Ein Rückblick auf und in die bei uns gezeigten 35mm Kinofilme
Im Rückblick sind die zigtausenden von Filmheftchen schon aussagekräftig, wie die einzelnen Filme so populistisch wie möglich, als so erfolgverspechend wie mögich beworben wurden. Auch wenn die Filmheftchen 20 PFennige gekostet hatten, manche Kinos verteilten die an die Besucher des gerade laufenden Films gratis, ebenfalls als Werbung.
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Die Fotos auf den Innenseiten der gefalteten Heftchen
sprachen Bände, aber eher im negativen Sinn, wie wir das heute beurteilen. Auch da kam bei meiner Recherche wieder ein Stückchen Wahrheit raus, denn diese damals offensichtlich problematischen Fotos sollten auf keinen Fall Kindern in die Hände fallen. Die Kirchenverteter im Wiebaden Bierbricher Schloß in der sogenannten freiwilligen Selbstkontrolle FSK verteufelten jede auch nur leicht durchscheinende Brustwarze als absolut verwerflich. Sie würde die Moral des Volkes untergraben.
Es konnte ja aus einer Szene immer nur ein Bild herausgeschnitten werden, eines der zugkräftigsten Fotos eines halbnackten oder dreiviertelnackten Busens oder eines tiefen Dekolltés, das dem (männlichen) Besucher einen Hauch von Sex vorgaukelte bzw. erstmal nur versprach, aber jedesmal zu einer großen Enttäuschung führte. Selbst bei den brutalo Western musste ein nackter Busen für die Werbung herhalten - siehe "Spiel mir das Lied vom Tod" mit Claudio Cardinale und Henry Fonda beim Paarungsversuch in Cinemascope.
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Doch schlimmer waren die reizerischen oder trivial blöden Titl
Sicher fällt es dem interessierten Leser auf, daß die Titel seltenst das hergaben, das an Inhalt in der Story vorhanden war. Ganz besonders eklatant wird es, wenn aus einem Nachlass (oder mehreren) 600 oder 800 solcher Heftchen auftauchen und eine dort abgedruckte Story blöder ist als die nächste.
Die allermeisten Geschichten oder Storys waren ehemalige Theaterstücke, (auch bereits "nach einer Novelle von .....) oder nach einem Roman von ......, "leicht überarbeitet von ..... und am Ende verschlimmbessert, weil da noch ein bißchen Sex mit rein mußte (selbst wenn es überhaupt nicht zur Story paßte) oder das Ende viel zu traurig war. Es wurde einfach ein neues Ende hinzugedichtet, auch gegen den ausdrücklichen Willen der Autors/Urhebers des Romans.
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