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Zum "Drehen" eines Films brauchte man auch eine Kamera

Der Kinofilm besteht aus aneinander gereihten Fotos, die man am besten mit einer sogenannten Filmkamera fotografiert. Dazu wurde das beschichtete Zelluloid- Rohfilm-Material (die allerersten Filmmaterialien gab es im Postkartenformat) in lange Streifen geschnitten. Und damit man diese Filmstreifen hinter dem Objektiv auch vernünftig bewegen konnte, bekamen diese Streifen an beiden Seiten Löcher, die sogenannte Perforation. Schon war der 35mm Film fertig. (Ganz so einfach war es nicht, aber das stört uns nicht.)

Die ersten Kameras für dieses 35mm Filmband hatten zumeist rechts eine Handkurbel und waren aus Holz. Vorne dran war das Objektiv, manchmal bereits auswechselbar, hinten dran der Sucher bzw. das sichtbare Okular und innen drinnen war der Filmvorrat auf Spulen die Mechanik zum ruckweisen Fortbewegens das Films.
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Der Kameramann schaute durch den Sucher und drehte die Kurbel

So kam de Begriff des "Film drehens" zustande. Daß die Hand-Kurbel später durch einen Motor mit Federwerk oder sogar mit Elektrizität ersetzt wurde, änderte nichts an der landläufigen umgangssprachlichen Version des "Film drehens".
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Die Fortentwicklung der Filmkameras

Diese Kurbel-Kameras waren ziemlich primitiv und das inspirierte eine Menge begabter Handwerker als auch Techniker, diese Film-Kameras zu perfektionieren. Über diese Entwicklung weiß Manfred Romboy viele Geschichten zu erzählen.
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Die ersten bezahlbaren Profi-Kameras kamen von ASKANIA (Berlin) und DEBRIE (Paris)

Wir sprechen hier von den in Deutschland benutzten 35mm Filmkameras. Nach dem 1. Weltkrieg waren Dollar und Pfund so immens teuer geworden, daß sich so gut wie niemand eine amerikanische Mitchel oder eine englische Vinten Kamera kaufen konnte. Das war der Markt für "einheimische" Hersteller.

ASKANIA aus Berlin baute edle Voll-Metall Technik und steckte viel Wissen in die verschiedenen Modelle. Bei den Optiken hatten wir ja hier die Firmen Zeiss  und Leitz und noch andere kleinere Spezialisten.
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Das Hauptproblem damals war der Sucher

Der Kameramann sollte oder mußte ja sehen können, was er da gerade auf das Zelluloid bannte.

Eine Erfindung war der interne Sucher, der von hinten auf den Filmstreifen schauen konnte, denn das 35mm Filmmaterial war anfänglich nahezu durchsichtig.

Ene zweite Möglichkeit war der externe angeflanschte Sucher, auf dem mit allen mechanischen Tricks das gleiche Sichtbild dargestellt wurde, wie dies die Kamera sehen würde. So weit die Theorie.

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