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Einblicke in unsere Requisiten-Aktionen im Juni 2018

Diese Aktion für den Dreh im Juni 2018 in Babelsberg war die bislang aufwendigste und größte Aktion in den letzten 10 Jahren. Vier große Studio-Kameras - wie damals in den richtigen Fernsehstudios von ARD und ZDF - mit fast jeder Menge an Monitoren zusammen mit 2 sehr großen und fahrbaren Bildmischern, das war schon eine recht aufwendige Angelegenheit.

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Das Bühnenbild bzw. die Kulissen - aufgeteilt in vier Szenen

Eine der wichtigsten Aktionen dieses Drehs in dem Storyboard ist ein rasanter Durchmarsch der Star-Moderatorin Namens "Lisa" in einer fiktiven Fernseh-Show samt Assistentin "Polly" und weiteren Schauspielern - erst geht s durch das fiktive Materiallager mit jeder Menge altem Studio-Gerät, dann geht es über die große Show-Bühne, dann an der Bild-Regie vorbei bis am Ende in die Künstler-Garderobe zum Schminken.

Diese 4 Kulissen-Bereiche waren in der großen Halle bereits nebeneinander aufgebaut und wurden an dem Aufbautag nur noch verschönert oder vervollständigt.
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Ein nahezu 40m langer Schienenstrang

Es war also das (oder eines der) Highlight(s) der "Action-" Szenen. Die "Film"-Kamera fährt wirklich rasant neben der rennenden Hauptdarstellerin her, die durch die Kulissen hetzt, weil die Zeit zur Sendung langsam knapp wird.

Auf dem vierrädrigen Schienen-Dolly ist ein gewaltiger Kamera-Kran (oder Kamera-Galgen) aufgesetzt.

Der Ausleger ist bestimmt 10m lang und an dem äusseren Ende hängt ein ferngesteuerter Schwenk- und Neige- und Dreh-Kopf, in dessen beweglichem inneren Ring die ARRI-Haupt-Kamera montiert ist.

Das sind schon richtige Dimensionen, da ja auch das notwendige Gegengewicht auf dem Dollywagen lastet.

Der Dollywagen wird von einem oder zwei Spezialisten auf den ausgerichteten und ausbalancierten Schienen mit erstaunlich hoher Geschwindigkeit - von Hand mit Muskelkraft - bewegt bzw. geschoben.

Genau wie bei unseren Vinten-Pumpen ist es grundlegende Bedingung, daß die Aufnahme-Kamera weder zittert noch wackelt oder andere unkontrollierte (Eigen-) Bewegungen vollführt.

Unsere Vinten-Pumpen sind darum auch so extrem schwer. Die stehen wie ein Berg aus Granit und sie rollen lautlos und ruckelfei über den meist glatten Studioboden - wie ein 40-Tonnen Kampfpanzer.

In der hier benutzen Kamerahalterung ist (nicht nur hier am Kran) eine Stabilisierungstechnik (ähnlich der Staedycam Technik) integriert, sodaß die Kamea keine ruckartigen Bewegungen sondern nur lineare Bewegungen machen kann.
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Es sind Spezialschienen von Profis

Die Aluschienen sind eine ganz spezielle Rohr-Konstruktion mit Unterbau zum lückenlosen Aneinandersetzen, um eine stoßfreie Überfahrt des Dolly-Wagens zu gewährleisten. Auch die Verriegelung der Schienenstränge ist einfach aber massiv, sodaß sich nichts lösen kann. Wenn der Dollywagen mit dem Kran drauf entgleisen würde, gäbe es richtige Probleme.

Die Kamera wird ferngesteuert

Die Kamera wird zwar in ihrer dreh-, schwenk- und neigbaren Steadycam- Aufhängung vom Kameramann wie ein Modellflugzeug ferngesteuert, doch ein Kamera-Assistent muß das Ende das langen Kranauslegers an einer Führungs-Stange zu den Akteuren ziehen oder schieben.
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Für kurze Fahrten

gibt es noch kleine Kamera-Dollys - sogar mit einem hydraulischem Stativ mitten drauf.

Hier noch ein Bild über die Ausmaße des Kamera-Krans

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