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Es sollte so richtig "bunt" sein
Das kleine Wetter-Studio
Die Hauptkulisse der Sprecher
super toll hinterleuchtet
und das Promotion-Foto des Senders

Im Inneren des Studios :
Ein Bühnenbild zum Verlieben.

Für die alten Fernsehmacher zählte nur, was nachher auf dem Kontrollmonitor (erstes Bild rechts) zu sehen war. Es mußte echt aussehen. Die super teuren virtuellen Studios von ARD und ZDF und natürlich auch die von "den Privaten", die aber lange nicht so viel Geld ausgeben durften, sehen auch in 2011 noch unnatürlich gekünstelt aus.

Wenn der Moderator oder der Wettergott
mit dem Finger neben sich auf eine virtuelle Landkarte deutet und dabei grob "daneben" zeigt, sieht man das ganz deutlich. Man sieht, daß er (oder sie) . . . . . nichts sieht. Und das ist inzwischen richtig auffällig und vor allem "un"-natürlich .

In einem alten realen Fernsehstudio zum Anfassen
sieht das alles noch richtig echt aus und damit glaubwürdig. Bei den modernen virtuellen Nachrichten weiß man nie, ob da jemand die Nachrichten im Keller auf dem PC mit 8 CPUs zusammengebastelt hat oder ob die wirklich echt sind.

Jedenfalls diese beiden Bühnenbilder waren toll, sie waren richtig schön mit sehr angenehmen warmen Farben und Holzverkleidungen und architektonisch gelungenen Rundungen.

Die stylistischen Proportionen von Breite und Höhe und Stärke stimmten und die gewaltige Beleuchtung tat ein Übriges, daß es wirklich gut aussah. Wenn ich doch nur noch Platz hätte in unserem Lager, ich hätte beide am letzten Tag heimlich abgebaut und mitgenommen.

Da ich von einer Parodie auf das "alte" Fernsehen ausgegangen war (so stand es im Storyboard), finde ich die beiden Bühnenbilder ganz ernsthaft "zu gut" !. - Ich hätte da eher etwas in die Jahre Gekommenes oder Abgelutschtes oder sogar leicht Verwarlostes aufgebaut, bei dem die vergilbten Deckenplatten schief hängen und die vedallerten Wände schon leicht am abbröseln waren. - Doch wir sind hier in einem Filmstudio - also einer richtigen "Traumfabrik".
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Was für mich auch ungewohnt war ... das war das Warten.

Der Regisseur läßt isich den letzen Mitschnitt mehrfach abspielen
und wieder warten

Über die vermeintlich dummen Sprüche der alten Hasen lächeln die meisten Newcomer oder Gäste zuerst. Denn da heißt es, 80% der Zeit "am Set" bedeutet warten. Warten auf den Regisseur, den Regieassistenten, den Chef-Kameramann, den Chef- oder Oberbeleuchter, den Art-Direktor, die Maske (das sind die Schminkdamen) oder die Garderobe (das sind die Kostüm-Schneider(innen) mit Nadel und Faden/Zwirn) oder einen von der Fernsehtechnik oder den Hausmeister oder oder oder . . . . . .

Auf irgend Jemanden muß man immer warten. Dazu kommt noch die "Kreativität" der beteiligten Künstler, also des oder der Auftraggeber, des Produzenten und des Regisseurs, die fortlaufend neue "Einfälle" bekommen, durchaus inspiriert von einer geschickten Beleuchtung oder einer neuen ungeahnten Perspektive zwischen den Kulissen hindurch.

Dann wird (werden) die Kamera(s) umgestellt . . . . und die Scheinwerfer neu ausgerichtet . . . . . und erneut Probeaufnahmen gemacht . . . . . und wieder ist ein Tag rum.
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Ganz wichtig, die Vereinbarung mit der Produkton war, daß diese Gesichter erst nach der ersten Ausstrahlung im Kino oder im Fernsehen zu sehen sein dürfen. Darum sind diese Seiten erst lange nach dem "Dreh" eingestellt worden.
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