Die GFGF e.V. ist eine lose Vereinigung von Sammlern unter dem Dach eines großen Vereins.

Die "Gesellschaft der Freunde der Geschichte der Funktechnik e.V." ist eigentlich ein Verein mit zur Zeit ca. 2300 Mitgliedern.
Die Mitglieder sind nicht nur über ganz Deutschland verstreut, sondern sogar weltweit zu finden und pflegen ihr privates Sammler-Hobby in den Bereichen Radio, Fernsehen, Tonbandgeräte, Plattenspieler, Lautsprecher sowie Funktechnik aller Art.
Und da kommt im Laufe der Zeit (auch altersbedingt) eine Menge an Dokumentation aller Art zusammen. So hat der Verein 2006 beschlossen, ein historisches Archiv unserer deutschen (Rund- und) Funkgeschichte anzulegen, in dem die gespendeten und überlassenen Dokumente fein säuberlich aufgehoben und auch verwaltet werden und natürlich interessierten Besuchern zugänglich gemacht werden.
Das Archiv befindet sich im kleinen sächsischen Ort Hainichen an der A4 in der Nähe von Chemnitz in Sachsen. Diese Einrichtung soll zu einem Dokumentationszentrum Funkgeschichte ausgebaut werden. Die jetzige Betreuerin des Archives baut successive eine Datenbank über die Schätze der GFGF in dieser Büroetage auf, die in Kürze auf der GFGF Infoseite abrufbar sein soll. | |

Die Geschichte des Fernsehens der SBZ/DDR ist im Westen nahezu unbekannt.

Damals durch den Eisernen Vorhang und Selbstschußanlagen (bis 1972) samt Minengürtel (bis 1975) gegen böse "Eindringlinge" abgeschottet, sind nur wenige "echte" Informationen über die Fernsehschaffenden und die Fernsehtechnik zu uns (in den Westen) herüber gedrungen. Die allermeisten Informationen waren falsch und gezielt lanciert oder von den sensationsgeilen Westmedien völlig übertrieben aufgebauscht worden.
Hier in Hainichen gibt es Mengen an Büchern und Zeitschriften und sonstige Unterlagen, wie es wirklich war in der DDR, als nur einer Fernsehen machen durfte und das war der Staat. Natürlich muß man vieles zwischen den Zeilen lesen und kommt dann so nach und nach der Wahrheit auf die Spur. In den damaligen SBZ/DDR Medien wurde meist auch nur die offizielle (vorgegebene) Meinung verbreitet. Mit den heutigen Informationen und den vielen Erzählungen der Zeitzeugen relativiert sich so mancher Spruch der DDR Oberen von damals.
"Überholen ohne Einzuholen", damit wollte man die Kapitalisten im Westen überraschen. Und so hatte man zum Beispiel (um 1962?) die Ampex VR1000 aus Ungarn unerlaubt und geheim "importiert" und abgekupfert, also richtig geklaut. Dann irgendwann (um 1972?) wurde auf der Leipziger Messe ein großer Studio-Farbvideorecorder mit großem Tamtam der Öffentlichkeit vorgestellt und als Errungenschaft des Sozialismus gepriesen. Daß er von Ampex geklaut war und der Westen an dieser Techik meilenweit vorbei "marschiert" war , wurde natürlich nicht erwähnt. Das Gerät wurde dann ganz schnell still eingeschläfert und es "verirrten" sich nach und nach ganz viele Bosch/Fese BCN Maschinen nach Adlershorst
Doch die historische Geschichte ist geduldig und dazu gnadenlos transparent.

Was wird es im GFGF Archiv zu sehen geben ?

Das neue GFGF Archiv wurde im erst Sommer 2006 richtig aus der Taufe gehoben, nachdem der ursprüngliche Betreuer Karl Opperskalski es dem GFGF vermacht hatte. Dort werden also Unmengen an Büchern, Bildbänden, Zeitschiften, Prospekten, Schaltplänen, Bedienungsanleitungen und anderenSchriften gesammelt, bewahrt und archiviert.
Die Büroetage ist groß und geräumig und angenehm freundlich renoviert. In den Regalen ist dazu noch viel Platz für weitere Dokumente.
Ein PC (zur Zeit noch ohne Internet Anschluß) aber mit Scanner und Drucker stehen den Besuchern zur Verfügung. Für Mitglieder ist das ganze kostenlos, womit sich Nichtmitglieder finanziell revanchieren können, muß noch beschlossen werden.

Historische Dokumente in Mengen

Der Auor hat in einer sechsstündigen ersten Recherche am 17.3.2007 hunderte von hochwertigen historischen Dokumenten in diesem Archiv gefunden und könnte noch viele Tage lang dort recherchieren.
Es sind erstaunlich viele Hauszeitschriften der großen Firmen wie der Fese AG (ehemals Berlin) und von Telefunken (auch ehemals in Berlin) zu finden. Natürlich gibt es auch Unmengen von Bildern und Texten aus der Zeit vor 1939. Und abends wurde das dann alles ausführlich besprochen.

Was können sie zu dem GFGF Archiv beitragen ?

Wenn Sie in der Lage eines Erben oder Nachkommen eines Sammlers sind, der das persönliche Vermächtnis des Verstorbenen für die Allgemeinheit bewahren möchte, dann werfen Sie dessen alte Bücher bitte nicht einfach auf den Sperrmüll oder in den Papiercontainer. Rufen Sie uns oder die GFGF Archivarin an und vereinbaren Sie eine Besichtigung oder packen Sie alles ein und schicken es nach Hainichen (bitte mit Vorankündigung).
Telefon 037207-88533 - Jacqueline Poetschke
Als Dank bekommen Sie die Ehrenmitgliedschaft angetragen und unsere Hauszeitschift "Die Funkgeschichte" für ein Jahr geschickt. Fragen Sie einfach danach.

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