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Die Lebensbiografie von Heinrich Fraenkel aus 1960

In diesem Buch beschreibt Heinrich Fraenkel (1897-1986†) seinen Werdegang und seine Erfahrungen mit den Menschen aus seinem persönlichen Umfeld, den Politikern, den Künstlern und auch den einfachen Menschen. Aus diesem Grund ist seine Biografie so wichtig für das Verstehen seiner beiden dicken Filmbücher, die er 1957 und 1958 geschrieben hatte.

Die einführende Start-Seite dieses Buches finden Sie hier.

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Im Sept. 1939 war der 2. Weltkrieg ausgebrochen

Inzwischen (Sept. 1939) war der Krieg ausgebrochen, und schon einige Monate vorher hatte sich das aus so vielen unterschiedlichen Elementen zusammengesetzte Mosaik der in England gelandeten Emigranten wesentlich geändert.

Numerisch überlegen waren nunmehr die »Wirtschaftsemigranten«, fast ausschließlich Juden, die nach der »Kristallnacht« des November 1938 ein paar Monate ins KZ gesteckt und dann unter der Bedingung entlassen wurden, daß sie ihre Auswanderung möglichst beschleunigten, also ihre nach allerlei Sondersteuern und Bußen noch verbleibenden Vermögenswerte verschleuderten. Die »Arisierungspartner« solcher tragikomischen Transaktionen warteten meistens schon in der Kulisse.

Für die Betroffenen - zumeist Familienväter, die im vorgerückten Alter um fast all ihr ererbtes und erspartes Gut gebracht wurden und im fremden Lande auf Bettelpfennige angewiesen waren, bis sie sich günstigenfalls eine neue Existenz aufbauen konnten - für sie war es gewiß eher eine tragische Aktion.

Die Tragi-Komik des kommerziellen Satyrspiels, mit dem man diese Emigranten hinauskomplimentierte, ergibt sich erst, wenn man diesen behördlich gesteuerten und für die Steuermänner recht lukrativen Exodus gegen den blutbefleckten Hintergrund derjenigen betrachtet, die aus wirtschaftlichen Gründen daheim blieben, bis sie in den Gasöfen von Auschwitz endeten, oder aber aus politischen Gründen daheim, also im KZ bleiben mußten.
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Die allermeisten Juden waren gar keine Hitlergegner

Unter den vielen Zehntausenden von Juden, die erst 1939 Deutschland verließen, gab es naturgemäß nur sehr wenige, die aus politischen Gründen Hitlergegner waren; denn die sind ja, soweit sie nicht im KZ saßen oder bereits ermordet waren, schon viel früher emigriert.

Es ist also durchaus begreiflich (und unter solchen schlimmen Umständen verzeihlich), daß die überwiegende Mehrheit der erst kurz vor Kriegsbeginn in England gelandeten Wirtschaftsemigranten die Situation nicht objektiv, sondern nur sehr subjektiv sehen konnte.

Was sie am Dritten Reich auszusetzen hatten, war eigentlich nur der Antisemitismus, und manche von ihnen, besonders in den wohlhabenden Schichten, wären gewiß begeisterte Nationalsozialisten geworden, wenn man sie nur gelassen hätte.

Sie waren ja auch ehrliche Bewunderer Mussolinis und fanden es besonders rühmenswert, daß der italienische Diktator bewiesen hatte, wie man einen gesunden und strammen Faschismus auch ohne Antisemitismus machen könnte.
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Man sollte solch unangenehme Wahrheiten schon mit schonungsloser Offenheit aussprechen

Ich halte es für richtig und wichtig - und zwar gerade, weil ich selber (zumindest nach den Begriffen der »Nürnberger Gesetze«) Jude bin - ich hielt es damals schon für wichtig, solche unangenehmen Wahrheiten mit schonungsloser Offenheit auszusprechen.

Damals lag freilich das Grauen von Auschwitz noch im Schoße einer grimmigen Zukunft, und ich muß heute zugeben, daß es nach Millionen von Vergasungen schwer ist, die komplexen Probleme der Judenfrage so objektiv zu sehen, wie man es möchte.

Glücklicherweise sind ja der menschlichen Phantasie gnadenvolle Grenzen gesetzt, und vor der Vorstellung eines millionenfach mit mechanischen Mitteln von beamteten Mechanikern begangenen Massenmordes bleibt den meisten Menschen buchstäblich der Verstand stehen.
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Die Judenfrage mit der gebotenen Objektivität sehen ...

Daß es aber gerade in Deutschland allezeit seit 1945 und auch heute noch schwierig ist, die Judenfrage mit der gebotenen Objektivität zu sehen - daß es gerade für die anständigsten und feinstfühligen Deutschen besonders schwierig ist, dafür hatte ich kurz vor der Drucklegung dieses Buches ein Beispiel, das mich zunächst sehr gerührt und später sehr geärgert hat.

Geärgert habe ich mich erst, als ich über die Angelegenheit nachzudenken begann, womit wieder einmal bewiesen wäre, daß die Empfindungen zumeist bequemer und angenehmer sind als die Gedanken.
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Was also war (etwa 1958 bis 1960) geschehen ?

Der Herausgeber des bedeutendsten deutschen Nachrichtenmagazins (es müsste der SPIEGEL gewesen sein) hatte mit einem politischen Wirrkopf abzurechnen, dessen hemmungsloser Geltungsdrang die einzige Konstante in einer journalistischen Laufbahn bildet, die sprunghaft von einem politischen Extrem zum anderen schwankte.

Leider ist der Mann Jude, ein Umstand, der eine Zeitlang in Deutschland als sehr erschwerend, neuerdings aber offenbar als sehr mildernd galt. Immerhin schrieb der Herausgeber jener Zeitschrift, er wünschte, er wäre selber ein Jude, um jenem Journalisten noch erheblich heftiger auf die Finger klopfen zu können, als er es (erfreulicherweise) ohnehin tat.

Ich erwähnte schon, daß dieses sympathische Sentiment mich zunächst gerührt, aber nach einigem Nachdenken beschämt und geärgert hat. Denn ich wußte, daß der Mann, der solche Hemmungen hatte, einem Juden (verdientermaßen!) auf die Finger zu klopfen, noch ziemlich jung ist; er war also noch fast ein Kind, als eben jene gräßlichen Dinge geschahen, die ihm heute Hemmungen bereiten.

Ich wußte auch, daß er ein anständiger Mensch ist, der, selbst wenn er zehn oder zwanzig Jahre älter wäre, sich gewiß nicht an jenen grauenhaften Verbrechen beteiligt hätte, sondern damals schon den Mut bewiesen hätte, sie zu verurteilen.
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Ich habe es nicht verstanden - das mit der Entschuldigung

Warum also bittet er, eben weil er Deutscher ist, gewissermaßen um Entschuldigung, wenn er einem jüdischen Journalisten auf die Finger klopft?

Er soll nicht, er darf nicht um Entschuldigung bitten, denn es ist nicht nur sein gutes Recht, es ist seine journalistische Pflicht, wenn die Züchtigung so verdient und so notwendig war wie in dem erwähnten Falle.

Es wäre auch sein gutes Recht, falls er sich etwa geirrt hätte, denn es ist jederzeit seine Berufspflicht, rücksichtslos auszusagen, was er für richtig hält. Er darf also auch auf seine eigenen Hemmungen keine Rücksicht nehmen. Die Entschuldigung war zwar gut gemeint und zeugt von anständiger Gesinnung, aber für jeden Juden, der es ebenso gut meint und von gleichermaßen anständiger Gesinnung ist, mußte eine solche Entschuldigung peinlich und verletzend sein.
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Die gegenseitigen Beziehungen objektiv sehen ???

Zugegeben, daß es seit jenem unvorstellbar fürchterlichen Massenmord für Deutsche und für Juden (und besonders für deutsche Juden) sehr schwer ist, die gegenseitigen Beziehungen objektiv zu sehen.

Die »Judenfrage« war von jeher problematisch und kompliziert, und sie ist es heute (das war 1960) mehr denn je. Um so nötiger und dringlicher ist ein Versuch, aus dem Labyrinth von Zwangsvorstellungen und Vorurteilen, von Schuldkomplexen und Haßgefühlen herauszufinden und die Entwicklung der Dinge so klar und nüchtern wie möglich zu sehen.

Will man das, dann müßte man eigentlich zwei Jahrtausende Ghettogeschichte in verschiedenen Ländern Europas studieren und daran denken, daß so manches Pogrom durch Aberglauben oder Raffsucht verursacht wurde oder auch durch die Absicht irgendeines Despoten, den Volkszorn von anderen Zielen abzulenken.

Aber selbst wenn wir nur bis zum Beginn des vorigen Jahrhunderts zurückgehen, also bis zur Emanzipation der Juden in Deutschland; selbst wenn wir nur an die ziemlich schleunige Assimilation des vorigen Jahrhunderts denken sowie an die unvermeidlichen sozialen Probleme, die sich durch den Zuzug der »OstJuden« in den ersten Jahrzehnten dieses Jahrhunderts ergaben, so stoßen wir bald auf jenen circulus vitiosus, in welchem es nur allzu leicht war, Ursache und Wirkung zu verwechseln.
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Ein Versuch, die Ursachen des Antisemitismus zu benennen

Suchen wir eine der Ursachen des Antisemitismus, so finden wir sie in dem Brotneid, der sich unvermeidlicherweise daraus entwickeln mußte, daß man die Juden nicht voll emanzipierte, sondern sie dazu zwang, ihre außerordentlichen Energien auf den Handel und die geistigen Berufe zu beschränken.

Unvermeidlich auch, daß die somit geschaffenen Minderwertigkeitskomplexe in Überheblichkeit ausarteten, die zu gesteigerter Mißgunst führen mußte, sowie zu der verächtlichen Meinung, dieses Händlervolk sei zwar dazu fähig, die akademischen Berufe in unzulässigem Maße zu monopolisieren; nie und nimmer aber könnte es »bodenständig« genug sein, um bäuerische und kriegerische Leistungen zu vollbringen.

Die Lügen in dem jungen Judenstaat

Es liegt eine gewisse ironische Pointe in dem geradezu exorbitanten Maße, in welchem eben jene These in dem jungen Judenstaat Lügen gestraft wurde.

Wollte man zynisch sein, dann könnte man alle Schlagworte des »blubo-besessenen« (Abkürzung für Blut und Boden) deutschen Nationalismus entsprechend umbenennen, also etwa: »Recht ist, was Israel frommt, Siegreich wolln wir die Araber schlagen« und so weiter.

Freilich hinkt der Vergleich, und er wäre schon deshalb unfair, weil der übersteigerte Nationalismus in Israel nicht aggressiv bedingt ist, sondern durch den leidenschaftlichen Willen, das winzige Land gegen den räumlich und numerisch so übermächtigen Nachbarn bis zum letzten Blutstropfen zu verteidigen.

Immerhin hinkt der Vergleich nur auf einem Bein, denn durchaus vergleichbar und eben deshalb so bezeichnend ist jener Hang zur Maßlosigkeit, den die Deutschen und die Juden gemein haben, wann immer es gilt, geradezu unvorstellbare Energien zu entwickeln.
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Das Problem der »Judenfrage« international ....

Die »Judenfrage« ist gewiß kein auf Deutschland beschränktes Problem, aber in Deutschland war es von jeher wichtiger als anderswo, weil es zwischen Deutschen und Juden eine erstaunlich starke Affinität gibt.

Nur so ist die gegenseitige Übersteigerung im Haß und in der Liebe zu verstehen, und natürlich erst recht in der Haßliebe; und es ist gewiß kein Zufall, daß Jiddisch letzten Endes ein verderbtes Mittelhochdeutsch bleibt, das durch den unerschütterlichen Konservatismus der Juden über die Jahrhunderte erhalten wurde.

Daß es seit mindestens anderthalb Jahrhunderten Juden gab, die zutiefst im Deutschtum edelster Art verwurzelt waren, ist nicht minder bezeichnend, als daß es immer Juden gab, die sich in der Deutschtümelei von keinem teutonischen Barden übertreffen ließen; und daß es auch auf der niedersten Ebene - sagen wir, im Bochetum (im Bereich der Wurzeln) - nie an Juden fehlte, die sich die größte Mühe gaben, »zackiger« zu sein als der finsterste Boche.
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Es gab immer Juden, die so deutsch waren wie die besten Deutschen

Es war der Jude Heinrich Heine, der seiner unstillbaren Sehnsucht nach dem Deutschland seiner Träume dichterischen Ausdruck gab und Worte fand, die in alle Ewigkeit deutschen Kindern die Schönheit ihrer Muttersprache erhellen werden.

Es gab von der Rahel und von Felix Mendelssohn bis zu ihren Geistesgenossen, denen hundert Jahre später ein Nazi-Rabauke ihre liebevoll gesammelten Bücher und Bilder zertrampelte - es gab all die Zeit Juden, die so deutsch waren wie die besten Deutschen, eben weil sie Deutschland liebten und in deutscher Sprache, deutscher Gedankenwelt, deutscher Musik, deutscher Landschaft daheim waren.

Aber es gab auch deutsche Juden, deren durch Minderwertigkeitsgefühle gesteigerter Geltungsdrang sie dazu nötigte, ihr Deutschtum durch die Nachäffung schnoddriger Mensurfatzken unter Beweis zu stellen, und eben die meinte ich, als ich von Juden sprach, die gewiß begeisterte Nazis geworden wären, wenn man es ihnen gestattet hätte.
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Und überall gab es die Durchschnittsmenschen

Es gab unter den jüdischen wie unter den »arischen« Deutschen sehr viele Typen aller Art; es gab Menschen von hohem geistigem Rang und noblem Charakter, und es gab ausgesiebte Bestien und krasse Opportunisten. Dazwischen aber gab es in Deutschland die große Masse derjenigen, die weder Helden noch Teufel waren, sondern Durchschnittsmenschen, die froh waren, wenn die Obrigkeit sie in Ruhe ließ.

Von den schlimmen Dingen, die in ihrem Namen von einer Regierung veranlaßt wurden, die besonders viel Wesens davon machte, »im Namen des deutschen Volkes« zu handeln - von diesen Dingen wußten die Durchschnittsdeutschen wenig; und wenn sie es ahnten, dann gebot ihnen der Selbsterhaltungstrieb, nicht "allzu neugierig" zu sein.
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  • Schaun Sie mal rein in das Berlin von 1936, wie es in der Familie das Autors Gert Redlich (mütterlicherseits) in der Realität vor sich ging : "Die Kriegskinder"

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Es war schwierig, aber wichtig, einer damals sehr ungläubigen Mitwelt zu erklären, warum die Mehrheit des deutschen Volkes an den unfaßbar grauenhaften Verbrechen der vom Hitler-Regime beamteten Mordmechaniker keinen Anteil hatte; und gerade weil es heute wie damals von eminenter Wichtigkeit ist, sich darüber klar zu werden, daß eben jene grauenhafte und der Normalphantasie unverständliche Mechanik des Massenmordes nicht aus dem nebulösen Begriff des »Volkscharakters« entspringt, sondern aus der unerbittlich mitleidlosen Dynamik eines totalitären Machtwahns, eben darum muß ich mich in diesem Rechenschaftsbericht damit befassen.
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Im "3.Reich" gab es ein Lebensrisiko, hier in London nicht ....

In den Jahren meiner Emigration hielt ich es als ein dem Machtbereich der Gestapo entzogener Deutscher für meine Pflicht, darüber auszusagen, daß keineswegs nur die Emigranten, sondern sehr viele Deutsche in Deutschland mit den Grausamkeiten des Regimes nicht nur nichts gemein hatten, sondern unter eigener Lebensgefahr dagegen opponierten, also mit einem Risiko, das wir Emigranten nicht mehr zu fürchten hatten.

Es erschien mir wichtig, auch die durch den Massenexodus der Wirtschaftsemigranten ins helle Scheinwerferlicht der Weltöffentlichkeit gerückte Judenfrage etwas "objektiver" zu betrachten als das üblicherweise geschah; und ich erregte gewiß einiges ungläubiges Kopfschütteln, als ich in dem einen oder anderen meiner Bücher und in vielen Zeitungsartikeln und Vorträgen die unter den damaligen Umständen absurd klingende Behauptung aufstellte, das deutsche Volk sei, wenn man durchaus generalisieren wolle, gewissermaßen das philosemitischste aller Völker.
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Jeder Jude in Deutschland war praktisch vogelfrei

Das mag in der Tat unter dem Eindruck der »Kristallnacht« und des weltweiten Abscheus, den dieser grausame Unfug erregte, als eine absurde Behauptung erschienen sein, aber der Wahrheitsbeweis war sehr leicht zu führen.

Man brauchte ja nur zu bedenken, daß seit dem 30. Januar 1933 jeder Jude in Deutschland praktisch vogelfrei war und straflos ermordet werden konnte, wenn etwa der Täter zu Protokoll gab, der Jude hätte ein Attentat gegen den Führer geplant.

Man brauchte nur weiter zu bedenken, daß trotzdem Hunderttausende von deutschen Juden noch jahrelang in Deutschland lebten, daß die erheblichen Anfechtungen, Demütigungen und Schikanen, denen sie ausgesetzt waren, ausnahmslos von der Obrigkeit befohlen und von ihren Vollzugsorganen durchgeführt wurden, daß aber umgekehrt unzählige Fälle bekannt sind von Deutschen, die ihren jüdischen Mitbürgern nicht nur Freundlichkeiten erwiesen, sondern auch praktische Hilfe, um die von der Obrigkeit befohlenen Schikanen zu umgehen.

Ich selbst kenne aus meinem persönlichen Bekanntenkreis einige solcher Fälle, auch solche von Juden, die von ihren Mitbürgern dadurch vor den Gasöfen gerettet wurden, daß man sie für tot erklärte und jahrelang heimlich durchschleuste.

Wenn man bedenkt, daß in jedem einzelnen dieser Fälle mindestens zwei oder drei der Helfer täglich Leben und Freiheit riskierten, und daß viele andere ins Vertrauen gezogen werden mußten, Lebensmittel spendeten und sonstige persönliche Opfer brachten, um so einen Todeskandidaten dem Zugriff einer erbarmungslosen Obrigkeit zu entziehen, dann wird man meine damals so absurd klingende Behauptung vom Philosemitismus des deutschen Volkes verständlicher finden.
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Auch die andere Seite der »Kristallnacht« sollte publiziert werden

Solche Tatsachen, Argumente und Schlußfolgerungen der angloamerikanischen Öffentlichkeit zu unterbreiten, schien mir um so wichtiger, als der »Kristallnacht« und den sonstigen Judenverfolgungen in der Weltpresse unverhältnismäßig mehr Raum gegeben wurde als den anderen Sünden des Regimes und seinen von Erfolg zu Erfolg drohenderen und gefährlicheren Welteroberungsplänen.

Ich sah in den Judenverfolgungen nur eines von vielen Symptomen für diese Weltgefahr, und es schien mir wichtig, diese Symptome ins richtige Licht zu setzen und in die richtigen Größenverhältnisse zu rücken.

Es schien mir um so wichtiger, als unter der Schockwirkung der Bücherverbrennungen und KZ-Folterungen, der Christenverfolgungen und Judenpogrome, der Vansittartismus immer mehr Anhänger fand: also die vornehmlich von Sir Robert (später Lord) Vansittart propagierte These,

  • die Deutschen wären an so ziemlich jedem Unglück der Weltgeschichte die Hauptschuldigen gewesen, sie hätten alle Kriege der neueren Geschichte mutwillig vom Zaun gebrochen, und sie hätten im Hitler-Regime genau die Führung gefunden, die diesem räuberischen Volkscharakter genehm sei.
  • Mithin sei es ein von heimtückischen Emigranten erfundener und von weichherzigen und schwachköpfigen Engländern geglaubter Irrwahn, zwischen der Hitlergarde und dem Durchschnittsdeutschen zu unterscheiden.
  • Herr Goebbels habe mit seiner Propaganda ganz recht: das gesamte deutsche Volk stehe hinter seinem Führer.

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Ich mußte dieser gefährlichen These widersprechen

Dieser gefährlichen These zu widersprechen, hielt ich für eine Pflicht, die ich im Laufe der Emigrationsjahre mit einem halben Dutzend Büchern, einigen Broschüren und zahlreichen Zeitungsartikeln und Vorträgen zu erfüllen suchte.

Es galt den Nachweis zu führen, daß keineswegs das gesamte deutsche Volk gegeschlossen hinter seinem Führer stand; ich sammelte also Tatsachenmaterial zum Nachweis aller oppositionellen Strömungen, Äußerungen und Handlungen, denen ich auf die Spur kommen konnte.

Wenn ich in irgendeiner deutschen Provinzzeitung eine Notiz fand, daß ein Deutscher zu einer Gefängnisoder Geldstrafe verurteilt wurde, weil er einem polnischen Zwangsarbeiter ein paar Zigaretten geschenkt oder weil er einen verbotenen Sender gehört hatte, dann kam das prompt in die entsprechende Mappe meiner Materialsammlung, und da der größte Teil dieses Materials aus deutschen Polizeiberichten und anderen von Goebbels kontrollierten Quellen stammte (der ja logischerweise solche Nachrichten eher unterschlagen als übertreiben oder gar erfinden würde), so war diesem von Zeit zu Zeit von mir veröffentlichten Material selbst von dem skeptischsten Leser oder Hörer nicht einige Bedeutung abzusprechen.
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Die Mechanik der Diktatur untersuchen ......

Es galt freilich nicht nur einen möglichst häufigen und umfassenden Nachweis für die ununterdrückbare Existenz gewisser oppositioneller Strömungen in Deutschland zu führen; es war nicht minder wichtig, nachzuweisen, wie und warum es der Minderheit der Führerschicht möglich war, eben jene Barbareien zu veranlassen und durchzuführen, mit deren Odium die »Vansittartisten« das gesamte deutsche Volk belasteten.

Es galt, die Mechanik der Diktatur zu untersuchen und nachzuweisen, wie und warum ein totalitäres Regime nicht nur nach schlimmstem Belieben schalten und walten, sondern auch für seine schlimmsten Maßnahmen die begeisterte Zustimmung der Massen vortäuschen kann, sobald die Führerschicht nicht nur sämtliche Waffen kontrolliert, sondern auch sämtliche Mikrophone und Druckpressen.
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10 Hurraschreier gegen 20 oder 30 "Daheim-Gebliebene"

Es gehört offenbar zu den besonders schwer begreiflichen Binsenwahrheiten, daß der Eindruck von zehntausend Hurraschreiern zwar optisch sowohl wie akustisch ungemein wirkungsvoll ist, daß man aber weder in der Presse noch im Film und Rundfunk die viel bedeutungsvollere Tatsache offenbaren kann, daß für jeweils 10 geräuschvoll demonstrierende Hurraschreier 20 oder 30 daheim geblieben sind und die Faust in der Tasche ballen.

Für jeden, der einmal, sei es auch nur für kurze Zeit, in einer totalitär regierten Diktatur gelebt hat, ist solche Erkenntnis selbstverständlich.

Aber sie ist schwer verständlich für jeden, der so etwas nicht aus eigenem Erleben kennt, und sie ist besonders schwer verständlich für Engländer, die es von Kindesbeinen und aus uralter Tradition gewöhnt sind, daß jeder sich auf eine Rednertribüne stellen und nicht nur die jeweilige Regierung aufs schärfste angreifen, sondern auch sonst über so ziemlich alles reden kann, was ihm am Herzen oder auf der Leber liegt.
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Wie es im Kino so langsam anfing, das Pöbeln und Schreien

Ich selbst habe zwar nur einige Wochen nach der Machtergreifung im Dritten Reich verbracht, hatte aber doch noch aus eigener Erfahrung lernen können, wie man »spontanen Volkszorn« macht; ich hatte es am letzten Abend vor meiner Abreise erlebt, als mich Zufall und Ruhelosigkeit in ein Kinotheater am Kurfürstendamm verschlugen. Es gab einen Bergner-Film, der dem Publikum des ausverkauften Hauses offenbar besser gefiel als mir; aber ich hatte andere Sorgen und war wohl nicht recht bei der Sache.

Plötzlich gab es im Hintergrund des Parketts einen Sprechchor etwa des Inhalts: »Wir - wollen - keine - Bergner - Filme. Raus - mit - der - Judensau - «.

Sofort ging das Licht an, und ich zählte fünf oder sechs kräftige SA-Männer, die, im Parkett und auf dem Balkon verteilt, aufgestanden waren und den Sprechchor schon zum dritten Male wiederholten.

Es können auch sieben oder acht gewesen sein, es waren bestimmt weniger als zehn. Aber die anderen tausend Zuschauer waren mucksmäuschenstill. (Ich auch!) Dann erschien ein Herr im Smoking vor der Leinwand und erklärte mit nicht sehr fester Stimme, die Vorstellung würde abgebrochen und die Herrschaften möchten sich bitte zur Kasse bemühen, um ihr Eintrittsgeld wiederzubekommen.

Keiner der Herrschaften bemühte sich zur Kasse; sie hatten es offenbar alle sehr eilig herauszukommen. (Ich hatte es auch sehr eilig!) Am nächsten Morgen stand in allen Zeitungen die gleichlautende Notiz, daß am gestrigen Abend sich endlich der spontane und berechtigte Volkszorn Luft gemacht habe; man könne es ja nun wirklich einem deutschen Publikum nicht mehr zumuten, einen Film der sattsam bekannten Jüdin ... usw. usw.

Jedenfalls stand es so bereits in der Presse ...

Ich saß schon im Zuge zur Grenze, als ich diese Zeitungsnotiz in verschiedenen Morgenblättern auf ihren stereotypen Wortlaut verglich. Für jeden Deutschen, der alt genug ist, sich der ersten Wochen des Regimes zu erinnern, dürfte der hier geschilderte kleine Vorfall nicht besonders aufschlußreich sein; er wird so etwas oft genug selbst erlebt haben, gewiß öfter als ich. Aber für englische Leser und Hörer war es immerhin ein lehrreiches Beispiel für die Praxis der Diktatur.
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Waren wir feige oder waren wir nur klug ?

Ich habe in jenem Eisenbahnzug, der mich in die Nähe der Grenze brachte, ernsthaft darüber nachgedacht, ob ich und die tausend Besucher jenes Kinotheaters, die nur den Film sehen wollten - ob wir uns feige benommen hätten.

Schließlich und endlich waren wir den Radaubrüdern gegenüber in einer Mehrheit von 100:1. Warum hatten wir schweigend das Feld geräumt? Warum hatten wir die Burschen nicht zur Ruhe gewiesen und hinausgeworfen?

Ich gab mir ziemlich schnell die Antwort, die den Vorwurf entkräftete. Es wäre sinnlos gewesen, aus so nichtigem Grund Freiheit und Leben aufs Spiel zu setzen, denn hinter der Minderheit der Rabauken stand die bewaffnete Staatsmacht.
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Rückblich 12 Jahre zurück - der Intendant Leopold Jeßner

Unwillkürlich mußte ich an einen Vorgang denken, den ich etwa zwölf oder dreizehn Jahre vorher in Berlin erlebt hatte. Die Weimarer Republik war erst ein oder zwei Jahre alt, das ehemals Königliche Schauspielhaus am Gendarmenmarkt hieß erst seit kurzem Staatliches Schauspielhaus, und der neue Intendant Leopold Jeßner war den »Völkischen«, also den Vorläufern der noch fast unbekannten NSDAP, aus mindestens drei Gründen verhaßt.

Er war Sozialdemokrat, er war Jude, und er war Exponent eines künstlerischen Stils, der den Herrschaften zu modern war und als »entartet« bezeichnet wurde. Auch die damals von Jeßner inszenierte Aufführung von Schillers Wilhelm Teil war »expressionistisch« stilisiert, was gewiß nicht jedermanns Geschmacksrichtung war; aber man wußte, daß die zur Premiere erwarteten Demonstrationen bestimmt mehr politisch als künstlerisch motiviert sein würden.

Sie waren es, und eben daran mußte ich in jenem Eisenbahnzug denken, der mich im zweiten Monat des »tausendjährigen« Reiches an die Grenze meines mir nun verschlossenen Vaterlandes brachte.

Was war damals pasiert ?

Der Krach begann während des großen Teil-Monologs mit Zwischenrufen aus den hinteren Parkettreihen. Auch damals waren es nur etwa ein halbes Dutzend Radaubrüder, und sie wurden natürlich sofort von dem empörten Publikum niedergezischt.

Albert Bassermann unterbrach den Monolog, ging ganz vorn an die Rampe neben dem Souffleurkasten und übertönte mühelos den Radau mit der ebenso souveränen wie eigenartigen Sprechtechnik, die diesen großen deutschen Schauspieler auszeichnete.

»Schmeißt doch die Lausejungen raus«, rief er, und noch heute habe ich den Tonfall im Ohr, sehe die ragende Gestalt des großen Mimen, der mit zornig leuchtenden Augen unbeweglich am Souffleurkasten stand und zusah, wie sein Geheiß befolgt wurde.

Es gab ein kleines Handgemenge, und es dauerte kaum eine Minute, bis die Burschen durch die beiden hinteren Parkett-Türen geprügelt waren, wo sie die Polizei in Empfang nahm. Bassermann aber stand immer noch wie eine Säule, wartete am Souffleurkasten, bis das erregte Publikum sich beruhigt hatte.

Erst als wieder völlige Stille herrschte, drehte er sich langsam um, ging genau an den Platz, an dem er den Monolog unterbrochen hatte, und setzte ihn an genau der gleichen Stelle fort.

Wenn man die Staatsmacht nicht für sich, sondern gegen sich hat

Als ich in jenem Eisenbahnzug saß, der mich aus der Heimat ins Exil brachte, konnte ich nicht umhin, das Erlebnis des Vorabends im Kinotheater mit dem jener Tell-Premiere zu vergleichen und nachträglich zuzugeben, daß die Radaubrüder von anno dazumal immerhin mehr Mut aufzuweisen hatten als ihre Nachfolger zwölf Jahre später: denn damals hatten ja die Rabauken die Staatsmacht nicht für, sondern gegen sich. Immerhin ein lehrreicher Vergleich für einen Emigranten, der in den ersten Monaten des Exils über die Wandlung der Dinge nachdachte.
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In jedem Volk gab und gibt es die Schläger und Quäler

Wichtiger und lehrreicher dagegen schien mir jede Erkenntnis, was in den Köpfen derjenigen vorging, die selber den unteren Hebelarm der Vollzugsmaschinerie bedienten. Ich wußte natürlich (und bekam es von Freunden, die im KZ gewesen waren, bestätigt), daß es für die viehischsten Posten, für die gewerbsmäßig beamteten Schläger und Quäler eine Art »negative Auslese« gab, und ich versuchte der englischen Öffentlichkeit zu erklären, daß solche Mechanik der Quälerei, solch beamteter Sadismus keineswegs, wie es die Vansittartisten behaupten, »ein typischer Ausdruck des deutschen Volkscharakters sei«; solche Typen, so erklärte ich, gäbe es in jedem Volke, und ob man sie ihrerseits bändigt und notfalls einsperrt oder ob man sie zu Sklavenhaltern macht und sie ermutigt, ihre Instinkte an Wehrlosen auszutoben, das sei letzten Endes eine Frage der Regierungsform.

Im früheren Deutschland habe man so etwas nicht geduldet, und auch im künftigen, nicht-diktatorischen Deutschland würde es wie in jedem zivilisierten Lande undenkbar sein, dem Abschaum der Bevölkerung Macht über Tod und Leben zu geben.
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Das mit dem »künftigen nicht-diktatorischen« Deutschland

Zugegeben, daß ich bei der Formulierung so untadeliger Erwägungen nur eine recht vage Vorstellung von dem »künftigen nicht-diktatorischen« Deutschland hatte und gewiß nicht ahnen konnte, daß es in nicht so ferner Zukunft zwei einander weltenferne Teile Deutschlands geben würde.

Daß ich aber auch in diesem Falle, also in der Betrachtung des unteren Hebelarms des Machtvollzugs dazu neigen mußte, die Dinge etwas dramatischer und überspitzter zu sehen, als es wohl dem Durchschnitt der Wirklichkeit entsprach, dafür ergab sich schon einige Jahre vor der Heimkehr ein ebenso lehrreiches wie symptomatisches Beispiel.

Es schien mir damals wichtig genug, um in England darüber zu berichten, und es entbehrt auch heute nicht eines gewissen historischen Interesses und einer Komik, die um so grotesker wirkt, wenn man den sehr ernsten politischen Hintergrund des Vorfalls betrachtet.
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Das Erlebnis eines meiner Freunde in der »Kristallnacht«

Es handelt sich um das Erlebnis eines meiner Freunde in der »Kristallnacht« oder, genauer gesagt, am Vormittag des Tages, der jener gespenstischen Nacht vorausging. Kurz vorher, im Herbst 1938, war bekanntlich in der deutschen Botschaft in Paris ein junger deutscher Beamter von einem irrsinnigen polnischen Juden ermordet worden. Dieses Verbrechen sollte dadurch gesühnt werden, daß man der Gesamtheit der deutschen Juden eine Bußezahlung von einer Milliarde auferlegte; aber vorher mußte erst der »spontane Volkszorn« ausbrechen und sich dadurch äußern, daß zur gleichen Stunde allen deutschen Juden die Wohnungen zertrümmert wurden.

Bei meinem Freunde spielte sich das so ab, daß Punkt 9 Uhr zwei SA-Männer in seiner Wohnung erschienen. Es waren riesengroße Kerle, aber sie hatten gutmütige Gesichter; sie sprachen kein Wort und waren mit Äxten, Brecheisen und ähnlichen Werkzeugen ausgerüstet.

Schweigend begannen sie die Wohnung zu demolieren, und zwar so gründlich und so langsam, daß mein Freund aus Nervosität noch mehr als vor Angst zitterte. Er glaubte natürlich, sie würden ihn schlagen, aber die beiden taten nichts dergleichen. Sie zerrissen nur Stück für Stück die Stiche, die mein Freund gesammelt hatte, und dann zerbrachen sie Buch für Buch die Erstausgaben, die auf einem gesonderten Regal standen.
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Auch der Konzertflügel wurde zertrümmert

Noch immer war kein Wort gesprochen worden, als die beiden sich endlich daran machten, den Konzertflügel meines Freundes zu zertrümmern, während er immer noch stumm und schlotternd in der Ecke stand; aber er konnte nicht dem albernen Impuls widerstehen, den Fortschritt der Operation mit der Uhr zu verfolgen. Es dauerte genau 55 Minuten, bis die beiden Männer den Flügel in kleine Stücke zerhackt und diese einzeln aus dem Fenster geworfen hatten.

Noch immer war kein Wort gewechselt worden, als die beiden sich jetzt schweren Schrittes ins Nebenzimmer begaben und sehr langsam und methodisch begannen, einiges Meißner und Delfter Porzellan in kleine Stücke zu brechen, die Sessel aufzuschneiden und die Chippendale-Stühle zu zerhacken. Mein Freund war ihnen wie gebannt gefolgt und stand wieder schweigend und schlotternd in der Ecke, während sein Lieblingsbild, ein kleiner aber echter Reynolds, aus dem Rahmen geholt und in Stücke geschnitten wurde.
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Der erste gesprochene Satz in diesem "Stummfilm" ....

Fast drei Stunden waren auf diese Weise vergangen, und jetzt endlich wurde das erste Wort dieser gespenstischen Stummfilmszene gesprochen. Es war ein Dialogsatz, den kaum ein Dramatiker erfinden würde, und als mein Freund mir davon erzählte, schien mir dieser Satz fast noch phantastischer als die ganze makabre Szene.

Einer der Männer legte plötzlich Messer und Brecheisen auf den Tisch und wandte sich höflich an den Hausherrn: »Entschuljen Sie«, sagte er, »kann ick hier mal telephonieren?« Meinem Freund verschlug es buchstäblich die Sprache, er konnte nur zitternd nicken und sah dann, wie der Mann zum Telephon stapfte und eine Nummer wählte, offenbar die seines Sturms.

»Wir sind hier bei einem Juden in der Fasanenstraße«, sagte er. »Drei Zimmer ham wir fertich jemackt, aber die Wohnung hat sieben. Nu is et aber jleich zwölwe. Könn' wir da erst Mittach machen, oder solln wir ...«

Hier wurde der Mann durch eine schnarrende Stimme unterbrochen, so laut, daß mein Freund mithören konnte. Die Aktion habe planmäßig um zwölf abgeschlossen zu sein, die Männer sollten sofort zurückkommen.
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Diese Geschichte bekam ich im Sommer 1940 erzählt

Spontaner Volkszorn mit Mittagspause - ein lehrreicher Gedanke für jeden, der sich für die Mechanik totalitär gesteuerter Aktionen interessiert. Kein Zweifel, daß mein Freund Glück gehabt hat, weil ihm die körperliche Mißhandlung erspart blieb, die so viele seiner Leidensgefährten erdulden mußten.
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