Der Titel aus dem Jahr 1980 heißt eigentlich :
"Die große Zeit des deutschen Films 1933–1945"
Diese Bilderbuch über den deutschen Film der NAZI Zeit wurde 1980 von einem Italiener mit Namen Michele Sakkara (mit russichen Wurzeln) geschrieben. Verlegt wurde es von einem deutschen sogenannten rechtskonservativen Verlag in Bayern, weil der Autor Sakkara diese reichsdeutschen Filme aus einer sehr ideellen und völlig zeitlosen Sicht betrachtet und beschreibt.
Ob der Autor Sakkara diese Filme in den Jahren vor 1980 jemals alle gesehen hatte und ob die auf italienisch synchronisiert gespielt wurden (und wie gut die Dialoge im Sprachgebrauch getroffen wurden), ist alles nicht bekannt. Ob Sakkara der deutschen Sprache mächtig war, ist ebenfalls nicht überliefert.
Der in 1980 noch bestehende "Druffel"-Verlag am Starnberger See und sein damaliger Eigentümer war für seine nationalsozialistischen Pamphlete bekannt, in denen die Hitlerzeit von 1933-1945 glorifiziert und insbesondere verharmlost wurde und der diese Filme mit kritklosem Lob überschüttete, das der wirklichen Analyse dieser Filme überhaupt nicht standhält.
Alle diese Filme müssen auch in 1980 - also 35 Jahre nach Kriegsende - zurück in die Zeit ihrer Uraufführung verschoben und eingebunden und bewertet werden, sonst stimmen die damaligen von Göbbels vorbestimmten suggestiven Intentionen der damaligen Macher nicht.
Über die Verharmlosung einer gechickten Propaganda
Nach der Bearbeitung von 10 Film-Magazinen aus der Hitlerzeit, in der die (damals) neu im Kino zu bewundernden Filme mit heroischen Sprüchen, Floskeln und Vergleichen beworben wurden, hat man als Leser und Rezensent eine ganz andere Sicht und Erkenntnis, was der Autor Michele Sakkara da (vielleicht sogar ungewolt) verzapft hatte. Läßt ein Autor die damaligen Gegebenheiten im 3.Reich, die trostlosen Kriegszeiten der Deutschen auf der Verliererstraße außen vor, werden die handfesten Gründe eines Josef Göbbels für solche aufwendigen propaganda und Durchhalte-Filme vollkommen verharmlost.
Alleine die Vorstellung, daß ein großer Teil der reichsdeutschen Besucher nach 3 oder 4 Bombennächten in den deutschen Großstädten dann dochmal ins Kino durfte, die allermeisten Kinos waren Abend für Abend (zeitweise für Wochen) ausverkauft, vermittelt einen Eindruck, wie diese "Heile-Welt"- Filme damals gewirkt hatten (und auch wirken sollten).
Heinz Frick beschreibt das in seinem Buch sehr anschaulich, was sich dort in Berlin abgespielt hatte, als mitten in der Vorstellung kurz nach dem Bombenalarm dann auch der Gloria-Palast abgebrannt war.
Jedenfalls stammten die hübschen und auch noch gut ausstaffierten Film-Sternchen aus einer anderen Welt, einer virtuellen Traumwelt, die es nach dem Endsieg ja geben würde, so wurde die suggestive Duchhalte-Propaganda einschließlich Judenhaß in die einzelnen Storys unterschwellig mit eingebunden.
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Damit ist diese unkritische und vermutlich gewollt rein dokumentierende Sicht für die jüngeren Leser absolut erklärungsbedürftig. Würde das versäumt, werden junge Generationen ganz falsche Schlüsse aus den Texten und einem solchen gesamten Film ziehen.
Und fast alle Beteiligten wurden nach 1945 rein gewaschen
Die aufgeführten Filme wurden überwiegend über ihre Hauptdarsteller und auch die Regisseure beworben und die waren alle in der Reichsfilmkammer und vermutlich überwiegend auch in der NSDAP. Und sie hatten alle mitgemacht, sind also mitnichten harmlose Mitläufer (oder aus versehenmit dabei gewesen), sondern ganz gezielt wichtige Akteure in der Göbbels-Propaganda. Und nach dem April 1945 war es keiner gewesen, der für die 6 Millionen deutschen Toten mit verantwortlich war.
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Zeitgeschichte im Bild - aus dem Innenumschlag
DIE GROSSE ZEIT DES DEUTSCHEN FILMS 1933-1945
Der deutsche Film machte in den Jahren zwischen 1933 und 1945 Geschichte; er erreichte höchste künstlerische Bedeutung und erlangte Weltruhm. Auf der einen Seite standen begabte Schauspieler, begnadete Regisseure, Kameramänner und Drehbuchautoren; auf der anderen Seite war der Film auch ein Mittel der Göbbels-Propaganda und der kulturellen Selbstdarstellung des Dritten Reiches.
Der vorliegende Bildband ist ein Querschnitt aus dem Filmschaffen jener Jahre und schildert Entwicklung, Aufbau und die Glanzzeit des deutschen Films in den Jahren des Dritten Reiches. Dabei wird der Betrachter feststellen, daß gerade in den Kriegsjahren bedeutende Filmwerke geschaffen wurden, die das Ende des Dritten Reiches überdauerten.
Der fachkundige Herausgeber - selbst Filmregisseur - hat darüberhinaus lebendige Porträts der damals führenden Schauspieler und Regisseure verfaßt und gibt eine Übersicht der bekanntesten, beliebtesten und bedeutendsten Filme jener Zeit. Weit über 100 Fotos aus diesen Filmen machen diesen Band zu einem eindrucksvollen Werk über einen wichtigen Abschnitt der deutschen Filmgeschichte.
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- Anmerkung : Und jetzt wird es komisch, denn der folgende Satz ist grundlegend falsch. Der Leser sitzt nicht mit dem Buch in der Hand im abgedunkelten Wohnzimmer, immer gespannt auf den nächsten Bombenalarm wartend, um dann mit dem kleinen Handgepäck in den Keller zu stürmen.
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Der Leser erlebt noch einmal jene Filme und jene Schauspieler, die vor Jahrzehnten im Mittelpunkt des Gesprächs standen, die verehrt und bestaunt wurden.
Gerade weil heute immer mehr Filme aus der Zeit des Dritten Reiches in den Studienprogrammen der Fernsehanstalten und in Filmtheatern gezeigt werden, wächst das Interesse für die Filmproduktion jener Jahre. Dennoch dürfen zahlreiche Filme - über 35 Jahre nach Kriegsschluß - noch nicht wieder aufgeführt werden.
In dieser Bilddokumentation ist auch von ihnen die Rede. So ist dieses Werk ein Band, zu dem nicht nur die ältere Generation gerne greifen wird.
D-8131 LEONI AM STARNBERGER SEE
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INHALTSVERZEICHNIS
| Vorwort | 7 |
| Die große Zeit des deutschen Films 1933-1945 | 9 |
| GROSSE REGISSEURE | |
| Willi Forst | 15 |
| Carl Froelich | 16 |
| Veit Harlan | 17 |
| Helmut Käutner | 22 |
| Wolfgang Liebeneiner | 22 |
| G. W. Pabst | 23 |
| Leni Riefenstahl | 25 |
| Carl Ritter | 26 |
| Hans Steinhoff | 28 |
| Gustav Ucicky | 29 |
GROSSE SCHAUSPIELER
| Hans Albers | 31 |
| Willi Birgel | 33 |
| Rene Deltgen | 33 |
| Heinrich George | 34 |
| Heidemarie Hatheyer | 36 |
| Marianne Hoppe | 37 |
| Camilla Hörn | 38 |
| Brigitte Horney | 39 |
| Emil Jannings | 40 |
| Hilde Krahl | 43 |
| Werner Krauss | 44 |
| Zarah Leander | 46 |
| Ferdinand Marian | 48 |
| Carl Raddatz | 50 |
| Marika Rökk | 51 |
| Kristina Söderbaum | 54 |
| Hans Söhnker | 55 |
| Luise Ullrich | 56 |
| Ilse Werner | 57 |
| Matthias Wiemann und weitere | 58 |
GROSSE FILME
| Der Choral von Leuthen | 64 |
| Siegfrieds Tod | 66 |
| Das Testament des Dr. Mabuse | 68 |
| Der Judas von Tirol | 70 |
| Hitlerjunge Quex | 72 |
| Die Finanzen des Großherzogs | 74 |
| Leichte Kavallerie | 76 |
| Traumulus | 78 |
| Der Bettelstudent | 80 |
| Unter heißem Himmel | 82 |
| Olympia Teil I. und Teil IL | 84 |
| Allotria | 90 |
| Truxa | 92 |
| Fridericus | 94 |
| Der Katzensteg | 96 |
| Pour le Merite | 100 |
| Kautschuk | 102 |
| Das Unsterbliche Herz | 104 |
| Bei Ami | 106 |
| Renate im Quartett | 108 |
| Der Postmeister | 110 |
| Die Rothschilds | 112 |
| Das Herz der Königin | 115 |
| Jud Süss | 116 |
| Bismarck | 120 |
| Operette | 124 |
| Auf Wiedersehen, Franziska | 126 |
| Ich klage an | 128 |
| Komödianten | 130 |
| U-Boote westwärts | 132 |
| Ohm Krüger | 134 |
| Kadetten | 140 |
| Wiener Blut | 144 |
| Die Goldene Stadt | 146 |
| Die Entlassung | 148 |
| Wen die Götter lieben | 154 |
| Rembrandt | 158 |
| Romanze in Moll | 162 |
| Münchhausen | 166 |
| Titanic | 170 |
| Paracelsus | 174 |
| Kolberg | 178 |

