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Anspruch und Wirklichkeit - "Deutsches Fernsehmuseum"

Angefangen von ersten ganz frühen Fese Farnsworth Sonden-Kameras
und dem 1939 geplanten ersten (Einheits-) Fernseher für alle
über die ersten professionellen Nachkriegs-Messgeräte
der ehemalige Wiesbadener OB Hildebrand Diehl vor dem Modell der Mechau Kamera, der sogenannten 1936er Olympiakanone.
zu "moderneren" Studiokameras ab 1949

Ein eigenes Museum mit der anspruchsvollen Bezeichnung "Deutsches Fernsehmuseum" mit dem Zusatz "für Fernseh- technik und Fernsehgeschichte" muß schon gewissen Mindestansprüchen gerecht werden.

In Berlin ist nach weniger als einem halben Jahr (es war schon in 2007 - die medienwirksame Eröffnung war Juni 2006) die herausfordernde Bezeichnung "Deutsches Fernsehmuseum" vollends verschwunden. Man spricht nur noch von einer Abteilung der Mediathek im Filmmuseum.

 

Es ist (sind) in einem realen Museum also Qualität und Quantität (sowohl der Exponate wie auch der Präsentation) gefordert.

 

Nach längeren Gesprächen mit langjährigen Fachleuten und Begleitern der Fernseh-, Film- und Foto- Museumsszene und der professionellen Fernsehtechnik wurde in etwa der Rahmen (des historischen Teils) eines "Deutschen Museums für Fernehtechnik" abgesteckt.

 

Durch den Einblick in die divesen aktuellen Sammlungen kam ganz klar heraus, daß keine der bekannten Sammlungen für sich alleine (einschließlich des Wiesbadener und Frankfurter Fundus) auch nur im Ansatz diesem Anspruch gerecht werden kann.

 

Die meisten (begeisterten oder auch verbohrten) Sammler schwelgen in ihrer (eigenen) Einzigartigkeit und lassen solche Kritik (fast) nicht gelten.

Insbesondere die (damaligen) Wiesbadener Fundus-Wächter fühlten sich als die ungekrönten Könige der Vollständigkeit. Und gerade hier ist bei echten historischen Exponaten von professioneller Fernsehtechnik vor 1952 so gut wie nichts vorhanden. (Es wurde vor 20 Jahren - also 20 Jahre vor 2006 - verhökert oder verkauft.) Da fehlen einfach 30 ganze Jahre der Fernsehgeschichte. Der hölzerne Nachbau der sogenannten "Olympia Kamera" von 1936 ist zwar ein tolles Papp-Modell, hat aber keinerlei historische Bedeutung, die Kamera ist eben nicht echt.

 

So kamen wir im Arbeitskreis Fernsehmuseum zu dem Schluß, daß vielleicht eine gemeinsame Anstrengung einschließlich der Zusammenlegung der Sammlungen einen historisch wertigen Überblick (bzw. Zusammenhang) ergeben könnte.

Doch auch da sind wieder die Einzelinteressen der diversen Sammler diametral entgegengesetzt und bedürfen der sensiblen Moderation der Gemeinsamkeiten.

Nachtrag 2009:
Und noch etwas ist ganz wichtig:

Eine reine Technik-Ausstellung, also das reine "zur Schau stellen" von alten Kameras und Videorecordern und Mischpulten und Filmabtastern und Monitoren mit eventuell einem halben alten Fernsehstudio, das reicht heute nicht mehr.

Den Besuchern muß mehr geboten werden als historischer Hammerschlag lackierter "Metallschrott", und seien es sogar mehr als 400 Tonnen.

10 Jahre nach der Jahrtausendwende wollen die Besucher ein Event-Museum sehen, alles Andere ist oder wird (oder war) langweilig.

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