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Als 1983 ein grosser Schwindel aufflog ........

Der Aufmacher auf der Titelseite
im "stern" 1983 April Ausgabe
alte sogenannte EB Kameras

Im April 1983 kam der "stern" mit Heft Nummer 18 mit einer "Sensation" heraus. Man habe die Tagebücher des Führers exklusiv aufgekauft (später kam raus, es waren über 9 Millionen DM-West) und die würden jetzt - natürlich ausschließlich im "stern" - publiziert. Damals war ich 24 Jahre alt und es interes- sierte mich überhaupt nicht, was da im "stern" stand.

Der große Knall kam, als sich noch im April - knapp eine Woche später - herausstellte, alles war getürkt - diese Tagebücher waren nicht nur belanglosen Inhalts, sondern komplett gefälscht, sogar erstaunlich glaubhaft und gut gefälscht - bis auf das vergilbte Papier -, das war nämlich von 1948.

Nach 38 Jahren hatten die allermeisten Wohlstands- Bundes- bürger das sowieso vergessen und der "stern" hatte bei der Auflage eigentlich keine bleibenden Blessuren davongetragen,
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Da die Historie komplex ist, könnte man einen Film draus machen .....

In den letzen 10 Jahren wurden viele Ereignisse und Geschichten ab 1932 von den Filmemachern, den Autoren und Drehbuchschreibern "neu" entdeckt. Unsere Deutsche Geschichte bietet sich dazu hervorragend an, leider muß man hinzufügen. Außer der unrühmlichen NS-Historie haben wir jede Menge an Skandalen, die ins Vergessen abdriften.
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Kurz nach der Herausgabe des "stern" Heftes gab es 1983 eine heftige Fernsehrunde ähnlich unseren heutigen "Talkshows".

Die beiden Beteiligten Personen vom "stern" sollten mal die Karten auf den Tisch legen, so die Forderungen der politisch motivierten anderen Gäste, und vor allem ihre Quellen outen (oder offenlegen). Und diese Veranstaltung - eigentlich ein ganz kleiner Part in diesem Sechsteiler von RTL - sollte so authentisch aussehen wie nur möglich.

Wir waren dabei mit richtig schwerem Fernseh-Equipment. Optisch war das ein Augenschmaus für Technikliebhaber alter massiver Fernsehtechnik.
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Alle 3 Studiokameras sahen echt und funktionsfähig aus

Hier auf dem ersten Bild sehen Sie rechts neben der hellen alten historischen Fernsehkamera die eigentliche fast unscheinbare schwarze Aufnahme-Kamera des Film-Teams.


Wir hatten natürlich noch mehr Technik mitgebracht, um ein Studio zu simulieren

Außer den 8 großen Studio-Monitoren hatten wir diese 8 kleinen sogenannten Vorschau- Farb-Monitoren dabei, die den Regisseur sofort animiert hatten.
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Gewünscht waren dann aber die kleinen Monitoren

Bezogen auf den "Schwindel-"Titel ganz ganz oben - wir haben natürlich auch ein wenig beim Datum "geschwindelt".

Diese linke Seite der Kamera Nummer 1 war nicht gefragt, darum ist hier gar kein langes rotes Kamera-Kabel dran.

Und unsere BTS-Fernsehkameras der Type KCM 125 gab es erst 2 Jahre später zu kaufen. Unsere anderen etwas früheren Fernsehkameras aus der Zeit der Story - also genau um 1983 - waren optisch bei weitem nicht so beeindruckend und fotogen, auch wenn sie auf den gleichen grauen und viel älteren Pumpen-Stativen gestanden hätten.

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Hier noch ein Blick auf die hochmoderne elektronische Kameratechnik

In den letzten 30 Jahren hat sich im Vergleich zu unseren Boliden und auch zu den echten 35mm Filmkameras eine Menge verändert. Das betrifft nicht nur die diversen (fast nicht mehr überschaubaren) HD- Qualitäten im 16:9 Format, es werden nach wie vor Cinemascope Filme (im extremen Breitbild- Format 2,33:1) mit elektronischen Kameras "gedreht" (besser gesagt "gefilmt"), und diese Veränderungen betreffen auch die Handhabung der digitalen Kameras per Fernbedienung.
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Der Kameramann steuert die weit entfernte Kamera, meist oben auf einem hohen Stativ oder einem Kran-Kopf, wie ein Modellflugzeug, und das über einen speziellen Monitor-Bildschirm, der auf seiner Bildfläche deutlich mehr anzeigt als das später aufgezeichnete Bild.


Dieses Bedienpult ist ein tolles "Spielzeug", an dem jeder eigene Versuch ganz ganz schnell die eigenen Unzulänglichkeiten bei der versuchten "Kameraführung" zeigt. Man braucht sehr viel Übung.
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Ganz besonder beeindruckend, der "Kran"

Für bestimmte Szenen soll die Kamera vor den Akteuren aus einem Raum heraus in einem große Bogen die Treppen rauf und die Treppen wieder runter "steigen" oder voraus fliegen.

Hier im Drehbuch rannte der Schauspieler wütend aus dem Studio rauf auf die Kulissen. Das kann in der Realität kein noch so gelenkiger Kameraman mit der doch recht schweren Kamera auf der Schulter.

Und dafür gibt es dieses Ungetüm, eine technische Glanzleistung. Während die anderen Zuschauer nur staunen, was es alles gibt, schaut der betrachtende Ingenieur ganz besonders auf alle Feinheiten eines nahzu perfekten "Hilfsmittels".

Solche Kamera-Kräne gab es ja schon 1930, als Metropolis gedreht wurde. Doch dieses Teil ist wirklich ein ausgefuchstes Wunderwerk an Ingenieurkunst und bestimmt  nicht billig.

Auf dem Bild rechts sieht man die nahezu mittig am Drehpunkt angeschraubten silbernen Gewichts- Ausgleichsplatten, die statischen Gegengewichte für den motorgetriebenen Kamerakopf sowie für die Kamera selbst.

Doch das reicht nicht, denn wenn der lange Teleskop-Arm des Krans ganze 20 oder mehr Meter ausfährt, muß der jetzt neue Schwerpunkt auch noch dynamisch ausgeglichen werden. Dazu sind diese Gewichte an einem lautlos fahrbaren Träger montiert, der synchron zur ausgefahrenen Länge des Arms per Seilzug nach hinten gefahren wird.
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Der "Kranführer", also der (beinahe) 2. Kameramann konnte (sicherlich mit auch ganz viel vorheriger Übung) den gesamten Kran mit der Kamera mit dem kleinen Finger hin und her und rauf und runter bewegen und den Arm sehr schnell ausfahren und wieder einfahren, es war wirklich sehr beeindruckend.
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Eigentlich eine Randerscheinung

Für fast alle Aussenstehenden und vor allem für die Komparsen, die zum ersten Male dabei sind, ist es sehr gewöhungsbedürftig (und langweilig) : denn 80% der ganzen Zeit heißt es "warten", bei so gut wie jedem Dreh.

Und manchmal geht einfach die Geduld aus.
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Ein weiteres Beispiel ist die Lichtechnik

Die Lichttechnik, die man heute für einen "Film"-Dreh immer noch braucht, ist schon gewaltig. Hier waren es 4 relativ große 7,5 Tonner (Kastenaufbau lange Version) mit Material ohne Ende.

Wenn nämlich Teile einer Szene an mehreren Tagen gedreht werden, muß die Beleuchtung absolut gleichbleibend und identisch sein.

Catering in Corona-Zeiten

Die Auflagen für den Caterer waren schon eine Mammutaufgabe. Eigentlich ist sein hehres Ziel, daß es den Gästen schmeckt. Sonst wird er nicht mehr "geholt" bzw. beauftragt. Wie ein Jahr vorher in Berlin muß er jedoch alle behördlich angeordneten Auflagen erfüllen, sonst könnte es richtigen Ärger geben.

Und dann hatten wir an diesem Tag einen eisigen Westwind mit Regenschauern, es war da Draußen richtig ungemütlich. Dafür waren die Steaks von der ganz edlen Sorte.
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Ein paar Bilder von der Vorbereitung

Es dauert fast immer einen ganzen Tag, je nach Wetter, bis alles reisefertig bereit steht (wir müssen das Lager ausräumen und dann ab und zu durch den Regen bis unters Vor-Dach)


und dann auf den LKW warten.
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Unser Part vom Dreh ist vorbei ......
Fertig - es geht wieder ans Einladen

Beim Abbauen und Einladen sind fast immer fleißige Helfer von der Requisite mit dabei - jedenfalls am Set.


Zuhause beginnt am Tag nach der Rückfahrt des LKWs das Auspacken und Einlagern, denn unser Platz ist rar und es muß im Lager alles recht dicht zusammengeschoben werden, damit "wieder" alles rein paßt.

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Hier ein Bild unserer Requisiteurin Jeannie mit Kollege Oliver

Erfreulich für Peter und mich - kein Corona

Am Drehtag wurden wir beide negativ getetstet und auch jetzt, 3 Wochen danach, hat sich die Sorgfalt ausgezahlt, wir haben nichts abbekommen, obwohl zeitweise über 30 Anwesende am Set gearbeitet hatten.
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