Es gibt bei uns im Archiv noch zwei Bildbände aus Hollywood - die verdrängten Skandale :
Und diese beiden Bildbände von dem Amerikaner Kenneth Anger (1927-2023), einem stockschwulen extravaganten Filmemacher und Regisseur aus Hollywood, aus 1959 (1961) und 1984 sind sehr umstritten.
Die Hollywood- Experten oder die, sich so nannten, fanden angeblich eine Menge Ungereimtheiten bei der Beschreibung der dunklen Seiten und der Skandale des fast göttlichen Filmparadieses Hollywood.
Da seien sehr viele Gerüchte und Storys dabei, die nicht stimmten. Dennoch geben beide Bände einen Einblick in die dunklen Hinterzimmer und die mit viel Geld vertuschten Geheimnisse der Traumfabrik, es ging da gleich um Millionen von Dollars, vor allem, wieviele Träume mit dem Lebensende bezahlt worden waren.
Warum diese beiden Bücher überhaupt erwähnt werden :
Im Vergleich sind unsere beiden deutschen kritischen Film- und Filmstudio-Autoren Will Tremper und Artur Brauner regelrecht zahm und fast schon schelmisch. Denn in Hollywood kamen erheblich mehr Schauspieler und sonstige an den Filmen Beteiligte ums Leben als bei uns in Europa.
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Beide Bücher sind nichts für schwache Nerven.
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Hier ein paar Zitate
Die Meinungen über das Kultbuch „Hollywood Babylon I“ (1959) gehen weit auseinander, je nach Interessenlage.
Geprägt wurde der Begriff „Hollywood Babylon“ maßgeblich durch den Avantgarde-Filmemacher Kenneth Anger und sein berüchtigtes erstes Buch Hollywood Babylon. Es beleuchtete schonungslos die realen und angeblichen Skandale, Drogenexzesse, Morde und Liebeleien der Stummfilm- und frühen Tonfilmära (von den 1900er- bis zu den 1950er-Jahren). Das Buch zerschlug den sehr lange (von den großen Filmstudios mit viel Geld) gepflegten Saubermann- Mythos der Traumfabrik und zeigte die dunkle, lasterhafte Kehrseite des Ruhms.
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Andere Kritiker schreiben :
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Hollywood Babylon ist ein Sachbuch des Avantgarde-Filmemachers Kenneth Anger, das angebliche wie belegbare Skandale aus der Filmindustrie in Hollywood von ihrem Bestehen bis in die 1950er-Jahre detailliert abhandelt. Erstmals wurde es 1959 in Frankreich veröffentlicht. In den USA erschien es erst 1965, wurde schon zehn Tage später verboten und bis 1975 nicht wieder neu aufgelegt, was auch zu dem Kultstatus des Buches beitrug.
Angers Hollywood Babylon war stilbildend für spätere Skandalbücher über Hollywood,wenngleich dem Werk seitdem zahlreiche historische Fehler nachgewiesen wurden. 1984 veröffentlichte Anger die Fortsetzung Hollywood Babylon II.
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Viele der von Anger gemachten Behauptungen sind historisch nicht gesichert, bei einigen wurde zweifelsfrei nachgewiesen, dass sie falsch sind. Für seine Falschbehauptung, Clara Bow habe Sex mit dem gesamten Footballteam der University of Southern California gehabt, drohten ihm die Söhne von Bow 1975 mit einer Klage.
Die New York Times schrieb, Angers Buch sei wie eine „köstliche Schachtel vergifteter Bonbons“. Die Auseinandersetzung mit dem Werk hält bis in die Gegenwart an, so stellte sich das Magazin WBEZ in mehreren Podcasts 2018 die Frage: „Ist dieser Kultklassiker ein benötigter subversiver Angriff auf die falschen Idole Hollywoods oder ein gefährliches Werk voller Fake News?“.
Auch in Deutschland wurde Hollywood Babylon vielfach rezipiert. Der Spiegel sah Angers Werk 1975, als das Buch unter demselben Titel auch auf Deutsch erschien, als Begleittext für den Niedergang des klassischen Hollywoods und schrieb: „Akribisch recherchiert, ist Angers Buch die vollständigste und radikalste "chronique scandaleuse" von Hollywoods Glanzzeit, die je gedruckt wurde.“
Das Magazin Cicero schrieb anlässlich einer Neuauflage, der beinahe mitleidslose Chronist Anger stille „jedes voyeuristische Bedürfnis“ seiner Leser: „Jeder, der davon träumt, ein Star zu werden, sollte das Buch zur Abschreckung lesen.“
Kurt Scheel schrieb 2000 für Die Welt, Anger habe sich mit seiner „schmerzhaften Abschreckungsstrategie“ offensichtlich als Mahner und Aufklärer verstanden. Er schildere in „anschaulicher und gleichzeitig abschreckender Weise“ die Laster Hollywoods.[9]
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Im Jahr 2010 erklärte Anger in einem Interview mit dem Guardian, er habe einen dritten Teil von Hollywood Babylon bereits fertig geschrieben, werde diesen aber vorerst nicht veröffentlichen. Ein Grund hierfür sei ein Kapitel über Tom Cruise und die von ihm kritisch gesehene Organisation Scientology, in dem er erklären will, aus welchen Gründen sich Cruise Scientology verschrieben hat. Sein Kommentar : "Meine Anwälte raten mir davon ab."



