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Was soll eine "genderneutrale" Sprache bewirken ?

Der normale Mensch spricht vom Geschlecht, der hochwissenschaftliche Überguru vom Gender. Doch bei mir persönlich ist seit Urgedenken ein Besucher, also ein Gast, geschlechtsneutral. Oder wollen Sie an Wochenenden Ihre Gäste und Gästinnen zu Besuch einladen ?

Sicher sind Frauen und Männer unterschiedlich
, doch was ist mit den Kindern ? Die sind sächlich, die Frau, der Mann, das Kind.

So werden also in den coolen Werbe-Prospekten die "Kunden" und "Kundinnen" eingeladen, doch die Werbung für die ganzen Ballerspiele und Blogbuster der Blödmärkte zielt auf riesen großen DIN A3 und sogar DIN A2 Seiten auf die Kaufgelüste der Kinder und nicht auf erwachsene weibliche oder männliche Leser oder Bürger. Doch die Kinder - also die ureigentliche Zielgruppe - kommen da in der Anrede gar nicht vor.

So entpuppt sich der Vorstoß von Feministin Alice Schwarzer
als populistisch und wirklichkeitsfremd. Was mich aber noch viel mehr verwirrt, ist, daß die Frauen in meinem Bekanntenkreis von diesem ganzen Quatsch eher negativ berührt sind. Die wollen diesen Blödsinn der "Roten" und "Grünen" gar nicht haben.
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In der FAZ (FAS) vom 30.11.2014 steht ein Artikel:

Sprache als Zwangsmittel von Stefphan Löwenstein

Ist die Abschlußarbeit nicht "genderneutral" formuliert, gibts einen Punktabzug. Der Artikel berichtet von den Überdeutschen aus unserem deutschsprachigen Nachbarland Österreich - also aus Wien, die die Deutsche Sprache (also echtes Hannoveraner Hochdeutsch) oft nur mangelhaft beherrschen.

Stefphan Löwenstein beschreibt es so:

Während der Gebrauch der „ge-genderten" Sprache an öffentlichen Institutionen immer weiter um sich greift, zeigen sich auch Abwehrreaktionen gegen das sogenannte Binnen-I („einE Kollegin") und die zahlreichen Schrägstriche („der/die Verfasser/in").

Daß das inzwischen an manchen Hochschulen in unserem Nachbarland sogar zwingend vorgeschrieben sei, ist schon komisch. und weiter :

Sei ein Text gar nicht „gegendert", werde er als „nicht approbierfähig" zur Verbesserung zurückgegeben, erläutert die Sprecherin der Fachhochschule. Die „genderneutrale Sprache" sei ein Formalkriterium - genauso wie die korrekte wissenschaftliche Zitierweise.
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An der Fachhochschule St. Polten gäbe es seit 2008 einen Leitfaden für „gendersensible Sprache". Er ist verbindlich für alle schriftlichen Arbeiten und Publikationen in Lehre und Forschung, auch für jeden Postausgang. „Wenn praktikabel", soll er in Lehrveranstaltungen sogar im mündlichen Vortrag angewendet werden. An den Pädagogischen Hochschulen, an denen der Lehrernachwuchs ausgebildet wird, gilt generell die Pflicht, Bachelorarbeiten „geschlechtergerecht" zu formulieren.

Und jetzt kommt mir der Ausspruch von ASTREIX in den Sinn : Spinnen die denn da alle in Österreich ? - das sind doch gar keine Römer.
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Und dann kommt der eigentliche Gedanke raus:

Die Sprecherin der Fachhochschule in Wien sagt: „Es geht uns nicht nur um das geschriebene Wort, sondern um die Einstellung dahinter."

Bei diesem Satz erinnere ich mich an den Vortrag des FDP Mannes Philipp Rösler, warum es keinen Sinn mache, die NPD zu verbieten:

Man könne Dummheit nicht verbieten, auch nicht per Gerichtsurteil oder gar per Gesetz.

Es gibt zum Glück auch ein paar wenige Gegner dieser "komischen" Entwicklung:

Stefphan Löwenstein schreibt :

Genau diese Motivation ruft die Gegner des „gender mainstreaming" auf den Plan. Vor kurzem hat der Gemeinderat von Wels, immerhin der achtgrößten Stadt des Landes, das "Binnen-I" aus dem behördlichen Schriftverkehr zu verbannen versucht. FPÖ und ÖVP setzten den Beschluss gegen rot-grünen Widerstand durch. Doch Bürgermeister Peter Koits von der SPÖ teilte schon mit, er könne keinem Stadtbediensteten vorschreiben, das "Binnen-I" wegzulassen.
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Hätte man nicht mal die Frauen fragen können ...

. . . . ob die diesen ganzen Unsinn überhaupt möchten ? Muß man das in Gesetze fassen und kann man das nicht dem Einzelnen überlassen, wie er aus dem männlichen Gast oder Leser einen weiblichen Gast oder Leser macht ?

Wer hatte diese Idee mit einer DIN Norm ?

Breite Resonanz fand Ende Oktober die Entscheidung des nationalen Norminstituts „Austrian Standards", den „geschlechtersensiblen Umgang mit Sprache" anders als ursprünglich geplant - doch nicht zu normen. Ein entsprechendes Projekt, das eine Art Leitfaden für Gesetze und andere behördliche Texte hätte formulieren sollen, wurde fallengelassen. Die Direktorin des Instituts, Elisabeth StampflBlaha, sagte dazu: „Der Strauß an Positionen ist so groß, dass die Normung dafür nicht die richtige Vase ist."
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Also bei uns hier sind Leser, Gäste und Besucher immer weiblich oder männlich oder sächlich.

Und darum lieber Gast , helfen Sie mit, daß nicht in Kürze die Anzahl der erlaubten Atemzüge pro Minute genormt wird - wie auch die Anzahl der Schritte pro Minute beim Sonntagsspaziergang.

Diese Regelungswut wird uns irgendwann platt machen. Ich jedenfalls kenne keine Frau, die sich als begrüßter "Besucher" von "irgendwas" benachteiligt oder diffamiert fühlte.


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