Das zweite Juni Film-Magazin im Jahr 1941
Wie in der vorigen Juni-Ausgabe geschrieben : Der Wind hat sich gedreht. Das "Kriegsglück" der deutschen Wehrmacht ist in weite Ferne gerückt.
Diese Juni Doppelausgabe beinhaltet nur noch wenige Artikel, die die Leser wirklich interessierten, denn der Krieg war inzwischen in seiner Brutalität im Deutschen Reich überall angekommen. Vor allem, die deutschen Lazarette waren voll mit verwundeten Soldaten aus ganz Europa.
Herausragend für die "Immer noch NS-Enthusiasten" der deutschen Wehrmacht war der heroische aber vom Kriegsverlauf bereits überholte Kriegs-Film "STUKAS - Die Husaren der Luft".
Als der Film Premiere hatte, wußte Herrmann Görig schon, daß seine Stukas über London der Reihe nach abgeschossen worden waren - sie waren einfach zu langsam - und daß auch seine Heinkel Bomber den englischen Spitfires deutlich unterlegen waren. Die immensen Verluste von Görings Luftwaffe führten zum Abbruch der Bombardements.
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Was wird wo gedreht ? (Juni 1941 - Heft 25/26)
Aus deutschen Produktionsstätten und Außenaufnahmen
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- Anmerkung : Eine Rubrik der Selbstbeweihräucherung - wen von den Lesern des Magazins hatten diese ganzen mehr oder weniger undurchsichtigen Details mit den aufgeführten Namen wirklich interessiert ?
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Babelsberg Ufastadt
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- „Der Strom" Terra. (Herst.-Gr. E G. Techow). Spielleitung Günther Rittau. Darst. Lotte Koch, Friedrich Kayßler, E. W. Borchert, Hans Söhnker, Emil Heß, Paul Henckels, Charlott Daüdert, Malte Jaeger, Clemens Hasse, Erich Dunskus, Franz Weber, Just Scheu, Walter Bechmann, Ludwig Linkmann, Heddo Schulenburg. Buch Eberhard Keindorff, Johanna Sibelius (nach dem Drama von Max Halbe). Prod.-Assist. Günther Regenberg. Kamera Richard Angst. Musik Franz Grothe. Bau Arthur Günther, Willi Eplinius. Ton K. E. Kroschke. Aufn.-Leitung Willi Herrmann-Balz, Willy Melas.
- „Leichte Muse" (früherer Titel „Was eine Frau im Frühling träumt") Terra (Herst.-Gr. Otto Lehmann). Spielleitung Arthur,Maria Rabenalt Darst. Willy Fritsch, Adelheid Seeck, Willi Rose. Weitere Besetzung wiederholt genannt.
- „Tiefland" Riefenstahl-Film/Tobis. Spielltg. und Drehbuch Leni Riefenstahl. DaVst. Leni Riefenstahl, Franz Eichberger, Bernhard Minetti, Maria Koppenhöfer, Aribert Wäscher, Luis Rainer, Frida Richard. Prod.-Ltg. Max Hüske, Walter Traut. Kamera Albert Benitz. Musik Dr. Giuseppe Becce. Bau Erich Grave. Ton Hermann Storr. Aufn.-Ltg. Rudolf Fichtner, Willi Laschinsky, Hugo Lehner.
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Froelich-Studio
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- „Zwischen Himmel und Erde" Ufa (Herst.-Gr. Erich Holder). Spielltg. und Drehbuch Dr. Harald Braun.
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Johannisthal
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- „Der Fall des Leutnant Rainer" Tobis (Herst.-Gr. Herbert Engelsing). Spielltg. Paul Verhoeven. Darst. Luise Ullrich, Paul Hubschmid, Karl Schön-böck, Sepp Rist, Elisabeth Markus, Heinz Salfner, Kurt Meisel, Maria Koppenhöfer, Norbert Rohringer, Viktor Gehring, Erich Musil, Erich Ponto, Oskar Dimroth, Bruno Hübner, Ekkehard Arendt, Carl Günther, Herbert Kiurina, Melanie Horeschovsky, Heinrich Troxbömker, Karl Hellmer, Luis Rainer, Ernst Sattler, Karl Etlinger, Gabriele Hoffmann, Hintz Fabricius. Buch Jacob Geis, Paul Verhoeven, Wilhelm Krug. Kamera F. A. Wagner. Musik Norbert Schultze. Bau Franz Bi, Botho Höfer, Ton Hans Rütten. Aufnahmeltg. Veit Massary, Herbert Grünwald.
- „Der Meineidbauer" Euphono-Tobis. Spielltg. Leopold Hainisch. Darst. Eduard Köck, Wiih. Otto Fischer, Herta Agostini, Hans Kratzer, Leopold Esterle, Anna Exl, Ilse Exl, Ernst Auer, Mimi Auer-Gstöttner, Ludwig Auer, Anna Zötsch, Ferdinand Exl, Franz Ludwig, Ralph Bodenhuser, Leonhard Auer, Marta Salm, Claus Pohl, Julius Brandt, Horst Exl, Conrad Cappi, Heinz Karlen, Karl Körner, Walter Schramm, Franz Lichtenauer, Hans WTaschatko, Peter Busse. Buch Jacob Geis (nach dem gleichnamigen Bühnenstück von Anz^ngruber). Kamera Georg Bruckbauer. Bau Hans Ledersteger, Ernst Ricnter. Ton Adolf Jansen. Aufn.-Ltg. Ernst Körner.
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Efa-Atelier
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- „Das andere Ich" Liebeneiner-Film der Tobis. Spielleitung WTolfgang Liebeneiner. Von Darstellern bisher genannt: Hilde Krahl, Erich Ponto, Will Dohm, Harald Paulsen, Richard Häußler, Margarete Hagen, Eduard Wenck, Charlotte Schultz, Leni Herb, Leopold v. Ledebur, Gerhard Bienert, Adolf Fischer, Erich Dunskus, W. P. Krüger, Jan Behrens, Erna Jellner, Otto Matthies. Buch Heinrich Spoerl. Kamera Friedl Behn-Grund. Kamera-Assist. Franz v. Klepacki. Bau Erdmann und Fürst. Ton Dr. Jung. Prod.-Ltg. Dr. „Heinrich Jonen. Aufn.-Ltg. Kurt Moos und Heinz Sander. Regie-Assist. Victor Decker, Hilde Vissering.
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Althoff-Atelier
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- „Heimaterde" Randolf-Adler-Mitteldeutsche-Kopp-Sjlidost. Spielleitung Hans Deppe. Darst. Viktoria v. Ballasko, Viktor Staal, Käte Haack, Theodor Loos, Charlott Daudert, Paul Dahlke, Carl Kuhlmann, H. A. Schlettow. Buch Otto Ernst Hesse, Geza v. Cziffra, Kurt E. Walter.
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Geiselgasteig
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- „Alarmstufe 5" Bavaria. Spielltg. A. J.jLippl. Darst. Ernst v. Klipstein, Hell Finkenzeller, Charlotte Dalys, Br. Hübner. Prod.-Ltg. Dr. G. Heydenreich.
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Wien-Rosenhügel
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- „Wir bitten zum Tanz" Wien-Film und Terra. Spielltg. Hubert Marischka-Darst. Hans Moser, Paul Hörbiger, Elfle Mayerhofer, Hans Holt, Theodor Danegger, Richard Eybner, Thea Weiß, Heli Servi, Auguste Bünkösdy, Paul Bürke, Georg Lorenz, Juliane Schäfer, Pepi Glöckner, Gisela Wurm, Ferry Wondra. Prod.-Ltg. Heinrich Haas. Buch Fritz Koselka. Kamera Karl Kurzmayer. Musik Anton Profes. Bau Julius v. Borsody, Carl Haacker. Ton Willy Radde. Aufn.-Ltg. Josef A. Vesely.
- „Jovan und Jovana" (vorl. Arbeitstitel) Wien-Film und Ufa (Herst.-Gr. Fritz Podehl). Spielltg. Geza v. Bolvary. Darst. Heinrich George, Gisela Uhlen, Christian Kayßler, Werner Hinz, Will Qüadflieg. Weitere Besetzung wiederholt genannt.
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Außenaufnahmen
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- „Quax, der Bruchpilot" Heinz Rühmann-Prod. der Terra. Spielltg. Kurt Hoffmann. Darst. Heinz Rühmann, Karin Himboldt, Hilde Sessak, Elga Brink, Lotbar Firmans, Harry Liedtke, Lutz Götz, Jos^ Held, Kunibert Gensichen, Franz Zimmermann, Günter Markert, Manfred Heidmann, Georg Vogelsang Beppo Brem, Irene Fischer, Leo Peukert, Hellmut Weiß, Willy Krause, Markus Statiner. Prod.-Ltg. Robert Leistenschneider. Buch R. A. Stemmle. Kamera Heinz v. Jaworsky. Musik Werner Bochmann. Bau Otto Moldenhauer. Ton Alfons Couft. Aufn.-Ltg. Fritz Anton. Prien am Chiemsee.
- „Der Tanz mit dem Kaiser" Ufa (Herst.-Gr. Max Pfeiffer). Spielltg. Georg Jacoby. Darst. Marika Rökk, Maria Eis, Wolf Albach-Retty, Axel v. Ambesser, Lucie Englisch, Hilde v. Stolz, Herta Mayen, Hans Leibelt, Rudolf Carl, Jockei Stahl, Franz Zimmermann, Emil Heß. Buch Geza v. Cziffra, Friedrich Schrey-vogl. Kamera Reimar Kuntze. Musik Franz Grothe. Bau Erich Kettelhut. Ton Walter Rühland. Aufn.-Ltg. Viktor Eisenbach, Willi Rother. In Wien und Siebenbürgen.
- „Heimkehr" Wien-Film und Ufa. Herst.-Gr. Erich v. Neußer. Spielltg. Gustav Ucickv. Darst. Paula Wessely, Peter Petersen, Attila Hörbiger, Carl Raddatz, Ruth Hellberg, Bertha Drews, Elsa Wagner, Eduard Köck, Otto Wernicke, Franz Pfaudler, Gerhild Weber, Werner Fuetterer, Hermann Er-hardt. Prod.,-Ltg. Ernst Garden. Buch Gerhard Menzel. Kamera Günther Anders. Musik Willy Schmidt-Gentner. Bau Walther Röhrig. Ton Alfred Norkus. Aufn.-Ltg. Felix Föhn, Heinz Fiebig.
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Freigelände am Rosenhügel.
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- „Anschlag auf Baku" Ufa (Herst.-Gr. Hans Weidemann). Spielltg. Fritz Kirchhoff. Darst. Willy Fritsch, Ren£ Deltgen, Lotte Koch. Weitere Besetzung wiederholt genannt. Trebbin und Gelände Babelsberg.
- „Kameraden" Bavaria. Spielltg. Hans Schweikart. Darst. Willy Birgel, Karin Hardt, Maria Nicklisch, Martin Urtel, Rudolf Fernau, Otto Treßler, Rolf Weih, Carl Werv, Günther Hadank, Ernst Fritz Fürbringer, Friedrich Ulmer, Alexander Golling, Herbert Hübner, Paul Dahlke. Weitere Besetzung wiederholt genannt. Prod.-Ltg. Curt Prickler. Buch Peter Francke, Emil Burri. Kamera Franz Koch. Musik Alois Melichar. Bau Ludwig Reiber, Rudolf Pfenninger. Ton Josef Zora. Aufn.-Ltg. Fritz Koch-Neußer, Alfred Tscheuschner, Anton Höhn. In der Umgebung von Prag.
- „Der scheinheilige Florian" Bavaria. Spielltg. Joe Stöckel. Darst. Joe Stöckel, Erna Fentsch, Josef Eichheim, Hans Fitz, Elise Aulinger, Curt Vespermann, Eva Tinschmann, Beppo Brem, Ernst Waldow. Weitere Besetzung wiederholt genannt. Schwarzach St. Veit im Pongau.
- „Ehe man Ehemann wird" Astra-Urban-Pfeiffer-Deutschland-Ring-Film. Spielltg. Dr. Alwin Elling. Darst. Ewald Baiser, Hell Finkenzeller, Erich Fiedler, Maria Paudler, Rudolf Carl, Lotte Rausch, Günther Luders, Victor Janson, Elisa Illiard. Gerda-Sonja Scholz, Ruth Lommel. Buch Waldemar Frank und Dr. Alwin Elling (nach dem Lustspiel „Hochzeitsreise ohne Mann" von Leo Lenz). Kamera G. L. Arko. Musik Will Meisel. Bau Heinrich Richter. Ton Werner Maas. Aufn.-Ltg. Willi Moree, Erich Roehl. Prod.-Ltg. Adolf Elling. Tutzing b. München.
- „Jenny und der Herr im Frack" Bavaria. Spielltg. Paul Martin. Darst. Johannes Heesters, Gusti Huber, Paul Kemp, Hilde Hildebrand, Oskar Sima, Gustav Waldau, Walter Lieck, Arnulf Schröder, Hermann Pfeiffer, Edith Meinhardt, Hertha v. Hagen, Angelo Ferrari. Prod.-Ltg. Ernst Rechenmacher Musik Lothar Brühne. In der Umgebung von Prag.
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Host-Atelier, Prag
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- .„Die Kellnerin Anna" Terra (Herst.-Gr. Viktor v. Struve). Spielltg. Dr. Peter Paul Brauer. Darst. Franziska Kinz, Otto Wernicke, Hermann Brix, Theodor Danegger, Elfriede Datzig, Gustav Waldau, Paul Dahlke, Hans Olden, Winnie Markus, Fritzi Eckener, Walter Janßen, Martha Ziegler, Vera Complojer, Carl Günther, Eduard Bornträger, Elsa Wagner, Wilma Tatzel. Kamera Jan Roth. Buch Friedrich Forster und Peter Paul Brauer (nach einer Idee von Ursula Bleu und Wolf Neumeister). Musik Wolfgang Zeller. Bau Gustav Knauer, Arthur Schwarz. Aufn.-Ltg. Gustav Wehrand, Alfons Powollik-Ronay.
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Cinecittä, Rom
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- „Alles für Gloria" Deka-Isar/Urban-Deutschland-Pfeiffer-Ring-Film. Spielleitung Carl Boese. Darst. Laura Solari, Johannes Riemann, Lizzi Wald-müller, Hans Fidesser, Leo Slezak, Erika Helmke, Henry Lorenzen, Otto Eduard Hasse, Hermann Pfeiffer, Herbert Weißbach, Walter Ladengast, Ethel Reschke. Prod.-Ltg. Rüdiger Freiher v. Hirschberg. Buch Georg Zoch. Kamera Eduard Hoesch. Musik Anton Profes. Bau Willy Schiller, A. Pinzauti. Aufn.-Ltg. Ernst Mattner.
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Stukas - Die Husaren der Luft
Ein großer Film wird mit dramatischer Wucht das Wirken einer neuen Waffe und die Einsatzbereitschaft ihrer Männer zeigen, die in diesem Ringen um Deutschlands und Europas Freiheit in entscheidenden Phasen immer wieder Gewaltiges geleistet haben. Der Film heißt „Stukas".
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Als im Morgengrauen des 1. September - von Englands Haß und Intrigenspiel gezwungen - die deutsche Wehrmacht auf Befehl ihres Obersten Befehlshabers Adolf Hitler gegen das durch britische Versprechen zu kriegerischem Größenwahn getriebene Polen antrat, kam der erste Einsatzbefehl auch für die Luftwaffe und die Stukas.
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- Anmerkung : Weder Polen noch deren Bündnis- partner England und Frankreich hatten irgendwelche Anstalten gemacht, Deutschland zu erobern oder zu überfallen oder auf deutschen Boden einzumarschieren. Diese unterschwellige Suggestion der Göbbels- Propaganda finden Sie in fast allen dieser Artikel ab 1940 nach dem Motto, die Polen seien ja selbst Schuld.
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Stukas? Nur die wenigsten hatten damals einen rechten Begriff von diesen neuen Waffe, die Reichsmarschall Hermann Göring und seine engsten Mitarbeiter in stiller, zäher Friedensarbeit geschmiedet hatten.
- Anmerkung : So ein Schwachsinn, einen Sturzkampf-"bomber" in stiller, zäher "Friedensarbeit" zu entwickeln ....... . Auch der nächste Satz enthält fast nur verlogenen propagandistischen Unsinn. Der Texter bzw. Autor dieses Artikels Rolf Marben war voll auf der Göbbels-Schiene.
Stukas, Sturzkampfflugzeuge, was sollte man sich darunter vorstellen? Aber in wenigen Tagen wußte mit dem deutschen Volk die ganze Welt, daß in diesen verwegensten, gefährlichsten Bombern ein neues, unwiderstehliches „Scharfschützentum der Luft" entstanden war.
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- Anmerkung : Die Engländer haben mit ihren damals noch veralteten Jägern diese Stukas wie reife Tomaten über London abgeschossen, weil die einfach zu lahm waren. Erst die ME109 konnte den Engländern paroli bieten. Dies aber auch nur eine kurze Zeit, bis die Engländer bei ihren Jägern weiter aufgeholt hatten.
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Die Stukas im Feldzug gegen Polen
Gleich bei ihren ersten Einsätzen im 18-Tage-Feldzug gegen Polen zertrümmerten die Stukas Schlag auf Schlag Eisenbahnanlagen, Brücken, Straßenkreuzungen, Stellungen, Bunker, Flugplätze und Depots des Feindes. Sie halfen in erster Linie mit, bereits nach zwei Tagen die restlose Luftherrschaft über dem polnischen Raum sicherzustellen.
Die einzigartige Wirksamkeit dieser Waffe wurde schon am 4. September (1939) in dem Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht ausdrücklich bestätigt:
„.... Die deutsche Luftwaffe führte im Laufe des 3. September vermehrt ihre Angriffe auf militärisch wichtige Verkehrsanlagen und größere Truppentransporte durch. Der wiederholte Einsatz von Flak und Sturzkampffliegern trug wesentlich zum raschen Erfolg der aus Schlesien vorgehenden Truppen bei . . ."
Durch Stukas wurden die Polen aus ihren befestigten Stellungen
von Mlawa vertrieben, durch Stukas wurden die militärischen und kriegswirtschaftlichen Herzpunkte Warschaus getroffen und zerschlagen. Staunend, bewundernd, stolz, atemlos verfolgte das deutsche Volk die ersten PK-Berichte an den Lautsprechern, in den Zeitungen, in den Wochenschauen über die Taten der neuen „Scharfschützen" am Kriegshimmel.
Die Stukas waren jetzt ein Begriff geworden. Gleichsam von einem Tage zum andern hatte man sich das typische Gesicht dieser Flugzeuge eingeprägt mit ihren langen Motorhauben, ihren gläsernen Sitzhauben, ihren metallumkleideten Rädern, die wie Raubtierfänge anmuten.
Aber fast stärker noch wurde bei dieser neuen Waffe etwas anderes sehr rasch zum Begriff: der soldatische Wagemut, die bedingungslose Einsatzbereitschaft, die geistige und körperliche Leistung der Männer, die diese Maschinen führen! Hier stellt die moderne Luftwaffentechnik wahrhaft höchste Beanspruchung an Mann und Material.
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Der schrecklichste, vernichtendste Schrecken eines Kriegswerkzeuges
Der Feind stand - Gefangenenaussagen haben das seither immer wieder bestätigt - vor dem schrecklichsten, vernichtendsten Schrecken eines Kriegswerkzeuges.
Auch die Engländer bekamen ihn sehr bald zu spüren. Noch im Winter 1939 griffen die Stukas mit ihrem blitzschnellen Niederstoßen, mit ihren fast zentimetergenau gezielten Bomben britische Schiffe an, schickten sie auf den Grund des Meeres.
Dann kam Norwegen. Und schließlich eine der stärksten Bewährungsproben im Westfeldzug. Wieder zertrümmerten sie Flugplätze und Forts, Verbindungen und Transporte, schmetterten ihren Bombenhagel auf die Maginotlinie, waren Wegbereiter des unaufhaltsamen Sturmes der Erdtruppen.
Das Fegefeuer von Dünkirchen, aus dessen versengender Glut die Engländer dem Wasser zuflüchteten, machten sie mit ihrem Heulen und Vernichtungswerk vollends zur Hölle. Vielleicht kann man in der Kriegsgeschichte aller Zeiten - wenn auch in äußerst entferntem Maßstabe - nur einen Vergleich für den moralischen Eindruck und die taktische Wirkung einer neuen Waffe finden, die ähnlich denen der Stukas waren: Hannibals Schlacht-Elefanten, mit denen er über die Alpen gen Rom zog und die er dumpfdröhnend, alles niederstoßend in die Reihen der Gegner hineinwuchten ließ .........
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Die überragende Kampfkraft der deutschen Stukas
Nach ungezählten, ebenso kühnen wie erfolgreichen Angriffen gegen Englands Schiffahrt, Versorgungswirtschaft und militärische Anlagen hat die jüngste Vergangenheit aufs neue die überragende Kampfkraft der deutschen Stukas bestätigt.
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- Anmerkung : Anfänglich begleiteten die Stukas die deutschen Bomperflotten nach England, wurden aber ganz schnell von den deutlich wendigeren und vor allem schnelleren englischen Jagdflugzegen zu hunderten abgeschossen. Selbst die deutlich schnellere ME109 war 1941 den englischen Jagdfliegern nicht mehr gewachsen.
Gebaut wurden etwa 6.500 Maschinen der Type JU87 Stuka. Von der ME109 wurden etwa 30.000 bis 35.000 Maschinen gebaut.
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Auf Kreta haben sie die ersten Breschen in die englisch-griechischen Verteidigungsstellungen gelegt, haben feindliche Flugplatzsicherungen außer Gefecht gesetzt, haben unseren Fallschirmjägern, Luftlandetruppen, Gebirgsjägern die Bahn gebrochen, aus den Wolken gegen vielfache Übermacht eine Insel zu erobern. So sind die Männer, die unsere Sturzbomber fliegen, nicht nur Kameraden untereinander, sondern Kameraden der Kämpfer aller Waffengattungen.
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Kameradschaft und Einsatzbereitschaft bis zum letzten
Und von dieser Kameradschaft und Einsatzbereitschaft bis zum letzten will jetzt der Film „Stukas" ein echtes, schlichtes, packendes Bild geben. Karl Ritter als Spielleiter und als Drehbuchautor in Gemeinschaft mit Felix Lützkendorf - die beiden haben uns schon so manchen Film bester soldatischer Haltung und Prägung geschenkt - hat den Bildstreifen geschaffen.
Die Handlung enthält sich, wie es nur im Fliegergeiste liegen kann, allen Pathos. Sie zeigt die Offiziere und Mannschaften der Stuka-Gruppe des Hauptmanns Hein Bork als unverbrüchliche Kameraden, die lediglich eins kennen: die Pflicht und das Ziel.
Dem Feind die Waffe, und dem Kameraden, auch über alle Temperaments- gegensätze hinweg, das Herz! Das Herz und, wo's etwa einmal bei einer Notlandung sein muß, die unbedingte Hilfe.
In die harte Männlichkeit des Soldatentums schwingen zartere Stimmungen ein. So etwa, wenn einer der Staffelkapitäne, der im Heimatlazarett Genesung sucht und in Vereinsamung oder Verbitterung des Gemüts zu fallen droht, von seiner treuen Pflegerin nach Bayreuth zum Erlebnis Wagnerscher Musik geführt wird und den Weg zu sich selbst, zu den Kameraden und zu neuen Taten zurückfindet.
Ganze Kerle schildert dieser Film. Die gleichen Männer, die Tag für Tag unter höchstem Einsatz gegen England fliegen und über England siegen, an allen Fronten. Männer einer neuen Waffe, eines neuen Ruhmes, Husaren der Luft!
Dieser (im Nachhinein) populistische Schwachsinn wurde verfaßt von Rolf Marben im Sommer 1941.
Von der Mannentreue
Wo immer ein treuer Gefolgsmann seinen Führer oder Herrn bedroht sieht, wagt er alles zu dessen Rettung, und sei es das eigene Leben. Mannentreue - überall und zu allen Zeiten besungen! Doch nicht immer gibt das Schicksal die Gelegenheit zu so geradliniger Bewährung. Immer wieder stellt es den einzelnen vor eine schwere Wahl, in einen Widerstreit zwischen Pflicht und Ehre und belädt ihn so mit schwerer Schuld.
Einer der Helden des Nibelungenliedes, Rüdiger von Bechlarn, gerät in solchen Konflikt, als er, ein Lehnsmann König Etzels, auf dessen Geheiß gegen die Nibelungenrecken das Schwert ziehen muß, die er selbst als Gäste ins Land geleitet hatte.
„ ... daß ich das muß erleben! Aller meiner Ehren muß ich mich begeben, der Treue, Zucht und Sitte .. ? Denn was ich auch von beiden tun oder lassen mag, in schwere Sünde fair ich, das ist klar wie der Tag. Und unterlass' ich beides, so schilt mich jedermann ..."
Diese Klage umschließt die schwere Gewissensnot des Edlen, der seine Pflicht als Lehnsmann erfüllen und doch das geheiligte Gastrecht nicht verletzen will. Sein Tod im Kampf sühnt die unfreiwillige Schuld.
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Ein Film der Ufa vom mazedonischen Freiheitskampf
Doch alle menschliche Kraft übersteigend will es scheinen, mit solcher Gewissenslast leben zu müssen, wie es Stefan Rakitin in dem neuen Wien-Film der Ufa vom mazedonischen Freiheitskampf von seinem Herrn befohlen wird.
Gerhard Menzel, der Autor dieses von Geza von Bolvary inszenierten Films, stellt diesen Kastellan und treuen Diener des Fürsten Konstantin Melnik vor die ailerschwerste Probe. Der Fürst ist als Aufrührer auf seinem Schloß gefangen und standrechtlich zum Tode verurteilt worden. Der Exekutor Leutnant Kosta Wasileff bestimmt - in blindwütiger Aufwallung eines persönlichen Rachegefühls -, daß einer aus der Schar der Todgeweihten seine Kameraden und - den Fürsten hinrichten muß, wofür ihm das Leben geschenkt werden soll.
Konstantin Melnik, der blitzartig die Möglichkeit der Rettung seiner noch unerkannt gebliebenen beiden Kinder (eines vierjährigen Knaben und eines dreijährigen Mädchens) und damit Erhaltung seines Geschlechts erkennt, befiehlt den Treuesten unter seinen Bedienten, Stefan Rakitin, zu dieser furchtbaren Tat.
Völlig fassungslos, entsetzt hört dieser des Fürsten Befehl: „Ich segne dich, Stefan, ich weiß, ich verlange den schwersten Dienst von dir!
Vom heiligen Vermächtnis des Fürsten
Mit dem heiligen Vermächtnis des Fürsten, dessen Sohn dereinst zum Rächer zu erziehen, und mit der grauenvollen Erinnerung im Herzen trägt Stefan die Last der Jahre. Die brennende Schande, über die, fern von der Burg der Melniks, im Trubel der Hauptstadt doch einiges durchzusickern beginnt, sucht der Treue mit um so rastloserer Fürsorge für „seine", des Fürsten Kinder, zu übertäuben, die nichts von ihrem Vater wissen.
Er, der einst mit rührend unbeholfener Zärtlichkeit sie die ersten Schritte und Spiele gelehrt, lebt ja nun in der Öffentlichkeit als ihr Vater, schuftet Tag und Nacht, um sie ihrer Herkunft würdig erziehen und aufwachsen zu lassen. Da legt das Schicksal ihm erneut eine Prüfung auf.
Kosta Wasileff kommt zurück
Kosta Wasileff, nach fast zwei Jahrzehnten Aufenthalt im Ausland in die Heimat zurückgekehrt, führt der Zufall die Kinder des Fürsten,
seines gemordeten Todfeindes, in den Weg. Kosta entbrennt in tiefer Liebe zu dem schönen Mädchen und schließt mit ihrem Bruder Freundschaft.
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- Anmerkung : Alles in dieser Klamotte ist weit her geholt. Der Kosta Wasileff müsste jetzt deutlich über 45 sein, da er ja als Offizier den Fürst - den Vater der beiden Kinder - hinrichten ließ. Und jetzt wird dort die tiefe Liebe des fast schon alten Mannes zu einer 23jährigen zelebriert. Das ist alles unglaubwürdig weit hergeholt.
Als er bei dem vermeintlichen „Vater" seine Werbung anbringen will, folgt zu beider Entsetzen das unheimliche Erkennen. Weder Bitten noch Flehen Stefans bringen den Mörder und „Richter" von einst von seinem unseligen Plan ab. Da bricht Stefan den jahrzehntelangen Bann um Schuld und Geheimnis, tötet Kosta und gesteht den Fürstenkindern ihre Herkunft.
Die um ihr Lebensglück betrogene junge Braut und der junge Fürst, beide nun wieder auf dem Schloß ihrer Ahnen, verschließen sich in der ersten Aufwallung dem schwergeprüften Diener, dem „Henker" ihres Vaters.
Doch als Stefan, begnadigt und aus dem Gefängnis entlassen, wieder Unterschlupf in dem Schloß der Melniks sucht, nur um unerkannt „seinen" Kindern nahe sein zu können, siegt in den jungen Menschen mit dem wiedererwachten Lebenswillen auch die Liebe zu dem treuen Diener der Melniks, der sich in Wahrheit als ihr Vater erwiesen hat.
Indirekt die Hingabe und die Treue zu ihrem Fürst (Führer) indoktrinieren
Die tragische Verkettung läßt einen wahrhaft Treuen vor der Welt schuldig werden, der unter der Bürde des schier Unmöglichen ausharrt, zum nie verlöschenden Schrecken der Erinnerung das äußere Brandmal eines Schurken auf sich nimmt.
Heinrich George, dem diese schwierige Rolle anvertraut wurde, wird mit seiner intensiven Ausdruckskraft diesen leidgeprüften treuen Diener verkörpern, der in der Grö&e des Erduldens ein von düsterer Tragik überschattetes Beispiel der Mannentreue gibt.
Hackbarth
Gesichter aus neuen Filmen
Auch die zweite Rolle bietet dankbare Aufgaben
Lieber in einem Dorf der Erste sein als in Rom der Zweite!" sagte Caesar. Aber es denken nicht alle so wie er - namentlich heute nicht, da wir ein klares Gefühl dafür bekommen haben, wie notwendig jedes Menschen Leistung gerade an seinem Platze ist.
Es gibt keine Filmwerke mit lauter Hauptrollen. Wir kennen heute mehr denn je die Poesie „des Unscheinbare ", wissen um den Reiz, der in der genauen Erfüllung der Pflicht liegt, die einem jeden zugemessen ist, und haben in uns allen ein Bewußtsein davon wachgerufen, daß das Ganze nicht bestehen kann, wenn nicht alles einzelne in Ordnung ist.
Und so wollen wir heute einmal Filme, die sich gerade in Arbeit befinden, aus der Perspektive der „zweiten Rolle" betrachten, wobei nun nicht etwa gesagt sein soll, daß die hier erwähnten Darstellerinnen nicht vielleicht schon im nächsten Film in einer Hauptrolle erscheinen könnten.
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Die zweite Rolle ist oft genug der Motor .....,
..... der die kleinen Anstöße zu geben hat, ohne die der Film am Tempo verlöre und unterwegs steckenbliebe. Sie ist die Trägerin der zärtlichen, verspielten Arabesken, der zierlichen Ornamente und Schnörkel im großen Nahmen der Gesamthandlung, der winzigen Intrigen, die den Helden zur Aktivität reizen - aber auch der Sonnenblicke, die einen grauen Tag aufheitern können, der humorvollen Episoden, des freundlichen kleinen Gelächters, das wir im Film genau so wenig vermissen wollen wie im wirklichen Leben.
So darf man also mahnen: verachtet mir die „Nebenrollen" nicht - sie sind weit mehr als „Stichwortbringer"; in der Sorgfalt, mit der sie besetzt und ausgestaltet werden, zeigt sich erst der große Regisseur - der nämlich, der begriffen hat, daß keine noch so großartigen Einzelleistungen „der Film" sind, - sondern eben das Ganze, die in sich geschlossene Bilderwelt, in der jede Person ihre genau bestimmte Funktion hat.
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Hier ein paar Beispiele
Eine zweite Rolle ist es beispielsweise, die in dem neuen Ufa-Film „Der Tanz mit dem Kaiser" den Stein gleich zu Anfang ins Rollen bringt. Herta Mayen - wir kennen sie aus „Hotel Sacher", „Marguerite:3", „Das Jüngste Gericht" - vernimmt aus dem Munde der verdutzten Türsteher in der Hofburg, daß der Kaiser Josef sich mit einer jungen Hofdame eingeschlossen und den Befehl gegeben habe, ihn beileibe nicht zu stören .... Wir berichteten kürzlich (in Heft 21) schon über diese Szenen.
Unschuldiger gerät die kleine Rosi Weltmann in dem neuen Film „Immer-nur-Du" in die Verlegenheit, die Handlung gründlich zu verwirren. Rosi - im Film von der blonden Ruth Buchardt gespielt - ist Tänzerin in einem Großstadtbetrieb. Der Herr, der am kräftigsten applaudiert, der ihr nach dem Tanze den Mantel umlegt und sie in ihre Garderobe begleitet, kann immerhin in den Verdacht geraten, ein wärmeres Interesse an diesem schönen Menschenkinde genommen zu haben, als sich mit seinen Pflichten als Bräutigam oder Ehemann ungezwungen vereinen ließe.
Dieser Herr ist der große Tenor Will Hollers (Johannes Heesters), und die Dame, die an seinem Verhalten Anstoß nimmt, ist seine geliebte, aber eifersüchtige Partnerin Loni Carell (Dora Komar). Sie weiß natürlich nicht, daß früher, als der große Tenor noch ein kleiner Anfänger war, schon die kleine Rosi - die Tochter des Theaterbesitzers in der Kleinstadt, bei dem er seine Karriere begann - in seinem Leben eine nette, aber keineswegs aufregende Rolle gespielt hat ...
Ein weiteres Beispiel
Hat man hier ein Musterbeispiel dafür, wie von einer Nebenrolle aus die Handlung in ein toll strudelndes Fahrwasser bugsiert werden kann, so finden wir in dem Film „Die Kellnerin Anna" eine „zweite Rolle", die das Verwirrte ordnet, das Zerrissene wieder anknüpft und zum guten Schlusse das ihrige beiträgt. Das ist die Rolle der Veronika Kirchmayer, die Elfriede Datzig spielt.
Veronika sorgt sich liebend um den begabten Musikstudenten Stefan, den sein jähzorniger Adoptivvater aus dem Hause gewiesen hat, weil er einen künstlerischen Beruf ergreifen wollte.
Stefan wohnt bei Veronikas Vater, dem Orgelbaumeister Kirchmayer, Veronika kümmert sich um seinen „Haushalt" ... aber da wendet eine abenteuerlustige Kollegin, die Musikstudentin Marina, Stefans Herz von ihr ab. Er vernachlässigt seine Arbeit, bringt sich in Schwierigkeiten - und seine, ihm unbekannte Mutter, die Kellnerin Anna (Franziska Kinz), opfert sich auf, um ihm zu helfen.
Auch in dem deutsch-italienischen Gemeinschaftsfilm „Alles für Gloria", der in den Cinecitti-Ateliers gedreht wird, braucht das Schicksal eine Verschwörung der „zweiten Rollen", um die Hauptfiguren aus dem hoffnungslosen Durcheinander zu erlösen, in das sie sich mit ihren Leidenschaften verwickelt haben.
Die Produktionsleiterin der Schallplattenfabrik „Gloria", Regina, hat sich voller Zorn gegen den Mann, den sie eigentlich liebt, einem anderen anverlobt und findet allein nicht mehr die Kraft, diese Bindung rückgängig zu machen. Ihr Verlobter, der Rechtsanwalt Dr. Gerlach, ahnt nichts von ihren Herzensnöten.
Da handelt ihr Aufnahmeleiter, kurzweg Schu-Kö genannt, für sie - im Einvernehmen mit dem Hausmädchen Anna praktiziert er eine Schallplatte auf den Plattenspieler, die Dr. Gerlach, als er Regina zur Feier abholen will, das Geheimnis verrät. Dieses Hausmädchen spielt Ethel Reschke, die wir zuletzt in „Casanova heiratet", „Die drei Codonas" und „Der dunkle Punkt" gesehen haben.
Es gehört zum Wesensbild der zweiten Rollen, daß sie in Lustspielfilmen mit schwankhafter Situationskomik viel öfter in die Entscheidung einzugreifen haben als in ernsteren, gewichtigen Schöpfungen. So hat z. B. Jane Tilden in dem Film „Oh, diese Männer" eine umfängliche und vielseitige Rolle.
Sie ist darin die entzückende Gattin Franzi des tüchtigen, aber unleidlich eifersüchtigen Filialleiters Reitinger, den das Schicksal dazu verdammt hat, seinem allmächtigen, ihm unbekannten Chef ein blaues Auge zu schlagen ... und die nun mit dem Freunde ihres Mannes „verheiratet" spielen muß, damit bei dem Chef alles langsam wieder ins rechte Lot gerät.
Ein Junggeselle wird bekehrt
Aus dem Film „Ehe man Ehemann wird"
Professor Robert Hellwig unterrichtet an der Münchener Hochschule für Musik. Seine Hörer sind begeistert, und seine Hörerinnen schwärmen heimlich für ihn, aber der Professor ist so sehr erklärter Feind aller Weiblichkeit, daß nicht einmal sein getreues Dienerfaktotum Sebastian vom Junggesellen- in den Ehestand wechseln darf (was Sebastian ganz im stillen jedoch längst getan hat ....).
Professor Hellwig besitzt ein wunderschönes Landhaus in Tutzing, und ausgerechnet in die beharrlich gehütete Abgeschlossenheit dieses Besitzes bricht zu später Stunde ein erregendes Abenteuer in Gestalt eines reizvollen weiblichen Wesens ein, das mit dem Ausdruck hilflosester Verzweiflung behauptet, auf der Hochzeitsreise seinen Mann verloren zu haben: Bei einer Autopanne auf nächtlich-einsamer Landstraße sei er plötzlich verschwunden gewesen und sie allein bei strömendem Regen ..... ?
Gegen seines Herzens Stimme bietet ihr der Frauenfeind ein Nachtquartier. Aber in dem Haus gibt es zur Zeit noch einen anderen Logiergast: Rechtsanwalt Bornemann aus Berlin. Bornemann mißtraut dem geschilderten Zusammenhang. Bornemann möchte seinen Freund Hellwig auch vor mißlichen Erfahrungen schützen.
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Eine merkwürdige Begegnung
Und ausgerechnet ihm "wird" eine merkwürdige Begegnung: Man feiert im Tutzinger Sporthote1 gerade die Preisverteilung der Segelregatta, die auf dem Starnberger See ausgetragen wurde. In der Bierschwemme herrscht Hochbetrieb, die Tische sind gesteckt voller Leute, die Maßkrüge kreisen, und die Kathis und Zenzis haben alle Hände voll zu tun, den vielen Enzian herbeizuschaffen, während der Zitherspieler unermüdlich in die Saiten greift ...
Es ist ein Gaudi und eine Hatz, und in dieser Hochstimmung sieht sich Bornemann durch baren Zufall plötzlich jenem - verlorenen Hochzeitsreisegatten gegenüber, der beleibt und fröhlich vorm Eierseidel hockt.
„Herr!" spricht Bornemann entrüstet, „Ihre Frau sucht Sie seit zwei Tagen, verzehrt sich vor Kummer und weint aus Verzweiflung, und Sie sitzen hier kreuzfidel herum, als wenn Sie die ganze Sache nichts anginge?"
Aber der Angeredete lacht ungestört. „Herr!" fährt Bornemann fort, „ich rate Ihnen als Anwalt, kehren Sie sofort zu Ihrer Frau zurück, oder ich sehe mich gezwungen, die Rechte, Ihrer Frau zu wahren. Und seien Sie versichert, den Prozeß gewinne ich ... !"
Doch der Bedrohte nimmt seelenruhig und verschmitzt aus dem Maßkrug einen tiefen Schluck: „Nein, Herr Rechtsanwalt, den Prozeß verlieren Sie! .. ."
Und dann steht er auf, um - mit seiner Frau zu tanzen, und diese Frau ist eine ganz andere Frau ... - Diese Dinge sind nur ein kleiner Ausschnitt aus den Wirrungen und Irrungen, die in kunstvoller Verflechtung die Menschen eines neuen Films „Ehe man Ehemann wird" durcheinander und - zueinander bringt.
„Hochzeitsreise ohne Mann"
Nach dem Lustspiel von Leo Lenz „Hochzeitsreise ohne Mann" haben Waldemar Frank und Dr. Alwin Elling ein heiteres, beschwingtes Buch geschrieben, das die Fäden seiner Handlung zwischen München und Tutzing spinnt und das Ewald Baiser mit der Rolle des Professors Hellwig Gelegenheit gibt, sich zum erstenmal im Film von einer unbeschwert leichten und fröhlichen Seite zu zeigen und einen feinen, noch in der Grantigkeit liebenswürdigen Humor zu entwickeln.
Dieser ausgezeichnete Darsteller verleiht mit seiner Wirkung dem Lustspielstoff eine besondere künstlerische Note. Heli Finkenzeller ist die verlassene Hochzeitsreisende mit bezwingender Lieblichkeit, Rudolf Carl müht sich verschmitzt und liebesselig durch sein umständliches Junggesellen-Ehemann Doppelleben mit dem blonden Hannerl „von nebenan", der frischen Lotte Rausch. Maria Paudler erhöht als Tante der jungen Ehefrau, als die Studienrätin Martens, noch das Maß der Verwicklungen und wird darin von einem Mathematikkollegen komischer Beschaffenheit, von Herrn Gansauge (Günther Lüders), unterstützt.
In einer größeren Rolle setzt ferner Lucie Englisch ihre reizvolle Vergnügtheit ein, und den Berliner Rechtsanwalt Bornemann umreißt Erich Fiedler mit charakteristischen Zügen aufgelockert, natürlich und fern aller parodierenden Unterstreichung.
Den Mann, dem er den Prozeß zu machen droht, den Kunstmaler Steiner aus München, spielt kraftvoll und urwüchsig, mit lachender Überlegenheit und Riesenspaß an der Erregung der anderen, Victor Janson. Der Regisseur Dr. Alwin Elling hat es verstanden, sein Ensemble ausgezeichnet aufeinander abzustimmen und entwickelt das fröhliche Spiel, das Will Meisel wirkungsvoll musikalisch untermalt.
Als roter Faden zieht der Hauptschlager: „Einmal das Wunder der Liebe erleben und selig sein, einmal im siebenten Himmel zu schweben - mit dir allein . . ." durch die Handlung, der Heinrich Richter außerordentlich reizvolle Rahmenbilder baut, wie z. B. das Tutzinger Sporthotel mit seiner Balkendecke, seinen Bauernstühlen, Wandpastellen, den Butzenscheiben, dem behäbigen runden Kachelofen und der so originalgetreuen bayrischen Atmosphäre.
R. Tusch aus 1941
FILME, DIE WIR SAHEN
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„Venus vor Gericht"
Ein Hans-H.-Zerlett-Film der Bavaria Filmkunst. Buch und Spielleitung Hans H. Zerlett. Darsteller: Hansi Knoteck, Hannes Stelzer, Paul Dahlke, Siegfried Breuer, Charlott Daudert, Ernst F. Fürbringer, Josef Eichheim, Erhard Siedel, Carl Wery, Hans Brausewetter, Hubert v. Meyerinck, Justus Paris, Fritz Reitf, Peter Elsholtz, Alfred Gondrell, Liesl Karlstadt, Eva Tinsch-mann, Elise Aulinger, Albert Hörrmann, Heini Handschumacher, Werner Nippen, Martin Urtel, Carl Baihaus, Fritz Hoopts, Beppo Brem, Dorothy v. Brück, Edith Meinel, Gabriele Reismüller, Sylvia Prillinger. Musik Leo Leux. Kamera Oskar Schnirch. Bauten Hans Sohnle, Wilhelm Vorwerg, Max Seefelder. Ton Ludwig Heiß. Volkstümlich wertvoll. Jugendverbot.
Ein junger Bildhauer, der das schwierige Glück hat, um 1930 herum keine anormalen Bildwerke zu schaffen, sondern Figuren, in denen die natürliche Schönheit des menschlichen Leibes unverkünstelt und unverzerrt wieder in Erscheinung tritt, wird von der Öffentlichkeit jener Tage totgeschwiegen.
Da erlaubt er sich den Scherz, eine antikisierende Statue, die er schuf, mit eigener Hand in einen Torso zu verwandeln und irgendwo in Bayern zu vergraben. Sie wird geraume Zeit später programmgemäß gefunden, mit ungeheurem Tamtam als wertvolles Meisterwerk der Antike entdeckt, durch jüdischen Zwischenhandel verteuert und schließlich vom Staate angekauft.
Nun tritt der junge Schöpfer der „Venus vom Acker" mit seinem Anspruch auf Ruhm hervor - aber das Ministerium läßt durch Sachverständige vor Gericht feststellen, daß er außerstande sei, ein solches Meisterwerk zu schaffen.
Der Skandal, der die Unzulänglichkeit des offiziell geförderten Kunstbetriebs wie ein Schlaglicht beleuchtet, wird politisch bedeutsam: Der Bildhauer hat keine Beweise für seine Urheberschaft, ihm droht Zuchthaus wegen Meineids - da tritt sein damaliges Modell, jetzt verehelichte Frau Bürgermeister aus einem mittelfränkischen Städtchen, hervor und bekennt sich, damals sein Modell gewesen zu sein.
Das Ministerium ist blamiert, die Kunsthändler und Sachverständigen eilen zur Klagemauer, der Skandal im fränkischen Städtchen entlädt sich in einer soliden Keilerei, bei der die bisher unsichtbaren Nazis sich sehr eindrücklich durchsetzen, und die Frau Bürgermeister wird lieber Frau Bildhauer . . .
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Kommentar :
Ein flottes, handlungsgeladenes Drehbuch, das der Autor Hans H. Zerlett mit gutem Gelingen in einen temperamentvollen Film umgesetzt hat. Namentlich alle Szenen, in denen Hannes Stelzer, der junge Bildhauer, sich im Kreise seiner jungen Kameraden bewegt, haben Feuer und Schwung. Hansi Knoteck ist das aus der Spießigkeit befreite Urbild der Venus, Hans Brausewetter der Staatsanwalt, Hubert v. Meyerinck eine tolle Sachverständigentype, Erhard Siedel der Minister, Siegfried Breuer ein Kunstschieber, Paul Dahlke ein spießiger Bürgermeister.
Dr. Günther Sawatzki
Geburtstagstafel Juli 1941
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- 2. Juli Milena v. Eckardt, Berlin-Zehlendorf-West, Fürstenstraße 21 a
- 3. Juli Hilde Körber, Berlin-Grunewald, Lassenstr. 1 a
- 3. Juli Hilde Weißner, Berlin-Wilmersdorf, Helmstedter Straße 21
- 5. Juli Maria Landrock, Berlin-Köpenick, Grünauer Str. 116
- 7. Juli Maria Bard, Berlin W 8, Staatliches Schauspielhaus am Gendarmenmarkt
- 7. Juli Gustav Knuth, Berlin-Charlottenburg 9, Lindenallee 27
- 8. Juli Hilde v. Stolz, Grünau, Kreis Döbeln/Sa.
- 9. Juli Paul Westermeier, Berlin W 15, Sächsische Str. 9
- 10. Juli Gerda Maria Terno, Berlin-Charlottenburg 9, Eichenallee 12
- 11. Juli Ilse Werner, Berlin-Grunewald, Gustav-Freytag-Str. 6/8
- 12. Juli Harry Piel, Berlin-Charlottenburg 9, Ulmenallee 12
- 13. Juli Hans Herr mann Schaufuß, Groß-Glienicke bei Berlin, Post Kladow, Lerchenstraße
- 14. Juli Fritz Kampers, Berlin-Grunewald, Menzelstr. 13
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Notizen
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- Emil Jannings beim Duce. Anläßlich der italienischen Erstaufführung des Emil-Jannings-Films der Tobis „Ohm Krüger" empfing der Duce im Palazzo Venezia, in Gegenwart von Volkskulturminister Pavolini, den Hauptdarsteller, Staatsschauspieler Emil Jannings und sprach ihm im Verlauf einer fast einstündigen Unterhaltung in herzlichen Worten seinen Dank und seine Bewunderung für den künstlerisch wie politisch gleich bedeutsamen Film aus.
- Horst Caspar und Friedrich Domin spielen in den Münchener Kammerspielen die Rollen des Gyges und Kandaules in Otto Falckenbergs Inszenierung „Gyges und sein Ring" von Hebbel.
- Ferdinand Marian hat mit der Bavaria-Filmkunst einen Jahresvertrag abgeschlossen.
- Hermann Thimig und Fred Liewehr spielen zur Zeit im Wiener Akademie-Theater in Tiro de Molinas „Don Gil von den grünen Hosen".
- Arthur Anwander, Staatsschauspieler an den württembergischen Staatstheatern, ist im Alter von 52 Jahren gestorben. Er war seit 32 Jahren Darsteller zahlloser klassischer und moderner Rollen. Im Schiller-Film spielte er Schillers Burschen, den „Kronenbitter".
- Neue Künneke-Operette in Dresden. Intendant Curt Hampe vom Dresdener Theater des Volkes wird im Herbst die Spielzeit mit der Uraufführung einer neuen Operette von Eduard Künneke „Traumland" eröffnen.
- Deutsche Filme in der Slowakei. Im vergangenen Jahr wurden in den slowakischen Filmtheatern 94 deutsche Spielfilme und 70 deutsche Kurzton-Filme vorgeführt. Am erfolgreichsten waren die Filme „Sieg im Westen" und „Ohm Krüger".
- Deutsch-italienische Filmbesprechungen. Der italienische Minister für Volksbildung, Pavolini, begrüßte in der römischen Filmstadt Cinecittä, gelegentlich einer großen Versammlung von Filmschaffenden, den Vizepräsidenten der Reichsfilmkammer Melzer. Es fanden in Rom Besprechungen statt, die einen immer größeren Austausch der beiden Länder auf dem Gebiet des Filmwesens zum Gegenstand hatten.
- Vorführerkurse in Frankfurt/Main. Vom Jahre 1936 bis zum 1. Juni 1941 wurden in Frankfurt a. M. vierzig Vorführerkurse abgehalten, die von 810 Interessenten (641 Männer und 169 Frauen) besucht wurden.
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