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 Homepage   /  Die Hersteller  /  Die Fese  /  Fese MAZen  /  BCH-1000 1988  /  BTS BCH-1000-2
Zum Auffrischen und Erinnern . . . .

. . . sind diese Seiten hier gedacht, denn viele wissen nicht mehr oder noch nicht, wie es damals angefangen hat und wie das wirklich funktioniert mit dem Fernsehen, den Kameras, den Videorecordern, den Tonband- und den Magnetband- geräten aus alter Zeit. Viele Bilder können Sie durch Anklicken vergrößern.




Digitale Signalverarbeitung


Obwohl die BCH 1000 die Videosignale in analoger Form auf Band aufzeichnet, ist der überwiegende Teil der Signalverarbeitung in digitaler Schaltungstechnik ausgeführt. Die Digitaltechnik ist in diesem Fall nicht nur ein Fortschritt bezüglich Reproduzierbarkeit und Genauigkeit, sondern bietet neue Möglichkeiten der Signalverarbeitung, die in analoger Schaltungstechnik nicht realisierbar sind. Die BCH 1000 ist in einem 19-Zoll-Gestell montiert.

 

Die Baugruppen (im Diagramm 1 unten) sind:

Das Laufwerk, zu dem das Servo-System und der Transport-Mechanismus gehören. Hier sind auch die Aufnahme- und Wiedergabeverstärker und die Entzerrer angeordnet.
Die Recorder-Elektronik mit der gesamten Signalverarbeitung vor der Aufzeichnung, den Modulatoren und den Demodulato-ren, dem Audio-System und einem speziellen Testgenerator.
Die Zeitfehlerausgleicher für Luminanz (YTBC) und Chrominanz (CTBC). Arbeitsstandard ist das System mit 1250 Zeilen und 50 Hz Halbbildfrequenz mit Zeilensprung. Der restliche Zeitbasisfehler liegt unter drei Nano-sekunden.

Recorder-Elektronik



Die zweite Abbildung zeigt das Blockschaltbild der Recorder-Elektronik. Die Baugruppe "Input Video" ist die Eingangsschnittstelle der MAZ. Eine Matrix für RGB Eingangssignale und ein Amplitudensteller zur Korrektur der Signale ist vorgesehen. Zur Korrektur von Amplituden- und Schwarzwertfehlern werden in den vertikalen Austastlücken Referenzzeilen eingesetzt und in der gesamten nachfolgenden Signalverarbeitung überprüft und gegebenenfalls korrigiert.

 

Um vier möglichst gleichartige Kanäle auf Band aufzeichnen zu können, wird das Luminanzsignal zeilenweise zeitlich expandiert und auf zwei Kanäle aufgespalten. Eine direkte Aufzeichnung eines Signals mit einer Bandbreite von 20 MHz ist unter den gegebenen Randbedingungen wie Kopfstandzeit, Bandverbrauch, Störabstand nicht möglich. Das Luminanzsignal wird dabei mit 54 MHz und acht Bit linearer Quantisierung analog/digital gewandelt.Die folgende Luminanz-aufspaltung erzeugt aus diesem Datenstrom durch entsprechende Zeilenspeicherung zeilenalternierend zwei Kanäle mit halber Datenrate, doppelter zeitlicher Zeilenlänge und damit halber Luminanzbandbreite.

 

Auf der Platine "Sync. Insertion" werden den beiden Luminanzkanälen in der digitalen und den beiden Chrominanzkanälen in der analogen Ebene Zeitreferenzsignale in den horizontalen Austastlücken hinzugefügt. Dieses Referenzsignal besteht unter anderem aus einem "Burst" mit einer H-verkoppelten Frequenz von 3.375 MHz. Er wird bei der Wiedergabe von Band zur Berechnung der Zeit- und Zeilen-längenfehler verwendet. Diebeiden Luminanzkanäle werden anschließend wieder digital/analog gewandelt - wegen der Luminanzaufspaltung jetzt mit der halben ursprünglichen Abtastfrequenz, also 27 MHz - und zusammen mit den beiden Farbkanälen als Analogsignale über vier Modulatoren als FM-Signale auf Band aufgezeichnet.

 

Der Weißwert entspricht 25 MHz und der Schwarzwert 15 MHz. Der Aufzeichnungskanal wird zwischen 1 MHz und 32 MHz benutzt. Mit einer Kopf/Band- Relativgeschwindigkeit von 33 Metern pro Sekunde ergibt dies eine minimale Aufzeichnungswellenlänge von etwa einem Mikrometer.


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