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Öffentliche Bereiche

Zusätzlich zu den Ausstellungsflächen sieht unsere Konzeption noch eine Reihe von Sonderflächen vor, die zusätzliche Veranstaltungen ermöglichen
und so die Attraktivität des Museums deutlich steigern könnte. Dafür werden die folgenden Flächen benötigt.

Medienpädagogischer Dienst

In einem eigenen Bereich werden die Räume des medienpädagogischen Dienstes untergebracht. Dieser Bereich umfasst ca. 460 qm. In einem Stauraum können die Schulklassen und Besuchergruppen ihre Kleidung und andere mitgebrachte Sachen unterbringen. In mehreren multifunktionalen Räumen können die jungen Besucher klassenweise Einführungen erhalten.

Das Angebot umfasst neben Einführungen und Präsentationen einzelner Inhalte und Themen auch die spezielle Aufbereitung durch mediale Angebote, die die Schüler aktivieren sollen. So können nach einer kurzen Anleitung die Schüler mit Videokameras eigene Filme drehen, die dann später fertiggestellt werden. Dazu dient auch das Schulstudio, in dem von den Besuchergruppen eigene Produktionen realisiert werden. Das Studio ist mit entsprechender einfacher Digitalausrüstung ausgestattet.
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Die zwei kleineren Screening-Räume stehen für die Schulklassen jederzeit zur Verfügung, um einzelne Fersehsendungen anzuschauen und zu analysieren. Die technische Ausstattung sieht zum Beispiel Bildsuche und Bildauswahl, Standbildprojektion und alle anderen technischen Möglichkeiten vor.

Sonderaustellungsbereich

Der Sonderausstellungsbereich erfüllt verschiedene wichtige Funktionen. Hier können gesondert zeitlich befristet Themenbereiche präsentiert werden, die die Inhalte des Museums ergänzen. Zukünftige Entwicklungen stehen im Vordergrund. So können Schwerpunkte zum Beispiel zur Konvergenz der Medien, zu Entwicklungen in der mobilen Sendenutzung etc. gezeigt werden. Der Bereich muss unterteilbar sein, damit kleinere und größere Flächen geschaffen werden können, die einen individuellen Zuschnitt je nach Bedarf ermöglichen.

Studio
Das Studio dient mehreren Zwecken. Es soll einmal den Einblick hinter
die Kulissen einer Studioproduktion gewähren. Es muss aber auch professionelle Arbeit im Studio ermöglichen. Hierzu muss ein Medienpartner gewonnen werden, der ein Interesse an ständigen Sendungen aus dem Studio hat, wofür sich verschiedene mögliche Partner anbieten. Wichtig für diese Partner ist die zentrale Ansiedlung des Museums, da eine Nähe zum Publikum für offene Sendeformen benötigt wird.

Es ist sinnvoll, das Studio mit einer modernen digitalen Sendeausstattung auszurüsten. Ausserhalb der benötigten festen Sendezeit könnten andere Nutzer in das Studio kommen, zum Beispiel wären Kurse oder Angebote von Hochschulen sicher sinnvoll. Die momentane Planung des Studios mit einer Größe von ca. 450 qm ist angemessen und für eine professionelle Nutzung ausgelegt.
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Depot / Archiv und Werkstatt
Das Depot soll in zwei Bereiche geteilt werden, von denen einer öffentlich zugänglich ist. Im größeren Teil wird die Techniksammlung des Museums untergebracht. In diesem Teil ist auch der Werkstättenbereich für die Restaurierung der Exponate angesiedelt.

Der zweite, kleinere Teil enthält wichtige Sammlungsexponate, die nicht in der Dauerausstellung aufgestellt werden können. Diese Räume und Gegenstände werden in Sonderführungen einem Teilpublikum zugänglich gemacht, das z. B. eher technisches Interesse hat oder bei bestimmten Ausstellungsthemen in der Sammlung einen tieferen Einblick in diesen Technologiebereich erhalten kann. Es wäre außerdem möglich, z. B. vom Ausstellungsbereich her einen Einblick in die Depotpräsentation zu ermöglichen.

Vorführräume (Kinosäle)
Die Vorführräume des Museums werden nach Möglichkeit zentral
zugänglich sein, ohne dass die Besucher durch die Ausstellungen gehen müssen.

Vorgesehen sind hier bisher fünf Räume, die mit moderner Videoprojektion
von höchster Qualität ausgestattet sind. Die Inneneinrichtung muss eine multifunktionale Nutzung (Vorführungen, Seminarsituation, Diskussion, Weiterbildung etc.) zulassen. Es sollte ein Steuerpult vorhanden sein, an dem der Lehrer/Vortragende die Technik steuern kann. Diese Räume dienen zwar auch Präsentationen z. B. vor Schulklassen, werden aber in erster Linie mit einem täglichen attraktiven Wechselprogramm bespielt, um auch andere Besuchergruppen in das Museum einzuladen.

Diese Vorführungen können beispielsweise Werkschauen, Personenporträts oder Themenschwerpunkte (Regisseure, Stars, Dokumentarfilm, Reihe Junge Regisseure, Nachwuchsschau, Kameraarbeit im Fernsehen, ...) beeinhalten. Es gilt hier stets neue Reihen zu entwickeln. Damit besteht auch die Möglichkeit, im Programm auf aktuelle Ereignisse (z. B. 11.09.2001, Flutkatastrophe etc.) reagieren zu können.

Nicht zu unterschätzen ist eine mögliche Profilierung und Positionierung
des Fernsehmuseums durch einschlägige publikumswirksame Festivals (z. B. zu den Themen Kinderfernsehen, Krimis, Nachrichten und Information, ...).
Sollten solche Angebote entwickelt werden, ist strikt darauf zu achten, dass ein möglichst hoher Qualitätsstandard erreicht wird und regelmäßige jährliche Veranstaltungen möglich sind. Zur erfolgreichen Etablierung der Festivals gehören dann attraktive Preise und eine Galaveranstaltung als Höhepunkt.

Am Museum werden auch internationale wissenschaftliche Tagungen, Kongresse und Symposien (z. B. zu Themen wie Interaktives Fernsehen, Medienwirkung, Medienrezeption, Digitalisierung, Medien-Design etc.) etabliert. Diese finden in Zusammenarbeit mit einschlägigen Hochschulen statt.

Zum jetzigen Zeitpunkt der Planung haben wir drei Räume vorgesehen:
Ein Raum für 200 Zuschauer. Zwei Räume für je 50 Zuschauer. Diese Räume können von Interessenten oder Firmen für eigene Veranstaltungen oder Präsentationen angemietet werden.

Bibliothek
Da im Rhein-Main-Gebiet mehrere einschlägige und bestausgestattete Bibliotheken vorhanden sind, muss das Fernsehmuseum keine umfassende Bibliothek vorhalten. Allerdings ist für die wissenschaftliche Arbeit und Nutzung eine Präsenzbibliothek aufzubauen, die die wesentliche Literatur enthält. Dies gilt ebenso für einschlägige Zeitschriften. Die Sammlung des Fördervereins enthält sowohl historisch interessante Literatur als auch Schrifttum wie Manuskripte, Programmabläufe und andere Originaldokumente, die ebenfalls weiter gesammelt und nutzbar gemacht werden sollten.

Im Raum selbst werden eine Anzahl von Computerterminals und Sichtungseinheiten benötigt, um Nutzern der Bibliothek jederzeit Zugang zu digitalen Informationen und die Sichtung von Programmteilen zu ermöglichen. Diese Arbeitsplätze sind nicht mit einer umfassenden Mediathek gleichzusetzen. Hier sollen nur die ohnehin im Museum vorhandenen Sendungen zugänglich gemacht werden.

Empfangshalle
Die Eingangshalle empfängt und verteilt die Besucher. Hier können sie auf einer großen Videowand auf 50 Monitoren die empfangbaren TV-Programme betrachten. An der Rezeption erhalten sie Informationen und können die Eintrittskarten erwerben. Angekündigte Besuchergruppen werden in einem gesonderten Bereich zur Führung erwartet. Hier halten sich auch die Schulklassen auf, die dann von den Medienpädagogen ins Museum begleitet werden. In der Empfangshalle ist eine Garderobe vorgesehen.

Restaurant / Cafeteria
Im Museum sind zur Versorgung der Besucher und anderer Gäste eine preisgünstige Cafeteria und ein Restaurant für höhere Ansprüche integriert. Dieser Bereich wird von einem Pächter betrieben. Ein Teil der Räume kann als Fernsehzimmer im Stil der jeweiligen Dekaden ausgestattet werden und so auf das Museumsthema einstimmen.

Bei der Auswahl des Pächters ist sehr auf die Qualität und die Leistungsfähigkeit zu achten, denn das spätere Veranstaltungs- und Eventangebot ist maßgeblich auf diese Versorgungsleistungen angewiesen.
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Museumsshop
Im Museumsshop können die Besucher themenspezifische Literatur, Videokassetten, CD-ROMs und DVDs zur Fernsehgeschichte käuflich erwerben. Hier sind auch die zu entwickelnden Merchandising-Produkte des Museums erhältlich. Der Museumsshop sollte ebenfalls verpachtet werden.
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ZUSATZRÄUME

Neben den Veranstaltungsräumen benötigt jedes Museum noch eine Reihe von weiteren Einrichtungen und Räumen für den allgemeinen Bedarf.

Büroräume
In einer zusammenhängenden Fläche werden die Büroräume für die Leitung, Verwaltung, die wissenschaftlichen Mitarbeiter und die Technikabteilung bereitgestellt. Bei einer Anzahl von 25 festen und weiteren freien Mitarbeitern werden mindestens 400 qm benötigt. Hierzu gehören auch die Konferenzräume, Teeküche und weitere notwendige Räume (Kopier- und Druckerraum, Toiletten, Sozialraum, Putzraum etc.).

Werkstätten
Die Werkstätten des Fernsehmuseums dienen der Wartung und Reparatur der Ausstellungseinrichtungen. Hier sollte auch genügend Kapazität für die Ergänzung und den weiteren Ausbau des Ausstellungsbereiches vorhanden sein. Deshalb ist von je einem Raum für die Schlosserei, die Schreinerei und die Elektro Werkstatt auszugehen.

Versorgungseinrichtungen
Natürlich werden im Museum alle notwendigen Versorgungseinrichtungen vorhanden sein. In der architektonischen Planung müssen die endgültige Anzahl, Größe und Verteilung z. B. der Toiletten im Museum festgelegt werden. Die hier von uns veranschlagten Größen sind standardisiert.
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Zusammenfassung der Raumgrößen

Themenbereiche Grundlagen 260 qm
Technik 220 qm
Geschichte und Institutionen 360 qm
Hinter den Kulissen 760 qm
Rezeption 480 qm
Bereich Fernsehwelt 500 qm
Bereich Kunstgalerie 250 qm
Öffentliche Bereiche Medienpädagogischer Dienst 450 qm
Sonderausstellungen 450 qm
Studio 420 qm
Depot inkl. Werkstatt 1200 qm
Vorführräume 420 qm
Bibliothek 250 qm
Halle, Restaurant, Shop 840 qm
Zusatzräume Büros, Werkstätten 650 qm
Versorgungseinrichtungen 250 qm
   
Summe der obigen Räumlichkeiten 7.760 qm

Kommentar :

Das ist dann schon ein gewaltiges Bauwerk, das dort angedacht wurde - in 2003. Es wundert nicht, daß das Projekt noch keinen Millimeter vorangekommen ist.

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