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typische historische Kamera

Zum Auffrischen und Erinnern . . . .

. . . sind diese Seiten hier gedacht, denn viele wissen nicht mehr oder noch nicht, wie es damals angefangen hat und wie das wirklich funktioniert mit dem Fernsehen, den Kameras, den Videorecordern, den Tonband- und den Magnetband- geräten aus alter Zeit. Viele Bilder können Sie durch Anklicken vergrößern.

Die Fese BCM-40 (2" Quadruplex MAZ Farbe, Halbleiter)

Die Fese hatte aus historisch langer Zeit (weit vor dem Krieg) ein sehr gutes Verhältnis zu RCA. Da gab es mehrere gegenseitige Lizenz- Überkreuz- Verträge und Abkommen, sodaß der Fese letztendlich auch der Verkauf von 10 (angeblich bis zu 15 Stück) der nach- gebauten Ampex/RCA Quadruplex Mazen vertraglich erlaubt wurde. Also wirklich nur wenige (10 oder gar 15) Stück pro Jahr.

 

Zu jener Zeit teilten sich Ampex und RCA mit jeweils 80% zu 20% den gesamten monopolisierten Welt- markt an magnetischen Fernsehaufzeichnungs- anlagen. Die paar "einsamen Kisten" der deutschen Fese kamen statistisch bei den weltweit ca. 5000 verkauften 2" MAZ- Anlagen gar nicht vor.

 
Die BCM40 war also eine völlige Neuentwicklung nach der monochromen BM20, denn Bosch wollte in den Markt rein und eine MAZ kostete damals ca. 350.000 bis 500.000 Mark. Als Vorlage diente aus Lizenzgründen die bereits transistorisierte RCA MAZ und nicht die Ampex MAZ, wie eingeweihte Quellen glaubhaft versichern. Mit Ampex gab es ein nicht immer freundliches hartes Wettbewerbsverhältnis. RCA war da anders. Ampex war nämlich angeblich von der US Monopolkommission verdonnert worden, die MAZ Lizenzen mit RCA zu tauschen (sagt die Legende, stimmte aber gar nicht) , worüber RCA bestimmt nicht "unglücklich" war, Ampex dagegen um so mehr. Diese lustige Story kommt später.

 

Auch wollten einige deutsche Fersehsender ein deutsches Produkt um fast jeden Preis. Und der Preis war hoch und das war auch für große Sender kein Pappenstiel. Dazu kamen die abgeschotteten klimatisierten Räumlichkeiten und die elitären Herren in weiß (die "Operators" und die von der Meßtechnik), die auf einmal richtige Macht besaßen. Ohne die ging fast gar nichts mehr und so ließ mancher kleine Meßknecht oftmals die "kleinen" Muskeln spielen (ist natürlich alles nicht wahr, also nur ein Gerücht oder vielleicht doch nicht ???).

So wurden seltsame Pfründe geboren, bei (fast?) allen Anstalten des öffentlichen Rechts, die man viel später (Ende der 90er Jahre) nur noch mit "brutaler" Gewalt auflösen konnte.

Die Buschtrommel spricht von dem kompromisslosen "Outsourcen" von ganzen Abteilungen, da sonst ein Aufräumen unter den Pfründen und der (Meßtechnik-) Mannschaft von Betriebsrat und Gewerkschaft heftigst torpediert wurde.

Und auf einmal ging es, die nachfolgende Generation der Meßtechniker folgte wieder den Anweisungen der Geschäftsleitung und war nicht mehr so auf das Pflegen und Bewahren der Pfründe fixiert.

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