Los des Macnnes zu teilen, den sie sich zum Gatten erwählt hat. Als Marcellus und Diana durch die ehrfürchtig schweigende Menge
aus dem Palast geführt werden, übergibt sie einem treuen Christen das Gewand für den „großen Fischer". Furchtlos und gläubigen Herzens treten sie den Weg an ins Ewige Königreich.

DIE DARSTELLER

Marcellus Gallio Richard Burton  
Diana Jean Simmons  
Demetrius Victor Mature  
Petrus Michael Rennie  
Caligula Jay Robinson  
Justus Dean Jagger  
Senator Gallio Torin Thatcher  
Pontius Pilatus Richard Boone  
Miriam Betta St. John  
Paulus Jeff Morrow  
Kaiser Tiberius Ernest Thesiger  
Junia Dawn Addams  
Abidor Leon Askin  
Rebecca Helen Beverley  
Quintus Frank Pulaski  
Marcipor David Leonard  
Judas Michael Ansara  
Tiro Jay Novello  
Jonathan Nicolas Koster  
Dodinius Francis Pierlot  
Nathan Emmet Lynn  
Marius Thomas Brown Henry  
Cornelia Sally Corner  
Julia Rosalind Ivan  
Sarpedon ....' Antony Eustrel  
Lucia Pamela Robinson  
Lucius Peter Raynolds  
Tänzerin Virgina Lee  
Sklavinnen Jean und Joan Corbett. Gloria Saunders  
Gracchus George E. Stone  
Auktionator Marc Snow  

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Auch hier eine Anmerkung zu den Schauspielern

In der Biografie des Artur Brauner, genannt Atze, Gründer und Chef der Spandauer CCC Studios samt Filmfirma in West-Berlin, ist es deutlich beschrieben.

Die Schaupieler waren schon immer sehr eigen - selbst die vermeintlich lustigen und sympatischen Menschen - (bis auf wenige Ausnahmen), und die legten größten Wert auf die vorderste oder oberste Reihenfolge ihrer Namensnennung sowohl auf den Plakaten wie auch im Vorspann oder Abspann des jeweiligen Films.

Da kam so richtig Krieg zwischen Produzent, Verleih, Regisseur und Star auf, wer da zuerst oder in welcher Reihenfolge aufgeführt wurde und Atze als Produzent musste öfter alle nur möglichen Tricks anwenden, um bei der Premiere keinen Eklat zu provozieren. Das waren alles Eigenarten, die dem Kino-Besucher fremd waren und die erst Jahe später ans Licht kamen. Hier hatte sich einer der Beteiligten, Will Tremper, mal so richtig bissig zu diesen Marotten der Stars und Sternchen geäußert.

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