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Das Fernsehen für die Zocker.






Ganz unbestritten haben einige Jahrzehnte lang einige "schlaue Leute" den teilweise krankhaften Spieltrieb oder den Zwang zum Zocken in reines Gold umgewandelt, so auch auf den Pfederennbahnen. Der gegen Zocken resistente Autor gr zum Beispiel wußte bis dato nicht, daß es einen Unterscheid zwischen einer Galopprennbahn und einer Trabrennbahn gibt. (Aber man lernt ja dazu.)

 

Nach überlieferten Legenden und Stories der eingeweihten Insider (inzwischen pensioniert) war also 1970 die Anschaffung einer professionellen Fernsehanlage zusammen mit etwa 100 Fernsehern auf dem eigenen Gelände samt einer damals irrsinnig teurern Slow-Motion Anlage (Zeitlupe) ein Kinderspiel.

 

Da wurden 500.000 DM Anzahlung sogar ganz locker in bar übergeben (sagt die Legende). Das sind Größenordnungen, die selbst im toleranten Frankfurter Rotlichtviertel zum Nachdenken angeregt hätten.

 

Die Beträge der Einsätze beimZocken waren exorbitant höher als beim Glücksspiel oder bei der Staatlichen Lotterie.

 

Und so konnten sich die Rennbahn- Betreiber professionelle Technik leisten, bei der mancher Sender blaß wurde vor Neid.

 

Eine (aus heutiger Sicht) illustre Person hatte sogar für 1,7 Millionen DM einen ganzen Rennbahnfernseh- Ü-Wagen angeschafft und wollte damit durch Deutschland fahren von Event zu Event und dort Fernsehen "machen".

 

Der Laden ging später mit Pauken und Trompeten pleite, und natürlich ausschließlich auf Kosten der anderen Investoren (sagt die Legende). Der damalige Macher spielte aber recht schnell wieder das Stehaufmännchen. Wie hieß der Mann noch gerade ?

 

Wie dem auch sei, irgendwann stand der große alte Ü-Wagen nur noch in Frankfurt Niederrad auf der Rennbahn rum und irgendwann kaufte eine Wiesbadener Fernsehfirma, die Videotkek Programm Gesellschaft, den Sattelauflieger hinten, denn die Zugmaschine hatte sich "kaputt gestanden".

 

Und dann wurde dort die Technik für 4 gebrauchte FESE KCUs eingebaut und auch die (ehemals edle) Telefunken Tonanlage restauriert.

 

Das alles war so um 1973, als der Autor gr dort "Unter den Eichen" mitgeholfen hatte, diese (Ton-) Technik wieder neu zu verdrahten und Kilometer an Mikrofon- und Lautsprecherkabeln neu zu konfektionieren.

 

Und irgendwann nach 1978 brannte der alte Sattelauflieger ab oder aus, wie, darüber gibt es diverse lustige und spannende Legenden und natürlich auch bösartige Gerüchte und dann stand 1981 ein neuer Sattelzug für angeblich satte 5 Millionen DM vor der Tür, der 300. Üwagen, den die Fese bis dato gebaut hatte.

Ja, wie das Leben so spielt!


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