Der 35mm Kino-Film ist Weltstandard

Das war und ist (jedenfalls bis 2006) immer noch das Standard Kino-Format für alle Kinofilme. Angeblich wurde die 35mm Filmbreite von Edison und Eastman (später Kodak) auf Zuruf definiert, sagt die Legende.
Rechts im Bild ein 35mm Steenbeck Schneidetisch sowie zwei "alte" 35mm Bauer B8 Kino-Film Projektoren bei unserem Kino-Film Liebhaber Herrn Knapitsch in seinem Privat-Kino in seinem Haus im Taunus.
Von dem 35mm Film gab und gibt es haufenweise abgewandelte Film-Formate vom uralten (Pantoffel-) Kino (Seitenverhältnis 1.33:1) als Stummfilm Format und mit 1.375:1 als Licht-Ton-Film (wie beim Fernsehen mit 4:3) bis zu diversen Breit-Film- Variationen von 1,5:1. 1.66:1 über 1.85:1 bis sogar 2:1.
Und am Ende gab es das beeindruckende Cinemascope- Format mit seinem 2.35:1 Bildverhältnis (also immer noch mehr als 16:9), bei dem das natürliche Bild bei der Aufnahme in der Breite optisch "gestaucht" wurde und das beim Vorführen dann ganz spezielle Entzerrungs- Optiken (Anarmophote) erfordert.
Der obige Projektor (im Bild) ist sowohl mit der 4 Kanal Magnetton-Einheit (hellblau) ausgestattet wie auch vorrne rechts mit einer Anarmophot (Vorsatz-) Optik.
Für dieses Cinemascope Fomat hatten die Amerikaner nämlich eine 4 Kanal Magnetton Version entwickelt, bei der auf den extrem schmalen Streifen jeweils neben der Perforation 4 einzelne Magnetspuren aufgebracht wurden.
Jedoch auch Cinemascope war eigentlich eine alte französische Erfindung von Professor Henri Chrétien Ende der 20er Jahre, deren Patent nach 25 Jahren abgelaufen war. |  |  | 
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|  Philips Spezial-Magnettonkopf aus einem Kinoprojektor für 35mm 4Kanal Cinema- scope und 70mm 6 Kanal Todd-AO Filme
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Die monumentalen Grossbildwände in den großen Kinos konnten richtig begeistern.

Die großen Kinos hier in Wiesbaden hatten beeindruckende riesige große Leinwände (oder besser Bildwände) und hatten natürlich auch die Kino- "Theatralik" voll im Griff.
Der Autor gr erinnert sich an den gewaltigen "Neuen Filmpalast", den "Residenz-Palast", das "Arkarden am Ring" und das "UfA im Park", das heutige Caligari. Ja, das waren noch Kinos.
Damals wurde der (zwangsläufige) Kulturfilm (notgedrungen) in 4:3 abgespult, dann kam der Langnese Eiskrem Trailer in Breitbild-Format, dann die obligatorische Eis- (Verkaufs-) Pause und dann wurden die schwarzen Leinwand- Begrenzungen (Blenden) hinter dem großen dunkelroten Samt-Vorhang auf das gewaltige 2.35:1 Cinamascope Format aufgefahren und dann ging zum Beispiel "Ben Hur" oder "Das war der wilde Westen" los.
In manchen Kinos kam auch noch zwischendurch oder am Ende der normalen Werbefilmchen eine absolut beeindruckende Peter Steuvesant Zigaretten Werbung in volle Pulle Cinemascope mit voller Bildbreite, ein Flug mit dem Hubschrauber über die nächtliche Skyline von Manhatten zusammen mit klassischem Stereosound. Sollte es doch so den "Duft der großen weiten Welt" verkörpern. Das hat dann auch immer wieder den hartgesottenen Kino-Freak begeistert, ("jedoch geraucht habe ich dennoch nie", so der Autor gr).

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 uralter Fese 35mm Filmgeber
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Und uns Zuschauern fielen die Augen aus dem Gesicht, so beeindruckend war das, dieses superbreite Riesenbild. Und dann kam der gewaltige Sound von allen Seiten, so etwas gab es ja damals noch nicht. Und man beachte, es waren in den Kinos ja nur vier "schwache" 25 Watt Röhrenverstärker von Siemens/Klangfilm. Die damaligen Fernsehaufführungen dieser Filme können und konnten dem nie das Wasser reichen und haben den Eindruck eher verhunzt als die Zuschauer begeistert. Erst mit dem modernen Home Cinema Surround und den ersten 100cm Flachfernsehern hat sich das etwas geändert.
Ich hatte "Die Endlose Geschichte" in Kino gesehen und dann später im Fernsehen, eigentlich war das im Fernsehn nur grausam. Gleiches gilt für Harry Potter, dem ersten Film. Selbst die uralten Filme "Wie angelt man sich einen Millionär" und "20.000 Meilen unter dem Meer" entfalten im Fernshen überhaupt kein Flair.
Da kommt noch mehr (fernsehspezifisches).
Und dann kam die Steigerung, 70mm mit 6 Kanal Ton. Das war dann (damals) völlig irre.

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