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Neues im virtuellen Fernsehmuseum

Hier schreiben wir in unregelmäßiger Reihenfolge Neues und Altes, Wichtiges und weniger Wichtiges, Aufregendes und Belangloses, das uns so vor die Füße gefallen ist.

Und die aktuellen 20 Änderungen sind immer hier zu sehen.

Mai 2013 - Vor über 100 Jahren begann der Film aufzublühen, bis zum Tonfilm

Im Jahr 1959 hat der 1909 geborene Ernst Johann die "Kleine Geschichte des Films" in 12 Kapitel eingeordnet, von den wir Ausschnitte mit neuen ausagekräftigen Bildern, Statistiken und Kommentaren zusammengestellt haben. Da auch hier der überaus gepflegte Schreibstiel sowie die Art der Darstellung eine gute Beurteilung der technischen Entwicklung ermöglicht, fangen Sie einfach mal an, zu lesen.

Mai 2013 - Fernseh-Hefte von 1930 und früher

Die Phototelegraphie und das Elektrische Fernsehen von 1898

In dem weiter unten erwähnten Nachlass sind eine Menge wirklich historischer Hefte, Zeitschriften, Artikel und Bücher enthalten. So auch ein uraltes dünnes Heftchen von 1898 über das elektrische Fernsehen. Ich werde versuchen, die Serifen-Texte mit einem speziellen OCR Programm in Computer-Text zu wandeln. Weiterhin sind 2 Hefte aus 1930 und 1932 enthalten, die ich noch nie gesehen hatte. So langsam füllen sich die Lücken über die Entwicklung des Fernsehens. Es sind nämlich auch noch zwei Bücher über das historische Fernsehen in England und in den USA enthalten.

Mai 2013 - Vor 10 Jahren ein Wiesbadener Traum:
Die "Studie für ein reales Fernsehmuseum"

Es ist jetzt 10 Jahre her, als in 2003 das Kulturamt der Stadt Wiesbaden zusammen mit der Fachhochschule Wiesbaden eine edle Broschüre für ein reales Fernsehmuseum gesponsert hatte, in der auch eine Machbarkeits- studie enthalten war. Nach wenigen Monaten war die Idee bereits wieder vom Tisch, weil die dort angedachten "Zahlen" jenseits jeder Machbarkeit gelegen hatten. Die Studie verschwand und wurde auch vom ehemaligen Förderverein nicht mehr beworben. Jetzt haben wir in einem Nachlass eine solche Broschüre gefunden. Die komplette Studie finden Sie hier.

30. April 2013 - Vielleicht doch ein Fernsehmuseum ?

Es scheint kein Aprilscherz zu sein, wenn der "Museumsdirektor" eines Museums, das es gar nicht gibt, nach 6 Jahren zu einem Musem wechselt, das es wirklich gibt. Soetwas passiert nur im April und das in Wiesbaden. Wiesbadens Politiker hatten bereits im Jahr 2000 beschlossen, daß es ein Stadtmuseum geben solle. Dann wurde in 2007 ein Direktor eingestellt und der Hickhack begann. Außer daß es keiner bezahlen konnte oder wollte (erst 15 Millionen, dann 30 Millionen und dann noch mehr), erschließt sich dem Autor die bundesweite Zugkraft solch eines weiteren Stadtmuseums überhaupt nicht. Wie in so vielen Fällen wollten sich ein paar Wenige "Ihr" Museum realisieren. Doch wir haben bereits 13 Mini-Museen dieser Art. Mehr darüber steht hier. (Der Link kommt noch.)

April 2013 - Der Nachlass eines Fernsehmannes - angekommen.

Bücher sind wirklich schwer

Einer der vier Aktiven im damaligen Förderverein Fernseh- museum Wiesbaden, zudem ein ZDF Mann der ersten Stunde, ist im Alter von 84 Jahren verstorben. Günter Bartosch hat so gut wie alles aus "seiner Zeit" des Fernsehens aufgehoben, sehr ähnlich zu Wolfgang Hasselbach, dem Chefentwickler Audio Hifi der Firma Braun in Kronberg. Es waren deutlich über 300 Kilo an Büchern, Zeitschriften, Briefen, Pressenotitzen, Bildern und Videokassetten. Darin enthalten sind sehr alte Zeitschriften- Sammlungen aus der Zeit um 1928 bis 1935. Damit lassen sich viele Artikel hier im Museum noch besser bebildern.

April 2013 - Ein sehr seltenes 4,5" Superorticon der Fese

ein überaus seltenes Exemplar

Ein leitender Mitarbeiter der Fernseh GmbH, Herr Dr. Pohl aus Köln, hatte es zum Glück aufgehoben. Denn die dicke Variante der Superorticons war und ist etwas ganz Besonderes. Es wurde nämlich nur in 6 Test-Farbkameras (je 4 Stück von diesen 4,5" Röhren) eingebaut.  Die Farbkamera von 1965 wurde damit jedoch viel zu groß und zu schwer und war so unverkäuflich. In den Fese-KOD und Fese-KOF Kameras waren dann die kleineren 3" Super-Orticons enthalten. Für diese seltene Stück bedanken wir uns ganz herzlich. In dieser Röhre kann man das sogenannte Target ganz deutlich sehen. Bilder kommen umgehend.

März 2013 - "Das Fernsehen in Deutschland vor 1945"

(1950 bis) 1953 - Vor nahezu 60 Jahren schrieb Oberpostdirektor Dipl. Ing. Gerhart Goebel aus Darmstadt fast alles auf, das sich vor 1945 im Bereich Fernsehen zugetragen hatte und wie es anfing mit dem mechanischen Bildfänger und dem Bildschreiber. Das Besondere an diesem sehr ausführlichen langen Buch ist der erfreulich wertneutrale Abstand zu patriotischen oder nationalen Bewertungen oder Seitenhieben. Der 2.Weltkrieg war ja erst 5 bis 7 Jahre vorbei und viele der alten Beamten hatten den "totalen Zusammenbruch" vom April 1945 noch nicht verkraftet. Es sind sehr viele Seiten und ich habe mehrere Wochen mit der Aufarbeitung und Umsetzung verbracht, weil ich dieses einmalige Werk sehr schätze. Die ersten Seiten beginnen hier.

Jan. 2013 - Von der Tonwalze zur Bildplatte - endlich fertig

Nach langer Vorarbeit sind zwei sehr ausführliche Artikel-Serien überarbeitet und hier im Museum zu lesen. Die dritte von Walter Bruch geplante Artikel-Serie, Fernsehen bis zur Bildpatte, bekam er leider nicht mehr fertig bzw. sie wurde nicht mehr gedruckt.
Die erste Serie gehört thematisch ins Hifi-Museum und die zweite Serie (über die Magnetbandtechnik) steht im Magnetbandmuseum. Die Dritte Serie über die Bildplatten "sollte" mal hier im Fernsehmuseum 2 stehen. Doch dazu kam es nicht  mehr.

Jan. 2013 - In der FAZ gelesen :
Eine große Partei "lehnt neue Mitglieder ab", weil .... ?

So stand es einmal am Eingang zum Lager

Diese Meldung im Jan 2013 kam mir irgendwie sehr bekannt vor. Da war doch auch mal soetwas in Wiesbaden. In der Pressemeldung zur Auflösung des Fördervereins zur Errichtung eines Fernsehmuseums e.V. im Herbst 2010 wurde mehrfach vorgetragen, daß ja gar kein Nachwuchs mehr zu finden sei. - Daß das überhaupt nicht stimmte, ist eine ganz andere Sache. Man wollte nämlich gar keine neuen Mitglieder, die eventuell das Ruder hätten herumreißen können. Sie wurden einfach abgelehnt. Daß aber soetwas auch in einer großen angeblich demokratischen Volkspartei hier in Frankfurt vorkommen konnte, ist eine ganz traurige Parallele. Eine Partei scheut also demokratische Prinzipien und läßt sich damit mit einem 4 Mann Mini-Verein vergleichen. Ob das auch mal so endet ?

Jan. 2013 - Vor 25 Jahren nahm die Bildplatte einen 3. Anlauf.

12cm und 20cm Video Disc

Nachdem die Telefunken TED Bildplatte in Deutschland bereits 1975 geflopt hatte, versuchte es Philips in 1982 nocheinmal mit der 30cm Laser Vision Platte, kam aber damit (bei uns) auch nicht auf die Beine. Der dritte Versuch in 1988 sollte eigentlich aus den anderen gelernt haben, kämpfte aber bereits mit einer Unmenge von erfolgreichen Videobandgeräten und der ganz nahen Vision der beschreibbaren CD. Eine Zusammenfassung mit Kommentaren finden Sie im Fernsehmuseum 2 im Bereich der Consumer-Bildspeicher.

Dez. 2012 - Das Ende einer verlorenen "Schlacht" . . .

Am 31.12.2012 wird die Precision Mechatronics in Weiterstadt aufgelöst und die DFT-Film GmbH zieht dort auch aus. Am heutigen Donnerstag, dem 20.12, (einen Tag vor dem fiktiven Weltuntergang), hatten die (Ex-) Mitarbeiter fast Tränen in den Augen, als sie mit ansehen mußten, wie unter den Augen des Insolvenzverwalters die Firmenräume "ausgeplündert" und das Restinventar versteigert / verramscht wurde. Es sah aus wie nach einer Schlacht. - Als wenn eine Vielzahl von Granaten in der ca. 2.000qm großen Etage eingeschlagen hätten, war das Inventar und Material durchwühlt. Es war ein sehr beschämender und trauriger Anblick, welche Werte dort zerstört wurden. Es müssen viele Millionen Euro gewesen sein. An den Mengen von Aufzeichnungen und Büchern gab es überhaupt kein Interesse. Mehr kommt auf einer langen Hintergrund-Seite über die Entwicklung der Fese / BTS / Philips / Thomson / Grass-Valley.

Nov. 2012 - und es war nicht der 11.11. - es war verdammt real.

An einem Montag Mittag hatte ich ein Erlebnis der besonderen Art. Für einen Besucher hatte ich unser großes Tor offen gelassen und dann ging es Schlag auf Schlag. Das war Tatort live, also kein getürkter Filmdreh mit historischen Kameras. Auch war überhaupt kein Filmteam dabei. Ein vermutlicher Tatverdächtiger rannte in unseren Hof und 2 Mann von der Kripo blitzartig hinterher und brachten den Mann zu Boden. Kurz danach rückten noch drei weitere Kollegen an. Und die waren alle echt und verdammt schnell, also keine Schauspieler und auch keine Komparsen. Sie haben sich dann ausgewiesen, ich hatte nämlich genauso flink die 110 gewählt. (Es war schon beeindruckend ... nach mehreren Drehs plötzlich live dabei zu sein.)

Das gespenstische Blau . . .
. . . ist schwer zu fotografieren

Nov. 2012 - Hier ist noch ein richtiger Glüh- kathoden- Gleichrichter in Betrieb . . .

Solch ein mystisches hellbläuliches Schauspiel hat Seltenheits- wert. Der Glühkathoden- Gleichrichter wurde bereits nach 1945 von den sogenannten Trockengleichrichtern (rechts daneben im Bild) abgelöst, war aber oft noch bis in die 1960er Jahre in kleineren Kinos in Betrieb. Die Gleichstromleistung von 60A bei 42 Volt mit 3 Röhren war damals enorm. Dieser hier steht in einem kleinen Kino im Taunus und funktioniert wirklich noch. Doch das mit dem Fotografieren durch das Lochblech hatte seine Tücken. Man muß es einfach sehen, vielleicht mal im Film-Museum in Frankfurt.

Nov. 2012 - James Bond, George Lukas und sein THX - und das "Power Wumm Bumm" Erlebnis der besonderen Art ...

Es hängt über 45 Jahre an dieser Wand

Nach langem Suchen haben wir aus einem Wiesbadener Kino ein uraltes Anamorphot geschenkt bekommen. Nebenbei habe ich im Vorführraum auch noch die uralten Kinoplakate von vor über 45 Jahren abfotografiert, die zum Glück nie Sonnenlicht gesehen hatten. Die Farben sind erstaunlich brilliant geblieben. Alles war toll, bis auf einmal der gesamte Vorführraum zu zittern anfing und die großen Metallverkleidungen das 6 KW Digitalprojektors bedenklich laut schepperten. Nur der Vorführer blieb ruhig. Wir "Gäste" hatten ein "ungutes" Gefühl im Bauch, weil im "Arkarden Kino" der Vorführraum über den Zuschauern hängt. Just in diesem Moment krachte nämlich die U-Bahn im brand neuen James Bond Film in das große Loch. Beim Verlassen des Kinos hatte ich dann im Saal noch gesehen, daß viele Besucher (das Kino war wieder ausverkauft !!!!) ihre Getränke vor ihren Stühlen verschüttet hatten. Vielleicht war der THX Sound doch etwas "zu beeindruckend" gewesen.

Okt. 2012 - In Köln gewünscht - ein 1987er Fernsehstudio

nachgebaut: Ein Fernsehstudio von 1987

Im Oktober waren wir zwei Tage in Köln im Cinegate Studio zu einem Fernsehfilm Dreh über ein brisantes Thema aus 1987. Natürlich sollte auch das Fernseh- Interview echt aussehen und so haben wir zwei Fese/BTS KCM 125 auf unsere beiden Pumpen aufgesetzt und sogar beide in Betrieb genommen. Die historische Studio-Atmosphäre ist dem Eindruck von Berlin in den Havelstudios vor einem Jahre sehr ähnlich. Mehr kommt bald in einem Bericht über die Technik hinter den Kulissen. Übrigens, von Cinegate Hamburg hatten wir einen großen Karton mit alten Kameramännern erhalten.

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