Die ARD in Deutschland

ARD ist der Oberbegriff für die "Arbeitsgemeinschaft der Rundfunkanstalten Deutschlands". Die einzelnen kleinen "Senderchen" der damaligen (westdeutschen) Bundesländer hatten schnell gemerkt, daß Sie das auf sie zukommende Pensum jeweils einzeln gar nicht mehr schultern können werden.
Weitsichtige Geister der damaligen Zeit haben allen voraus- gesagt, daß die Zeit der Mediengesellschaft kommen wird, ob es uns gefällt oder nicht. Und so wurde die ARD gegründet, mit der Aufgabe, ein bundesweit gemeinsames attraktives Tages- und Abendprogramm zu erzeugen (zu "machen"). Auch war vom Gesetzgeber den Rundfunkt- und Fernseh- "Anstalten" eine theoretische (politische) Neutralität oder Ausgewogenheit mit in die Wiege gelegt worden.
Aus heutiger Sicht hat die ARD diese Aufgabe mit Bravour gelöst, auch, wenn Adenauer vom Gegenteil überzeugt war und dem ZDF in die Wiege verhalf. Es hat sich bei uns in Deutschland doppelt und dreifach ausgezahlt, zwei staatlich finanzierte und dennoch nahezu unabhängige Programm- Kontingente "zu haben". Das hat auch die "Privaten" Sender gezwungen, zumindest auf dieses Niveau zu schielen.
Daß die Öffnung des (staats-) monopolistischen Medien- systems diese heren Grundsätze ins Wanken gebracht hat, konnten die Väter dieser Idee damals nicht erahnen. So haben wir heute immer noch 14(?) der ARD angeschlossene Länder-Rundfunkanstalten. Durch zunehmenden Finanzdruck ist dort seit Jahren von Medien-Experten eine Konsolidierung dringend angeraten. Weitere Zusammenschlüsse nach dem SWF und SDR zum SWR sind eigentlich schon lange sinnvoll und auch fällig, werden aber politsch ge- oder erwürgt.
Die beiden kleinsten Sender mit dem kleinsten Einzugsgebiet, der Saarländische Rundfung und Radio Bremen sollten schnellstens dem SWR folgen und kooperieren und nicht dauernd über zu niedrige Rundfunkgebühren jammern.

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