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Bajazzo 2.0 - Eine moderne Oper in 2 Akten

Recht kurzfristig (Sept. 2010) ist das Team vom Fernsehmuseum in ein Projekt eingebunden worden, bei dem es darum geht, junge Menschen für die Themen und Musiken der Oper zu begeistern. Da diese Zielgruppe fast haargenau der unseren (vom Fernsehmuseum) entspricht, möchten wir uns und unseren kulturellen Beitrag dort mit einbringen.

Wer oder was ist Bajazzo 2.0 ?

"DER BAJAZZO - DRAMA IN ZWEI AKTEN UND EINEM PROLOG - DICHTUNG UND MUSIK VON R. LEONCAVALLO"

In der historischen Oper "Der Bajazzo" geht es um die Vermischung der menschlichen virtuellen und realen Gefühlswelt. Ein alternder Theaterdirektor mit einer fahrenden Truppe und einer sehr schönen jungen Frau schlägt seine Bühne in einer tristen Kleinstadt auf. Auf der Bühne wird er den virtuellen gehörnten Ehemann spielen, in der Realität holt ihn die Story der Bühne in Gestalt eines jungen Dorfbewohners ein, der mit seiner Frau liebäugelt. So wird die Geschichte zu einem Liebesdrama, bei dem die beiden Liebenden das Ende nicht überleben.

Hier bei diesem "Bajazzo 2.0" ist es keine über Land fahrende Theatertruppe des vorigen Jahrhunderts sondern ein alternder Seifenoper- Darsteller und natürlich auch mit einer jungen Frau. So spielt diese Story bei einem Seifenoper- Dreh in einer vom Publikum umlagerten Gegend. Die reale Technik der verwendeten Fernsehtechnik spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Die transformierte / modernisierte Story und auch die Musik sei der Moderne angepaßt, hat man mir versichert. Also mal sehen, wie es bei den Proben aussieht.

Gebraucht werden ein paar professionelle Kameras

Das Drehen eines Fernsehfilms wird immer noch mit großen dicken Fernsehkameras assoziiert und das resultierende Bild soll auf einer großen Videoleinwand (im Theater nennt man das "Opera") das eigentliche Fernseherlebnis, also das Ergebnis des "Drehs" simulieren.

Wir werden versuchen, 2 oder sogar 3 große alte funktionierende BTS Fernsehkameras vomTyp LDK9 samt Mischpult und Beamer mit Freunden und Partnern auf die Beine zu stellen.

4 Aufführungen im Okt. 2010 an 2 Orten
bei uns in Rhein Main sind geplant.

Wenn ich es recht verstanden habe, sind die 4 Vorstellungen in der gleichen Oktoberwoche. Die beiden Veranstaltungsorte sind am
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  • 25./26.10.2010 - in OFFENBACH - im Capitol (verlängerte Kaiserstrasse 106 / Nordring)
    (Premiere am 25.10) und am
  • 28./29.10.2010 - in WIESBADEN - im "Schlachthof" am Wiesbadener Hauptbahnhof, einem weithin bekannten Jungend-Treffpunk mit großer Halle und Bühne, direkt neben dem Murnau Haus in der Murnau Strasse 1(verlängerte Gartenfeldstrasse).

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Der Einlass  ist jeweils um 19:00 Uhr und um 2O:00 Uhr solls beginnen. Die Karten kosten laut Internet sehr moderat zwischen 18.- bis 20.- Euro. Der Hintergrund ist, daß diese Aufführungen von einem gemeinnützigen Verein sowie vom Land Hessen, der Stadt Wiesbaden und einigen weiteren Sponsoren gesponsert werden.

Über den Europäischen Opernregie-Preis (EOP)

WAS IST DER EOP?
Junge Regietalente sollen die Werke der klassischen Opernliteratur neu interpretieren, die Geschichten neu aus unserer heutigen Sicht erzählen. Darum hat die Camerata Nuova e. V. aus Wiesbaden / Luisenstrasse 24 in Kooperation mit der Opera Europa, einem Zusammenschluss von ca. 100 führenden europäischen Opernhäusern, den Europäischen Opernregie-Preis (EOP) ins Leben gerufen. Mehr unter http://www.camerata-nuova.com .

Weitere Informationen aus dem Flyer über BAJAZZO 2.0 und den "Europäischen Opernregie-Preis"

COCKTAILBAR ODER GUTER ITALIENER STATT OPER?
KEINE FRAGE!

Warum eigentlich nicht? Jetzt gibt's Oper plus Cocktailbar und dem guten Italiener.

BAJAZZO 2.0 ist Oper mit Fernsehen, mit Rap, mit Rock und mit Klassik. Die Basis ist eine der schönsten und stärksten italienischen Opern der Romantik - allerdings unter Garantie ohne Jodeln und Röhren. Das Ganze nicht durcheinander gequirlt, nicht bieder, sondern modern - von heute.

Ludger Vollmer, der Bajazzo 2.0 komponiert hat
, wird nicht nur in der Stuttgarter Staatsoper, sondern auch beim Wave & Gothic Festival in Leipzig gespielt und gefeiert, geigt in Istanbul im Cafe oder kommt in Mexikos pulsierender Kulturszene auf die Bühnen. Musik zum Anpacken, Musik von heute zwischen Rock, Rap und Klassik - und mit Format.

So packend wie ein guter Kinofilm. Starke Musik mit passionierten Sängern, Rappern, rock-erprobten Orchestermusikern und Band. Große Oper für einen tollen Abend.

Nur Marketing-Blabla? Ganz sicher nicht. Am besten einfach anschauen.

LUDGER VOLLMER. Er schreibt zeitgenössische Opern u. a. über Fatih Akins „Gegen die Wand" (2008), die Rap'n'Breakdance-Oper „Schillers Räuber" (2009) oder über Kinder-Kreuzzüge. Er komponiert hochkarätige Streichquartette und singt Rammstein, lernt musikalische Sprachen in Istanbul oder Israel und spielt Hardrock auf der Geige - vor 15.000 begeisterten Besuchern.

CAMERATA NUOVA - ein Verein von Opernfans. Von Menschen, die sich so richtig ins Zeug legen, um ihre Faszination mit anderen Menschen zu teilen. Denn Oper kann sehr lebendig sein. Es sind die Ur-Tragödien und Verrücktheiten, die faszinierende Persönlichkeiten immer wieder ganz frisch mit der Gegenwart in Beziehung setzen. Um diesen aktuellen Impuls zu fördern, hat die Camerata Nuova vor 10 Jahren den Europäischen Opernregie-Preis ins Leben gerufen, um nicht nur alten Hasen, sondern auch jungen Wilden oder Romantischen oder Frechen die großen Bühnen zu öffnen. Und damit auch dem Publikum unserer Zeit.

DOROTTY SZALMA, die bei Bajazzo 2.0 Regie führt, ist eine dieser jungen Künstler/innen. Sie ließ sich gleich für die Idee der Camerata Nuova begeistern, hier in Rhein-Main eine neue Form von Oper auszuprobieren - Bajazzo 2.0. Klug und schräg, alt und neu. Ansteckend genial, unterhaltsam, packend und voller Wucht - „Faszination Oper" ist eben nicht von gestern.

Hier ein paar Links, die ich gefunden hatte:

Jungendzentrum Schlachthof Wiesbaden
Jungendzentrum Schlachthof Wiesbaden

http://www.camerata-nuova.com  

http://www.fr-online.de/rhein-main/offenbach/oper-2-0/-/1472856/4643572/-/index.html

http://veranstaltungen.meinestadt.de/wiesbaden/event-detail/26879956

über das Capitol in Offenbach :
Das "Capitol" in Offenbach war bis zur Reichskristallnacht eine Synagoge, wurde dann von den NS-Horden abgebrannt, jedoch nicht völlig zerstört. Es wurde von den Offenbachern leidlich "geflickt" und noch vor Kriegsbeginn zu einem Kino umfunktioniert. Heute ist es ein (oder das) Kulturzentrum der Stadt Offenbach speziell für jüngere Menschen.
http://www.eventlocation-rhein-main.de/web/eventlocation/historie/historische-location.html

über den "Schlachthof" in Wiesbaden
Der "Schlachthof" ist die übrig gebliebene alte große (baufällige) Halle eines wirklichen Schlachthofes links neben dem Wiesbadener Hauptbahnhof in der Murnaustrasse neben dem Murnau-Kino, welche ebenfalls zu einem gut frequentierten Jugendzentrum mit kräftiger finanzieller (Kultur-) Unterstützung der Stadt Wiesbaden, jedoch mit einem privaten Betreiber, umfunktioniert wurde.
http://www.wiesbaden.de/kultur/musik/veranstaltungen/kulturzentrum-schlachthof.php

Nachtrag zu den 4 Aufführungen dieser modernen Oper

Nov. 2010 - Nachtrag: Ein paar Wochen vor der Premiere wurde umorganisiert und auf die Nutzung unserer großen alten Fernsehkameras verzichtet und ein anderes Konzept der TV Visualisierung wurde eingebaut. Wir vom Museumsteam haben uns dann nicht mehr weiter engagiert und nur noch hin und wieder unsere (nach wie vor kostenfreien) Dienste angeboten.

Die Kritiken nach den ersten beiden Aufführungen in Offenbach waren leider von "nicht positiv" bis vernichtend. Es lag bestimmt nicht an unserer Nichtteilnahme, es lag vermutlich eher an der "Übermodernisierung" eines klassischen Opernstoffes samt Handlung, den weder die alten noch die jungen Zuschauer verstanden hatten.

Das ist natürlich besonders schade. Hier in Wiesbaden waren die Kommentatoren etwas konzilianter und sprachen nur von einem lobenswerten aber gescheiterten Versuch, der (als Versuch) nun mal auch daneben gehen kann. Der fast einstündige Monolog am Beginn der Oper muss schon sehr nervig oder die Geduld strapazierend gewesen sein. Doch hier sprechen wir über Kunst und da gehen die Uhren eben ziemlich anders.

Also auf zum nächsten Versuch. Wenn Sie uns mit unserer historischen Technik brauchen, wir machen trotzdem gerne mit, auch bei Versuchen.

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