Sie sind hier : Startseite →  andere Museen - Einblicke→  Museum Schleinitz (1)

Ein Brauchtum Museum neben dem Schloss Schleinitz

Das "Schloß Schleinitz" ist ein ganz toll aufgearbeitetes richtiges kleines Schloß tief in der Pampa in Sachsen.

Und in dem Museum in der alten Remise neben dem Schloss Schleinitz gibt es jetzt neu ab Sommer 2007 eine große Dauerausstellung über viele viele Radios und Fernsehgeräte aus Ost und West und natürlich auch andere rundfunktechnische Peripherie.

Fast am Ende der Welt in einer unberührten Gegend . .

liegt es in Sachsen im Ossiland (ca. 15 km von Meißen und ca. 25 km von Dresden) dieses kleine Schloss mit seiner gewaltig großen Gutsremise.

Und in der riesigen großen Scheune befindet sich das Schleinitzer "Museum für ländliches Brauchtum". Im Westen heißt so etwas meistens Heimatmuseum. (In Wiesbadens Vororten haben wir davon über 12, natürlich weder in einem Schloss noch von solcher Qualität und Quantität.)

Auf 4 sehr großen und 2 etwas kleineren Etagen und diversen Anbauten wird hier lebend vorgestellt, wie es damals war. Also diesmal ist es ein echtes Museum. In der ersten (oder zweiten?) Etage wurde im Jahr 2007 eine große Radio- und Fernsehausstellung mit zumeist DDR Geräten eröffnet.

Ein bewundernswertes Ambiente, mit extrem viel Arbeit und Engagement der nur noch wenigen Bewohner dieser Gemeinde errichtet, (genau wie auch das Film- und Foto-Museum in Deidesheim), erwartet seine Besucher, erwartet Sie.

Der Aufgang

Die Bilder oben sollten Ihnen die gewaltigen Dimensionen der Scheune oder Gutsremise zeigen, denn innnen ist es scheinbar noch größer.

 

 

 

 

 

 

 

Doch zuerst heißt es Treppen steigen. Es geht aufwärts und zwar steil wie damals im Wirtschaftswunder.

 

 

 

 

 

 

Es ist also nichts für ängstliche Naturen. Hier sind die Arbeiter früher mit 50 Kilo Mehl auf den Schultern rauf und runter gerannt. Wir hingegen haben es etwas ruhiger und sicherer angehen lassen.

 

 

 

 

 

 

 

Und dann kommt der Aha Effekt. Eine ganze Etage voller Rundfunktechnik, wirklich fein säuberlich mit viel Liebe hergerichtet und aufgestellt. Dazu ist alles dezent beleuchtet und so erstrahlt alles in einem sehr angenehmen Ambiente. Die Etage ist großflächig und selbst 40 bis 60 Personen verlaufen sich auf den Etagen und es gibt wirklich viel zu sehen.

 

 

 

Die dicken Balken tun ein Übriges, daß man überhaupt keine Angst hat, auch die oberen Stockwerke zu erklimmen. Es strotzt alles nur so vor Solidität und Kraft, auch wenn die Stiegen noch so schmal sind.

 

 

 

Als der Autor gr die kommende Dauerausstellung im Frühjahr 2007 besucht hatte, war sie kurz vor der Eröffnung (die Eröffnung war jetzt im April 2007). Darum stehen (hier auf den Bildern) ab und zu noch Besen und Eimer rum.

Ein "kleiner" Einblick

Es ist müßig, hier jetzt mit hunderten von Bildern aufzuwarten, fahren Sie einfach hin, es lohnt sich.

 

Auf dem Bild hier rechts und weiter unten sehen Sie den Initiator der Ausstellung Gottfried Grahl, der mit seinen über 70 Jahren jeweils eine Anfahrt von ca. 60 km in Kauf nimmt, um diese Exponate zu präsentieren.

 

 

 

 

 

Leider ist es nicht zu verkennen, daß auch Herr Grahl wie so manch anderer Liebhaber und Sammler die 70 bereits überschritten hat und daß die Zeit naht, einen geeigneten kompetenten Nachfolger mit der Leitung der Ausstellung zu betrauen oder eine Zukunft für diese Ausstellung zu skizzieren. Es wäre in wirklich aller Interesse wünschenswert, daß diese Ausstellung noch viel Jahre lebendig erhalten bleibt.

Röhren über Röhren sind zu bewundern . . .

Gottfried Grahl hat eine bemerkenswerte Sammlung von Röhren zum Zeigen, auch ganz dicke und große. Das ist insbesondere für einen Sammler in der ex DDR bewundernswert, denn es war sicher nicht leicht, an solche Exponate ran zu kommen.

 

Und was für einen Wessi noch viel bedeutender war, Herr Grahl ist ja nicht mehr der Jüngste. Das ganze Material, die ganzen Geräte, die Kabel, alles mußte da rauf getragen werden und auch angeschlossen werden. Und die alten Radios die wiegen immer noch etwas. Das hatte sicher Wochen gedauert.

 

Wieviel Entusiasmus muß ein Sammler aufbringen, um solch eine bewundernswerte Leistung zu vollbringen ?

Noch etwas Appetit gefällig ?

Also den Autor gr hat die Quantität und Qualität der Sammlung von Herrn Grahl überrascht.

Er wohnt nun mal eben nicht neben dem Max Grundig oder AEG und kann die Dinger vom Werkshof auflesen.

Das mußte alles mühsamst ergattert werden, hat er mir erzählt.



Und wenn Sie mal ganz genau auf die Bilder schauen, so gut wie alles ist ganz toll mit dem Computer beschriftet und auf den Radios liegen sogar Omas Deckchen und ihre Blumen sowie die alte Wohnzimmer Uhr aus der damaligen Zeit.








Insgesamt ist diese Ausstellung (nicht nur aus der Sicht des Autors gr) einmalig und rechtfertigt auch weitere Anfahrten.




Und etwas zu Essen gibt es dort auch !! Probieren Sie das Schlossrestaurant oder die preiswertere Lösung neben dem Museum.



Sie (oder der Busfahrer) brauchen ein Navi

Übrigens, wie bei fast allen Museen, Sie (oder der Busfahrer) brauchen ein modernes Navi, sonst verfransen Sie sich in der Prärie von Sachsen.

 

Auskünfte über alles gibt es hier :

Förderverein Schloß Schleinitz e.V.

Schloß Schleinitz

01623 Schleinitz

Telefon und Fax 03 52 41 / 5 23 29

http://www.schlossschleinitz.de/


Der Museumsleiter der Radio Etage ist Herr Gottfried Grahl.
 

Der Autor dieses Artikels ist Gert Redlich aus Wiesbaden.


Nach oben

- Werbung Dezent -
Zur Startseite - © 2007 / 2017 - Deutsches Fernsehmuseum Wiesbaden - Copyright by Dipl. Ing. Gert Redlich - Privatsphäre - Redaktions-Telefon - zum Flohmarkt
Bitte einfach nur lächeln: Diese Seiten sind garantiert RDE / IPW zertifiziert und für Leser von 5 bis 108 Jahren freigegeben - kostenlos natürlich.