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Ultra Panavision - Ein 70mm Format mit nicht linearem anamorphotischen Verfahren

Ultra Panavision ist (also war) quasi das 70mm Pendant zum 35mm Cinemascope Format. Noch größer, noch besser, noch "breiter". Eigentlich sollte es die 3 x 1:1 Formate Cinerama und alle anderen 3-Projektor Systeme ablösen. Mit nur einer Kamera und einem Anamorphot Vorsatz ist es sicherlich wesentlich weniger aufwendig gewesen, diese Qualität auf Celluloid zu bannen.


Laut unbestätigter Berichte wurde in Zürich Ende der 80er das letzte echte Cinerama Kino, das auch Panavision abspielen konnte (wegen der gigantischen fest eingebauten Bildwand) abgerissen. Auch wird dort  gesagt,  daß seit «Far and Away» (1992) keine neue 70mm-Kopie mehr in den Verleih gelangte.


Eigentlich ist Ultra Panavision Breitwandkino vom Feinsten; produziert in einer Weiterentwicklung der 70-mm-Verfahren „Todd-AO“ und „Camera 65“: also in „Ultrapanavision 70“. Hierbei wird das 70-mm Filmbild ähnlich wie bei CinemaScope (wenn auch weniger stark) anamorphotisch komprimiert. Das resultierend in ein enorm breites Bild mit einem Seitenverhältnis von 1 : 2,75 (und überbietet angeblich sogar das aus drei einzeln projizierten Teilbildern bestehende „Cinerama“ — mit „nur“ 1 : 2,68 ????)

Einer der wenigen 70mm Filme ist "Khartoum". Allerdings ist Khartoum wohl nur ganz vereinzelt in voller Breite gezeigt worden. Für die meisten der überhaupt möglichen Aufführungstheater kamen nur übliche 70-mm-Fassungen mit (auf Todd-AO-Standard) beschnittenem Bildseitenverhältnis von 1 : 2,21 und für die Masse der Abspielstätten allein eine auf 35-mm-Cinemscope reduzierte und damit ebenfalls seitlich beschnittene Version in Frage.

Die atemberaubende Wirkung des außergewöhnlich gestochen scharfen Filmbildes von "Khartoum" zählt im Kino im wahrsten Wortsinn zum „Schärfsten“, das man überhaupt auf der Leinwand sehen konnte. Etwas, das (mit kleinen Abstrichen) auch noch für die 35-mm Cinemascope-Kopien gilt. Angeblich wird selbst auf dem Fernsehschirm mit Hilfe von High-Tech-Video (von Laser Disc und DVD) die hervorragende Brillanz sichtbar. Mit Khartoum ging übrigens die Ära des Deluxe-Breitwandkinos der 1960er rasant ihrem Ende entgegen. Der letzte Vertreter wurde "Battle of the Bulge" = Die letzte Schlacht.

Auch die 1962er Filmversion "Meuterei auf der Bounty" mit Marlon Brando ist ebenfalls ein in Farbe und auf “Ultrapanavision 70“ (wie Khartoum) aufwändig erweitertes Remake der ebenfalls von MGM im Jahr 1935 produzierten, berühmten Filmversion mit Charles Laughton als Kapitän Bligh und Clark Gable als Fletcher Christian.

Und es gab da noch mehr 70mm ....-"Visionen"

Neben Ultra Panavison gab es auch noch weitere namensähnliche Bezeichnungen wie Camera 65/Ultra Panavision 70, die weitgehend von der Panavision, Inc, teilweise mit MGM entwickelt wurden.

Ultimately the process was named Super Panavision 70, but it was also referred to as Panavision 70, Super Panavision, Panavision, Process Lenses by Panavision, and Panavision Super 70.



Das hat übrigens alles nicht mit der japanischen Panasonic Inc. zu tun, sowit ich weiß, gab es die damalsnur in Japan.

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