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Die T-Com 2007 und was wir davon lernen können:

Artikel aus der FAZ am Sonntag vom 4.2.2007 über T-Com, T-Mobile und Tim Höttges

Ich zitiere einen ganz kleinen Teil aus der Mitte des Artikels :

Die Mobilfunkgesellschaft gebärdet sich bis heute als die jung-dynamische Tochter des Staatskonzerns. Gern wählt die Mobilfunk-Fraktion das Bild vom Schnellboot mit x-tausend Mann Besatzung gegen den Tanker mit y-tausend Festnetzkollegen.

 

Die Machtverhältnisse in diesem internen Kampf haben sich mit Obermanns Beförderung an die Konzernspitze geklärt:

"Die Matrosen des Schnellbootes haben den Tanker gekapert."

An die entscheidenden Posten setzte der neue Vorstandsvorsitzende seine Gefährten aus T-Mobile Zeiten.

 

Im Festnetz betrachten dies manche als feindliche Übernahme.

 

Höttges hat es nun mit einer verunsicherten, teils demotivierten Truppe zu tun. Der muss er Stolz und Würde zurückgeben, ohne dabei falsche Rücksichten zu nehmen. Im Call-Center der Telekom sitzt eben nicht nur der muntere, eifrige Dienstleister, sondern abgeschobene Beamte, deren ursprüngliche Tätigkeit wegrationalisiert wurde. So klingt das auch.

"Wir sind nicht im Stau. Wir sind der Stau."

Sprüche dieser Art rutschen Höttges gelegentlich raus. Selbst bei öffentlichen Auftritten bescheinigt er seinen Mitarbeitern "unbefriedigende Qualität".

 

Und weiter: "Der Markt wird jetzt entschieden. In der Schlacht da draußen wartet niemand, nur weil bei uns ein neues Management am Start ist", erklärt Tim Höttges, die personifizierte Serviceoffensive.

 

Darum nochmal: Wir sind nicht "im" Stau. "Wir" sind der Stau.

Bei der T-Com stellt sich die Frage, warum diese Erkenntnis Jahrzehnte gedauert hatte. Die Glossen und Witze über die Geschwindigkeit (und oft auch Arroganz) der "Fernmelder" bei der Bundespost fülllten bereits Bände bzw. ganze Fernsehsendungen.
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In diesem kleinen angeblich 20 bis 30 Mann starken Förderverein

.... hier in Wiesbaden mit gerademal 4 oder 6 Aktiven sollten sich doch solche Erkenntnisse viel schneller herumsprechen.

 

Ob da ganz gezielt und bewußt die Augen geschlossen werden (oder wurden - der Verein hat sich im Herbst 2010 aufgelöst) ?
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