Sie sind hier : Startseite →  über diese Museen-Seiten→  Unsere deutsche Sprache

.

Die Sprache ist ein Spiegel der Kultur einer Gesellschaft.

.

Jan. 2021 - Man könnte es in etwa so umformulieren :

"Die Sprache war mal ein Spiegel der Kultur einer (unserer) Gesellschaft."

Im Frühjahr 2021 haben wir zwar ununterbrochen etwas mit Corona zu tun und bekommen das in wirklich jeder aktuellen Sendung viertelstündlich aufs Auge gedrückt. Doch es gibt immer noch genügend Zeitgenossen und überwiegend Genossinnen, die den ganzen Tag Zeit haben und die unsere Sprache mit allen nur erdenklichen Mitteln verändern wollen.

Unsere Rechtschreib"reform" ist ja inzwischen Geschichte, aus meinen Augen eine sehr unrühmliche Geschichte. Der Effekt kommt erst ganz langsam zum Vorschein, wenn nämlich Jugendlich mit inzwischen 18 Jahren fast nicht mehr lesen und schreiben können.
.

Ist für unsere multikulturellen Zuwanderer die deutsche Sprache zu schwer, wird sie einfach vereinfacht - für alle natürlich.

Das hilft nicht nur denen, das hilft auch unseren Schülern und Studenten, die, wie die UNI Frankfurt vor Jahren "beklagte", der deutschen Sprache nur noch bedingt mächtig sind.

Vieles, das früher einmal ein Markenzeichen der qualitativen sprachlichen Ausdrucksform war, ist heute "egalisiert". Es ist also "egal", wie ich etwas sage oder schreibe, es ist irgendwie schon richtig.

Natürlich regt der nur geringe Widerstand gegen die "Reform" (ich spreche da eher von Verblödung) zum Nachdenken an, was man dann noch alles im Hinterstübchen besprechen und dann geschickt durchsetzen kann.

Und da spielen diese (a)sozialen Medien eine inzwischen große Rolle. Mit gringsten Aufwand kann man heutzutage (Frühjahr 2021) im Internet einen Schitstorm - also einen "Sturm der Scheiße" (das ist die Originalübersetzung aus dem Amerikanischen) anleiern, der fast nicht mehr zu bremsen ist. Hat doch der Moderator Thomas Gottschalk das verbotene Wort vom "Zigeuner" in den Mund genommen und schon gings los und sogleich volle Pulle.

Alles, das nur irgendwie damit benannt ist, zum Beispiel die Zigeunersouße und selbst der "Zigeunerbaron" muß (oder soll) jetzt umbenannt werden, weil es uns so "lanciert" wird. Es wird suggeriert, die überwiegende Mehrheit der deutschen Bevölkerung wolle es so haben und deshalb müsse das auch ins Grundgesetz.
.

Ein solches Beispiel kommt aus Wiesbaden (aus 2016-2020)

Da wurde in unserer Wiesbadener Stadtzeitung das Thema "Walhalla" - ein nostalgisches weit über 15 Jahre leerstehendes Theater und ehemaliges Kino) so richtig hochgekocht. Insgesamt hätte es (angeblich) an die 1.100 "Leser-Zuschriften" gegeben, die diesen kulturell wertvollen (und aus der Stadtkasse) zu renovierenden Kulturtempel in die Prioritätenliste (der Stadtplanung) ganz hoch oben angesetzt sehen wollen.

Also sei höchstes Interesse "der Wiesbadner Bevölkerung" zu erkennen und es müsse jetzt ganz schnell und endlich etwas passieren. - Wenige Wochen später hat ein Redakteur dieser Zeitung dann herausgefunden (oder herausgelassen), daß alle diese Leser-Zuschriften von gerade mal 7 (in Worten "sieben") Personen verfaßt worden waren.

Und heutzutage geht das mit den Internet Medien noch viel einfacher und vor allem viel schneller, weil man alle seine "Follower" aktivieren kann, bei solch einem "Shitstorm" - ohne weiteres Nachdenken - mitzumachen und irgend einen Mitmenschen oder eine Organisation oder eine Behörde so richtig platt zu machen.

.

Und dann ist in der "Generation Wohlstand" auch noch der totale Genderwahn ausgebrochen.

Da sollten die Frauen doch froh sein, daß der "Bösewicht" männlich ist, - nein es muß auch eine "Bösewichtin" geben. Gerade der DUDEN hätte sich da ganz besonders zurückhalten sollen, denn dort erwartet man etwas längers Nachdenken.

Völlig am Thema vorbei ist beim Duden der "Geschlechtergerechte Sprachgebrauch". Nach wie vor ist das Attribut "gerecht" wie auch die "Gerechtigkeit" nicht zu definieren, auch nicht von Germanistik-Professoren oder sonstigen Philosophen. Das ist wie "der Geschmack" und "der Klang" völlig unterschiedlich, sowohl von der Aussage an sich wie auch von dem dahinter stehenden Sinn.

Jetzt wird absolut krampfhaft (andere sprechen von krankhaft) für jedes noch so triviale Wort ein weibliches Gegenstück "kreiert". Inzwischen ist man nach "Bösewichtin" auch bei "Gästin" angelangt. Und was ist mit dem dritten Geschlecht, als dem geschlechtslosen Geschlecht ?
.
Der Kommentar der älteren Intellektuellen aus meinem Bekanntenkreis ist nur noch, uns geht es einfach nur zu gut. Der Wohlstand sprengt (immer noch) alle Maßstäbe.

Aber mal sehen - meine Prophezeihung in 2021 lautet - Corona wirds schon richten.
.

Bislang war der Duden der Maßstab, aber das hat sich geändert.

Und sie haben es beim DUDEN Verlag gemerkt, der DUDEN wird einfach nicht mehr gebraucht. Er ist durch das Internet und vor allem durch die großen Suchmaschinen obsolet geworden.

Ganz offensichtlich sind die Verkäufe des Druckwerkes so dramatisch eingebrochen, daß man mit jeden nur irgendwie machbaren Mittel die Aufmerksamkeit zurückerobern möchte.
.
Die Macher von DUDEN und Brockhaus wollten den Zug der Zeit nicht erkennen. Selbst der "systemrelevante" Quelle Katalog wird nicht mehr gedruckt. Auch die ADAC Zeitung wird nicht mehr in 5 Millionen Auflage automatische veschickt. In den Supermärkten habe ich in den ADAC Zeitungs-Ständern nur gesehen, daß sie da "nicht mehr abfließt".

Bei uns im Haus wurde sie auch gleich weggeworfen (entsorgt), nachdem dort ganz vorne das redaktionelle Lied vom Spritsparen "gesungen" wurde und weiter innnen immer mehr SUVs von BMW, Audi, Mercedes und Volvo beworben wurden. So viel Heuchelei, ja beinahe Verlogenheit, war einfach zu viel.
.
Uns geht es einfach nur noch zu gut ...........
.

- Werbung Dezent -
Zur Startseite - © 2006 / 2021 - Deutsches Fernsehmuseum Wiesbaden - Copyright by Dipl. Ing. Gert Redlich - DSGVO - Privatsphäre - Redaktions-Telefon - zum Flohmarkt
Bitte einfach nur lächeln: Diese Seiten sind garantiert RDE / IPW zertifiziert und für Leser von 5 bis 108 Jahren freigegeben - kostenlos natürlich.