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Mehr über die Kino-Film Magazine im 3. Reich ..... (1933-1945)

Unsere über 400 Film-Heftchen und unsere Film-Magazine
2 von 4 dicken Wälzern über den Film von Anfang an

Es gab damals in den 1930er und 1940er Jahren neben den einzelnen Film-Heftchen, in denen je Heftchen ganz gezielt nur dieser eine beworbene Film beschrieben stand, auch noch mehrere Film-Magazine.

Hier wurden Schauspieler und Regisseure und alle in diesem Monat in Arbeit befindlichen Spiel-Filme vorgestellt. Viele dieser Artikel muß man vielleicht zweimal lesen, um zu verstehen, wie geschickt zum Beispiel die Siegerlaune der Reichswehr oder eine Judenfeindlichkeit so richtig unterschwellig mit in die Texte fast unsichtbar "eingeflochten" wurde.
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Und es gab natürlich auch die ganz offensichtlichen Propaganda-Filme des Herrn Reichspropagandaministers Josef Göbbels, die diese Judenfeindlichkeit ganz offen zum Thema hatten. In unseren dicken Filmbüchern (von zwei fachlich heraus- ragenden Autoren mit jüdischen Wurzeln) wird viel erzählt über die damaligen Regisseure und deren "Verbindungen" zum "PROMI" und der Zwangsmitgliedschaft in der Reichsfilmkammer. Und auch das "Warum" wird erläutert, vor allem über die sogenannten (getürkten oder verlogenen) "Persilscheine", wenn solche strammen Nazis - auch wieder Regisseure und Schauspieler - als (nur) Mitläufer oder sogar Gegner des Nazi- Regimes nach dem April 1945 auf einmal "rein" gewaschen wurden.
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Das alles liest sich synchron zu dem 1936er Rückblick auf das Jahr 1935, in dem die Wahrheit und die Illusionen so geschickt vermischt (gemixt) worden waren, daß sogar ich als 18jähriger Heranwachsender ins Schleudern gekommen wäre, was denn nun wahr und was als Fiction absolut falsch war.
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Ein Blick in das Begleitheft (ein ziemlich dickes Buch) zu einer Ausstellung des Fankfurter Filmmuseums in 1989 ist bezüglich der Erkenntnisse der Nachkriegszeit sehr hilfreich.
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Worauf wir unser Augenmerk gelegt haben .....

Wir haben bislang leider viel zu wenige dieser 1933 bis 1945er Film-Magazine in der Redaktion verfügbar. Und für unsere Einblicke und unser heutiges Verständnis der damaligen politischen Gegebenheiten sind bislang 3 Jahrezahlen hervorstechend.

Der 2. Weltkrieg begann im September 1939 durch den Einmarsch - die Okkupation oder den Eroberungs-Feldzug - deutscher Truppen auf polnisches Staatsgebiet.
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  • Im Jahr 1940 war der deutsche Angriffs-Krieg in vollem Gange und die deutsche Wehrmacht war auf der Siegerstraße - bis der Verrückte auf die Idee kam, entgegen aller Ratschläge seiner Militärs den damals noch geschwächten "Partner" Rußland anzugreifen.
  • Im Jahr 1941 wendete sich das Blatt gewaltig, weil inzwischen auch Amerika in den 2.Weltkrieg eingetreten war. Der weltweite U-Boot Krieg der Kriegsmarine war mit inzwischen fast 50.000 ertrunkenen Seeleuten verloren und die Luft-Schlacht um England war mit großen Verlusten an deutschen Flugzeugen ebenfalls verloren. Und der Reichswehr ging der "Sprit" aus, sowohl für die Panzer als auch für die restlichen Flugzeuge.
  • Im Jahr 1943 zeichnete sich die reichsdeutsche Katastrophe ab. Die Winter-Schlacht um Stalingrad neigte sich im Februar 1943 dem desaströsen Ende zu. Zu viele Landser waren in diesem russischen Winter erfroren oder fast verhungert. Der Führer Adolf Hitler hatte in Stalingrad 320.000 Soldaten regelrecht "verheizt". Und an die kostbaren dringend gebrauchten Ölquellen von Baku kamen die deutschen Truppen auch nicht mehr ran.


Das alles spiegelte sich auch im Kernland Deutschland wieder, in dem inzwischen seit 1941 eine (später nach 1945 dann nochmal ostzonale) Mangelwirtschaft herrschte, außer den Repressalien der Göbbels- Kriegs- Propaganda und der immer noch glorifizierenden allgemeinen Reichspropaganda und der GESTAPO.
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In den reichsdeutschen Filmstudios wurde die heile Welt der deutschen Frau wunderschön "unglaubwürdig" aufgehübscht.

Heinz Rühmann und Hertha Feiler lachen - in den Durchhalte-Filmen im 3.Reich .......

In den Jahren ab 1940 wurde - in den inzwischen nur noch Propaganda-Filmen - eine irrealistische heile Welt gezeigt, die selbst bei überzeugten und notorisch verborten National- sozialisten ein leichtes aber unsichtbares Kopfschütteln hervorrief.

Im Filmstudio gab es nämlich tolle Sachen zu essen, alles was das Land an Leckerlies in 1943 irgendwie noch hergab. Für die prachtvollen Kostüme war auf einmal feinster Stoff aus Seide da (aufgetaucht bzw. verfügbar), den die Bevölkerung schon lange nicht mehr kaufen konnte.

Und die jungen und damals überwiegend schlanken Damen schauten verwundert auf die 1941er Werbung für feine Nylon- Damenstrümpfe, die es nach der Aussage unserer Mutter (geboren 1919) schon seit 1938 nicht mehr zu kaufen gab und unsere Mutter hatte eine sehr ansehnliche Figur und dazu ganz schlanke lange Beine. Auch der Hund im Film war bereits ein "Sonderling".
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Hinter jeder Überschrift zu der Coverseite finden Sie die Artikel

Die allermeisten Artikel enthalten den typischen und propagandistischen reichsdeutschen Sprachgebrauch und die Artikel sind mit jeder nur erdenklchen Menge an Schönfärberei gespickt. Ab 1941, als sich der Siegeswind in einen fürchterlichen Gegenwind gedreht hatte, spiegelten die Filmthemen nur noch hypothetische visionäre Themen wider.

Und das Film-Team mit den Schauspielern und die Komparsen hatten im Filmstudo die letzte Chance, sich satt zu essen und nochmal zu lächeln. Als jedoch Zarah Leanders Berliner Villa von einer englischen Bombe getroffen und pulverisiert wurde, hörte auch die "deutsche" Vorzeigedame - die schwedische Nachtigall - auf zu lächeln und setzte sich ganz schnell nach Schweden ab.
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Hier machen wir einen Zeitsprung, denn das ganze Jahr 1942 fehlt bei uns und erst in 1943 geht es weiter.

Aber auch dort fehlen viele Ausgaben.
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Im Jahr 1943 zeichnet sich der Niedergang und das Ende der deutschen Siegessträhne ab. Die gesamte russische Front wurde vom völlig unterschätzten und diesmal sehr sehr kalten russischen Winter eingeholt und Stalingrad war im Februar 1943 quasi schon verloren.

In den Filmen ab 1942 war direkt und natürlich auch indirekt nur noch Durchhalten angesagt.

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Dieses Film-Magazin ist zu einem dürren Heftchen mit jeder Menge an erkennbaren "Füllseiten" - also Seiten nur mit Bildern - geschrumpft. Weiterhin gibt es nur noch monatliche Doppelausgaben.

Auch das Papier wurde (noch) dünner, dünner konnte man es gar nicht mehr machen.
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Wo finden wir die Film-Magazine aus 1943 und 1944 ?

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Jede Hilfe ist wie immer willkommen.
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