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In einem Film/Kino-Nachlass waren sie (beinahe versteckt) .....

Offensichtlich waren die Prgramm-Heftchen die Renner unter den Filmsammlern - allermeist gerade mal 2 DINA4-Seiten groß, einfarbig und dann auf A5 gefaltet. Und diese Heftchen oder Blättchen wurden gehütet wie Gold und sorgsamst archiviert . Es gab sogar ganze Kataloge von den Verlagen dieser Heftchen mit den nachzukaufenden Titeln.
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Es sind mehrere hundert Heftchen (von vielen Tausenden)

Das Interesse oder der genauere Blick auf diese Film-Heftchen wurde durch die Lektüre und das Korrekturlesen der Artur Brauner Biografie geweckt. Brauner schreibt darin (in 1976), daß es in den 1950er Jahren in Deutschland West ganz viele kleine Filmproduktions-Firmen gab, auch quasi Einmannbetriebe, die aber nach einem kurzen Aufblühen alle wieder verschwunden waren. Er nennt nur 5 oder 6 Konkurrenten, die teilweise in seinen CCC-Studios Atelier-Zeiten angemietet hatten. Den Filmemacher Will Tremper erwähnt er mit keinem Wort, die mochten sich nicht mehr, denn Tremper war ein sehr kritischer Geist.

In den uns vorliegneden Heftchen sind neben den Schauspielern und der eigentlichen Story (in Kurzform) allermeist auch die Filmproduktions-Firmen benannt. Weiterhin ist dem ganz normalen Fernsehkonsumenten nicht bekannt, daß damals neben dem Regisseur und dem Produzenten die Filmverleiher eine dominierende Rolle in dem ganzen Geschäft gespielt hatten.
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Anfänglich in den 1950er und 1960er Jahren war solch ein Filmheftchen ein Konzept zum Gelddrucken

Und deshalb hatten sich mehrere kleine und größere Verlage damit beschäftigt. Weiterhin hatten alle Verlage ihre Filmheftchen durchnummeriert. Auf diese Nummern hatte ich nie so genau geachtet, weil ich da kein Sammler-Gen habe. Als mir aber fast 200 Filmheftchen vor der Nase lagen, bin ich über Nummern oberhalb von 6.000 gestolpert. Das sind schon beeindruckende Zahlen, die auch etwas über die Anzahl der in Deutschland gezeigten Filmtitel aussagen.
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In unserem Erbe sind fast alle bekannten Titel enthalten

Die bei uns damals (1948 - etwa 1970) laufenden Filme kamen fast alle aus den USA (Hollywood), aus Frankreich und aus Deutschland West. Ganz wenige der bekannten Titel kamen aus Italien oder anderen Ländern. Weiterhin interessant ist, ab wann die Cinemascope Breitbild-Technik und die Technicolor- Farbtechnik überall Einzug gehalten hatte.
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Mit dem aufkommenden Fernsehen und der Programmvorschau in den Wochenzeitschriften war alles zuende

Einer der Wegbereiter der moderne Fernsehprogramme war Eduard Rhein aus Hamburg, der mit Axel Springer zusammen die HörZu gründete und maßgeblich aufbaute und zum Marktführer machte. Dort wurden die Storys fast ebenso ausführlich dargestellt wie in den Filmheftchen mit wöchentlicher Sendezeit und dazu auch noch in Farbe. Das konnten die Filmheftchen für 10 und 20 Pfennige nicht leisten und so verschwanden sie so nach und nach.
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