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April 2008 - drei historische Kameras aus unserem Fundus beim Clemens Wilmenrod Dreh in Hamburg

Es kommt inzwischen immer häufiger vor, die alten Fernseh-Stories werden wiederbelebt.


Und so gab es ein Remake des alten Fernsehkochs Clemens Wilmenrod aus 1960.

Hier ein paar Einblicke in die Studioarbeiten und unsere historischen Kameras.


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Vor der Erfolg kommt unendlich viel Arbeit mit den alten Geräten

Dies uralten Röhrenkameras vom TYP KOD sind zwischen 1957 und 1963 gebaut worden. Nach 1963 gab es dann die in etwa gleich aussehendene Transistorversion vom TYP KOF, auf die die Entwickler ganz besonders stolz waren. Denn das mit den Transistoren war ein ungeheurer technologischer Umschwung ungeahnten Ausmaßes und ging erst ab etwa 1962/63 richtig los.


Und so sieht dan das Ergebnis aus:

Die alten Kameras, ob Röhren oder Transistoren, wieder zum Leben zu erwecken, ist nahezu unmöglich. Was man heute repariert, ist Stunden später wieder hinüber, ein Faß ohne Boden.

Es ist also getürkt, mit einer modernen kleinen s/w Digitalkamera mit analogem BAS Ausgang. Aber auch die hatte ihre Macken und uns so manchen Frust bereitet.

Endlich funktioniert es wirklich

Endlich, es geht (wieder). Das ging ja schon mal früher, vor dem Transport. Wie man oben sieht, war selbst hier Nacharbeit angesagt.

Das war erst mal nur eine Kamera, jetzt die historischen Monitoren

Natürlich wird bei uns immer richtig getürkt. Also zu den historischen Kameras gehören auch die damals erheblich besseren Kontrollmonitore, das bedeute erheblich besser als die Fernsehgeräte zuhause. Die waren nämlich wirklich üble Gesellen.

Heutzutage haben wir zuhause fast die Bilder wie im Fernsehstudio, aber auch nur fast und auch nur über analogen Satellit oder über Kabel. Bei der digitalen Kompression von DVBT gehen fast 60% der Qualität wieder verschütt, ist aber cool und voll krass und modern.


Die ersten beiden (Aufbau-) Tage sind rum, jetzt wird gedreht.

Die Requisite hat es geschafft, nur der Fachmann sieht, dort wurde nur so gut wie möglich getürkt. Ab und zu passieren eben kleine (nicht historische) Schnitzer.

Der Fernseh-Fachmann hatte dann bei der Ausstrahlung der Sendung gesehen, das Bild war zu gut !!! für damals und viel zu gut !!! beleuchtet. So fit waren die damals noch nicht und die alten Kameras konnten das auch nicht.

Vor allem hatten alle reflektierten Scheinwerfer, und waren die Punkte noch so klein, immer einen Schweif, den sie nachzogen. Das war der Tribut der hochempfindlichen Superorticons, den lichtempfindlichen Aufnahmeröhren von damals.



Und wirklich, es sieht alles super echt aus.

Wenn der fachmann genau hin sieht, sieht man natürlich den LCD Monitor auf oder in der ehemaligen Sichtscheibe der Monitorröhre. Aber aus 3 Metern Entfernung ist das alles schon verschwommen und der LCD Monitor gaukelt einem ein Live-Bild vor.

Nach 50 Jahren immer noch wie aus dem Ei gepellt.

Ein Teil unserer alten Kameras wurde kräftig geputzt und die sehen richtg gut aus. Dasß sie nicht mehr funktionieren (können) solte klar sein. Die Germanium Transistoren sind nicht mehr in Ordnung und die Backelit und Pertinax Gestänge und Zahnrädchen haben sich schon seit langem aufgelöst. Mehr darüber finden Sie auf unserer Fese KOD und KOF Seite und auf unserer Seite mit den Einblicken in diese Kameras.

Am Ende war es ein toller Erfolg und das hat uns motiviert, diese alte Technik doch mit recht hohem Aufwand zu bewaren.


Wenn Sie mehr über unsere Requisiten und unseren Fundus wissen möchten, hier geht es zu einem Anfrage-Formular.


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