Sie sind hier : Startseite →  Film-Historie 1→  Artur Brauner - Mein Leben→  Artur Brauner Biografie 1976-12
Yvonne de Carlo, die schönste Frau der Welt und ich

Artur Brauner's Biografie aus 1976

Artur Brauner's Traum war schon in jungen Jahren, Filmschauspieler zu werden oder einmal selbst Filme zu "machen" - und dieser Traum war so ähnlich wie bei dem Kollegen Will Tremper. Beide waren unter anderem ihre kreativen Ideengeber und ihre Produzenten. Beide hatten aber einen sehr unterschiedlichen Erfolg.
Artur Brauner war der taktische Kopf seiner CCC und hatte auch ein Händchen fürs Geld. Will Tremper hatte die fantastischen genialen Ideen und war darum fast immer kurz vor der Pleite. Beide hatten ihre Ideale und Prinzipien, die sie in ihren Filmen vermitteln und darstellen wollten und konnten und beide entdeckten hier bei uns in Deutschland West viele junge Talente. - Die einführende Seite steht hier.

.

»Erst ein Haus, dann einen Sohn«,
sagt die beste Ehefrau der Welt

.

Heute vor vierzehn Jahren haben wir dieses Haus bezogen

»Weißt du eigentlich«, fragte mich Maria, die beste Ehefrau der Welt, neulich beim Frühstück, »weißt du eigentlich, was heute für ein Tag ist?«

»Ein schöner Tag«, sagte ich seufzend und vertiefte mich in den Börsenteil des »Tagesspiegels«. Die Kurse waren wieder einmal auf Talfahrt. Man kam aus der Aufregung nicht heraus.
Ich warf einen raschen Blick auf den Kalender. »28. März.« Nein, da war nichts, woran ich mich erinnern müßte.

»Heute vor vierzehn Jahren haben wir dieses Haus bezogen«, sagte sie schlicht. Und fügte hinzu: »Kein Wunder, daß du dich nicht erinnerst. Du hattest ja auch mit der ganzen Sache nichts zu tun.«
.

Also, das mit unserem Haus war so.

Wir hatten ein Kind, den Henry, und das war mir zu wenig. Ich hatte so an drei oder vier gedacht. Ich äußerte diesen Wunsch bei passender Gelegenheit und bekam zur Antwort: »Dazu braucht man Kinderzimmer ...«

Wir wohnten damals noch am Hohenzollerndamm, Numero 87. In dreieinhalb Zimmern. Ich hatte mich da immer sehr wohl gefühlt. Und unsere Gäste auch: Curd Jürgens, Ruth Leuwerik, Maria Schell, Lilo Pulver, O. W. Fischer, Peter Alexander, Caterina Valente. Meist fuhren sie mit ihren Straßenkreuzern vor und parkten sie neben einem uralten Opel.

Der Opel gehörte mir. Er trug mich sicher dorthin, wohin ich wollte, und damit hat ein Auto bei mir seine Funktion erfüllt. Erst viel später bin ich auf einen größeren Wagen umgestiegen. In der Branche wurde nämlich damals von Leuten, deren Auftreten in keinem Verhältnis zu ihrem Können stand, das Gerücht kolportiert: »Der Brauner ist so ziemlich pleite. Deshalb kann er sich nur einen Kleinwagen leisten.«
.

Das mit den Kinderzimmern gab mir dann doch zu denken

Ich mache mir nicht viel aus dem, was man eine »luxuriöse Lebensführung« nennt. Superhoteis, Schlemmerrestaurants, 200-pferdige Autos, überdachte Swimmingpools, solche Sachen überlasse ich gern anderen. Auch die Wannseevillen (»24 Zimmer, 11 Bäder, Tennisplatz, Sauna, Pförtnerhaus, Gästeappartement«), die mir immer wieder angeboten wurden, reizten mich nicht. Auch dann nicht, als ich bereits zwanzig Filme pro Jahr produzierte, von denen jeder durchschnittlich eine Million kostete.

Aber das mit den Kinderzimmern gab mir dann doch zu denken. Ich tat deshalb den inhaltsschweren Ausspruch: »Frau, gehe hin und baue ein Haus. Aber, bitte, sag mir erst Bescheid, wenn der Möbelwagen kommt ...«

Ein Jahr darauf teilte mir meine Frau en passant mit, daß ich an diesem Tag nach Büroschluß doch, bitteschön, zum Grunewald in die Königsallee Numero 18 kommen möchte.

»Mach ich«, gab ich zerstreut zur Antwort und fuhr am Abend prompt zum Hohenzollerndamm. Dort stand ich vor einer total leeren Wohnung.
»Einbrecher?« fragte ich entgeistert die Portiersfrau. »Nee, Umzug«, sagte die und sah mich an, als habe ich nicht alle Tassen im Schrank.

Ich raste Richtung Grunewald und hielt kurz darauf vor einem schmiedeeisernen Gitter, das die Initialen trug: »AMB. Artur - Maria - Brauner.« Maria nahm meine Hand, führte mich durch ein Haus, das mir so schön und so gemütlich vorkam, wie ich es in meinen geheimsten Träumen nicht erwartet hätte, und fragte schlicht: »Gefällt's dir?«

»Es gefällt mir«, sagte ich, ging in mein nagelneues Arbeitszimmer mit dem großen Panoramafenster und - da klingelte das Telefon.
.

Johannes Heesters war am Apparat.

Johannes Heesters war am Apparat. Er fragte, ob es bei unserer Verabredung morgen in meinem Spandauer Büro bliebe. »Spandau, Spandau?« fragte ich zurück. »Wo liegt denn das? Mein Büro ist seit einer halben Stunde im Grunewald, Königsallee, lieber Joopie.«

Ich fühlte mich so wohl in meiner neuen Bleibe, daß ich sie umgehend zu meinem Hauptquartier ernannte. An manchen Tagen bot sich dem arglosen Gast in diesem Hauptquartier folgendes Bild: In einer Ecke der großen Halle saßen vier Männer bei einer Regiebesprechung. In der anderen Ecke stritt man sich über die Besetzung des nächsten Films.

In der dritten saß ein einsamer Mensch mit Watte in den Ohren und starrte in ein Drehbuch. In Ecke Numero vier hämmerte Inge Laeppche auf die Schreibmaschine ein. Das Telefon schrillte. Die Haustür klingelte. Am Flügel saß ein Komponist, klimperte, trällerte und fragte zwischendurch: »Und wie gefällt Ihnen das?«

Wo war Maria? In einem der Kinderzimmer selbstverständlich. Sie war dort abendfüllend beschäftigt, hatte sie doch ihren Teil unseres Vertrags treulich erfüllt: Ich hatte ihr das Haus geschenkt, und sie mir Kinder.

Fela erblickte sieben Monate nach dem Einzug das Licht des Grunewalds.
Vier Jahre später folgte Sammy. Alice, das entzückende Geschöpf, kam 1966. Unsere Familie umfaßte also jetzt sechs Köpfe.
.

Maria hatte ich vor dreißig Jahren kennengelernt

Maria - meine Gedanken schweifen zurück nach Stettin, das heute Szczecin heißt. Dort habe ich sie vor dreißig Jahren kennengelernt. Inmitten eines Chaos von unvorstellbarem Ausmaß. Die Stadt war keine Stadt mehr, sondern eine Trümmerwüste, aus der die rauchgeschwärzten Ruinen und die wenigen unbeschädigten Häuser in gespenstischer Sinnlosigkeit herausragten.

In der Altstadt stand kein Stein mehr auf dem anderen, der Hafen war vernichtet, die Industrieviertel niedergebrannt. Ich hatte mich mit meinem Bruder Wolf aus einem Konzentrationslager in Polen bis hierher durchgeschlagen. Zwischen den vormarschierenden Russen und den zurückflutenden Deutschen hatten wir uns bewegt. Das war ein Himmelfahrtsgelände, aber wir waren noch einmal davongekommen und hatten in der einstigen Hauptstadt Pommerns Station gemacht auf unserem Marsch nach dem Westen.
.

Juni 1945 - im Keller einer Ruine unweit des Holzmarkts

Unsere Unterkunft lag im Keller einer Ruine unweit des Holzmarkts. Dort verbrachten wir die Nächte. Tagsüber waren wir in der Stadt unterwegs auf der Suche nach etwas Brauchbarem. Es war inzwischen Juni geworden, der Juni 1945.

Es war heiß, ein trockener Wind wehte den Staub aus den Trümmern, Brennesseln wucherten überall. Wir saßen auf den Stufen eines Hauses, von dem es nur noch diese Stufen gab, und aßen Birnen aus einem Einweckglas, das wir in einer verschütteten Speisekammer gefunden hatten.

Ich kann mich noch an das Gespräch erinnern, das wir dabei führten. Mein Bruder sagte, daß er nach New York wolle, um in der Fifth Avenue ein Juweliergeschäft zu eröffnen, ich dagegen wollte nach Hollywood und als Produzent in die Filmbranche einsteigen. Wolf meinte, daß Steine was Sicheres seien, weil ewig wertbeständig, Film dagegen eine höchst unsichere Sache, im Grunde was für Spinner.
.

Eine Zukunft - wenn du die richtigen Themen hast

»Nicht, wenn du die richtigen Themen hast«, sagte ich. »Und die hast du?«
»Die habe ich. Ich brauche nur das zu filmen, was wir erlebt haben.« Ich dachte natürlich schon an »Morituri«.

»Das will keiner sehen, so was«, sagte Wolf und fing wieder an mit seinem Juwelenladen, und daß Juwelen immer gekauft werden, zumal in der Fifth Avenue, das sei eine sehr gute Lage und . . . »Ist da nicht der berühmte Laden von Tiffany?« überlegte ich. »Und da willst du dich niederlassen?«
Es war eine Unterhaltung von abenteuerlicher Groteskheit.

In dieser Umgebung und in unserer Situation an Hollywood und Tiffany zu denken, dazu gehörte ein gewisser Optimismus. Aber wir waren von einem bergeversetzenden Glauben an unsere Zukunft erfüllt. Weil wir jung waren, hungrig nach allem, was uns der Krieg versagt hatte, und voller Idealismus, trotz allem. Wir waren bereit, etwas ganz Neues aufzubauen, die Welt aus den Angeln zu heben. Wenn man uns nur ließ.
.

»Guck mal, die da drüben.«

Wir redeten noch eine ganze Weile, stritten über unsere gegensätzlichen Standpunkte und hätten uns beinahe in die Haare gekriegt, wenn mich nicht Wolf in die Seite gestoßen hätte. »Guck mal, die da drüben.«
Die da drüben waren zwei junge Mädchen mit auffallend schönem Blondhaar.

Sie trugen trotz der Hitze wattierte Mäntel und schleppten schwere Rucksäcke, die sie immer wieder absetzen mußten. Wir stiegen über die Trümmer und fragten, ob wir ihnen helfen könnten. Sie schauten uns ängstlich an, waren aber so erschöpft, daß sie uns wortlos in unser Quartier folgten. Wir gaben ihnen zu essen und zu trinken und fragten, woher sie kämen. »Aus Hannover. Wir haben da in einem Werk gearbeitet«, sagte die Jüngere, sie hieß Maria, »und jetzt wollen wir zurück nach Warschau. Die Mutter suchen.«

Die Ältere, es war ihre Schwester und wurde von ihr Julia genannt, fügte hinzu: »Wir haben uns in einen russischen Transportzug geschmuggelt. Erst während der Fahrt haben wir gehört, daß er bis zur Sowjetgrenze durchfährt, und da sind wir hier abgesprungen. Nach Rußland wollten wir ja nicht direkt.«
.

»Wir sind Jüdinnen. Aus Lemberg.«

Maria sagte nach einer Weile: »Wir sind Jüdinnen. Aus Lemberg.« Jüdinnen, die in Deutschland nicht im KZ gewesen waren, sondern in einem Werk gearbeitet hatten, die überlebt hatten und nun zurück nach Polen fuhren - das klang nicht sehr glaubwürdig, und als ich merkte, daß sie beide ein Kreuz um den Hals trugen, so wie Katholikinnen es tun, da war mir klar, daß sie nicht die Wahrheit sprachen.

Ich sagte es ihnen auf den Kopf zu, und beide Mädchen brachen in Tränen aus. Und dann erzählten sie. Ich schäme mich noch heute, wenn ich an meinen finsteren Verdacht denke .....

Maria und Julia stammten aus Lemberg. Ihr Vater war dort Direktor des jüdischen Theaters. 1939, nach dem deutschen Überfall auf Polen, besetzten die Russen die Stadt. Zwei Jahre später kamen die Deutschen.
.

Die Eltern waren deutschfreundlich gewesen .....

Die Alberts, wie der Nachname der beiden Mädchen lautete, waren von jeher deutschfreundlich gewesen. In ihrem Haus sprach man Deutsch, las man deutsche Dichter, spielte man die Musik deutscher Komponisten. Es war eine weitverzweigte Familie mit zahlreichen Mitgliedern.

Als die Deutschen die Stadt räumten, war keiner der jüdischen Einwohner mehr am Leben. Maria hatte ihren Vater verloren, ihren Bruder und alle ihre Verwandten. Sie selbst hatte überlebt, weil sie mit Mutter und Schwester nach Warschau geflohen war. Freunde versteckten sie dort, färbten ihnen die Haare blond, verschafften ihnen »arische« Papiere als katholische Polinnen.

Nach dem Ausbruch des Ghettoaufstands gelangten sie nach Deutschland. Maria drehte im Reichsbahnausbesserungswerk Hannover Lokomotivkolben. Sie machte ihre Arbeit gut. Zu gut. Kolben waren kriegswichtig, und die polnische Widerstandsbewegung im Werk hatte etwas gegen Qualitätsarbeit.
.

Von "beiden Seiten" unter Druck gesetzt

Man drohte ihr, sie nach dem Krieg umzubringen. Pfuscharbeit aber galt bei den Deutschen als Sabotage und wurde ebenfalls mit dem Tod bestraft.
Die Sechzehnjährige, von beiden Seiten unter Druck gesetzt, wußte keinen Ausweg mehr. In ihrer Verzweiflung steckte sie eines Tages ihre rechte Hand in die laufende Maschine.

Es war eine furchtbare Verletzung, die sie sich zuzog, aber sie hatte ihr Ziel erreicht. Sie brauchte keine Kolben mehr zu drehen, man übertrug ihr sogar eine Sonderaufgabe: die Einrichtung einer Krankenstube.

Ein Arzt kam und sagte: »Die haben hier alle Furunkel. Wegen der Unterernährung. Die müssen aufgeschnitten werden. Ich zeige dir, wie man das macht, Mädchen, und schon kannst du es.« Sie konnte es tatsächlich. Mußte es können. Weil der Arzt sich nur sehr selten sehen ließ. Sie schnitt Furunkel auf (das Messer, das sie dazu benutzte, besitzt sie heute noch), sie schiente Arm- und Beinbrüche, zog Stahlsplitter heraus.

Eines Tages schleppte sich eine Russin zu ihr, schreiend, wimmernd. Sie war schwanger, und die Wehen hatten eingesetzt. Maria brachte das Baby zur Welt, schnitt die Nabelschnur durch. Es blieb nicht das einzige Baby. Es gab viele schwangere Frauen unter den Fremdarbeiterinnen.
.

»Es waren alles Bombenkinder«

»Es waren alles Bombenkinder«, erzählte sie. »Bei einem Bombenangriff mußten die Fremdarbeiter nämlich in einen Wald. Bunker gab es für sie ja nicht. Franzosen, Russen, Tschechen, Polen, Männer und Frauen, na ja, und dabei passierte es dann . . .«

Maria gefiel mir vom ersten Moment an (auch wenn sie mir heute noch vorwirft, daß ich ziemlich stark nach ihrer Schwester Julia geschielt hätte), und ich bat sie, ihre Fahrt nach Warschau zu verschieben. Ich hatte Angst, daß ihr etwas zustoßen könnte.

Die Lage war noch viel zu verworren. Russen und Polen vertrugen sich nicht so, wie man es von Siegern erwartet hätte. Die polnische Miliz legte sich mit den Soldaten der Roten Armee an, polnische Zivilisten wurden in die Sowjetunion deportiert.

Die beiden Mädchen waren von ihrem Entschluß nicht abzubringen. »Wir müssen wissen, was mit Mutter ist«, sagten sie, und das klang unwiderruflich.

Wir brachten sie zum Bahnhof und halfen ihnen, einen Platz in einem der Viehwaggons zu finden. Ich gab Maria einen Zettel und sagte: »Wir gehen nach Berlin. Hier ist eine Adresse. Wir wollen nach Amerika auswandern.« Ich machte eine Pause. »Wir dachten, daß ihr vielleicht mitkommt und . . .« Die Lokomotive pfiff. Ich lief neben dem Zug her. »Also dann in Berlin . . .«

Am 28. Februar 1947 - vor dem Standesamt

Wir konnten beide nicht an ein Wiedersehen glauben. Maria fuhr nach Warschau, um in einer total zerstörten Stadt ihre Mutter zu suchen. Das war eine Reise, die zu einer Fahrt ohne Wiederkehr werden konnte. Auch meine Zukunft lag im dunkeln. Ich wußte noch nicht einmal, ob ich bis Berlin kommen würde.

Am 28. Februar 1947 stieg ein junges Paar vor dem Standesamt Berlin-Zehlendorf aus einem Auto vom Typ Adler. Um präzise zu ein: hundertfünfzig Meter vor dem Standesamt. Genau an dieser Stelle hatte der Adler, der heute auf jeder Oldtimer-Auktion Höchstpreise erzielen würde, energisch »nein« gesagt. Er wollte nicht mehr fahren, sondern geschoben werden. Das junge Paar tat ihm den Gefallen. Und des jungen Mannes Schwiegermutter half dabei.

Eine halbe Stunde später waren die beiden Mann und Frau, und ihr grenzenloses Vertrauen in die Menschen und in die Dinge zeigte sich sogleich, als sie sich demselben Auto wieder anvertrauten. Und tatsächlich: der »Adler« schien Jungvermählte gern zu mögen, denn er regte seine Schwingen und flog knatternd mit Artur und Maria Brauner davon.

Vorher in Warschau - krank, elend und ohne Hoffnung

Die Schwestern hatten ihre Mutter tatsächlich in Warschau gefunden. Wenn auch krank, elend und ohne Hoffnung. Sie hatten sie hochgepäppelt und waren nach Berlin aufgebrochen, das sie schließlich unter Umständen erreichten, die die Seiten eines zweiten Buches füllen würden.

Als Maria an der Tür meines winzigen Untermieterzimmers im Bezirk Zehlendorf klopfte, sagte sie, als wäre sie gerade vom Einholen gekommen: »So, da bin ich wieder.« Ich sagte: »Es wäre schön, wenn Sie blieben.«

Das war ein Heiratsantrag vom Typ Liebe 46, und Marias Leitung war kurz genug, um, wie unsere neuen Landsleute so was nannten, »die Nachtijall trapsen zu hören«. Ihre eigene Liebeserklärung war ähnlich ungewöhnlich.

Um mich häufiger sehen zu können, schaffte sie sich ein Fahrrad an, stellte aber mit schmerzhafter Überraschung fest, daß die Fähigkeit, Fahrrad zu fahren, nicht angeboren ist, sondern erworben werden mußte. Sie übte in finsteren Nebenstraßen still vor sich hin, und eines Tages gelang es ihr, per Rad bis nach Zehlendorf vorzustoßen.

Als sie abstieg, sah ich, daß ihre Knie vollkommen zerschunden waren. Und ich dachte mir, daß das für eine gute Ehe eigentlich reichen müßte.
.

Wir waren getraut, aber richtig verheiratet .......

Wir waren getraut, aber richtig verheiratet fühlten wir uns trotzdem nicht. Was uns fehlte, war, und das klingt jetzt schrecklich altmodisch, der Segen meines Vaters und meiner Mutter.

Sie saßen in einem Lager bei Heidenheim (nördlich von Ulm) und warteten auf ihre Papiere für die Auswanderung nach Amerika. Heidenheim liegt an der Brenz und soll ein liebliches Städtchen sein, wurde mir erzählt, aber es lag jenseits der Zonengrenze, und das war für uns so gut wie auf dem Mond.

Zum Passieren dieser Grenze brauchte man einen Interzonenpaß, und den bekam man, wenn überhaupt, erst nach einer gewissen Wartezeit.

Als ich die neunundsechzig Fragen eines Antragsformulars beantwortet hatte und es im Rathaus Zehlendorf abgab, fragte ich den Beamten, ob ich ihm jetzt mal eine Frage stellen dürfe. Ich durfte. »Wann bekomme ich den Paß?« fragte ich.
.

KOmmen Sie in acht Wochen noch einmal

»Stellen Sie Ihre Frage in acht Wochen noch einmal«, antwortete er. In acht Wochen würden meine Eltern längst in Amerika sein. Dann lernten sie meine Frau nie kennen! Für mich ein unvorstellbarer Gedanke, denn ich hing sehr an der Familie. Ich sagte zu Maria: »Wir fahren ohne Paß.

Irgendwie werden wir schon durchkommen.« Und in tiefstem Gottvertrauen fügte ich hinzu: »Schick ein Telegramm, daß wir heute abend da sind.« Maria schickte, wenn auch kopfschüttelnd. Als einziger Mensch hat sie mich immer ernst genommen. Wir machen den Adler startklar und fahren los.

Schwiegermutter rechts neben mir, meine Frau hinter mir. Wir brauchen acht Stunden bis Eisenach, fahren dann in Richtung Berka, Obersuhl auf die Grenze zu. Ich biege von der Hauptstraße ab. Wir holpern über Feldwege, sind plötzlich auf einer Waldschneise. Ich wende, suche, Nebel fällt ein, die Sicht wird immer geringer, ein Radargerät müßte man haben, plötzlich rauscht Wasser.

»Ist das nicht die Werra?« fragt Schwiegermutter neugierig, als hätten wir ein U-Boot.
.

Mit dem Adler über die Werrabrücke

Über die Werra wollte ich eigentlich auf einer Brücke. Der Fluß soll ja tief sein. Ich stoße zurück. Der Adler gewinnt wieder festen Boden.
Vorsichtig tasten wir uns einen Uferweg entlang. Eine Behelfsbrücke taucht auf aus dem Nebel, von einer Wachbaracke flankiert. Die Brückenbohlen rumpeln. Die Baracke ist anscheinend unbesetzt. Kein Posten ist zu sehen. Als wir fast auf der anderen Seite sind, ertönen Schreie, Rufe, dann rattert eine Maschinenpistole, aber wer will bei dem Nebel was treffen.

Wir fahren noch einige Kilometer, bis wir glauben, in der amerikanischen Zone zu sein. Ein Wegweiser taucht auf. »Bad Hersfeld - 5 km« steht auf einem seiner Arme. Das kann nichts anderes bedeuten, als daß wir es geschafft haben, daß wir »drüben« sind. Wir springen aus dem Wagen und tanzen um den Wegweiser herum, als seien wir ein bißchen meschugge.

Da taucht aus dem Dunst ein Militärwagen auf. Russen? Mir bleibt das Herz stehen. Es schlägt gleich wieder weiter. Amis. Sie tragen weiße Helme. Military police.

Na, was werden sie uns schon tun. »Passports, Mister«, sagt einer zu mir, ein riesiger Neger. Wir haben keine Interzonenpässe. Ich setze zu einer Erklärung an, der Neger sagt: »Tell the captain ... - Erzähl' das mal dem Captain«, und zwängt sich in unseren Wagen.
.

Im Armee-Knast in Bad Hersfeld

Maria hat ihren Koffer geöffnet, reißt ihr Brautkleid heraus, schwenkt es wie eine Fahne und sagt: »Er mein Mann. Wir Hochzeit. Du verstehen?« Sie wiederholt es etwa elfmal. Die Militärpolizisten schauen ihr entgeistert zu, wie sie mit dem Selbstgeschneiderten im Gelände herumwirbelt. Einer tippt sich an die Stirn.

Eine halbe Stunde später sind wir hinter Gittern. Im Arrestraum der amerikanischen Kommandantur von Bad Hersfeld. Ich war schon häufiger eingesperrt im Laufe meines damals 28jährigen Lebens, und amerikanische Gitter sind mal was Neues, aber wozu soll ich mich aufregen. Ich komme auch gar nicht dazu. In unserer Zelle sitzen noch zwei andere illegale Grenzgänger.
.

Und es sind noch mehr im Knast - illegale Grenzgänger.

Es sind Berliner, und ihre Unterhaltung besteht im wesentlichen aus der Einleitungsfloskel: »Du, da fällt ma eine herrliche Jeschichte ein . . .«

Die ist dann auch herrlich. So herrlich, daß wir trotz unserer Misere aus dem Lachen nicht herauskommen. Vielleicht haben die beiden in meinem Unterbewußtsein den Keim gelegt zu dem Entschluß, aus dieser Stadt nie wegzugehen - komme, was da wolle.

»Wenn ick den Ami da sehe, fällt ma eine herrliche Jeschichte ein . . .« Im Augenblick ist gerade Olle Willy am Zuge. Der »Ami da«, einer unserer Bewacher, trägt auf der linken Wange ein Pflaster, und Willy erzählt: »Jeht 'n amerikanischer Besatzungssoldat zu'n Berliner Frisör, sagt >Shaving, please<, also det heißt >rasiern<, und der Frisör rasiert und schneidt ihm dreimal. Det tut so weh, daß dem Ami die dicken Tränen über de Backen lof en, da beugt sich der Frisör über ihm und sacht: >Heimweh, wa?<«

Als meine beiden Frauen immer unruhiger werden, sagt Orje: »Hier muß eener 'ne Ruhe ham, denn allet is relativ. In de Plötze (dem großen Gefängnis in Berlin-Plötzensee), da war'n Lebenslänglicher, und wie 'n Kumpel von ihm einjeliefert wird, da frachta: >Wat bringst 'n mit, Hanne?< Und Hanne sacht: >Acht Jahre.< Sacht der Lebenslange mit seiner Ruhe: >Na, denn jehste ja bald wieda.<« Wie Olle Willy von seinem Verhör wiederkommt, fragen wir ihn begierig, was der Captain gesagt hat, und Willy meint, indem er sich auf seine Pritsche haut: »Ville jesacht hatta nich, aber watta jesacht hat, war Keese.«

Die erste Nacht im Knast

Am anderen Morgen fängt erst Schwiegermutter an zu weinen, dann weint auch Maria. Sie haben gehört, wie in der Nebenzelle einer erzählt hat: »Das ist nun schon der elfte Mord an der Grenze.« Die Zonengrenze war damals gefährlicher als der Central Park in New York heute. Es kam immer wieder zu Überfällen auf Grenzgänger: Sie wurden ausgeplündert, betrogen, zusammengeschlagen, ermordet.

»Deine Eltern«, sagte Maria, »müssen ja denken, daß uns was passiert ist.«

Wir hämmern mit den blechernen Trinkbechern gegen die Gitter, bis einer der Bewacher aufkreuzt. Ich verlange den Captain. Der Captain ist nicht zu sprechen. Meine Frau weint. Die Schwiegermutter weint. Plötzlich ist der Captain doch zu sprechen: Wir werden zum Verhör befohlen.

Meine Frau sagt: »Moment!«, öffnet den Pappkoffer, holt das Hochzeitskleid heraus und zieht es sich an, Brautschleier um, Brautkranz aufs Haar, Myrthenstrauß in die Hand. Der Captain kriegt gerade noch ein krächzendes »Hääällou« heraus, als er sie so sieht.

Dann schweigt er betroffen.
.

Wir sprechen kein Englisch, der Captain kein Polnisch

Wir sprechen kein Englisch, der Captain kein Polnisch, und vom Deutschen kennt er nur die Worte »Bier« und »Fräulein«, was in unserem Fall nicht ausreicht. Was heißt »Hochzeit« auf englisch? Gott im Himmel, wie wichtig manchmal ein einziges Wort sein kann. »Taaa - taaa - ta - ta«, mache ich, »di - daaa - da - da.« Das soll der Anfang des Hochzeitsmarsches aus »Lohengrin« sein, und den muß er kennen.

Er kennt ihn, versteht aber wohl Bahnhof, denn er schüttelt energisch den Kopf. »Nix taaa-taaa-ta-ta«, sagt er, zeigt auf uns beide, dann mit dem Zeigefinger auf seine Brust, murmelt irgend etwas von »no priest«, daß er kein Priester sei. Himmel, der denkt, daß wir uns von ihm trauen lassen wollen.

Ein Mann wird geholt, der angibt, daß er gut Deutsch und Englisch kann. Er kann beides schlecht, aber es genügt, um dem Captain unsere Geschichte zu übermitteln. Er glaubt sie uns nicht. Niemand glaubt einem die Wahrheit. Er hält uns, wie wir später erfahren, für Agenten, die zwecks Tarnung als Hochzeitspaar reisen. Wir werden in die Zelle zurückgebracht.

Zermürbendes Warten den ganzen Tag über. Um fünf Uhr wird die Zellentür aufgeschlossen. Der Ami mit dem Pflaster kommt, grinst, sagt: »Bye, bye and have a nice time.«
.

und auf einal - alles wird gut

Warum wir plötzlich gehen durften, erfuhren wir erst in Heidenheim, wo wir um Mitternacht eintrafen. Gegen Abend waren im Lager der Auswanderer zwei Militärpolizisten aufgetaucht und hatten gefragt, ob jemand auf ein junges Paar warte, das hier seine Hochzeit feiern wolle. Meine Eltern hatten sich gemeldet und erbleichend vor Angst »ja« gestammelt.

Woraufhin sich die Polizisten grußlos entfernten. Nach einer Weile waren sie wiedergekommen und hatten gemeldet: »Mr. und Mrs. Brauner und Mrs. Albert werden gegen Abend hier eintreffen.«

Sie hatten inzwischen mit Bad Hersfeld telefoniert und dem mißtrauischen Captain unsere Geschichte bestätigt. Die Hochzeitsfeier dauerte bis acht Uhr morgens, und das Hochzeitsgeschenk der beiden Militarypolicemen bestand aus zwei Stangen Chesterfield.

Was ein Vermögen war, denn die »Aktiven«, wie die nicht gedrehten Zigaretten genannt wurden, kosteten das Stück acht Mark fünfzig. Die Policemen bestellten uns auch einen Gruß des Hersfelder Captains, und wir sollten uns mit der Hochzeit ein bißchen beeilen.

Wir wußten genau, was er meinte, und Maria errötete schicklich: unser Henry war nämlich unterwegs, deutlich sichtbar, auf dem Weg zu seinem irdischen Dasein ...
.

Seit 30 Jahren - immer noch mit derselben Frau verheiratet?

Seit damals sind nun dreißig Jahre vergangen, und wenn uns heute Leute besuchen, die lange Jahre nicht bei uns waren, dann lese ich in ihren Augen das Staunen: »Na, immer noch mit derselben Frau verheiratet?«

Ich weiß, daß das heutzutage befremdend wirkt, und bei einem Filmproduzenten geradezu pervers. Schließlich ist sein Bett das erste, durch das ein Starlet zu gehen hat, wenn es Karriere machen will.

So stellt sich Fritzchen ja den Produzenten vor, und manchmal hat Fritzchen vielleicht sogar recht. Aber nur "sehr" manchmal. Wobei ich nicht ganz sicher bin, ob dasselbe nicht auch für andere Branchen gilt: für Krankenhäuser zum Beispiel, für große Betriebe, für Rundfunkanstalten, für das Bundeshaus.

Will sagen: Chefärzte, Personalchefs, Abteilungsleiter, Politiker sind mehr Anfechtungen ausgesetzt als wir vom Film. Denn Krankenschwestern, Sekretärinnen, Cutterinnen, Stenotypistinnen sind ja heute genauso hübsch wie Starlets. Und nicht nur hübsch ...

Meine Frau ist einmal von einem phantasievollen Reporter gefragt worden, wie sie mit den »außerehelichen Sex-Problemen fertig wird, die die Tätigkeit eines Filmproduzenten mit sich bringt«. Obwohl sie solche Fragen nicht sehr mag, denn sie ist in dieser Beziehung so altmodisch wie ich, hat sie doch darauf geantwortet. Sie sagte:

  • »Für mich waren das nie Probleme. Und wenn es welche gewesen wären, müßte ich annehmen, nicht mit dem richtigen Mann verheiratet zu sein. Männer, die fremdgehen, sind im allgemeinen krasse Egoisten. Sie wollen alles haben: die glückliche Ehefrau, das kindergesegnete traute Heim und die Geliebte. Man kann aber nicht alles haben im Leben . . .«

.

Zur Silberhochzeit sind wir beide ins »Hilton« gefahren

Zu unserer Silberhochzeit sind wir beide ins »Hilton« gefahren. Ganz allein. Wir wollten niemand um uns haben. Selbst unsere Kinder nicht. Wir haben gut gegessen und uns anschließend auf den Dachgarten gesetzt. Unter uns flimmerten die Lichter der Stadt, die unsere zweite Heimat geworden ist, die wir lieben gelernt haben, und der wir treu waren über all die Jahre. Nicht nur mit schönen Worten, sondern einfach damit, daß wir in ihren Mauern geblieben sind.

Wir haben damals Bilanz gezogen und uns gefragt: Würden wir diese fünfundzwanzig Jahre noch einmal so leben wollen, wie wir sie gelebt haben? Ich glaube, das ist eine Frage, die sich unsere Generation oft gestellt hat.

Denn welcher Nation man auch angehört hat in dieser Zeit, ganz einfach war es nicht, zu überleben. Der Milchmann Tevje in dem Musical »Anatevka« hat mir immer aus dem Herzen gesprochen, wenn er gelegentlich mit seinem Gott haderte. Auch ich habe manchmal meinen Blick zum Himmel gerichtet und gesagt: »Lieber Gott, ich seh' ja ein, daß es nicht gut ist, wenn man es allzu leicht hat. Aber mußtest du es einem gleich soooo schwer machen?«

Maria und ich waren uns damals einig, daß unser Leben, so wie es gewesen war, gut war. Wir haben ein reiches, buntes, volles Leben geführt. Es war nicht selten gefährdet, aber vielleicht war es deshalb so glücklich.
.

Wir sind nämlich immer glücklich gewesen.

Und wenn wir es auch heute noch sind, so nicht zuletzt deswegen, weil wir keine Ressentiments kennen. Das ist etwas eminent Wichtiges: daß man niemand etwas nachträgt, daß man sich nicht ständig vergangener Kränkungen erinnert. So etwas führt zu seelischer Vergiftung, zu einem ewigen Blick zurück im Zorn.

Ich spüre keinen Haß in mir. Gegen niemanden. Selbst den bösesten Erfahrungen kann man immer etwas Gutes abgewinnen. Als Maria in Warschau mit falschen Papieren lebte, arbeitete sie bei einer deutschen Besatzungsbehörde als Buchhalterin. Eines Tages wurde sie von den eigenen Landsleuten angezeigt, daß sie Jüdin sei. Eine Denunziation, die einem Todesurteil gleichkam.

Sie ist damals zu ihrem Vorgesetzten gegangen, einem Oberingenieur namens Kornhas, hat ihren »echt arischen« Paß gezeigt und gesagt: »Sie sehen doch, ich bin katholische Polin.«

Kornhas sagte: »Sie wissen so gut wie ich, Fräulein Albert, daß man sich solche Papiere kaufen kann.« Er machte eine Pause: »Wenn Sie auf Ihrem Posten als Buchhalterin bleiben, wird man Sie in das Vernichtungslager abtransportieren. Also müssen Sie da weg.« Am anderen Morgen saß Maria als Dolmetscherin im Vorzimmer des Oberingenieurs. Das bedeutete ihre Rettung.
.

Wie wäre man lebend herausgekommen aus der Hölle ?

Ähnliches habe auch ich erlebt. Nicht einmal, sondern mehrere Mal. Wie auch sonst wäre man lebend herausgekommen aus der Hölle? Und diese Erfahrung, daß es selbst unter den unmenschlichsten Umständen Leute gab, die ihre Menschlichkeit bewahrten, hat mir den Glauben an meine Mitmenschen bewahrt.

Ein einziger Korczak, jener Arzt, der mit den Kindern seines Waisenhauses freiwillig in die Gaskammern ging, um sie beim Sterben nicht allein zu lassen, ein solcher Mann legt ein Konto an, von dem Millionen zehren können.

Ob es ein Geheimrezept gibt für die Führung einer guten Ehe, ich weiß es nicht, jedenfalls habe ich keines. Ich weiß nur, daß diese oft gescholtene Einrichtung der Zweisamkeit unter dem Motto steht: »Oft kopiert, doch nie erreicht.«

Und für mich gibt es kein schöneres Wort als das, welches der König Salomo einmal darüber gesagt hat: »Es sind besser zwei denn eins, denn sie genießen doch ihrer Arbeit wohl. Fällt ihrer einer, so hilft ihm sein Gesell wieder auf. Wehe dem, der allein ist. Wenn er fällt, so ist kein anderer, der ihm wieder aufhelfe. Und wenn zwei beieinander liegen, so wärmen sie sich. Wie kann ein einzelner warm werden? Einer mag überwältigt werden, aber zween widerstehen.«
.

- Werbung Dezent -
Zur Startseite - © 2006 / 2026 - Deutsches Fernsehmuseum Filzbaden - Copyright by Dipl.-Ing. Gert Redlich - DSGVO - Privatsphäre - Redaktions-Telefon - zum Flohmarkt
Bitte einfach nur lächeln: Diese Seiten sind garantiert RDE / IPW zertifiziert und für Leser von 5 bis 108 Jahren freigegeben - Tag und Nacht, und kostenlos natürlich.