Sie sind hier : Startseite →  Film- und Kino-Historie→  Die große Geschichte des Films→  Film-Chronologie Teil 1→  Filmchronologie I

Filmgeschichte(n) und Filmchronik(en) - Von 0 bis 1957

überarbeitet, korrigiert und kommentiert von Gert Redlich im Juli 2016 - Hier findenSie die bislang umfangreichste und detailierteste Historie der weltweiten Entwicklung des Films, der Filmwirtschaft (und des Kinos). Der Deutsch-Engländer Heinrich Fraenkel (geb. 1897) war hautnah dabei gewesen und beschreibt 1956/57 zwei weltweite Epochen des Films :
Es beginnt mit Teil I "Von der Laterna Magica bis zum Tonfilm" und geht weiter mit Teil II "Vom Tonfilm bis zum Farbfilm"

.

Ereignisse aus dem Jahr 1919

Die Münchener Lichtspielkunst G.m.b.H. wird in eine A.G. umgewandelt mit einer Kapitalserhöhung von 300.000 auf 2 Millionen Mark.
[1.1.1919]

Die Berliner Film-Zensur gibt alle bisher aus Kriegsgründen verbotene Filme frei.
[1.1919]

Die "Altrussische Film- und Photo-Abteilung" beim „Volkskommissariat für Volksbildung" in Moskau erläßt in der Iswjestija einen Aufruf, wonach politische Stoffe und revolutionäre Themen von der Filmproduktion zu bevorzugen seien.
[2. IV. 1919]

Mary Pickford, Charles Chaplin, Douglas Fairbanks und D. W. Griffith schließen sich unter der Firma "United Artists" zu einer Produktionsgemeinschaft zusammen.
[17. IV. 1919]

Die unter der Firma Tri-Ergon zusammenarbeitenden drei Erfinder Joseph Masolle, Hans Vogt und Dr. Jo Engl erhalten das deutsche Reichspatent Nr. 350.999 für eine Verstärkeranlage für Licht-Tonfilm und beginnen damit ihre Pionierarbeit für den Tonfilm. Anderthalb Monate später erhalten sie ein Patent für eine Glimm-Lampe, die das Licht-Tonverfahren der Erfinder verbessert.
[17. IV. 1919]

Die seitens der Weltkriegs-Alliierten erlassenen „schwarzen Listen", die den Verkehr gewisser deutscher Filmfirmen mit ausländischen Kontrahenten beschränken, werden aufgehoben.
[29. IV. 1919]

Die im Zentralblatt der Unterrichtsverwaltung verfügte amtliche Aufsicht über den Theaterunterricht wird auch auf das Fach der Filmdarstellungskunst ausgedehnt.
[5. V. 1919]

Im Ministerialblatt für die Preußische Verwaltung Nr. 280 erscheint eine Verfügung, wonach die in Jugendvorstellungen vorzuführenden Filme einer Vorprüfung bedürfen.
[28. V. 1919]

Die "Münchener Lichtspielkunst" erwirbt für einen Atelierbau in Geiselgasteig 12 Morgen Land. Als erste Aufnahme auf dem Freigelände wird eine orientalische Filmstadt gebaut, die den Hintergrund für den Film „Der Brunnen des Wahnsinns" bietet.
[VI. 1919]

Der Zentralverband der deutschen Filmverleiher plädiert für Wiedereinführung einer Filmzensur und zwar einer „Ehrenzensur", die unter paritätischer Beteiligung von Vertretern der Industrie und des Polizeipräsidiums durchzuführen wäre.
[21. VI. 1919]

Victor Dominici eröffnet im ehemaligen Volksgarten in München-Nymphenburg das Tratilco-Atelier.
[VII. 1919]

Im "Echo de Paris"und im "ourier Cinematografique" klagt man bitter über die Stagnation des französischen Films. „Weniger importieren - mehr drehen" soll die neue Parole heißen.
[VII. 1919]

Lenin unterschreibt das Gesetz zur Nationalisierung des Films in der Sowjetunion.
[27. VIII. 1919]

Der neue UFA-Palast am Zoo wird mit der Uraufführung des Lubitsch-Negri-Jannings-Films „Madame Dubarry" festlich eröffnet. - Der Film hat einen Welterfolg.
[18. IX. 1919]

Lenin erklärt den Film für die „wichtigste Kunst". Die nunmehr stark am Film interessierten neuen Machthaber gründen in Moskau eine staatliche Filmschule.
[IX. 1919]

Eine Vereinigung deutscher Filmfabrikanten faßt als e.V. den Schutzverband und die Vereinigung der Filmfabrikanten enger zusammen.
[XI. 1919]

In Leningrad wird ein Institut für die Schulung von Filmtechnikern eröffnet.
[XI. 1919]

Der verhältnismäßig selten filmende berühmte Bühnenkünstler Alexander Moissi spielt die Hauptrolle in dem Amboß-Film „Der junge Goethe", der vier Episoden aus dem Leben des Dichters schildert.
[1919]

In der Verfilmung von Wedekinds „König Nicolo" unter der Regie von Paul Leghand spielt Julius Falkenstein eine Charakterrolle neben Leopold Jessner, Ernst Stahl-Nachbaur und Tilly Wedekind. Der Film bekommt den Titel „So ist das Leben".
[1919]

Die Delog studiert ihre Filme mit Sängern und Chören ein, die bei den Vorführungen mit auf Tournee gehen; das Programm enthält Opernfilme wie: „Fliegender Holländer", „Undine", „Martha", „Lohengrin", „Waffenschmied" und verschiedene Filmoperetten.
[1919]

A. Engel leitet die Bayerische Filmindustrie GmbH.
[1919]

Asta Nielsen steht bei Cserepy unter Vertrag, sie löst aber dieses Engagement zum Jahresende.
[1919]

In Berlin läuft ein Dokumentarfilm über die Revolutionstage:

  • I. Teil: „Der Straßenkampf in Berlin".
  • II. Teil: „Der Terror in Berlin".
  • Volksmenge im MG-Feuer;
  • Erstürmung des Vorwärts;
  • Volkstribunen im Angriff auf die Reichskanzlei.


An der Kamera: Czabanski. Herstellungsfirma: Macht-Film.
[1919]

Viking Eggeling beginnt mit abstrakten Darstellungsversuchen; er zeigt symbolisierte geometrische Figuren, die unter dem Titel „Diagonal-Symphonie" erscheinen. Diese später mit Hans Richter fortgesetzten Versuche geben der künstlerischen Entwicklung des Films manche Anregung.
[1919]

Pathe Cinema ist die neue Firmierung von Pathe Freres, Grundkapital 30 Millionen Francs.
[1919]

Die deutsche Raff-Film-Gesellschaft und die Wiener Astoria-Film-Gesellschait behandeln gleichzeitig den Stoff der Tragödie von Mayerling. In dem deutschen Film führt Rolf Randoli Regie und spielt auch die Hauptrolle des Kronprinzen Rudolf; in dem österreichischen Film führt Karl Gerhardt Regie, während Eugen Neufeld und Milly Ediod den Kronprinzen Rudolf und die Mary Vetsera spielen.
[1919]

Rudolf Meinert inszeniert für seine eigene Firma einen sechsaktigen Film, der die Lebensgeschichte Ferdinand Lasalles behandelt. Buch: Alfred Schirokauer. Hauptdarsteller: Thea Sandten, Erich Kaiser-Tietz.
[1919]

Unter dem Titel „Spielzeug der Zarin" inszeniert Robert Meinert für die Frankfurter Film Gesellschaft den oft verfilmten Stoff der Katharina. Die Hauptrolle spielt Ellen Richter, deren Mann Dr. Willy Wolff, in Zukunft ihr Regisseur in vielen Filmen, das Manuskript schreibt.
[1919]

Unter dem Titel "La Traviata" wird „Die Kameliendame" von einer italienischen Filmgesellschaft verfilmt. Hauptdarstellerin: Francesca Bertini.
[1919]

Seine erste Filmregie führt Karl Grüne in dem Sensationsfilm „Menschen in Ketten" (von Hans Gaus) mit Friedrich Zelnik, Vilma von Mayburg, Heino Thiele-Bonn und Harry Berber in den Hauptrollen.
[1919]

In dem Film „Das Buch Esther" führt Uwe Jens Kraft Regie. Unter den Hauptdarstellern spielt neben Ernst Reicher und Stella Harf der berühmte Sänger Michael Bohnen seine erste Filmrolle. Die Bauten stammen von dem später als Regisseur bekannt gewordenen Manfred Noa.
[1919]

Bei der Münchener Lichtspielkunst A. G. führt Peter Ostermayr die Regie in dem Lustspiel „Künstlerspesen". In den Hauptrollen Thea Steinbrecher und Gustl Waldau, der hier seine erste Filmrolle spielt. Buch: Graf Scapinelli.
[1919]

Harold Lloyd spielt seine erste Filmrolle, und zwar sofort in der später berühmt gewordenen Figur des schüchternen jungen Mannes mit Hornbrille.
[1919]

Der 18jährige Walt Disney verdient sich seine Sporen bei Reklamefilmen. Er steht an der Schwelle einer Weltkarriere auf dem Gebiete des Zeichentrickfilms.
[1919]

In Holland wird das Neederland-Zentral-Film-Archiv eingerichtet und von einem Verein gleichen Namens unterhalten. Es übernimmt die Pflege von Kultur- und Dokumentarfilmen, sowie die Verwahrung der amtlichen Filme aus den Kolonien. Später wird es vom Haager Staatsarchiv übernommen.
[1919]

In Hannover werden die Döring-Filmwerke gegründet.
[1919]

In München-Grünwald baut Ernst Reicher für seine Detektiv-Filme ein Stuart-Webbs-Filmatelier. Es ist mit einem Ausmaß von 40 x 80m das größte in Europa.
[1919]

Im Vatikan wird vom Papst die erste Filmvorführung gestattet. Benedikt XV. läßt sich den Film "Thais" in der Sala Pia vorführen. In der Hauptrolle Mary Garden.
[1919]

Amtliche Verlautbarung des für die Berliner Filmprüfstelle zuständigen Oberregierungsrates von Glasenapp: „Eine Filmzensur besteht nicht. Durch Ausstellen von Ausweisen mit Zustimmung des Ministeriums des Innern wird dem Fabrikanten oder Verleiher auf dessen ausdrücklichen Wunsch versichert, daß Polizeibehörde oder Staatsanwaltschaft nichts gegen den Film oder seine Vorführung unternehmen."
[1919]

Zu den sehr oft verfilmten Stoffen gehört „Lola Montez". In dem Lima-Film des gleichen Titels spielen Leopoldine Konstantin, Alfred Abel und Hans Waßmann die Hauptrollen.
[1919]

Für die Zelnik-Mara-Film GmbH, inszeniert Fred Sauer nach einem Manuskript von Fanny Carlsen den Roman „Jenseits von Gut und Böse". Hauptdarsteller: Michael Varkonyi, Ernst Hofmann, Wilhelm Diegelmann, Ilka Grüning, Olga Engl, Ida Perry, Josephine Dora.
[1919]

Mit Lya Mara und Ferdinand Bonn in den Hauptrollen inszeniert Friedrich Zelnik den oft verfilmten Stoff Manon Lescaut.
[1919]

In dem von Victor Janson inszenierten Film „Der Mann der Tat" spielt Emil Jannings die Hauptrolle.
[1919]

Gerhart Hauptmanns „Rose Bernd" wird von der Firma Messter verfilmt. Unter Alfred Halms Regie spielt Henny Porten die Titelrolle.
[1919]

In dem Union-Film „Vendetta" hat Georg Jacoby eine seiner ersten Regieaufgaben. In den Hauptrollen: Pola Negri und Harry Liedtke. Thema: Blutrache im Grafenschloß.
[1919]

Für die Münchener Lichtspiel-Kunst inszeniert Franz Osten den Film „Der Tod von Phalerie" mit Erich Kayser-Tietz und Else Bodenheim in den Hauptrollen.
[1919]

In seiner eigenen Firma inszeniert Richard Eichberg „Tragödie der Manja Orsan". Leontine Kühnberg spielt die Hauptrolle: eine Künstlerin, die in Giftmordverdacht gerät.
[1919]

In dem Maxim-Film „Der Liebesroman der Käthe Keller", einer Eifersuchtstragödie, spielen Reinhold Schünzel, Irmgard Bern, Hermine Körner, Paul Hartmann und Oscar Marion unter der Regie von Carl Froelich.
[1919]

Mit einer Gesamtlänge von 25 Akten (9.345m !!!!) bringt die Pariser Film d'Arts mit L. Mathot in der Hauptrolle eine Serie in 8 Folgen: „Der Graf von Monte Christo".
[1919]

Das Bühnenstück von Franz Molnar „Der Gardeoffizier" wird mit A. von Antalffy in der Hauptrolle von der Corvin-Film-Co. in Budapest verfilmt. Bei der gleichen Firma bekommt Alexander Korda seine erste Regieaufgabe.
[1919]

In dem Decla-Film „Harry wird Familienvater" spielt Harry Lambertz-Paulsen einen Junggesellen, der sich plötzlich um einen Säugling kümmern muß.
[1919]

In dem Union-Film „Das Millionenmädel" spielt Ossi Oswalda die Rolle eines Backfischs, der plötzlich eine Millionenerbschaft macht. Regie: H. Fredall.
[1919]

In dem Decla-Film „Frau Gräfin" unter der Regie von Otto Rippert spielt Hanne Brinkmann die Hauptrolle. Thema: Fräulein Krause möchte gerne Gräfin werden.
[1919]

In dem Decla-Film „Clown Charly" spielt Alvin Neuß unter eigener Regie die Doppelrolle eines Clowns und eines Prinzen.
[1919]

Der Decla-Film „Der Weg, der zur Verdammnis führt", behandelt die Gefahren des Mädchenhandels. Regie: Otto Rippert. Hauptdarsteller: Käthe Haack, Grete Weixler, Charlotte Böcklin.
[1919]

In dem Maxim-Film „Die Verführten" nach einem Buch von Hans Hyan führt Carl Froelich Regie. Es handelt sich um die Geschichte eines Schmieds, der wegen einer kleinen Verfehlung aus Trotz vom rechten Wege abkommt und schließlich zum Mörder wird.
[1919]

Mit Ernst Reicher in der Detektivrolle inszenierte Manfred Noa den Stuart-Webbs-Film „Sein Stellvertreter". Die Abenteuer eines aus dem Exil heimkehrenden Balkanfürsten.
[1919]

In seinem Lustspiel „Platonische Ehe" führt Paul Leni für Nordisk Regie. Hauptdarsteller Mia May, Albert Paulig.
[1919]

Im Stuart-Webbs-Film „Launen des Glücks" führt Johannes Guter Regie. Hauptdarsteller: Ernst Reicher.
[1919]

Zu den ersten Regie-Arbeiten von Fritz Lang gehört eine Serie von Abenteurerfilmen unter dem Gesamttitel „Die Spinnen". Der erste dieser Filme führt den Titel „Die goldene See" mit Carl de Vogt und Ressel Orla in den Hauptrollen.
[1919]

In dem von Conrad Wiene für Sascha-Film, Wien, inszenierten Film „Zwei Welten" spielt Harry Waiden, ein damals sehr populärer Bühnenstar, die Doppelrolle eines Barons und eines Schauspielers, die sich wie Zwillinge ähneln und beide um die gleiche Frau bemüht sind.
[1919]

Als kulturhistorischen Film nach Motiven der „Elixiere des Teufels" bringt die Treumann-Larsen-Film-Ges. „Das Hexenlied", inszeniert von Eugen Burg und mit Wanda Treumann in der Hauptrolle.
[1919]

Unter dem Titel „Das Grab der deutschen Flotte" bringt die Deutsche Bioskop einen Filmbericht über die Versenkung von Schiffen der Kriegsmarine in Scapa-Flow
[1919]

Unter dem Titel „Ich hatte einen Kameraden" wird das Weltkriegsschicksal deutscher Offiziere in Afrika geschildert. Hauptdarsteller: Erich Kaiser-Tietz, Carl de Vogt, Hans Albers, Olaf Fjord, Frieda Richard, Fritz Kampers.
[1919]
.

Filme aus dem Jahr 1919

*

  • ANDERS ALS DIE ANDEREN
    Oswald-Film. Regie: Richard Oswald. Darsteller: Conrad Veidt, Anita Berber, Reinhold Schünzel. - Das Lebensbild eines Violinvirtuosen von seiner Schulzeit bis zu seinem Selbstmord. Der Film wurde als „sozialhygienisches Schauspiel" angekündigt, und wollte, unter wissenschaftlicher Mitarbeit von Prof. Magnus Hirschfeld, das Problem der widernatürlichen Neigungen beleuchten.
    [1919]

  • Die AUSTERNPRINZESSIN
    Union-Film. Regie: Ernst Lubitsch. Darsteller: Ossi Oswalda, Harry Liedtke. - Verwechslungskomödie um eine Dollarprinzessin, die innerhalb von 24 Stunden einen deutschen Prinzen heiraten will, aber an seinen „Vertreter" gerät, in den sie sich wirklich verliebt.
    [1919]

  • DIE LEBENDE TOTE
    Messier-Film. Regie: R. Bieberach. Hauptdarstellerin: Henny Porten. - Eine Frau betrügt einen Mann mit einem Jugendfreund. Ihr Kind verunglückt bei einer Zugkatastrophe. Aus Schuldgefühl läßt sie ihre Angehörigen in dem Glauben, bei dem Zugunglück selbst ums Leben gekommen zu sein. Unter fremdem Namen wird sie eine berühmte Künstlerin, aber die Schatten der Vergangenheit treiben sie in den Tod.
    [1919]

  • DIE REISE UM DIE ERDE IN 80 TAGEN
    Oswald-Film. Buch nach einem Roman von Jules Verne. Regie: Richard Oswald. Darsteller: Conrad Veidt, Reinhold Schünzel, Eugen Rex, Max Gülstorf. - Der berühmte Roman von Jules Verne ist hier mit einer Detektivgeschichte verwoben.
    [1919]

  • DIE WAFFEN NIEDER
    Nordisk-Film. Darsteller: Olaf Fönss, Auguste Blad, Alf Blütecher. - Eine Verfilmung des berühmten Romans von Berta v. Suttner, die für dieses Buch den Nobel-Friedenspreis bekam.
    [1919]

  • HALBBLUT
    Decla-Film. Regie: Fritz Lang. Darsteller: Ressel Orla, Carl de Vogt. - Einer der ersten Filme, in denen Fritz Lang Regie führt. Das Thema einer „femme fatale", die ihren Mann durch Opium ins Unglück bringt.
    [1919]

  • HERRN ARNES SCHATZ
    Svenska-Film. Regie: Mauritz Stiller. Buch: Mauritz Stiller und Gustaf Molander (nach Selma Lagerlöf). Kamera: J. Jaenzon. Darsteller: Mary Johnson, E. Stocklassa, B. Berger, R. Lund, Asta Nielsen. - Die schottische Garde des Schwedenkönigs Johann III. revoltiert, die Führer kommen ins Gefängnis, brechen aus, und rauben nach einer verzweifelten Flucht die Schatztruhe des Pastors Arne. Elsalille, seine Tochter, zerbricht an der Seelenqual ihrer Liebe für den Mörder ihrer Schwester und den Raubbrenner ihres Vaterhauses.
    [1919]

  • HILDE WARREN UND DER TOD
    May-Film. Buch: Fritz Lang. Regie: Joe May. Darsteller: Mia May, Bruno Kastner. - Der tragische Seelenkonflikt einer Mutter, die ihren verbrecherischen Sohn erschießt.
    [1919]

  • MADAME DUBARRY
    UFA-Film. Regie: Ernst Lubitsch. Buch: Hanns Kräly. Darsteller: Pola Negri, Emil Jannings, Harry Liedtke. - Die Dubarry, allmächtige Mätresse Louis XV., befreit ihren wegen eines Duells eingekerkerten Geliebten und macht ihn zum Chef der Garde. Als er trotzdem eine Verschwörung beginnt und seinen Komplizen Paillet mit einer Deputation zum königlichen Schloß schickt, läßt die Dubarry diesen in die Bastille werfen. Armand wiegelt die Massen zur Revolution auf, versucht aber, die Dubarry zu retten, als sie von seinem eigenen Tribunal zur Guillotine verurteilt wird.
    [1919]

  • PEST IN FLORENZ
    Decla-Film. Regie: Otto Rippert. Buch: Fritz Lang (Zwischentitel größtenteils in Jamben). Bauten: Franz Jaffe und Hermann Warm. Darsteller: Marga von Kirska, Theodor Becker. - Das Massensterben durch die in Florenz ausgebrochene Pest und das Bacchanal (ein römisches Fest mit wildester Ausgelassenheit) der überlebenden geben den Hintergrund für eine Spielhandlung von Mord und Intrige, mit Priestern und Kurtisanen.
    [1919]

  • PRINZ KUCKUCK
    Gioria-Film. Regie: Paul Leni. Buch: Georg Kaiser (nach einem Roman von Otto Julius Bierbaum). Darsteller: Conradt Veidt, Magnus Stifter, Olga Limburg, Paul Biensfeldt, Blandine Ebinger. - Die Geschidite eines Jungen, der eine Millionenerbschaft macht und zahlreiche, teils lustige, teils gefährliche Abenteuer bestehen muß, bevor die Sache zum guten Ende kommt.
    [1919]

  • RAUSCH
    Argus-Film. Regie: Ernst Lubitsch. Buch nach einem Roman von August Strindberg. Darsteller: Asta Nielsen, Alfred Abel, Karl Meinhard, Grete Dierks. - Das „Dreiecks-Thema" eines Mannes zwischen zwei Frauen, den die verlassene Geliebte in Mordverdacht bringt.
    [1919]

  • VERLORENE TÖCHTER
    Kahn-Film. Regie: William Kahn. Buch: Hanns Kräly. Hauptdarstellerin: Helga Molander. - Ein Mädchen mit künstlerischem Ehrgeiz gerät in die Hände von Mädchenhändlern, entgeht aber schließlich den ihr drohenden Gefahren.
    [1919]

.

Ereignisse aus dem Jahr 1920

Als zweite regelmäßige Wochenschau erscheint die Deulig-Woche, die später von der UFA-Wochenschau übernommen wird.
[1. I. 1920]

Im Plenum der Nationalversammlung wird das deutsche Lichtspiel-Gesetz verabschiedet. Danach fällt durch reichsrechtlich bindenden Spruch ein Prüfungsrat einen Zensurentscheid über jeden Film und sein dazugehöriges Reklamematerial. Auf Antrag einer Landeszentralbehörde kann die Zulassung eines Films widerrufen werden. Gegen den Entscheid ist bei der Film-Oberprüfstelle ein Einspruch zulässig. Das Gesetz ist veröffentlicht im R.G.B. Nr. 107, S. 953 und umfaßt 20 Paragraphen.
[12. V. 1920]

Gründung der Johannisthaler Filmanstalt GmbH., deren Jofa-Ateliers in Betrieb genommen werden.
[19. V. 1920]

Mit seinem Film „Wunder des Schneeschuhs" zeigt Arnold Fanck erstmals die außerordentlichen „filmischen" Möglichkeiten von Natur- und Sportfilmen. Sein Mitarbeiter in diesem Film ist Dr. Tauern und die Herstellungsfirma die Freiburger Filmgesellschaft.
[XI. 1920]

Gründung der "Kinotechnischen Gesellschaft e.V.". Erster Vorsitzender: Oskar Messter, zweiter Vorsitzender: Guido Seeber, Beisitzer: Geheimrat Miethe, Geheimrat Forch.
[IV. 1920[

Genaue Anweisungen und Richtlinien über die Fabrikation und den Gebrauch von Zelluloidfilmen werden im „Ministerialblatt der Handels- und Gewerbeverwaltung" festgelegt.
[24. IV. 1920]

Die neue Reichsfilmstelle wird der Zuständigkeit des Reichsinnenministeriums unterstellt.
[VII. 1920]

In dem Eiko-Film „Falscher Verdacht" spielt Hanne Brinkmann die Hauptrolle. Die Lustspielsituationen ergeben sich aus den Mißverständnissen einer liebenden jungen Frau.
[1920]

„Grausige Nächte", von Lupu Pick inszeniert, ist ein Gespensterfilm im Stil der zu dieser Zeit sehr populären Gruselfilme.
[1920]

Ludwig Trautmann spielt die Hauptrolle in dem Film „Die Toten rächen sich selbst", einem „Gespenster"-Stoff, der von Trautmann selbst bearbeitet wurde. [1920]

In dem Fern-Andra-Film „Zwei Menschen" handelt es sich um streitende Eheleute, die durch die gemeinsame Liebe zu ihrem Kind wieder zusammengeführt werden.
[1920]

In dem Kriminalfilm „Mord ohne Täter" führt E. A. Dupont nach einem eigenen Manuskript für die Gloria Regie. Hauptdarsteller: Fritz Schultz, Bernhard Goetzke, Paul Richter, Henry Bender, Hermann Valentin, Hanni Weisse und der dicke ungarische Komiker Huszar (der später unter dem Namen Puffy in Europa und in Hollywood bekannt wurde).
[1920]

In dem Film „Das Tagebuch des Dr. Hart" spielen unter der Regie von Paul Leni - Buch: Hans Brenner - Käthe Haack, Adolf Klein, Dagny Servaes, Ernst Hofmann und Heinrich Schroth. Es handelt sich um einen Kriminalfilm, in welchem ein deutscher Militärarzt während des Vormarsches in Polen einem russischen Grafen das Leben rettet.
[1920]

In dem Eichberg-Film „Die goldene Mumie" - die tragische Liebesgeschichte eines Ägyptologen - spielen Ferdinand Bonn und Leontine Kühnberg die Hauptrollen.
[1920]

In dem zweiteiligen Abenteurer-Film „Kinder der Finsternis", führt E. A. Dupont die Regie für die Gloria nach einem Buch von Max Jungk und Julius Urgiß. In den Hauptrollen: Hans Mierendorff, Margarethe Kupfer, Adele Sandrock, Fritz Schultz, Bernhard Goetzke, Paul Westermeier. An der Kamera: Helmar Lerski und zum erstenmal Karl Freund, der sich später zu einem der größten Meister seines Fachs entwickelte.
[1920]

Harry Liedtke spielt in einem von der Klio-Film-Gesellschaft nach Motiven von Kleist hergestellten Film „Die Hermannsschlacht".
[1920]

In Budapest wird „Anna Karenina" von der Hungaria verfilmt, und zwar mit Emil Fennyvesy, Irene Varsanyi, Deszö Kertesz in den Hauptrollen.
[1920]

Mit dem Film „Die schwarze Hoheit" vollendet Rudi Bach seinen zweiundsiebzigsten Lustspielfilm.
[1920]

Gründung der "Efa" in Berlin (mit amerikanischer Finanzierung). In den ehemaligen Ausstellungshallen am Zoo werden Ateliers gemietet, die später in die Cicerostraße, Halensee, verlegt werden.
[1920]

Unter der Regie von Josef Delmont und mit dem italienischen Sensationsdarsteller Luciano Albertini in der Hauptrolle wird der Film „Der König der Manege" gedreht. Der Regisseur und Angelo Rossi spielen andere tragende Rollen.
[1920]

Unter der Regie von Hans Werkmeister spielen in dem Deulig-Film „Algol" Emil Jannings, Hanna Ralph und Käthe Haack die Hauptrollen. Weitere Mitwirkende: Gertrud Welcker, Ernst Hofmann, Erna Morena, Hans Adalbert von Schlettow und John Gottowt. Bauten: Walter Reimann. Kamera: Axel Graatkjar.
[1920]

Für ihre eigene Firma (Arf-Film) spielt Asta Nielsen die Titelrolle im „Hamlet".
[1920]

Als einer der wenigen abendfüllenden Filme Max Linders erscheint „Max als Universalerbe", ein Film, der in Deutschland auch unter dem Titel „Das kleine Kaffeehaus" lief.
[1920]

In dem Deulig-Film „Föhn" spielt Käthe Haack die Hauptrolle. Regie: Hans Werkmeister. Unter den Mitwirkenden: Hans Adalbert von Schlettow und Emil Rameau.
[1920]

In Hannover und Frankfurt werden neue große Union-Theater (U.T.) eröffnet. [1920]

Die Firma Gaumont, Paris, beteiligt sich an verschiedenen ausländischen Film-Unternehmungen.
[1920]

Die deutschen Film-Fabrikanten wählen Paul Davidson zum ersten Verbandsvorsitzenden.
[1920]

Der Emelka in München wird die Film-Gesellschaft Fett & Wiesel angegliedert. [1920]

Die Decla vereinigt sich mit der Deutschen Bioscop-AG. unter der Firma Decla-Bioskop AG.
[1920]

Die Verbände der Theaterbesitzer und Verleiher entwerfen einen Normal-Filmvertrag, der nunmehr für das ganze Reichsgebiet gültig wird.
[1920]

Die Münchner Lichtspielkunst A.G. schließt sich mit der Firma Robert Reinert zusammen.
[1920]

Ludwig Klitzsch scheidet aus der Deulig (Deutsche Lichtbild-Gesellschaft) aus und wird Generaldirektor beim Scherl Verlag. Sein Nachfolger wird Josef Coboeken.
[1920]

Bei den beiden amtlichen Filmprüfstellen in Berlin und München werden ca. 1.100 Filme zensiert; davon entfallen auf Berlin ca. 900, auf München ca. 200 Filme. Die Gesamtlänge der zensierten Bildstreifen beträgt ca. 1,3 Millionen Meter.
[1920]
.

Filme aus dem Jahr 1920

*

  • ANNA BOLEYN
    Union-Film der Ufa. Regie: Ernst Lubitsch. Buch: Hanns Kräly, Norbert Falk. Kamera: Theodor Sparkuhl. Bauten: Kurt Richter. Darsteller: Emil Jannings, Henny Porten, Aud Egede Nissen, Paul Hartmann. - Nach historischen Motiven aus der englischen Geschichte ist hier die Beziehung von Heinrich VIII. zu Anna Boleyn bis zu ihrem tragischen Ende gestaltet.
    [1920]

  • CHRISTIAN WAHNSCHAFFE
    Terra-Film. Regie: Urban Gad (nach Jakob Wassermann). Darsteller: Conrad Veidt, Werner Krauß, Esther Hagan, Margarete Kupfer. Die Enttäuschung eines reichen Mannes, der aus sozialem Idealismus beschloß, mit den Armen zu leben.
    [1920]

  • DANTON
    Wörner-Film. Regie und Buch: Dimitri Buchowetzki. Kamera: Arpad Viragh. Darsteller : Emil Jannings, Werner Krauß, Charlotte Ander, Maly Delschaft, Ferdinand v. Alten, E. v. Winterstein, Hilde Wörner. - Nach historischen Motiven aus der Französischen Revolution frei bearbeitet.
    [1920]

  • DAS INDISCHE GRABMAL
    Joe May-Film. Buch: Thea v. Harbou und Fritz Lang. Darsteller: Mia May, Conrad Veidt, Erna Morena, Paul Richter, Lya de Putti, Bernhard Götzke. - Die Abenteuer einer Europäerin, die sich in einen indischen Prinzen verliebt.
    [1920]

  • DAS KABINETT DES DR. CALIGARI
    Decla-Film. Regie: Robert Wiene. Buch: Carl Mayer, Hans Janowitz. Kamera: Willy Hameister. Bauten: Walter Röhrig, Hermann Worm. Darsteller: Werner Krauß, Conrad Veidt, Friedrich Feher, Lil Dagover, Hans Heinrich v. Twardowski, Rudolf Lettinger. - Geheimnisvolle Vorgänge in einer Irrenanstalt (bewußt als „Zerrbild" dargestellt) versetzen die Bevölkerung in Schrecken, während ein Jahrmarktsschausteller einen irrsinnigen Schlafwandler, der ihn mit dem Direktor der Irrenanstalt verwechselt, unter seinen Willen zwingt.
    [1920]

  • DAS MÄDCHEN AUS DER ACKERSTRASSE
    Cserepy-Film. Regie: Reinhold Schünzel. Buch: B. E. Lüthge. Kamera: Kurt Courant. Darsteller: Rosa Valetti, Reinhold Schünzel. - Ein zeitnahes Großstadtdrama, nach dem Roman von Ernst Friedrich bearbeitet.
    [1920]

  • DER GOLEM
    Regie: Henryk Galeen. Buch: Henryk Galeen (nach Gustav Meyrink). Kamera: Karl Freund. Bauten: Hans Poelzig, Rochus Gliese. Darsteller: Paul Wegener, Albert Steinrück, Lyda Salmanowa, Ernst Deutsch, Lothar Müthel. - Der Wunder-Rabbi Low hat einen Lehmkoloß zum Leben erweckt, der ihm als stummer und mächtiger Diener gehorcht. Als die Juden das Ghetto räumen sollen, zieht der Rabbi mit seinem Geschöpf zum Kaiserhof und bittet um Gnade. Auf des Kaisers Wunsch zaubert der Rabbi dem Hofstaat den Auszug der Kinder Israels vor, und als die Höflinge in Gelächter ausbrechen, bersten die Mauern des Palastes. Der Golem beginnt zu rasen und die ganze Stadt in Brand zu setzen.
    [1920]

  • DER TEUFEL UND DIE MADONNA
    Firmament-Film. Regie: Carl Boese. Buch: Hans Brennert. Darsteller: Gertrud Welcker, Emil Rameau, Magnus Stifter, Ernst Pittschau. - Ein phantastischer Spielfilm, in dem der Teufel unter verschiedenen Masken erscheint.
    [1920]

  • DER WEISSE PFAU
    Gloria-Film. Regie: E. A. Dupont. Buch: Paul Leni, E. A. Dupont. Kamera: Karl Hasselmann. Darsteller: Hans Mierendorf, Grit Hegesa, Lore Sello, E. A. Licho, Emil Rameau, Robert Scholz, Hermann Picha. - Das dramatische Schicksal einer Tänzerin, die bei einem Theaterbrand ums Leben kommt.
    [1920]

  • DIE BRÜDER KARAMASOFF
    Maxim Film. Regie: Carl Froelich. Darsteller: Emil Jannings, Werner Krauß, Fritz Kortner, Bernhard Goetzke, Hanna Ralph, Hermann Thimig, Rudolph Lettinger. Der Roman von Dostojewski in freier Verfilmung.
    [1920]

  • EROTIKON
    Svensita-Film. Regie: Mauritz Stiller. Buch: Arthur Norden (nach F. Herczegs „Blaufuchs"). Kamera: Julius Jaenzon. Darsteller: Anders de Wahl, Lars Hanson, Thora Teje. - Eine schöne, junge Frau, von ihrem mit wissenschaftlichen Arbeiten überlasteten Ehemann vernachlässigt, verläßt ihn und geht zu ihrem Liebhaber, kommt aber schließlich, nachdem der Freund sich ihretwegen mit einem Bildhauer duelliert hat, zu ihrem Ehemann zurück.
    [1920]

  • FATTY IM STRANDBAD
    Tower-Film. Regie: Made Sennett. Hauptdarsteller: Roscoe („Fatty") Arbuchle. - Groteskkomik mit Verwechslungs- und Verfolgungsszenen in einem Strandbad
    [1920]

  • FIESCO
    Gioria-Film. Regie: Paul Leni. Buch: Georg Kaiser. Kamera: Carl Hoffmann. Darsteller: Wilhelm Diegelmann, Fritz Kortner, Maria Fein, Max Gülstorff, Hans Mierendorff, Erna Morena, Ilka Grüning. - Eine freie Bearbeitung von Schillers Trauerspiel.
    [1920]

  • GANG IN DIE NACHT
    Goron-Film. Regie: F. W. Murnau. Buch: Carl Mayer. Bauten: Heinrich Richter. Darsteller: Olaf Fönss, Conrad Veidt, Erna Morena. Eine Tänzerin verliebt sich in einen Blinden, dem der ihr befreundete Arzt das Augenlicht wiedergegeben hat; ein Dreiecksfilm mit tragischem Ausgang.
    [1920]

  • GENUINE
    Decla Bioskop-Film. Regie: Robert Wiene. Buch: Carl Mayer. Bauten: Cesar Klein, Walter Reimann. Darsteller: Fern Andra, Hans Heinrich von Twardowski. - Genuine wird auf einem orientalischen Sklavenmarkt von einem skurrilen alten Mann gekauft, der sie eifersüchtig von der Außenwelt abschließt. Sie aber schmuggelt einen verliebten Jüngling in das verwunschene Haus und bringt ihn dazu, dem Alten die Kehle durchzuschneiden.
    [1920]

  • KINDER DER LANDSTRASSE
    Eichberg-Film. Regie: Richard Eichberg. Kamera: Max Terno. Darsteller: Leontine Kühnberg, Hermann Valentin, Walter Göbel, Kurt Halden. - Ein Graf heiratet eine schöne junge Zigeunerin. Ein treuer Diener ersticht sie, als sie seinem Herrn untreu wird.
    [1920]

  • KOHLHIESELS TÖCHTER
    Messter-Film. Regie: Ernst Lubitsch. Hauptdarsteller: Henny Porten und Emil Jannings. - Ein Lustspiel, in welchem Henny Porten die Doppelrolle einer schönen und einer häßlichen Schwester spielt und sich unter Lubitschs Regie als Komikerin von hohen Graden erweist.
    [1920]

  • MODERNE TÖCHTER
    Eiko-Film. Regie: Manfred Noa. Darsteller: Manja Tschatjewa, Margarete Kupfer, Fritz Hartwig, Karl Falckenberg. - Die Geschichte eines verstiegenen jungen Mädchens, das zwei ihrer Liebhaber in den Tod treibt und schließlich von dem dritten, einem indischem Nabob, erwürgt wird.
    [1920]

  • MUTTER ERDE
    Gamsa-Film. Regie: Eugen Burg. Buch: Johannes Gaulke, Heinrich Ilgenstein. Kamera: Erich Greenbaum. Darsteller: Paul Hartmann, Rud. Hofbauer, Eugen Burg, Margarete Scliön, Hansi Burg, Centa Re. - Ein teilweise dokumentarischer Film aus der unmittelbaren Nachkriegszeit in Berlin. Ein heimgekehrter Soldat wird arbeitslos und folgt seinem Kameraden aufs Land, wo er Arbeit und Glück findet.
    [1920]

  • NANUK, DER ESKIMO
    Revillion-Film. Buch, Regie und Kamera: Robert J. Flaherty. - In diesem ursprünglich als Dokumentarfilm hergestellten Bild des Eskimo-Lebens war die schauspielerische Leistung des „Titelhelden" so überzeugend, daß der Film auch als Spielfilm außerordentlidien Erfolg hatte. So wurde der Eskimo Nanuk zum Schauspieler.
    [1920]

  • ORIENT
    Trianon-Film. Regie: Gennaro Righelli. Kamera: Arpad Viragh. Darsteller: Harry Liedtke, Viggo Larsen, Magnus Stifter, Maria Jacobini, Elsa Wasa, Louis Ralph, Leopold von Ledebur. - Die Liebe eines englischen Offiziers zu einer Orientalin.
    [1920]

  • RÄCHENDE LIEBE
    Bioskop-Film. Regie: Joseph Stein. Buch: Harry Waghalter. Hauptdarstellerin: Maria Carmi. - Das Dreiecksthema eines Malers zwischen zwei Frauen (Mutter und Tochter). Die ältere Frau zerbricht an ihrer verschmähten Liebe.
    [1920]

  • SUMURUN
    Decla-Bioskop-Film. Regie: Ernst Lubitsch. Buch: Hanns Kräly. Kamera: Theodor Sparkuhl, Karl Waschneck. Darsteller: Pola Negri, Harry Liedtke, Paul Wegener. - Ein alternder Scheich überrascht seine Geliebte, eine junge Tänzerin, in den Armen seines Sohnes - eine Intrige, die von einem buckligen Jongleur eingefädelt ist, der selber die Tänzerin hoffnungslos liebt. Der Scheich tötet aus Eifersucht das "sündige Paar" und wird dann von dem unglücklichen Krüppel erstochen.
    [1920]

.

- Werbung Dezent -
Zur Startseite - © 2007 / 2017 - Deutsches Fernsehmuseum Wiesbaden - Copyright by Dipl. Ing. Gert Redlich - Privatsphäre - Redaktions-Telefon - zum Flohmarkt
Bitte einfach nur lächeln: Diese Seiten sind garantiert RDE / IPW zertifiziert und für Leser von 5 bis 108 Jahren freigegeben - kostenlos natürlich.