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Das Wiesbadener Stadtmuseum in 2016

Wie in bzw. auf anderen Seiten an verschiedensten Stellen bereits angemerkt, wurde in Wiesbaden seit langem ein Stadtmuseum gefordert. Nach vielen "Irrungen" auch der Stadtväter, mal "hü" mal "hot", kam heraus, es sind nicht mal eine Handvoll verschworener Verfechter eines solchen Museums und manche Politiker benutzten diese hartnäckigen Kämpfer, um ein eigenes Süppchen zu kochen.

Die Wiesbadener wissen, von welchen Vorsitzenden ich rede. Da wurde ein Grundstück in allerbester Lage mit einem dubiosen Vertrag regelrecht verhökert, dann geteilt und angeblich kostenneutral wieder zurückgekauft. Am Ende kam heraus, alles war absolut unglaubwürdig. So ein Schmarren.

Das wäre ja alles noch verkraftbar, wenn es für die Zahler, also die Bürger Wiesbadens, transparent gewesen wäre. Aber wie bei den Mautverträgen und manch anderen Verträgen von Bund und Ländern mit privaten Vertragspartnern auch ist bei uns auf einmal alles geheim.

Am Ende kam raus, das gewünschte und teuer geplante Stadtmuseum wird nicht nur dort nicht gebaut, es wird gar nicht gebaut. Wir haben ja in zentraler Lage den seit langem leerstehenden alten Marktkeller, der der Stadt Wiesbaden gehört und für Events renoviert wurde - (Anmerkung : die dort aber nicht den erhofften Anklang gefunden hatten).
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Und wieder am Kern der Sache vorbei

Ganz am Anfang vor vielen Jahren hieß es, das geplante Stadtmuseum solle überregional ein Magnet werden, ähnlich wie das (gefloppte) Rhein Main Theater in Niedernhausen oder die Drosselgasse im kleinen Rüdesheim. Doch nach meinen Recherchen hat solch ein alltägliches Stadtmuseum eine gigantische Anziehungskraft wie ein trockenes Brötchen.

Es gibt in Deutschland bestimmt 1000 Stadtmuseen und bestimmt weitere 5000 privat betriebene Heimatmuseen, davon in Wiesbaden etwa 15, die alle so vor sich hin dämmern, von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen.

Ich kenne auch bereits ganz viele solcher von der jeweiligen Gemeinde bezahlten Stadtmuseen, die den Eintrittspreis auf einen symbolischen Euro reduziert hatten, damit überhaupt noch jemand kommt. Hier sollen es jetzt 5.- Euro sein. (Es war ja - in Wiesbaden - schon immer teurer, einen besondern Geschmack zu haben.)
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Also wurde am 11.September 2016 das "SAM" eröffnet . . .

Die Eröffnung wurde mit "Eintritt frei" beworben. Mal sehen, wie viele Wiesbadener sich das Museum dann später - nach der Eröffnung - noch ansehen möchten. Auf Anfrage sollten die Eintrittseinnahmen schon offengelegt werden. In einem Jahr sind sie alle wieder schlauer.

  • Nachsatz: In den letzen 10 Jahren hatte ich eine ganze Menge kleiner und mittelgroßer und ganz großer Museen besucht und jeweils ein ausführliches Gespräch mit den Initiatoren und Machern geführt. Ich wollte die Randbedingungen für ein reales Fernsehmuseum ausloten.

  • Herausragend waren die ausführlichen Gespräche mit Herrn Eberhard Layer Senior von den Technikmuseen Speyer und Sinsheim sowie das Gespräch mit Herrn Schultz vom "Museum" AUTOVISION in Altlussheim am Rhein. Er ist im Vorstand des Museen-Verbandes und konnte vieles aufklären.

  • Es gehöre nämlich mehr dazu, als ein paar wundeschöne seltene große und kleine alte Steine in einer super tollen aufbereiteten historischen Markt-Keller- Umgebung zu präsentieren, um die sogenannte kritische Anzahl Besucher zu erreichen.


Man könnte von deren Erfolgen lernen.
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