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Ein Artikel in der Financial Times Deutschland regt zum Nachdenken an.

Wir zitieren aus der FTD vom 13.02.2007 über den Umbruch bei der Deutschen Telekom, die, ginge es so weiter, dem sicheren Konkurs entgegen streben würde.


Nur das Ergebnis zählt.

"Seit drei Monaten führt René Obermann die Deutsche Telekom. Das Klima hat sich deutlich verändert: Die Mitarbeiter stehen unter Druck - die Stimmung ist auf dem Tiefpunkt." - Es war nicht anders zu erwarten.


Wo ist die Alternative ?

"Woche für Woche wirbt die Konkurrenz Tausende Telekom-Kunden ab. Kein Ende in Sicht. Die Konkurrenten arbeiten billiger und schneller, das eigene Haus ist streng reguliert, verliert mindestens 100.000 Kunden pro Monat. Schon im November war klar, dass auch Obermann keine Wunder würde vollbringen könne. Und so verliert die Telekom weiterhin Marktanteile. Ende Januar gab man sogar eine Gewinnwarnung raus.

 

Und doch hat sich etwas verändert seit dem Amtsantritt: Es ist der Stil, die Atmosphäre. Von der Konzernspitze kommt vor allem ein Signal: kein Dämmerschlaf mehr, kein Aussitzen der Probleme, keine Kompromisse."


Sagte das nicht schon Machiavelli so um 1600?

"Obermann machte nach seiner Beförderung an die Spitze kurzen Prozess: Auf Schlüssel- positionen installierte er Vertraute, nicht bloß Vorstände, auch in der zweiten Reihe tauschte er Personal aus. Andere mussten gehen."

 

weiter unten:

 

"Altgediente Telekom-Manager fühlen sich kaltgestellt, diffamiert, herabgewürdigt. Die öffentlichen Worte Ende Januar vor der versammelten Weltpresse über anhaltendes Versagen im eigenen Hause schmerzen. Und doch, so sagen Telekom-Kenner, tat Obermann das einzig Richtige: Auf das neue Team kann er sich verlassen. Mehr noch: Obermann setzte der Eigenbrötelei der Sparten ein Ende."


Die Wahrheit schmerzt immer, es muß knallen.

Wichtig sind Obermann die Ergebnisse, weniger die Mittel. "Er hat nichts gegen ein gutes Arbeitsklima. Es ist allerdings nur sekundär für ihn, sofern die Ergebnisse stimmen", sagt ein Unternehmensberater mit Einblick. Das spüren auch die Mitarbeiter. "Die Stimmung ist hundsmiserabel", sagt ein Arbeitnehmervertreter, der anonym bleiben will.

 

und weiter untern

 

Problematisch sei vor allem die Beamtenmentalität vieler alteingesessener Mitarbeiter, klagt ein anderer Insider. "Man kann den Konzern eigentlich nur retten, wenn es mal so richtig knallt."


Das Urteil: vernichtend ! "zu wenig, zu teuer und zu schlecht"

"Kunden wie Aktionäre haben derzeit eher den Eindruck, die Telekom-Beschäftigten arbeiteten zu wenig, zu teuer und zu schlecht. In den vergangenen Tagen gab es in den Medien viele Berichte mit Anekdoten über haarsträubende Servicepannen, die nur einen Schluss zuließen: Selbst die Deutsche Bahn habe einen besseren Service."


Man kämpfe sogar für Deutschland !!

"Obermann hat sich unter anderem einen neuen Beraterkreis geschaffen - ein Signal, nicht im eigenen Saft schmoren zu wollen. Mit dabei: Ex-McKinsey-Chef xxxxxx und Werbefachmann T. K."

 

und weiter unten

 

"Obermann steht unter Druck: Er muss den Aktienkurs in die Höhe treiben und den Marktwert endlich erhöhen, um eine feindliche Übernahme zu erschweren. Der Telekom-Chef kämpft nicht nur für sich - er kämpft auch gleich für Deutschland mit."

 

Aus der FTD vom 13.02.2007

 

 

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