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Die Anreise :
Aug. 2011 - Auf geht's nach Berlin - was ist gefordert ?

So gut wie alles ist bei uns fahrbar im Lager verstaut
Über diese "Brücke" sollte es gehen - jedoch mit einigen Schwierigkeiten und Kraftakten

Ein Fernseh-Studio der 80er Jahre soll (in einem Filmstudio) nachgebaut bzw. nachgestellt werden. Dazu braucht man nicht nur die 4 großen Fernseh-Kameras, sondern auch ein paar Bildmischer, ein paar Monitoren und eventuell noch ein paar MAZen und diversen Kleinkram. Da es auch noch teilweise funktionieren sollte, sind natürlich Kabeltrommeln und Netzkabel immer von Wert, weil die meist dort nicht herausgegeben werden - wegen des "Schwundes" - andere sagen "klauen" dazu.
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Die alten Fernseh-Macher wissen es , damals war "Alles" einfach nur schwer.

Die großen SONY Klasse 1 Monitoren wiegen jeweils um die 40 Kilo, der noch größere Barco wiegt an die 50 Kilo und eine Video-Aufzeichnungsanlage vom Typ BCN 51 im Gestell samt Brücke kommt locker auf 120 Kilo oder sogar mehr.

Dazu kamen noch unsere vier BTS KCM 125 Kameras samt deren Kontrolleinheiten und Bedienteilen und unsere uralten funktionierenden Vinten- Pumpen und die Kabel und die ganzen Kisten mit den Kopfhörern und Suchern und Schneider- Objektiven, das war dann schon Masse. Der gebriefte Ingenieur nimmt bei solch alten Geräten natürlich immer noch vorausschauend einen 230V Regeltrafo und einen 220V Spannungskonstanter mit, man kann ja nie wissen, was in den Filmstudios für Netz-Spannungen angeliefert werden.
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Und so kamen wir schon auf die 1500 Kilo Zuladung . . .

In Berlin angekommen, war der Zugang zum Studio verbaut

die dieser Transporter "gerade noch so" verkraften kann. Für eine 550 Kilometer Fahrt sollte man das gesamte Material auch gut verstauen, vertauen und alles Schwere immer ganz nach unten verfrachten. Doch das wissen die "Fernsehleute von früher" natürlich auch noch.

In Berlin an der Havel angekommen, sah das dann im Auto so aus und der Requisiteur (links im Bild) staunte nicht schlecht, daß "diese Museumsleute" wirklich an Alles gedacht hatten, sogar an zwei Taschenlampen.
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Doch das abendliche Erwachen kam schon beim Einfahren in den Havel-Studio-"Garten".

So sah das am nächsten Morgen aus.
Das Gerüst war haushoch und hier schon mit Plane

Vor der Rampe zum Studio stand "ganz plötzlich" und unerwartet ein riesiges Stahl-Gerüst von ungeheuren Ausmaßen. Da war kein Durchkommen mehr. So war das natürlich nicht geplant.

Wären nicht alle, aber auch alle "Verantwortlichen" ausgesprochen nett und freundlich zu uns gewesen, wir hätten uns umgedreht und wären noch am gleichen Abend (also Nachts) wieder heim gefahren.

Denn nun hieß es für uns zwei (beide über 60+) - bei Dunkelheit im dürftigen Scheinwerferlicht über Schotter und Kiesbetten bis zur Rampe - Schleppen und Schieben.

Und mit einem  Hubwagen durch ein auch nur wenige Meter langes Kiesbett zu fahren, das ist sehr sehr mühsam.

Also von dem geplanten Anfahren bis an die Studiotür und dann dem Herabrollen unserer Transportkisten und Alukoffer aus dem Transporter wurde ein schweiß- treibendes mühsames Heraufschieben bis nach Mitternacht.

Und als wir um 1.30 Nachts im Hotel ankamen, . . .

. . . kannte uns dort Keiner und gebucht war auch nichts. Das ließ Schlimmes erahnen. Es gab für uns hungrige und abgearbeitete "Kistenschieber" aber keine Alternative mehr. Also die Kreditkarte gezückt und im "Hotel Senator", dem offensichtlich höchsten Hochhaus in Berlin Spandau, zwei Zimmer "gekauft". Erst am nächsten Morgen wußten wir, daß es 125.- Euro + 10.- Euro für das Frühstück werden könnten.
Doch diese "Vorahnung" wurde dann am Set von Requisiteur, Art-Direktor und Production-Manager im Fernseh-Team ganz schnell bereinigt, es war nur ein Mißverständnis, es war nämlich (nur) falsch gebucht worden.

Über das "Hotel SENATOR" in Berlin Spandau, Freiheit 5

Das Hotel belegt die oberen 6 oder 7 Geschosse eines einsamen riesigen MAN/Neoplan Verwaltungsgebäudes und es scheint in dieser Stadtrandlage (obwohl wirklich ideal direkt - nur über die Straße - an einer S-Bahn Station gelegen) auf verlorenem Posten zu stehen. Jedenfalls machte fast alles einen recht heruntergekommenen Eindruck. Im Klartext, der Pleitegeier linzte aus fast jeder Ritze. Zerrissene Vorhänge hingen in fast jedem Zimmer. Ich hatte nämlich auch mal in anderen Zimmern spioniert.

Wichtig : Das ist ein "Ist-Zustand" im August 2011, das muß als nicht auf ewig so sein.

Ganz oben unterm Dach
gibt es eine (Super- Penthaus-) Restaurant-Etage, aber leider auch leicht ungepflegt. So war alleine die Dusche in meinem Zimmer das mustergültige Highlight des ganzen Hotels. Und natürlich war die gigantische Aussicht am Morgen im Restaurant ein Traum, ein Rundblick von Tegel bis Tempelhof, einmal rund um Berlin, es war alles zu sehen. Das Frühstück war ok, aber dem angepeilten (preislichen) Niveau nicht angemessen.

Auf jeden Fall waren / wären die 125.- Euro pro Person pro Nacht absolut überhöht. Ich hatte in 2010 mal in Dresden in solch einem verpafften ETAP Hotel gewohnt, aber eben für nur 35.- Euro mit Frühstück. Fazit: Also dieses Hotel SENATOR in Spandau sollten Sie (zur Zeit) meiden. (Stand Aug. 2011). Vielleicht wird es ja bald renoviert.
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Nachtrag 2017

Inzwischen heißt es "Novum Select Hotel Berlin Spiegelturm" - nach wie vor gleiches Gebäude und gleiche Adresse - und es scheint laut Internet renoviert zu sein.
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. . . . was wir an wirklich tollen Erlebnissen hatten.
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